Schweizer Automarkt

06. Januar 2020 12:00; Akt: 06.01.2020 12:21 Print

Mehr als jeder achte Neuwagen «alternativ»

Das Auto-Jahr 2019 der Schweiz und Liechtenstein schliesst mit plus 3,9 Prozent ab: Insgesamt wurden 311'466 neue Fahrzeuge eingelöst.

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Zum Jahresabschluss glänzte der Dezember bei 34’825 Neuimmatrikulationen mit einem Plus von 26,5 Prozent. Besonders wichtig: 2019 verfügte erstmals mehr als jedes zehnte neue Auto in einem Kalenderjahr über einen alternativen Antrieb, der Anteil von Elektro-, Hybrid-, Gas- und Wasserstoff-Modellen lag bei 13,1 Prozent.

Mit den 311'466 Fahrzeugen hat der Markt für neue Personenwagen die psychologische Marke von 300'000 Neuimmatrikulationen zum achten Mal in neun Jahren übertroffen. Im Jahr 2018 war dieser Wert lediglich um knapp 300 Zulassungen verpasst worden. «Ein Grund für das Marktwachstum dürfte neben dem schwachen Vorjahr die stabile Inlandskonjunktur sein», schreibt auto-schweiz. Für 2020 rechnet die Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure mit einem nach wie vor relativ konstanten Markt-Niveau von 300'000 neuen Personenwagen.

Elektroautos im Hoch

Der Anteil an alternativen Antrieben wird weiter zunehmen, nachdem deren Stückzahlen 2019 um 88,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen konnten. Die Wachstums-Treiber waren hier Elektro- (+157,7 Prozent), Hybrid- (+68,0 Prozent) und Gas-Autos (+55,5 Prozent).

Der Anteil der am Stromnetz aufladbaren Modelle hat 2019 mit 5,6 Prozent einen neuen Höchstwert erreicht. Rein elektrische Personenwagen konnten ihren Marktanteil von 1,7 Prozent im Vorjahr auf 4,2 Prozent mehr als verdoppeln, bei den Plug-in-Hybrid-Modellen ist dieser mit 1,4 Prozent stabil geblieben.

10 Prozent Steckerfahrzeuge

Nun steht sämtlichen Alternativ-Antrieben, auch den sogenannten «Steckerfahrzeugen», ein ausserordentliches Wachstumsjahr bevor, prognostiziert auto-schweiz-Mediensprecher Christoph Wolnik: «Angesichts des CO2-Zielwertes von 95 Gramm pro Kilometer, der 2020 in der Schweiz für 85 Prozent der neuen Personenwagen gilt, kommen in den nächsten Monaten zahlreiche neue Elektro- und Plug-in-Modelle auf den Markt. Mehreren aktuellen Umfragen zufolge sollte auch die Nachfrage nach diesen Fahrzeugen grösser werden, so dass wir für 2020 von einer knappen Verdopplung des Stecker-Marktanteils auf rund zehn Prozent ausgehen.»

(lie/pd)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • karl schuh am 06.01.2020 13:56 Report Diesen Beitrag melden

    Ersatz für die Mineralölsteuer?

    Wenn immer mehr auf Elektro umsteigen, was ja sinnvoll ist, wer bezahlt dann den Strassenunterhalt? Die Einnahmen aus der Mineralölsteuer fallen ja weg...

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  • Phil Krill am 06.01.2020 14:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ... % ...

    ... das mit den Zunahmen der E-Autos in hohen % Zahlen ist natürlich Schlaumeierei. Beispiel: Waren im Vorjahr 5 E-Autos verkauft worden und es im nächsten Jahr deren 15 sind, dann ist diese verschwindend kleine Zahl von 10 mehr verkauften Autos in % ausgedrückt sage und schreibe 200% mehr. Dies im Gegensatz von sagen wir mal 200,000 verkauften Verbrennern. Wer versucht hier etwas zu suggerieren? ...

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  • Hectopascal am 06.01.2020 14:14 Report Diesen Beitrag melden

    Endlager

    In 10 Jahren kann dann jeder seine Alt-Batterie im eigenen Keller endlagern. Absoluter Schwachsinn auf diese Technologie zu setzen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • St. Florian am 09.01.2020 00:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keiner besser als der andere

    Elektrofans verlagern das grundsätzliche Umweltproblem ihres Tuns einfach an einen anderen Ort. Wirklicher Umweltschutz heisst Verzicht aufs Fahren.

  • K. Otzbrocken am 08.01.2020 08:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alternatives Alibi

    An einer Dritteltonne Stinkchemie übelster Sorte mit nuklearer Energieversorgung sehe ich genauso viel Alternatives wie an egal welchem Antriebskonzept. Denn egal wie alternativ sie sind, bei unserer mangelhaften sozialen Organisation insbesondere der verfügbaren Arbeit verstopfen sie die Strassen genau gleichermassen - und die einen stinken halt hier und die anderen stinken oder strahlen halt anderswo. Leider hat sich Elektromobilität in besonderem Masse zu St.Florians-Politik gemausert.

  • Andi am 07.01.2020 23:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    War abzusehen

    Na habt ihr schon die neuesten Werbungen gesehen, z.B. Ready to go von Peugeot? Jetzt müssen die übervollen Lager von Verbrennern welche noch schnell im 2019 gebaut wurden, wieder raus. Diese Fahrzeuge sind von den neue Co2 Reglementen noch nicht betroffen. Darum die Zunahme der Verkäufe

  • SWISS MADE am 07.01.2020 12:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    oh

    endlich wieder mal vw werbung,habs schon vermisst.

  • So ist es am 07.01.2020 08:06 Report Diesen Beitrag melden

    Hinters Licht geführt

    So ihr lieben, wir stellen um auf E-Mobilität. CO2 sinkt bei uns und wir haben dann Ein "Überschuss" am CO2 Guthaben. Was werden unsere Regierungen machen? Dies dann günstig per Zertifikate (Thunfisch Gretlis Papi handelt mit solchen) an sogenannte Schwellenländer wie China und Indien verkauft. Lauft dann unter Wirtschaftshilfe und Entwicklung. Das ganze finanziert von den wenig braven Steuerzahler.