E-Flitzer

17. März 2020 12:02; Akt: 17.03.2020 10:02 Print

Kultige kleine Kisten unter Strom

von Michael Baumann - Ein spannendes Trio: Die elektrisierten Kleinwagen Smart, Mini und Honda e im Vergleich.

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Unter den gegenwärtig verfügbaren Elektroautos befinden sich auch zwei Modelle, denen man Kultstatus zuschreiben kann: Der Mini Electric und der Smart EQ fortwo. Beide ragten wegen ihrer Einzigartigkeit und Beliebtheit schon lange vor dem neuen Zeitalter der Elektrifizierung aus dem internationalen Fuhrpark heraus.

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Seit seiner Lancierung im Jahr 1959 geniesst der Mini Sympathien, die über Autokreise hinausgehen. Spätestens seit dem prominenten Auftritt im Film «The Italian Job» von 1969 und im Remake von 2003 zählt der kleine Brite zu den kultigsten Autos überhaupt. Und der Smart fortwo hat in der Schweiz einen ganz besonderen Stellenwert, weil seine Anfänge auf eine Idee aus den 1990er-Jahren von Swatch-Gründer Nicolas Hayek zurückgehen. Damals schon hätte Hayek gerne einen Elektroantrieb gesehen, doch die Zeit und der Markt waren noch nicht reif dafür. Erst über 25 Jahre später wird seine Vision umgesetzt: Das einstige Smart-Mobil wird nur noch als elektrische Version gebaut.

Konkurrenz aus Japan

Doch jetzt dringt ein Neuling ganz ohne Tradition, dafür mit gewaltig vielen Vorschusslorbeeren ins Revier der beiden kultigen E-Autos ein: der Honda e. Schon bei seinem ersten Auftritt an der Autoshow in Tokio 2017 waren die Medien voll des Lobes über den knuffigen Wagen mit den runden Scheinwerfern und Heckleuchten, die ihm Eigenständigkeit, Charisma und einen gewissen Retro-Anstrich verleihen. Damals hiess es, der Honda e werde nur als Elektroauto gebaut.

Diesen Worten haben die Japaner Taten folgen lassen – der coole Mini ist das erste vollelektrische Fahrzeug des Mischkonzerns, dem bis 2022 fünf weitere folgen sollen. Der Honda e, bei dem die Ladebuchse auf der Motorhaube angebracht ist, fällt aber nicht nur wegen seinem gefälligen Äussern auf, denn er katapultiert die Digitalisierung in diesem Segment auf ein komplett neues Niveau.

Anstelle der Aussenspiegel befinden sich beim Honda e auf beiden Seiten Kameras, welche die Sicht nach hinten auf zwei Bildschirmen abbilden – gestochen scharf. Diese Technologie ist sonst nur bei Prototypen anzutreffen oder ganz wenigen Serienmodellen (Audi e-Tron) in viel teureren Segmenten vorbehalten. Das ist nicht nur schick, sondert bietet auch Vorteile bei Nacht, Nebel und Regen. Die Bilder der Kameras werden jeweils auf der linken und rechten Seite eines Bands aus Bildschirmen angezeigt, das sich über die ganze Breite des Cockpits zieht.

Für kurze Strecken

Dort lassen sich verschiedene Informationen gleichzeitig aufrufen: zum Beispiel die Energieflüsse im Auto, die Karte des Navigationssystems oder die Senderauswahl des Radios. Viele Befehle lassen sich über den Sprachassistenten aktivieren. Einige Funktionen wie die Sitzheizung oder die Lautstärke der Musikanlage können aber auch ganz konventionell gesteuert werden. Und während der Ladezeit ist es möglich, auf dem Bildschirm grossformatig einen Film zu schauen oder ein Spiel zu spielen.

Honda positioniert den kleinen Stromer ganz klar als Stadtauto und für kurze Strecken. Denn die durchschnittliche Wegstrecke in Europa beträgt gemäss Untersuchungen nur rund 40 Kilometer pro Tag. Da sollte die maximale Reichweite von 220 Kilometern problemlos für ein paar Tage reichen. Dementsprechend hat Honda die Grösse der Batterie angepasst und kann so das Gewicht des Fahrzeugs relativ tief halten. Gleiches gilt auch für den Mini Electric und vor allem für den Smart EQ fortwo, auch wenn der zu BMW gehörende Brite über eine etwas grössere Reichweite verfügt.

Eine Qualität teilt das Trio: dass es fahrend und stehend Emotionen auslöst und sich so von der immer grösser werdenden Konkurrenz an Elektroautos abhebt. Und dafür müssen die Kunden auch tiefer in die Tasche greifen. Und Ende Jahr wird das kultige Trio zum Quartett – dann rollt Fiat den Cinquecento lautlos und elektrisch an den Start.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Facter am 17.03.2020 13:01 Report Diesen Beitrag melden

    zum Thema

    Wichtig für eine Energie-effiziente Fortbewegung sind unter Anderem: Geringes Gewicht, kleiner Luftwiderstand, kleiner, verbrauchsarmer Motor. Eigentlich alles, was in den letzten Jahren sträflich ignoriert wurde... (SUV...)

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  • Herbert am 17.03.2020 19:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So muss das

    Da machen E-Autos Sinn! In der Stadt sollte man anfangen und nicht wie die Deutschen gleich 2.5 Tonnen SUV's raushauen welche keine 200Km weit kommen für 100-150'000Fr.-

  • Sertsco Markionne am 17.03.2020 13:01 Report Diesen Beitrag melden

    Tre-piu-uno

    Wo ist der Cinquecento ?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Meier am 26.03.2020 12:12 Report Diesen Beitrag melden

    e auto

    e autos die grössten umweld sunder man bedenke nur die bateri herstelung

  • Netflix am 22.03.2020 10:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Netflix Film Tip

    Eine sehr gute Reportage kann man auf Netflix anschauen. Die von Netflix produzierte Serie heisst "Dirty Money" und in der ersten Episode "Hard NOx" geht es ausfuehrlich um den Dieselgate-Skandal.

    • Lucas am 25.03.2020 22:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Netflix

      Ein sehr eindrucksvoller Dokumentationsfilm. Ein Grund NICHT mehr auf die Verbrenner Technologien zu setzen.

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  • Umwelt nach Corona am 21.03.2020 11:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    NASA

    In der chinesischen Provinz Hubei verfügten die Behörden eine praktisch komplette Stilllegung von Verkehr, Wirtschaft und öffentlichem Leben. Mit etwas Verzögerung zeigten NASA-Satellitenbilder eine dramatische Reduktion der Stickstoffdioxid-Belastung, die Luftqualität stieg merklich. Und das Wasser in den Kanälen im abgeriegelten Venedig ist so sauber wie schon lange nicht mehr. Also reine Luft und klares Wasser. Das sollte nun doch nun so bleiben, warum also weiterhin auf die Verbrenner Autos setzen? Denk darüber nach und bring keine dummen Sprüche. Danke. ***

    • Pablo am 24.03.2020 16:22 Report Diesen Beitrag melden

      @Umwelt

      Du glaubst das hat mit den Autos zu tun? Die ganze Wirtschaft steht still auch die Industrie und das öffentliche Leben. Das hat in China die Luft gereinigt. Restaurants sind zu und keine Touristen, das hat in Venedig die Kanäle gereinigt. Erzähl doch keine Falschwahrheiten. Bleib mal sachlich.

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  • Herbert am 17.03.2020 19:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So muss das

    Da machen E-Autos Sinn! In der Stadt sollte man anfangen und nicht wie die Deutschen gleich 2.5 Tonnen SUV's raushauen welche keine 200Km weit kommen für 100-150'000Fr.-

  • Oh yeah am 17.03.2020 16:11 Report Diesen Beitrag melden

    Den Honda e werde ich mir bald mal

    anschauen und antesten gehen.

    • Dani am 21.03.2020 20:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Oh yeah

      Ich habe den 'S I O N' von S O N O reserviert. Finde den Solarcar Mega sinnvoll.

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