Nio

09. Mai 2019 05:00; Akt: 09.05.2019 17:02 Print

Erste Fahrt mit dem China-Stromer ES6

von Thomas Geiger - Mit dem ES6 tritt der chinesische Elektroautohersteller Nio gegen Audi E-Tron und Mercedes-Benz EQC an. Ob der E-SUV auch in die Schweiz kommt, ist offen.

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Schon der Name des vor fünf Jahren gegründeten Start-ups ist ein schwer zu haltendes Versprechen. Denn Mitgründer Lihong Qin übersetzt Nio mit dem «blauen Himmel», der schon bald über allen aufziehen wird. Wozu sonst wollen die Chinesen schliesslich mittelfristig 500'000 Elektroautos im Jahr bauen und so die Welt zumindest ein bisschen besser machen?

Doch anders als Faraday Future oder Byton ist Nio schon einen Schritt weiter. Vor einem knappen Jahr ist aus der Fabrik in Hefei der erste von bislang rund 16‘000 ES8 gerollt und in ein paar Wochen folgt als zweites Grossserienmodell der ES6. Damit rüstet sich Nio nicht zuletzt für das Ringen mit den ganz ähnlich positionierten elektrischen Erstlingen von Audi und Mercedes, die gerade auf dem Weg nach China sind.

Der Clou: die fahrbare Tankstelle und wechselbare Batterien

20 Zentimeter kürzer als der 5,02 Meter lange ES8 und im besten Fall umgerechnet rund 55‘000 Franken teuer, liegt der ES6 in Papierform tatsächlich auf Augenhöhe mit E-tron und EQC. Der Antrieb mit zwei E-Motoren (400 kW und 725 Nm), mit denen der 2,3-Tonner binnen 4,7 Sekunden auf Tempo 100 spurtet, ist ebenfalls konkurrenzfähig; Die im Wagenboden platzierte Batterie mit bis zu 84 kWh Kapazität sorgt für eine Reichweite von maximal 510 Kilometern im Normzyklus.

Wer nirgendwo eine Steckdose findet, der kann einfach den Lade-Van bestellen, der mit seinem Aufbau voller Akkus jeden noch so abgelegenen Parkplatz zur E-Tankstelle macht. Und wem die Geduld fehlt, der steuert eine von bislang rund zwei Dutzend Nio-Stationen entlang der wichtigsten Autobahnen an, wo die Akkus nicht geladen, sondern binnen drei Minuten automatisch gewechselt werden.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Oletahoe1 am 09.05.2019 05:54 Report Diesen Beitrag melden

    3 Minuten

    Ja da kommt etwas auf den Markt was in die richtige Richtung geht denn 3 Minuten ist eine ansage der Preis ist es auch, hoffentlich kommt diese Fahrzeugart auch bald zu uns nach Europa.

  • Desillu am 09.05.2019 07:08 Report Diesen Beitrag melden

    Endlich gecheckt

    Wenn das E-Auto Erfolg haben soll, dann müssen die Akku-Packs standardisiert werden. So können sie an "Tankstellen" gegen volle gewechselt werden und man kann weiter fahren. Das Laden mit dem Kabel dauert zu lange und ist o.k., wenn der Wagen auf dem Parkplatz oder zu Hause in der Garage steht. Man darf die grenzenlose Dummheit der "coolen" Menschen nicht vergessen, die irgendwann auf die Idee kommen, Ladekabel durchzuschneiden oder ähnliches.

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  • Paul am 09.05.2019 08:50 Report Diesen Beitrag melden

    Fester Akku plus Wechselakku

    Wieso verbauen die Hersteller nicht einfach einen kleinen Festen Akku und bieten Platz für einen Wechselakku? Festverbaut Reichweite ca. 200 km. Wechselakku Reichweite ca. 300 km. So oft fahren wir Schweizer ja auch nicht lange Strecken in die Ferien...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Info am 18.05.2019 16:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Portal

    ++++++++++++++++++ Auf dem Interessanten Portal ECOMENTO findet man im Internet immer die neusten Informationen zu Elektroautos und zur E-Mobilität.

  • K. Meier am 12.05.2019 08:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wechselakkus

    Auf die Idee mit automatisch wechselbaren Akkus, kam ich schon vor über 30 Jahren. Habe nicht verstanden, warum das bis jetzt nicht gemacht wurde.

  • E-Guru am 10.05.2019 19:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bye Bye Verbrenner

    All das hier braucht es ab heute nicht mehr: Turbos, Russfilter, Kats, AdBlue, Motoren-Öl und warum eigentlich nicht? Es gibt eine tolle Erfindung des Jahrtausends, nämlich den genialen wartungsfreien Elektro-Motor.

    • Benno am 10.05.2019 22:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @E-Guru

      Gruss an alle mechanisch bewgten Teile ohne Öl

    • Reto am 11.05.2019 06:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Benno

      Ein Elektromotor brauch kein Öl.

    • toni am 11.05.2019 18:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @E-Guru

      Stimmt. Aber trotzdem werde ich das oben aufgelistete so lange brauchen wie es nur geht. Und es wird noch eine Weile andauern! Gruss von einem Turbo-Fahrer

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  • Jeremy am 10.05.2019 11:13 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Wechselakku an einem Robo-Taxi

    Macht natürlich absolut Sinn, die Dinger sollen ja rund um die Uhr fahren, und da sind Flottenbetreiber diejenigen Fahrzeuge Akkus und Wechselstationen besitzen und betreiben, aber für Privatwagen ? eher nicht, die Dinger stehen über 22 h am Tag sowieso nur rum und können geladen werden.

    • Mike Glotzkowsky am 10.05.2019 12:59 Report Diesen Beitrag melden

      Robotaxis kommen 100%

      Robotaxis könnten sich aber auch per Induktion aufladen oder das Auto wird mit einem speziell entwickelten Navigationssystem zu einem Stellplatz mit der Ladestation geleitet. Dort abgeparkt verbindet sich ein Roboterarm vollautomatisch mit der Ladebuchse des Fahrzeugs.

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  • Jeremy am 10.05.2019 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    eine Analogie

    Warum hat noch niemand ein Antriebswechselsystem für Verbrenner entwickelt, wo man an die Wechselstation fährt und ein Roboter einem unter der Karosse das Chassis samt Motor und Tank, Fahrwerk etc.. auswechselt sodass man einen vollen Tank, frisches Öl und die für das Wetter passenden Reifen bekommt. Schwachsinnige Idee? ganz genau ;-)