Indischer Riese

29. Januar 2020 13:31; Akt: 29.01.2020 10:50 Print

Tata will mit E-SUV die Massen erobern

Der indische Autobauer Tata Motors will den Elektroantrieb auf dem Heimatmarkt nun auch für SUVs populär machen.

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E-SUV für die Massen: Tata Nexon EV. (Bild: Hersteller)

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Tata Motors präsentierte gestern einen neuen E-SUV, das Modell Nexon EV. Zudem planen die Inder ein Netz von Ladestationen und eine Recyclinganlage für alte Akkus, das kündigte das Unternehmen an. Man hoffe so, Elektroautos in Indien zum Massenprodukt zu machen, sagte Geschäftsführer Günter Butschek bei der Präsentation in Mumbai. Hintergrund: Viele indische Grossstädte leiden unter grosser Luftverschmutzung.

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Tatsächlich sind in Indien in den vergangenen Jahren viele E-Vehikel auf den Markt gekommen, besonders im tieferen Preissegment. Inzwischen liegt das Land nach Angaben der internationalen Energieagentur bei der Zahl der E-Fahrzeuge nach China bereits an zweiter Stelle.

Relativ günstig

Viele davon sind aber keine Autos, sondern elektrifizierte Roller und Rikschas. Mehr als 1,5 Millionen dieser E-Kutschen sind in indischen Städten unterwegs.

Laut Tata soll der Nexon EV mit einer Akkuladung rund 312 Kilometer weit kommen. Das U-SUV soll für umgerechnet unter 20'000 Franken zu haben sein, was auch für den indischen Markt eher günstig ist.

Flop mit Miniauto

Der Tata-Konzern hatte 2008 mit dem damals «billigsten Auto der Welt» für Aufsehen in der Branche gesorgt. Der viersitzge Nano sollte Millionen Menschen in Schwellenländern den Traum vom eigenen Wagen erfüllen.

Doch trotz eines Basispreises von umgerechnet unter 2'000 Franken liess der Kleinstwagen die Käufer kalt. Nicht nur eine karge Ausstattung, sondern auch Marketingfehler sorgten dafür, dass der Nano zum Flop wurde. Die Chancen für den Nexon EV dürften da bedeutend besser stehen.

(lab/pd)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Max G. am 29.01.2020 13:37 Report Diesen Beitrag melden

    Gar nicht übel

    wüster als all diese Dacia Döster hierzulande ist er auch nicht, würd ich kaufen

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  • Hejoo am 29.01.2020 19:12 Report Diesen Beitrag melden

    P/L Verhältnis stimmt

    Unter 20'000 CHF. Es geht doch! Und die Reichweite ist für den Otto Normalverbraucher auch absolut genügend.

  • doris am 29.01.2020 23:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dringend nötig

    Wer schon mal in Indien war, weiss warum die dringend von den Verbrennern weg müssen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Solar am 06.02.2020 22:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unabhängigkeit

    In nur einer Stunde liefert die Sonne genug Energie, um die gesamte Weltbevölkerung für ein Jahr mit Strom versorgen zu können. Dieses Potenzial müssen wir nutzen. Elektro­mobilität und Solar­technologie ebnen den Weg in eine klima­freundliche Mobilität.

  • maexler am 31.01.2020 11:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Papa als Name

    Ich denke es ist nicht mit Absicht so, aber Tata ist polnisch für Papa. Da fährt die Kindheitserinnerungen doch gerade mit. Papa fährt doch immer noch am Besten !

    • F.R. am 01.02.2020 00:27 Report Diesen Beitrag melden

      Kein Papa

      Der Gründer der Tata Holding war Parsen Jamshedji Tata, also Tata ist eine indische Familienname.

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  • Neue Umweltsünder am 30.01.2020 18:06 Report Diesen Beitrag melden

    Besser erhältlich für den kleinen Mann

    Danke Tata nun wird der Elektroschrott auch für den kleinen Mann leichter erhältlich. Damit wird sich sicher auch die Umweltzerstörung in Südamerika durch die Lithiumgewinnung verschlimmern. Das ist den Indern und auch den Schweizern hier offenbar egal. Auch die Entsorgung der Batterien ist bei weitem noch nicht geregelt. Toll für unsere Grünen: Jetzt können sie behaupten, dass es Indien auch nicht recht macht und wir da sowieso nichts unternehmen müssen. Eine gebrauchte Sondermüllbatterie stellt neimand ins Haus. Bea Heim hat wegen E-Auto ein total abgebranntes Haus. Brandgefährlich!

    • MaschIng am 30.01.2020 21:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Neue Umweltsünder

      das allermeiste Lithium stammt immer noch aus Australien.

    • gordi am 30.01.2020 23:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Neue Umweltsünder

      Auch durch tausendfaches Wiederholen, werden falsche Argumente nicht richtiger.

    • In der Presse nachzulesen am 31.01.2020 19:34 Report Diesen Beitrag melden

      Anklage gegen Tesla wegen Kinderarbeit

      Manager Magazin aus DE: " Menschenrechtsorganisation reicht Sammelklage ein / Kinderarbeit im Kongo - Anklage gegen Tesla, Apple und Alphabet " "Eine Menschenrechtsorganisation in den USA hat die US-Techkonzerne Apple , Microsoft, Tesla , Dell und die Google-Mutter Alphabet verklagt, weil sie von Kinderarbeit in den Kobaltminen der Demokratischen Republik Kongo profitierten. Die International Rights Advocates (IRA) reichte an einem Gericht in Washington Sammelklage im Namen von 14 anonymen Opfern ein. Es sind demnach Angehörige von Kindern, die beim Einsturz von Stollen getötet oder ..."

    • Illumination am 31.01.2020 21:38 Report Diesen Beitrag melden

      @In der Presse nachzulesen..

      Na ja - dürfte schwierig werden zu beweisen, dass die genannten Firmen Kobalt durch Kinderarbeit in Minen im Kongo beziehen.. Kinderarbeit ist seit 2018 im Kongo verboten, 80-90 Prozent des Kobaltabbaus im Kongo geschieht durch Gross-Konzerne, die sich an das Gesetz halten, schwere Kinderarbeit u.a. mit Stolleneinstürzen findet noch in "wilden" und illegalen Minen ausserhalb und innerhalb der legalen Minen statt, was zweifellos verwerflich ist - und davon unabhängig und nebenbei: Aktuell hat ungefähr 50 Prozent des weltweiten Kobalt-Verbrauchs nichts mit E-Mobilität zu tun..

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  • massproduction am 30.01.2020 18:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gute idee

    In Indien haben alle immer die Klimaanlage auf volle Stufe. Das reduziert die Reichweite erheblich. Und die Qualität der Strassenbeschaffenheit erwähnen wir lieber nicht.

    • Electron am 30.01.2020 19:13 Report Diesen Beitrag melden

      massproduction

      Ja und? Immer noch besser als die Luft mit Verbrennerschrott zu verpesten, oder etwa nicht? Und was hat die Strassenbeschaffenheit mit dem Thema zu tun?

    • Bartli am 09.02.2020 17:43 Report Diesen Beitrag melden

      Fakt

      Der Feinstaub bleibt trotzdem.

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  • James am 30.01.2020 17:50 Report Diesen Beitrag melden

    Vorteil der E-Mobilität

    Einer der grössten Vorteile der E-Mobilität ist die lokal emissionsfreie Fahrt. Viele giftige Substanzen die normalerweise bei einem Verbrenner aus dem Auspuff an die Umwelt abgegeben werden sind bei einem Stromer obsolet. Oder warum hat es in Tiefgaragen den so ausgefeilte Lüftungstechnik? Bei einer Blockade der Ausfahrt kommt dann immer ein netter Mann und bitte die Fahrer den Motor auszumachen damit man es überlebt.....