Daimler und Bosch

10. November 2018 13:10; Akt: 10.11.2018 13:10 Print

Mitfahrservice San Jose – ohne Fahrer unterwegs!

Ab Mitte 2019 wollen Daimler und Bosch ausgewählten Kunden einen vollautomatisierten und fahrerlosen Mitfahrservice (Ride-Hailing) anbieten.

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Der App-basierte Mitfahrservice ist mit der Mercedes-Benz S-Klasse unterwegs. (Bild: Daimler)

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Geplant ist, dass die Metropole (mit mehr als einer Million Einwohner) im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2019 Pilotstadt für die Erprobung des von Daimler und Bosch angekündigten, App-basierten, vollautomatisierten und fahrerlosen (SAE Level 4/5) Mitfahrservices (Ride-Hailing) wird. Dazu haben die drei Parteien eine Absichtserklärung unterzeichnet. Daimler und Bosch wollen den Service mit automatisierten Mercedes-Benz S-Klasse Fahrzeugen ausgewählten Kunden zur Verfügung stellen.

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Mitfahrservice ohne Fahrer: Würdest Du Dein Leben einem autonomen Taxi anvertrauen?

Das Testgebiet befindet sich entlang der Verkehrsader San Carlos Street/Stevens Creek Boulevard zwischen Stadtzentrum und West San José. Mit einem zu erwartenden Bevölkerungswachstum von 40 Prozent innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte steht die Metropolregion vor wachsenden Herausforderungen, auch im Strassenverkehr. Darüber hinaus will sich San José für eine Zukunft mit autonomen Autos auf den Strassen vorbereiten.

«Wertvolle Pilotprojekte»

«Das Pilotprojekt wird zeigen, wie autonome Fahrzeuge dazu beitragen können, die zukünftigen Transportanforderungen besser zu erfüllen», sagt Sam Liccardo, Bürgermeister von San José. «Seit vielen Jahren treiben wir konsequent das autonome Fahren voran. Mit diesem Pilotprojekt werden wir wertvolle Erkenntnisse gewinnen, um vollautomatisierte Fahrzeuge optimal mit den Nutzern zukünftiger Mobilitätsdienste zu verbinden», bestätigt Michael Hafner, Leiter Automatisiertes Fahren, Daimler AG.

Die von Daimler Mobility Services betriebene App für den Mitfahrservice zeigt, wie Mobilitätsdienste wie Car-Sharing (car2go), Ride-Hailing (mytaxi) und multimodale Plattformen (moovel) intelligent zusammenwirken können. Der Testbetrieb gibt Aufschluss darüber, wie vollautomatisierte und fahrerlose Fahrzeuge in ein multimodales Transportnetz integriert werden können. Im Rahmen des digitalen Pilotprojekts sollen die Nutzer die Möglichkeit haben, an einem definierten Abholort in ein von einem Sicherheitsfahrer überwachtes, selbstfahrendes Auto zu steigen und automatisch an ihr Ziel zu fahren.

Urbane Mobilität wird attraktiver

Mit ihrer Entwicklungskooperation zum vollautomatisierten und fahrerlosen Fahren (SAE Level 4/5) im urbanen Umfeld wollen Daimler und Bosch den Verkehrsfluss in Städten verbessern, die Sicherheit auf der Strasse erhöhen und einen wichtigen Baustein für den Verkehr der Zukunft liefern. Die Technologie wird unter anderem die Attraktivität von Car-Sharing erhöhen. Zudem ermöglicht vollautomatisiertes und fahrerloses Fahren Menschen, die Zeit im Fahrzeug optimal zu nutzen, während sie sicher unterwegs sind. Ausserdem bietet die Technologie zum Beispiel auch Menschen ohne Führerschein neue Möglichkeiten, mobil zu sein.

(lab)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter Pan am 11.11.2018 10:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Safety first

    Auch selbstfahrende Autos werden in Unfälle verwickelt sein. Ich bin aber sicher, dass die Zahl der Unfälle deutlich kleiner sein wird als beim Menschen. Der Computer wird nicht am Handy texten oder sonnst wie Träumen.

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  • Thomas am 10.11.2018 15:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist die Zukunft

    Umweltfreundlicher Autonomer Individual Verkehr ist die Zukunft. Der ÖV wird darunter leiden. Darum das Geld lieber in ersteres investieren, statt 2.

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  • Olaf.Th. am 11.11.2018 05:03 Report Diesen Beitrag melden

    Zukunftsverweigerer

    Ich vertraue mein Leben keiner Software an, was sind das für Menschen die das unterschreiben ? Nutzen die keine Rolltreppe, keinen Fahrstuhl oder die Skymetro am Flughafen Zürich ? Alles Verkehrsmittel die von Software gesteuert werden !

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Die neusten Leser-Kommentare

  • 1291 am 12.11.2018 06:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Fortschritt wird kommen, aber...

    Kürzlich hatte ich einen fast neuen Lkw vor mir, dessen Hebebühne sich während der Fahrt selbständig öffnete. Eigentlich müsste diese sich automatisch sperren, sobald sich das Fahrzeug bewegt. Wenn ich mir vorstelle, wie primitiv dieser Befehl ist, habe ich bei autonomen fahren noch einige Bedenken. Aber der Fortschritt wird kommen. Wir schaffen das. PS: Habe den Chauffeur informiert.

  • Peter Pan am 11.11.2018 10:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Safety first

    Auch selbstfahrende Autos werden in Unfälle verwickelt sein. Ich bin aber sicher, dass die Zahl der Unfälle deutlich kleiner sein wird als beim Menschen. Der Computer wird nicht am Handy texten oder sonnst wie Träumen.

    • Turbovic am 14.11.2018 12:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Peter Pan

      Was ich mich frage ist, wie sicher fährt es auf Schnee und Eis?

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  • Olaf.Th. am 11.11.2018 05:03 Report Diesen Beitrag melden

    Zukunftsverweigerer

    Ich vertraue mein Leben keiner Software an, was sind das für Menschen die das unterschreiben ? Nutzen die keine Rolltreppe, keinen Fahrstuhl oder die Skymetro am Flughafen Zürich ? Alles Verkehrsmittel die von Software gesteuert werden !

    • leser2018 am 11.11.2018 08:39 Report Diesen Beitrag melden

      etwas kurzsichtige Vergleiche

      kleine Unterschiede: es sind kurze, vorbestimmte Strecken, die "abgefahren" werden. Die Anzahl unvorhersehbarer Eingriffe oder Einflüsse ist äusserst gering. Die Skymetro wird von keinem anderem Fahrzeug gekreuzt, keine Fussbälle, kein Stau bei abbiegenden Lkw und gebrechlichen Fussgängern. Der Fahrstuhl wird nicht auf einen vorausfahrenden, plötzlich bremsenden auffahren. Auch hat es keinen ortsunkundigen Touri, kein altes Auto mit schlechten Bremsen oder Sommerpneu im Schnee, plötzliche Baustelle/Umleitung/Kurier-Fz.

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  • Gröli Bögg am 11.11.2018 02:05 Report Diesen Beitrag melden

    Ich Freue mich jetzt schon

    Geil wie die den Kaffee verschütten, werden, wenn die Karre mal so eine richtige Schnell-Bremsung macht. Hi hi hi uaahhahhhahha-uf!

  • Intressierter am 11.11.2018 01:23 Report Diesen Beitrag melden

    Es geht mir einfach nicht in den kopf

    Und erst wenn alles gut lief wird es auch in der schweiz erlaubt". Eigtl nicht schlecht. Naja ps: ich will endlich meine bemannte drohne haben!. Bei allem respekt aber es überfliegt alle probleme" kein stau man ist pünktlicher denn je..ein revolutionäres erlebnis ! Sichherheit bei lawinen etc etc anstatt sich zu verstecken geht man in die luft und lässt die natur machen wo wir e nichts dagegen machen können!". Ich versteh meine gegner nicht ganz erlich.

    • Lukas am 16.11.2018 15:35 Report Diesen Beitrag melden

      So was ist schon unterwegs...

      schau dir mal an was "lilium" macht. Ist quasi eine Art Lufttaxi

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