Mitten in Paris

09. November 2019 11:00; Akt: 09.11.2019 08:55 Print

Renault recycelt Batterien mit E-Boot für Touristen

Renault bietet seit Jahren E-Autos wie Zoe, Kangoo oder Twizy an. Deren Alt-Akkus reichen locker aus, um damit Ausflugsboote auf der Seine anzutreiben.

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Das emissionsfreie Motorboot Black Swan kommt für rund zweistündige Ausflugsfahrten für Gruppen mit bis zu acht Personen zum Einsatz. (Bild: Renault)

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Wenn das elegante Elektro-Motorboot Black Swan zur Pariser Sightseeing-Tour vom Seine-Ufer ablegt, geschieht dies geräuschlos und völlig emissionsfrei: An Bord liefern Lithium-Ionen-Batterien von Renault, die nach ihrem Einsatz im Elektroauto ein «zweites Leben» auf dem Ausflugsschiff erhalten, den nötigen Storm zum Antrieb der Boote.

«Mit diesem vorbildlichen Beispiel belegen wir gemeinsam mit der Seine Alliance und Green-Vision, wie sich nachhaltige Kreislaufwirtschaft und die Vernetzung unterschiedlicher Mobilitätsanbieter erfolgreich umsetzen lassen», schreibt Renault.

Gesamte Flotte bis 2024 unter Strom

Die Black Swan ist der Prototyp für eine ganze Flotte rein elektrischer Motorboote, die der Renault Partner Seine Alliance nach und nach in den Dienst stellen will. Bis 2024 plant der Anbieter von Flussfahrten seine gesamte Flotte zu elektrifizieren. Die Black Swan ist damit auch Vorreiter einer neuen Bootsgeneration, die von der Verknüpfung und den Synergien zwischen der Renault Gruppe und dem Batteriesystemspezialisten Green-Vision profitiert.

Das emissionsfreie Motorboot Black Swan kommt für rund zweistündige Ausflugsfahrten für Gruppen mit bis zu acht Personen zum Einsatz. Anschliessend werden die Energiespeicher innerhalb von zwei bis drei Stunden wieder für die nächste Ausfahrt aufgeladen. Die ursprünglich in Renault Elektrofahrzeugen verwendeten Lithium-Ionen-Batterien wurden für ihren Einsatzzweck «zur See» neu konfiguriert: Sie befinden sich in vier speziell angefertigten, wasserdichten Inox- Koffern unter den seitlichen Sitzbänken und wiegen zusammen 278 Kilogramm – weniger als der voll befüllte Treibstofftank, mit dem das Boot zuvor unterwegs war.

Zusätzlicher Aussenborder nicht notwendig

Jeweils zwei Batteriepacks versorgen eine der beiden Elektro-Propellergondeln, sogenannte Pod-Antriebe. Die nominelle Leistung beträgt 10 kW beziehungsweise 20 kW unter Maximallast. Damit schafft die Black Swan spielend die maximale Höchstgeschwindigkeit zu Wasser im Pariser Stadtgebiet. Ein zusätzlicher Aussenborder oder Ersatz-Verbrennungsmotor ist überflüssig, da beide Pod-Antriebe unabhängig voneinander arbeiten.

(lab/pd)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Elias T. am 10.11.2019 17:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Akku Recycling 1.

    ... über das Recycling der Autobatterien, man beachte, dass die Rohstoffe die recycelt werden nicht wieder für Autoakkus verwendet werden können: «Rund 95 Prozent des verbauten Kobalts und des Nickels kann man zurückgewinnen», sagt Batrec-Chef Dieter Offenthaler. Allerdings: Diese Rohstoffe könnten nicht für den Bau von neuen Batterien verwendet werden. Die Qualität sei nicht gut genug. Die Rohstoffe würden vielmehr weiter verkauft für Produkte wie Werkzeuge. Also, klingt doch toll, nicht?

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  • bla bla am 09.11.2019 15:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kann man heutzutage nicht mehr schreiben

    ich weiss es gehört da nicht hin, aber ist es mir nur aufgefallen, das im diesem Bericht, sehr viele Rechtschreibfehler beinhaltet.

  • Elias T. am 10.11.2019 17:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Wahrheit über Akku-Recycling

    Empa Bericht bezüglich Recycling von Autoakkus: Man beachte: Lithium verbrennt und kann demnach nicht wieder verwertet werden, also wird für neuen Akkus weiterhin Lithium abgebaut! Die meisten Lithium-Ionen-Batterien werden bisher in einem Ofen verbrannt und anschliessend vermahlen. Dabei schmelzen die dünnen Kupferfolien der Batterien und bilden mit Kobalt und Nickel eine Legierung, die sich wiederverwerten lässt. Lithium, Graphit, Aluminium und der flüssige Elektrolyt verbrennen jedoch und landen in einer Schlacke. Wunderbar, nicht?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Franz Engel am 04.12.2019 07:12 Report Diesen Beitrag melden

    Recyceln oder erst gar nicht benötigen.

    Das ist jetzt nicht direkt dem Bericht geschuldet - mehr den Kommentaren. Eine Tesla-Batterie hat nur noch 2,9 kg Kobalt und lithium wird in ein paar Jahren nicht mehr gebraucht. Bei VW sieht es viel schlimmer aus. Was ich sagen will. Die E-Mobilität steht noch in den kInderschuhen. Man wird Lösungen finden. Und: Akkus sind auch in Smartphones, Akkuschraubern, etc. Mal nachdenken.

  • Üüüü am 16.11.2019 03:32 Report Diesen Beitrag melden

    "uberflussig"

    Man fährt ja über den Fluss! "fur urpsrunglich zusatzlicher unabhangig"

  • Diesel-Seppel am 11.11.2019 20:18 Report Diesen Beitrag melden

    96%!

    Akkus lassen sich schon heute zu 96% recyceln... wie gut lassen sich die Rohstoffe im Katalysator recyceln? Und: wie gut das Erdöl und das verbrannte Benzin / Diesel?

    • Wish Bone am 26.11.2019 20:04 Report Diesen Beitrag melden

      Das stimmt so nicht ganz...

      Da wird gar nix recycled in diesem Artikel. Die Li-Accus werden einfach in einer anderen Konfiguration weiter auf dem Wasser verwendet. Recycled wäre schon etwas anderes!

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  • Re Cycler am 11.11.2019 13:01 Report Diesen Beitrag melden

    Aufklärung zu Kobalt und Nickel

    Das ist eine sehr sinnvolle Nutzung der Akkus. Und sehr gut, dass Rohstoffe wie Kobalt und Nickel wieder in den Umlauf kommen! Ob jetzt daraus ein Akku oder ein Bohrer entsteht, ist absolut nebensächlich. Wichtig ist, dass die Rohstoffe im Kreislauf bleiben.

    • Markus T. am 11.11.2019 14:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Re Cycler

      Eine sinnvolle Nutzung der Akkus? In den letzten Tagen konnte man, gemäss Euren Aussagen, mit dem Material vom Recycling noch neue Akkus herstellen ... jetzt wo die Aussage widerlegt ist macht es Sinn das gewonnene Material im Umlauf zu halten? Am besten wäre es gar keine Akkus herzustellen! ... dann müssten auch keine Rohmaterialien im Umlauf gehalten werden.

    • Fritz am 11.11.2019 14:47 Report Diesen Beitrag melden

      @Markus T.

      OK. Dann aber bitte allers nur noch zu Fuss und zwar ohne Schuhe. Nur noch Gemüse aus dem eigenen Garten usw. Klar ist Mobilität immer ein Problem. Im Moment suchen wir erfolgreich nach einer Lösung die Umweltbelastung zu reduzieren. 10-30% Besser ist ein Erfolg. Niemand will verzichten oder sich erheblich einschränken.

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  • Fritz am 11.11.2019 08:11 Report Diesen Beitrag melden

    Absolut Sinnvoll

    Ihr wollt Ressourcen schonen? Dann macht ein solcher Gebrauch absolut Sinn. Das Recycling von Akkus ist energieintensiv. Wie jedes Recycling. Wenn dann nichts mehr aus dem Akku kommt kann mann ihn recyclieren. Ob es dann sinnvoll ist alle Stoffe zurückzugewinnen wird sich zeigen. Im Moment ist das Lithium nur für Bauzwecke wieder zum Verwenden geeignet.