Land Rover Premiere

10. September 2019 10:00; Akt: 10.09.2019 11:02 Print

Das ist der neue Defender – Comeback gelungen?

Das Warten hat ein Ende: Land Rover hat in Frankfurt den neuen Defender enthüllt. Eines ist sicher: Der neue Defender wird die Fans in zwei Lager spalten.

Bildstrecke im Grossformat »
Das Warten ist endlich vorbei und mit reichlich Verspätung zogen die Briten an der IAA in Frankfurt das Tuch vom neuen Defender, der zum Jahreswechsel zunächst zu Preisen von 63'000 Franken als Langversion 110 in den Handel kommt. Die Kurzversion mit drei Türen, den Defender 90, gibt es ab kommendem Jahr und ab 57'000 Franken. Herausgekommen ist ein Auto, das auf den ersten Blick vom Werkzeug für Buschdoktoren, Wildhüter und Katastrophenschützer zum Spielzeug für Besserverdiener geworden ist und eher an Playmobil erinnert als an die Pampa. Abgerundete Ecken, verspielte LED-Leuchten vorne und hinten und eine ... ...eigenwillige Kunststoffkachel in der Fensterfläche an der Seite – nichts wurde vom Vorgänger übernommen. Aber spätestens auf den zweiten Blick hat Designchef Gerry McGovern damit einen guten Job gemacht. Denn ohne in die Retro-Falle zu tappen, hat er einen Geländewagen gezeichnet, den man trotzdem auf Anhieb als Defender erkennt. Der alte Rand Rover wurde durch sein kantiges Äusseres, seine Robustheit und durch sein weites Einsatzgebiet zur Ikone. Wie beim Design ist auch technisch ist nichts mehr beim Alten geblieben. War der Defender bis dato (rechts das Urmodell) einer der letzten Geländewagen mit Leiterrahmen und Starrachsen, rückt er nun ... ..mit dem Discovery zusammen und leistet sich deshalb ebenfalls eine selbsttragende Karosserie, die weitgehend aus Aluminium gefertigt ist. Die Mittel und Wege mögen andere sein, doch das Ziel ist unverändert: Auch der neue Defender will im Gelände weiterkommen als die allermeisten anderen Geländewagen. Treibende Kraft dabei sind die neuen Ingenium-Motoren, die Land Rover erst mit Mild- und später sogar mit Plugin-Hybrid-Technik ausrüstet: Ein 2,0-Liter-Diesel mit ... ...200 oder 240 PS, ein 2,0-Liter-Benziner mit 300 PS oder ein Reihensechszylinder mit drei Litern Hubraum und 400 PS. Auch der Defender verfügt jetzt über einzeln aufgehängte Räder, einen elektronisch geregelten Allradantrieb und eine Terrain Response Control, wie man sie von den anderen Land Rover Modellen kennt. Mit einer Länge von 5,02 Meter und einer Breite von 1,97 Meter hat der neue gegenüber dem alten Defender deutlich zugelegt. Preislich startet er in der Langversion bei 63'300 Franken (D200 AWD) und endet als Defender X bei 111'700 Franken. Innen waren die Designer genauso gründlich und haben den Defender fit gemacht für das Rendezvous mit den Digital Natives: So gibt es zwar weiterhin Haltegriffe, offene Muttern und Schrauben, doch zugleich bauen die Briten erstmals digitale Instrumente ein und ersetzen viele Bedienelemente durch einen grossen Touchscreen. Selbst WLAN ist an Bord jetzt verfügbar und der Zündschlüssel wird zum Activity Key, den man als Armband mit zum Joggen oder Schwimmen nehmen kann.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Er ist für die echten Geländewagen, was der 911 unter den Sportwagen und die S-Klasse unter den Luxuslimousinen: Eine absolute Ikone. Um so schmerzhafter war es für die Fans und die Firma, dass Land Rover zwar vor über drei Jahren die Produktion des Defender eingestellt hat, der Nachfolger aber partout nicht fertig geworden ist. Doch jetzt ist das Warten endlich vorbei und mit reichlich Verspätung zogen die Briten in Frankfurt das Tuch vom neuen Modell, das zum Jahreswechsel zunächst zu Preisen von 63'000 Franken als Langversion 110 in den Handel kommt. Die Kurzversion mit drei Türen, den Defender 90, gibt es ab kommendem Jahr und 57'000 Franken.

Umfrage
Findest du, das Comeback ist dem neuen Defender gelungen? Rein optisch!

Mehr Playmobil als Pampa?

Heraus gekommen ist ein Auto, das auf den ersten Blick vom Werkzeug für Buschdoktoren, Wildhüter und Katastrophenschützer zum Spielzeug für Besserverdiener geworden ist und eher an Playmobil erinnert als an die Pampa: Abgerundete Ecken, verspielte LED-Leuchten vorne und hinten und eine eigenwillige Kunststoffkachel in der Fensterfläche an der Seite – nichts wurde vom Vorgänger übernommen. Aber spätestens auf den zweiten Blick hat Designchef Gerry McGovern damit einen guten Job gemacht. Denn ohne in die Retro-Falle zu tappen, hat er einen Geländewagen gezeichnet, den man trotzdem auf Anhieb als Defender erkennt, weil er den gleichen Charakter und die gleichen Charakteristika hat – von den seitlichen Fenstern im Dach über das aussen angeschlagene Ersatzrad bis hin zur absolut waagrechten Gürtellinie.

WLAN und Activity Key

Innen waren die Designer genauso gründlich und haben den Defender fit gemacht für das Rendezvous mit den Digital Natives: So gibt es zwar weiterhin Haltegriffe, offene Muttern und Schrauben, doch zugleich bauen die Briten erstmals digitale Instrumente ein und ersetzen viele Bedienelemente durch einen grossen Touchscreen. Selbst WLAN ist an Bord jetzt verfügbar und der Zündschlüssel wird zum Activity Key, den man als Armband mit zum Joggen oder Schwimmen nehmen kann.

Angeboten wird der neu aufgelegte Klassiker dabei wie bisher in zwei Formaten als 110er mit fünf Türen und 5,02 Metern Länge oder mit ein paar Monaten Zeitversatz für einen Abschlag von 6300 Franken als 90er. Der ist etwa einen halben Meter kürzer und hat dann nur drei Türen.

Motoren mit bis zu 400 PS

Wie beim Design ist auch technisch ist nichts mehr beim Alten geblieben. War der Defender bis dato einer der letzten Geländewagen mit Leiterrahmen und Starrachsen, rückt er nun mit dem Discovery zusammen und leistet sich deshalb ebenfalls eine selbsttragende Karosserie, die weitgehend aus Aluminium gefertigt ist. Dazu gibt’s einzeln aufgehängte Räder, einen elektronisch geregelten Allradantrieb und eine Terrain Response Control, wie man sie von den anderen Land Rover Modellen kennt.

Die Mittel und Wege mögen andere sein, doch das Ziel ist unverändert: Auch der neue Defender will im Gelände weiterkommen als die allermeisten anderen Geländewagen – nur dass man dafür jetzt – der Elektronik sei dank – am Steuer keine 70 Jahre Erfahrung mehr braucht.

Treibende Kraft dabei sind die neuen Ingenium-Motoren, die Land Rover erst mit Mild- und später sogar mit Plugin-Hybrid-Technik ausrüstet: Ein 2,0-Liter-Diesel mit 200 oder 240 PS, ein 2,0-Liter-Benziner mit 300 PS oder ein Reihensechszylinder mit drei Litern Hubraum und 400 PS.

(lab)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • jay jay am 10.09.2019 10:35 Report Diesen Beitrag melden

    am ziel vorbei

    der defender war und ist das arbeitstier von land rover. den innenraum mit touchscreens und so finde ich unpraktisch. der muss doch abgekärchert werden können nach einem ausflug in den matsch. wenn ich den ganzen schnick schnack will kaufe ich den range rover.

    einklappen einklappen
  • Sab am 10.09.2019 10:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nie wieder

    Es wird nie einen "neuen" Defender geben. Egal wie gut Nachfolgemodelle sein sollten - der Defender ist, leider, Geschichte.

    einklappen einklappen
  • Lollipop am 10.09.2019 10:17 Report Diesen Beitrag melden

    Design-Ausrutscher-Phase

    Jede Traditionsfirma hat mal so einen Abschnitt. Land Rover ist grad mitten drin. Lollipop First.

Die neusten Leser-Kommentare

  • E-Roger am 15.09.2019 23:28 Report Diesen Beitrag melden

    Elektr. Variante?

    Gibt es den auch voll elektrisch? Verbrenner ist nichts für mich und die Bergluft!

    • Trottinet am 16.09.2019 02:06 Report Diesen Beitrag melden

      @E-Roger

      Soll das ein Witz sein?

    • Läppli am 16.09.2019 02:10 Report Diesen Beitrag melden

      @E-Roger

      Die elektrische Variante wird dann erst für die CH-Armee gebaut: Sündhaft teuer und zu schwach für den harten Einsatz.

    • Bergfee am 16.09.2019 02:12 Report Diesen Beitrag melden

      @E-Roger

      Die Elektrischen sind ja besonders effizient für die Bergluft aber nicht für die Bergstrasse.

    einklappen einklappen
  • Tieferleg-Susi am 15.09.2019 23:20 Report Diesen Beitrag melden

    CO2 tiefer legen?

    Bin etwas verwirrt. Um wie viel wurde hier das CO2 tiefer gelegt?

    • CO2-Greta am 16.09.2019 02:13 Report Diesen Beitrag melden

      @Tieferleg-Susi

      Das merkst du erst, wenn sich deine Verwirrung mal wieder gelegt hat.

    einklappen einklappen
  • Silent Whip am 15.09.2019 08:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zero Emission

    Es wäre schön würde Land Rover sich auch zur Zero-Emission bekennen, wie Pininfarina. Die sagen nämlich: "Wir gehen nicht zurück in die alte Welt und bauen irgendwo einen Verbrennungsmotor ein. Wir werden auch nie ein Auto mit Range-Extender oder einen Plug-in-Hybrid bauen." ____

  • Sepp, Holzfäller am 15.09.2019 03:00 Report Diesen Beitrag melden

    Man gewöhnt sich schnell an den Neuen

    Der alte kann eingemottet werden oder in die Savanne verbannt werden.

  • Uff am 15.09.2019 02:57 Report Diesen Beitrag melden

    Und sieh an

    Da werden die alten Defender zu Ladenhütern und Museumsstücken. Die wollen für 110-er mit Jahrgang 2014/15 noch z.t. bis fast 70'000 Franken im Occasionsmarkt.

    • Techniker am 16.09.2019 16:38 Report Diesen Beitrag melden

      Nichts verstanden

      Dass ist ja genau der Grund warum die Alten so teuer sind. Die wenigesten wollen so ein Schickmicki Auto, Plastikbomber mit Touchscreens, Keyless go im Outback - so ein Schwachsinn. Weiter am Kunden vorbei geplant geht fast nicht inkl. der Preise! Reduzieren auf Min., Analog Instrumente und Bedienung, Innenraum der Ausgewaschen werden kann, eine Anhängelsat von 6T mit richtigem Chassis, einfache Technik zum selber reparieren...... ein Preis ab 30000.- , Wirklich Brauchbares und ein wenig Schickimicki Zubehör nach Wunsch mit Aufpreis - Dass wäre die Ansage gewesen!

    einklappen einklappen