Hoffnungsträger

19. Oktober 2019 21:38; Akt: 19.10.2019 21:38 Print

Im November kommt der Tesla-Pick-up

Mehrfach verschoben, jetzt definitiv angekündigt: Der mit Spannung erwartet Pick-up-Truck von Tesla soll dem E-Autobauer Volumen bringen.

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Ist Tesla eine moderne Erfolgsgeschichte oder doch eher ein hübsch ausgedachtes Luftschloss? Nimmt man den Aktienkurs der vergangenen Monate als Gradmesser, lässt sich sagen: Selbst die Anleger haben sich in dieser Frage noch keine definitive Meinung gebildet. Auf und ab gehts bei Tesla, was kein Wunder ist, wenn sich Meldungen über enttäuschende Quartalszahlen, drastische Sparmassnahmen und dann doch wieder unerwartet gute monatliche Verkaufszahlen abwechseln.

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Fest steht jedoch: Der E-Auto-Pionier muss Volumen unters Volk bringen, um nachhaltig erfolgreich wirtschaften zu können. Das Model 3 war ein erster wichtiger Schritt in diese Richtung, und bald folgt mit dem Midsize-SUV Model Y (wohl im Frühling 2020) der nächste. Die Absatzzahlen so richtig nach oben treiben soll aber auch der neue Pick-up-Truck von Tesla. Auf ihm ruhen vor allem im Heimmarkt grosse Hoffnungen.

Termin bestätigt

Inzwischen hat der E-Truck auch einen offiziellen Enthüllungstermin erhalten. Im November will Elon Musk seinen neuen Pick-up vorstellen. Bereits Ende Juli hatte der eigenwillige Tesla-CEO die offizielle Vorstellung für September oder Oktober angekündigt und sie dann verschoben. Zuletzt kündigte er im September an, «höchstwahrscheinlich im November» für die mit Spannung erwartet Präsentation bereit zu sein. Auf Nachfrage eines Users auf Twitter bestätigte der Tesla-Boss kürzlich zumindest indirekt diesen Termin («no change», keine Änderungen).


Die knappe Antwort passt dabei zu den spärlichen Informationen, die es bislang über Teslas E-Truck gibt. Doch nachdem US-Konkurrent Rivian mit seinen E-Pick-ups immer mehr Aufmerksamkeit auf sich zieht, hat man bei Tesla ein wenig mehr verraten. So kündigte man an, dass die Fahrleistungen über denen eines «Basis-Porsche 911» liegen würden. Optisch will man ohnehin nichts anbrennen lassen und protzte, mit einer vom Science-Fiction-Klassiker «Blade Runner» inspirierten Optik neue futuristische Massstäbe zu setzen. Das alles zu einem Startpreis, der irgendwann – festlegen will man sich bei Tesla wie immer nicht – bei unter 50'000 Dollar beginnen soll. Wobei das für jene Version, die mit dem Porsche mithalten kann, kaum gelten dürfte.

Konkurrenz zum F-150

Im Internet geistern denn auch bereits Studien herum, die über den Look von Teslas E-Pick-up spekulieren. Offiziell gezeigt wurde bisher allerdings nur ein Ausschnitt, der laut dem Tesla-CEO die Front zeigen soll. Als ein User via Twitter nach den Dimensionen fragte, antworte Musk jedoch in gewohnt markiger Manier: «Das wird kein herziges Gänseblümchenmobil, mein Herr! Der Führerstand wird gross genug, um André the Giant (dem verstorbenen Ex-Wrestler mit Riesenwuchs; Anm. d. Red.) Platz zu bieten.»

Musks Antwort zeigt, dass das Thema von einem gewissen Druck begleitet wird. Tatsächlich ist der Pick-up für Tesla in den USA ein ungemein wichtiges Produkt. Pick-ups mögen hierzulande eine Nische besetzt, in den USA sind sie Bestseller. Der Ford F-150 ist in Amerika seit Jahren das meistverkaufte Auto und weltweit eines der Modelle, die absolut gesehen mit die höchsten Stückzahlen absetzten. Kein Wunder hat man bei Tesla also die Hoffnung, dass der E-Pick-up für jenes Volumen sorgen wird, den Tesla als künftiger Grossserienhersteller dringend braucht.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • 3400 Emmental am 19.10.2019 22:09 Report Diesen Beitrag melden

    Falsche Prioritäten

    Auch das noch: wozu muss diese Karre Fahrleistungen wie ein 911er haben? Eine weitere Reichweite wäre von wesentlich grösserem Nutzen und würde wohl noch diesen oder einen Elektroskeptiker zum Kauf bewegen.

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  • Anti e-biker am 19.10.2019 21:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    von wo kommen die Batterien

    Na dann macht mal schnell ein paar neue Lithium abbaustätten auf. Damit noch mehr Land verseucht werden kann.

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  • Schreiberling am 19.10.2019 21:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geil, aber..

    Persönlich finde ich Elekrtoautos cool. Was alle vergessen ist, dass man um die Bakterien herzustellen, massive Uweltsünden in Kauf nimmt. Gut, dies sieht man nicht, da das im Kongo oder sonst irgendwo stattfindet.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • BTHC am 20.10.2019 20:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    check-up from the neck-up

    okeee ordentlich angemeldet zieht ein ram 1500 5t. plus fährt 700km mit einem tank. erhältlich so ca ab 40k chf brand neu. solide technik seit Jahren bewährt. was für ein büetzer kauft sich ein 100k truck?? mal schauen was hier kommt

  • Agglomeration AZ am 20.10.2019 13:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zuladung

    Fünf Personen und Gepäck dürfen Max. 450 Kilogramm wiegen! Zumindest dürfte das Unding in der Schweiz nicht ankommen.

  • Andreas am 20.10.2019 13:05 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Eignung als Zugfahrzeug

    Diese E Autos eignen sich nicht zum Ziehen schwerer Lasten wie Wohnwagen , Pferdeanhänger , Bootsanhänger und schwerer Verkaufswagen ! Und wenn überhaupt sind sie nur sehr eingeschränkt für sehr kurze Reichweiten geeignet ! Welcher Tesla zum Beispiel hat 2 Tonnen Anhängelast und damit dann eine Reichweite von 500 Kilometern ?

    • TSLA-Driver am 20.10.2019 13:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Andreas

      Der Tesla Pickup wird Anforderungen erfüllen

    • Guschtaf am 20.10.2019 17:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Andreas

      Quatsch! Neidisch?

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  • Walter Wittmann am 20.10.2019 12:39 Report Diesen Beitrag melden

    Tesla

    Stimmt. Aber in Summe ist es trotzdem viel weniger als durch Rohöl produzierte Schäden. Der mahnende Fingerzeig auf die bösen Batterien erfolgt komischerweise nie bei Handy, Laptop und Co. Weil die keiner mehr missen möchte ? Deepwater Horizon, Excon Valdez usw. haben für Jahrzehnte zehntausende !!!!! Km2 Meer verseucht und Millionen Tiere getötet. Als die IS beim Rückzug die Treibstofflager und Raffinerien angezündet hat, die monatelang brannten, wurde mit Sicherheit mehr Umwelt zerstört als bei der bisherigen Accu Produktion

    • Peter Zuber am 20.10.2019 19:43 Report Diesen Beitrag melden

      Und nicht zu vergessen:

      "Zehn Millionen Liter. So viel Palmöl mischen Europas Tankstellenkonzerne dem Diesel bei jeden Tag. Was als Beitrag zum Klimaschutz gedacht war, erweist sich zunehmend als umweltschädlicher Irrweg." Einfach mal googeln.

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  • Rebeso am 20.10.2019 12:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist der Umweltschutz für das bewegen dieser Kol

    Ein Tesla ist Umweltschädlich Batterieherstellung 1kg Lithium = 100000 Liter Wasser Entsorgung nicht geregelt Beim Brand nur mit sehr viel Wasser löschbar mann muss die Fahrzeuge fast ausbrennen lassen Stromproduktion AKW Kohlekraftwerke usw. Was ist da Umweltfreundlich?

    • Olimimus am 20.10.2019 13:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Rebeso

      Immer die Gleicher Schwubbler: Alleine die Erdölförderung von Ölsanden vweseucht täglich 1.2 Milliarden Wasser durch das Erdöl. Woher der Strom? Denkst du die Produktion von Benzin verbraucht kein Strom? Wenn alle Verbrenner durch EV ersetzt würden, würde bereits 3/4 des benötigten Stromes zur Verfügung stehen, da das Wrdöl im Welschland nicht mehr raffiniert werden müsste.

    • Guschtaf am 20.10.2019 17:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Rebeso

      Ist und war bei deinem Opel ja auch notwendig. Und wo ist da der Unterschied?

    • Jonny sh am 20.10.2019 17:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Rebeso

      Ich plädiere dafür dass die SBB auf Dieselloks umsteigt. Die Mehrheit ist ja der Meinung, Diesel sei Umweltfreundlich .....

    • Andy am 20.10.2019 18:01 Report Diesen Beitrag melden

      Andy

      Das Lithium für ein Tesla "braucht" 6'000 Liter Salzwasser (nicht Trinkwasser!). Zum Vergleich: Ein KG Fleisch 4'000 Liter. 10'000 Liter Öl (säuft ein sparsamer Verbrenner in seiner Lebensdauer mindestens) verbraucht 30'000 Liter Wasser in der Produktion. Diese Wasserdiskussion finde ich seltsam. Zumal Wasser ja nicht verloren geht, im Gegensatz zu verbranntem Erdöl.

    • Stefu am 20.10.2019 23:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Andy

      1kg fleisch braucht 4000L? Kann mir das jemand erklären? Glaub ich nicht

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