Lotus Evija

18. Juli 2019 05:00; Akt: 17.07.2019 18:42 Print

Lotus surrt mit 2000 PS in eine neue Ära

von Thomas Geiger - Lotus will neu durchstarten – mit einem Elektro-Flitzer, der seinesgleichen sucht.

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Der Name löst noch immer ein Kribbeln aus, doch wirtschaftlich tut sich Lotus seit Jahren schwer. Für frischen Wind soll nun Geely sorgen: Die Chinesen, die schon Volvo wieder flott gemacht, das London Taxi elektrisiert und die Hälfte von Smart und damit die Verantwortung für die Zukunft des Bonsai-Benz übernommen haben, wollen nun Lotus in eine neue Ära führen.




Der erste Aufschlag von Geely in Hethel macht jedenfalls Mut. Denn um den Aufbruch zu markieren, gibt es jetzt ein komplett neues Auto. Zwar wird das nur in einer Kleinserie von maximal 130 Exemplaren gebaut und die Produktion startet erst im nächsten Jahr, doch wenn die Praxis auch nur einen Bruchteil dessen hält, was die Theorie verspricht, dann ist der neue Evija das Warten wert.

Die Ambition: das stärkste Serienauto der Welt bauen

Dank vier Elektro-Motoren, die zusammen 2000 PS leisten, soll der Evija zum stärksten Serienauto der Welt werden. Entsprechend imposant sind die Fahrleistungen: Der Sprint vom 0 auf 100 km/h in weniger als drei Sekunden ist schon spektakulär, aber dass von 100 bis 200 ebenfalls nur drei und bis 300 nur weitere vier Sekunden vergehen, ist bislang unerreicht.

Die Akkus (70 kWh) sollen eine Reichweite bis zu 400 Kilometer gewährleisten und sind bereits auf eine Ladeleistung von 800 kW ausgelegt. Sollte die bis zum Marktstart von irgendeiner Ladesäule unterstützt werden, würde ein kompletter Boxenstopp nur neun Minuten dauern. Mit einer 350-kW-Ladung sind 80 Prozent nach immerhin 12 Minuten erreicht. Auch der Preis von rund 2,25 Millionen Euro ist ein Superlativ – dafür hätte man vor einiger Zeit gleich die ganze Firma kaufen können.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • m&m am 18.07.2019 11:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schleicher verbieten

    Ja, es braucht unbedingt 2000 PS um dann mit 25 kmh hinter irgendwelchen Schnarchnasen herzufahren.

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  • Betrachter am 18.07.2019 09:34 Report Diesen Beitrag melden

    Immer weiter

    Kein Land mehr (ausser D) ohne Tempobschränkung und Verkehrsschikanen und hier geht es immer noch ständig höher, weiter. Ich will 10000PS im Min.! (Ironie Off) Wo hört dieser Schwachsinn auf. Wie wäre es mal mit der grössten Reichweite und den günstigsten Kosten wenn es schon immer MEHR sein muss!

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  • Büezer am 18.07.2019 09:45 Report Diesen Beitrag melden

    Schall und Rauch

    Alles nur Theorie!!! Man bekommt entweder das Eine (ein paar Mal schnelle Beschleunigungen und Topspeed) oder das Andere (bis 400 km Reichweite). Beides in Kombination gibts nicht! Und dann scheitert es ohnehin an der Infrastruktur. Unsere Werkleitungen, Trafos und Verteiler sind für solche Leistungen. Da muss vorher vieeeeel Geld in die Infra gesteckt werden. In diesem Sinne, es lebe der Verbrennner!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Leser am 31.07.2019 08:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Echt jetzt?

    Also gut, 2000 Rösschen...aber 2.5 Mio.? Und wenn jemand schon Geld hat, dann kauft er garantiert kein Lotus.

  • JeroME am 25.07.2019 21:58 Report Diesen Beitrag melden

    H2O

    Die wahre Zukunft mag in der Elektromobilität liegen, welche die Energie aus dem Wasserstoff ziehen wird.

    • Franz Mörs am 29.07.2019 11:18 Report Diesen Beitrag melden

      Professor Abgas

      Klar generiert man da fast keine CO2 Emissionen, dafür generieren Wasserstoffmotoren hohe Stickoxide-Emissionen.. Also ist das in diesem Sinne auch keine Lösung auf Langzeit.

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  • Sunpower am 21.07.2019 14:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    EU-Grenzwerte

    +++++ Die E-Mobilitäts-Offensive wird von kommenden EU-Grenzwerten getrieben, nach denen die Hersteller bis 2020/21 ihren durchschnittlichen CO2-Flottenausstoss auf 95 g/km reduzieren müssen. 2018 lagen die betroffenen Unternehmen noch deutlich über dieser Schwelle, bei Verstössen drohen hohe Strafzahlungen. Los drückt nun fleissig den Daumen nach unten, es ändert nichts daran. Lol +++++

    • swissmawi am 22.07.2019 17:21 Report Diesen Beitrag melden

      Kohlekraftwerk.

      Elektroautos stossen auch CO2 aus, und zwar sehr viel. Praktisch gleich viel wie Diesel. Einfach im Kohlekraftwerk. Aber wir haben doch in der Schweiz keine Kohlekraftwerke...? Nein aber Strom und Abgas muss man global betrachten. 60% des Stroms werden fossil erzeugt, Tendenz steigend. 1300 Kohlekraftwerke sind im Bau oder geplant. Das kann niemand verhindern. Nun wird der hochwertige Strom für so etwas banales wie Elektrorennwagen verheizt. Schade

    • Susi am 23.07.2019 06:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @swissmawi

      Lass uns doch noch über die Abgas- und Lärmbelastung diskutieren.

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  • E-Surri am 21.07.2019 02:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grössenwahn

    Ich warte noch bis es ein Auto mit 3000 PS gibt. Ich will ja keinen Fehlkauf machen.

  • Dr. Nachdenklich am 20.07.2019 15:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mein Gedanken

    Wie es wohl aussieht, wenn man sich statt mit 200 PS mit 2000 um einen Baum wickelt? Kommt man dann schneller in den Himmel?