One More Thing

06. April 2019 21:21; Akt: 06.04.2019 21:22 Print

Dieser Volvo überholt Sie mal eben von rechts

Eine abgefahrene Sonderversion? Ein Wüstenrenner? Ein Fluggerät? Die ramp-Redaktion stellt jeden Sonntag ihre neuen Lieblinge der Woche in unserer Diashow vor.

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Volvos neue Marke Polestar überholt mal eben von rechts. Das ziemlich coole Hybrid-Coupé mit 600 PS und einer rein elektrischen Reichweite von 150 km kommt 2019 auf den Markt, wird von zwei Elektromotoren mit 218 PS an der Hinterachse und einem konventionellen Vierzylinder-Benziner vorn angetrieben Im «Power-Modus» stehen 1'000 Nm Drehmoment zur Verfügung. Die E-Motoren dienen als Hauptantriebsquelle – der Verbrenner unterstützt bei grösseren Entfernungen. Die Karosserie besteht zumeist aus Karbonfaser, gerade das verringerte Gewicht der oberen Karosserieteile soll für spitzenmässige Fahrleistungen sorgen. Polestar ist zwar als Luxusmarke konzipiert, ganz schlicht kaufen kann man ihn jedoch nicht: Man fährt das Grand Touring Coupé gegen eine monatliche Flatrate für zwei oder drei Jahre im Abonnement. Für Liebhaber sollen aber Ausnahmen gemacht werden. Nicht alle Superhelden haben Superkräfte. Dafür aber Superkraftfahrzeuge. Oder eben Flugzeuge. So wie Captain America, dessen A7 Fighter Juan Garcia Mansilla als konzeptionelles Vorbild für eine Designstudie heranzog, die wir wiederum ziemlich super finden. www.juangm.com Sieht der MX-5 als Sting Ray besser aus? Kann man so oder so sehen. Die japanische Karosserieschneiderei Mitsuoka Motor baute jedenfalls zum 50. Firmenjubiläum aus Mazdas ikonischem Roadster die Mini-Version einer alten Corvette C2. Sein Name: «Rock Star». Ausgestattet ist er mit Mazdas Einstiegsmotor mit 1,5 Litern Hubraum und 132 PS, in 8,3 Sekunden beschleunigt der Roadster von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 204 km/h. Aus der Abteilung «Unnützes Wissen»: Eine Corvette C2 mit 6,5-Liter-V8 kommt in 4,8 Sekunden auf 60 Meilen. Aber wie dem auch sei – die 50 Exemplare, die Mitsuoka plante, sind vermutlich längst verkauft. Die Party beginnt in fünf Minuten, die Arbeit endet mal wieder erst in zehn? Kein Problem, zumindest für denjenigen, der LHélicoptère par Hermès sein Eigen nennt. Der Drehflügler mit dem eleganten Namen spart nicht nur Zeit, er sieht auch ausgesprochen apart aus. Für das Projekt hat Eurocopter seinen Bestseller EC 135 vom Luxuslabel Hermès aufrüschen lassen, was aus dem Helikopter eine standesgemässe Sache macht – damit muss sich auch bei den Oscars keiner schämen. Ach so: Der Heli lässt sich natürlich auch für Geschäftsreisen nutzen. Aber das macht ja nur halb so viel Spass. Vorbei sind die Zeiten des knuddeligen Polo-Gegners – der neue 208 von Peugeot ist eine echte Ansage. Dabei holten sich die Designer Inspiration vom Topmodell 508 – erkennbar an den sichelförmigen Tagfahrleuchten und der Modellbezeichnung auf der Motorhaube. Im Innenraum feiert das Peugeot-typische i-Cockpit mit einem 3D-Kombiinstrument seine Premiere. Der Clou findet sich jedoch unter der Haube: Optional gibt es den um sieben Zentimeter gewachsenen Kleinen mit 130 PS und, Achtung, Achtstufen-Automatikgetriebe. Als Stromer wird der 208 auch angeboten: Dann mit einem 136 PS starken E-Motor und 50 kWh-Akku und einer Reichweite von 340 Kilometern. Sind Sie Beatle oder Rolling Stone? Egal, mit der «Brit Bob» machen Sie nichts verkehrt: Kein Bike verbindet so sehr die britischen Gegensätze aus Country Club und Edgy Pop. Der Kölner Designer Jens von Brauch und Urban Motor aus England entwickelten die Brit Bob auf Basis einer Triumph Thruxton. Sie veränderten die Proportionen, so dass der Sitz schmaler und Motor und Tank grösser sind. Die Maschine hat genug Muskeln bekommen. In puncto Lust am Fahren ist der R8 extrem konsequent gedacht: freisaugender V10-Mittelmotor, Allrad-Antrieb, Leichtbau. Es ist doch immer wieder erstaunlich, auf wie wenige Begriffe man die Erkenntnisse aus über hundert Jahren Entwicklungsarbeit im Fahrzeugbau reduzieren – und mit Fahrspass – gleichsetzen kann. So etwas macht selbstbewusst. Insgesamt wird die Botschaft, dass der R8 aus dem Rennsport kommt, deutlich selbstbewusster vermittelt. Was ja auch als Sicherheitsfeature betrachtet werden kann. Wer mit bis zu 331 km/h auf der Autobahn angeflogen kommen kann, will besser früher als später gesehen werden. Die Plattform teilt sich der Tarraco mit dem VW Tiguan und dem koda Kodiaq – und gebaut wird er in Wolfsburg. Aber das Design ist zu hundert Prozent Spanien. Dabei zeigt der Tarraco als Erster der Familie die neue Designsprache. Deutlichstes Merkmal: der neue Kühlergrill, viel dominanter, zudem sitzen die Leuchten tiefer und am Heck verbindet ein rotes Leuchtband die Rücklichter. Optische Breite nennen die Designer das. Der Tarraco ist also ein stattlicher Kerl – und einer, mit dem man Spass haben kann. Aber das hatten wir ja schon. Der 4-Zylinder-Turbodiesel-Motor leistet 190 PS und verfügt über ein Drehmoment von 250 Nm, was den SEAT Tarraco in 9,8 Sekunden auf Hundert bringt. Der 290 PS starke Golf ist an einen Kundensport­-Rennwagen der Touring Car Racing Series angelehnt, aus der er beispielsweise die Lenkung übernimmt. Den TCR für die Strasse gibts ausschliesslich mit Siebengang­-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) und Sperrdifferenzial an der Vorderachse, unter der Motorhaube steckt wie gewohnt der Zwei­Liter­TSI. Er brummt trotz Benzinpartikelfilter eine Spur lauter als der Rest des GTI ­Clans, und dank der Sperre nimmt er schnelle Kurven mit Biss. Gelochte Bremsscheiben und eine rote Zwölf-­Uhr­-Markierung am Lenkrad, durch die der Fahrer jederzeit den Lenkeinschlag vor Augen hat, sind feine Details, die seine Sportlichkeit veranschaulichen. V8-Biturbo mit 557 PS, die aktuell intensivste Art der hedonistischen Lustbefriedigung aus dem AMG-Portfolio und von nachhaltiger Mobilität in etwa so weit entfernt wie die Erde von Alpha Centauri. Präziser gesagt ist das Doppelsternsystem, in dem Astronomen aktuell grosse Chancen auf einen erdähnlichen Planeten vermuten, gute vier Lichtjahre von unserer Erde entfernt. Mit dem AMG wäre man in knapp 200 Jahren da. Und doch ist es so eine Sache mit dem AMG GT C Roadster – denn das, was man an diversen Sonntagnachmittagen über Genuss («Noch ein Stück Kuchen? Es ist noch Kuchen da!») gelernt hat, ist auch auf den AMG übertragbar. Das Geheimnis sind wohlüberlegte Dosen. Oder anders gesagt: maximal zwei Stück Kuchen in kleinen Häppchen – und Vmax, oder 316 km/h als Wert für das Autoquartett aufheben und ansonsten Freude in zelebrierten Zwischensprints von 100 auf 160 km/h geniessen. Das ist natürlich ökonomischer Schwachsinn, fördert aber in beiden Fällen die Freisetzung von Serotonin und setzt gleichzeitig nicht so sehr an den Hüften an. Als wäre Husqvarnas Vitpilen nicht schon cool genug, schoss KTMs schwedische Tochter eine verkleidete Version mit aerodynamisch geformten Anbauteilen nach. Die 701 Aero weist nicht nur den Sexappeal von Oldschool-Rennmotorrädern bei gleichzeitigem Volleinsatz von Hightech auf, sondern ist mit ihrem 693-Kubik-Einzylinder auch noch ein extrem hipper Rückfall in die Zeit, als Helme noch offen waren. Die blaue Halbschale kombiniert mit der Motorverkleidung, extremer Sitzbank und genialer Hinterradschwinge sollte Husqvarna dazu verpflichten, mit der Aero in Serie zu gehen. Der KIA Proceed GT fährt sowohl auf der Landstrasse als auch auf der Autobahn super, bietet erstaunlich viel Platz, und der Vierzylinder ­Motor hat mit 204 PS genügend Leistung für den Alltag. Zur Topmotorisierung wollte Kia offenbar auch den passenden Sound liefern – der Proceed GT klingt fast eine Spur zu tief und zu böse, so wie er da im Leerlauf und mit seinem zweifachen Klappenauspuff vor sich hinbrodelt. Wenn Peter Schreyer und sein Designteam ein Auto entwerfen wollten, das mit mehr als drei mal so teuren Modellen verglichen wird, dann ist ihnen das gelungen. Irgendwo zwischen dem Standard und den S-Modellen ist Porsches 718 Cayman T angesiedelt, ein Auto für Puristen, oder «ein S ohne die Extra-Power», wie es ein US-Journalist formulierte. Die Türgriffe werden durch Schlaufen ersetzt, die Sitze bleiben elektrisch, verfügen aber nur noch über eine Zwei-Wege-Verstellung. Um das schmackhaft zu machen, gibt es die Option, das PASM-Sportfahrwerk um zwei Zentimeter tieferzulegen, was wirklich gut kommt. Daneben beinhaltet der T-Preis von 83'700 Franken an aufwärts das sonst kostenpflichtige Sport Chrono Paket und das famose Torque Vectoring Differenzial. Das Fahrzeug ist – im besten Sinne – so stabil gebaut wie eine schwedische Blockhütte, der Innenraum typisch skandinavisch klar und edel gestaltet. Hebt selbst am trübesten und frühesten Montagmorgen die Laune. Zumal sich das Fahrzeug alle Mühe gibt, den Fahrer aus der trägen Wochenanfangsstimmung in einen produktiven Hallo­-Wach-­Zustand zu versetzen. Zumindest bei Schwalben-Tiefflug­-Wetterlagen piepst und blinkt und bremst es, dass es eine helle Freude ist. Ist zwar weder ein anderes Fahrzeug, Motorrad, Radfahrer, Fussgänger oder Wildtier zu sehen, vor denen der elektronische Assistent warnen soll. Er handelt trotzdem tatkräftig. Vermutlich hat ihm wieder eine fette Mücke einen Elefanten vorgegaukelt. Hyundai brachte eine echte Neuheit zur Autoshow in Detroit mit: ein Auto, das buchstäblich die Wände hochgeht. Dort, wo sich normalerweise die Räder befinden, hat der Elevate vier Beine, die ihrerseits mit Rädern ausgestattet sind oder als Stelzen funktionieren. So kann der Elevate Mauern hochkrabbeln oder über Spalten klettern – auf Wunsch auch gerne ohne Fahrer, dann autonom per Artificial Intelligence. Gedacht ist der Einsatz jedoch nicht für die Bewältigung des abendlichen Staus am Brüttisellerkreuz, sondern für Katastrophen-Einsätze. Na, also doch. Nun ist es wieder passiert. Zum siebten Mal in der über 55-jährigen Geschichte des Elfers: Die achte Generation ist selbstverständlich schneller als die vorhergehende, leistungsstärker, emotionaler und moderner. Mit mehr Assistenzsystemen ausgestattet, die für ein Plus an Sicherheit und Komfort sorgen. Der Elfer im Digital-Zeitalter ist vernetzt, schwarmintelligent, stellt auf Wunsch einen persönlichen Assistenten namens «Porsche 360+» bereit und verfügt sogar über einen Web-basierten Emissions-Kalkulator mit Namen «Porsche Impact». Angesichts der möglich gewordenen Fahrleistungen ist die durch den stämmigeren Auftritt bereits apostrophierte Dramatik voll gerechtfertigt. 450 PS und ein bereits ab 2300 Umdrehungen anliegendes maximales Drehmoment von 530 Newtonmetern haben wahrhaftige Dramen zur Folge, wenn auch als solche kaum zu erkennen. Sich in 3,3 Sekunden ohne Traktionsverlust und spürbare Schaltrucke mühelos auf 100 km/h katapultieren zu lassen oder bei 300 km/h nebenher darüber sinnieren zu können, ob diese neue Unbeschwertheit in einemHeckmotor-Porsche mit Hinterradantrieb steigerungsfähig ist – das sind starke Indizien für eine perfekte Konditionierung. Die Firma Yanko Design gab dieser Studie von Rico Kersten, einem Berliner Webdesigner, den Namen «The Beast»: Eine Turbine hebt das Monster vom Boden ab und saugt es nach vorn, mit den grossen, schwarzen Flossen am Heck wird es gelenkt, man bremst mit zwei Düsen, die gegen die Flugrichtung laufen. Es wäre bei solch einem Gefährt vielleicht eine gute Idee, den Anhalteweg grosszügig zu kalkulieren. Sehr grosszügig. Nach dem normalen Auto? Das individuelle! Wir präsentieren: den Offroadster. Einziger Vertreter dieser Fahrzeugklasse ist der «Longnose» von Bell Aurens. Thomas Bell, Land-Rover-Fanatiker aus Nürnberg, hat sich die Langnase samt der Marke Bell Aurens ausgedacht. Der ultimative Land Rover soll der Longnose sein – ohne jedes Zugeständnis an Moden und «bar jeder Anbiederung an Zielgruppen moderner Marketingkonzepte». Nicht wirklich überraschend: Der Longnose ist ein umgebauter Land Rover. Der Fahrer sitzt auf dem, was früher die Rückbank war. Fenster gibt es nicht, darum auch keine Scheibenwischer und keine Klimaanlage. Dafür aber wahlweise V8-Motor (mit 235 oder 280 PS) oder V16-«Custom Build» (420 oder 550 PS). Wem das nicht reicht, der greife zum 750-PS-Panzer- oder zum 1500-PS-Rolls-Royce-Flugzeugmotor. Zusammengebaut wird der Offroadster von Karosseriebauer Jörg Lorenz und seinem Team in Uttenreuth bei Erlangen. Der Name Bell Aurens ist übrigens eine Anspielung auf den Spitznamen von Lawrence von Arabien. Den mag Thomas Bell nämlich fast genauso sehr wie das rote Land-Rover-Modellauto, mit dem er als Kind immer gespielt hat. Das Design ist zerklüfteter als die Dolomiten, die Bodenfreiheit verdient ihre Bezeichnung nicht. Lamborghinis Motorsport-Division Squadrao Corse arbeitete eng mit einem (ungenannten) Kunden zusammen, um dessen serienmässigen Aventador in den Lamborghini SC18 Alston zu verwandeln. Der V12 hat 770 PS und 720 Nm und verfügt über ein optimiertes 7-Gang-ISR-Getriebe. Das grandiose Einzelstück der Motorsportabteilung mag für den Renneinsatz konzipiert sein, bei einem streng geheimen Preis (laut einem US-Magazin mehr als vier Millionen) könnte der SC18 eher in Plastik gehüllt in einer etwas grösseren Garage landen. Mit voller Kraft über sich selbst hinaus: Das Konzept MyCycling von Technogym verbindet ein präzises Trainingsfahrrad mit einer App und einem Pulsmessgerät. Der Hersteller verspricht, mit dem Verhalten der Pedale die Trägheit von Masse auf der Strasse zu simulieren. Aber wer sich für so ein Gerät interessiert, der weiss wahrscheinlich gar nicht, was Trägheit ist. Dass das Elektro-SUV von Byton ausschaut wie ein erwachsener i3 ist schon mal ein Hinweis, dass das Team des chinesischen Autobauers grösstenteils aus ehemaligen BMW-Mitarbeitern besteht. Im Gegensatz zur E-Konkurrenz von Tesla oder Lucid setzen die Weissblauen in Hongkong bei ihrem hübschen Sedan jedoch nicht auf Mega-kW, sondern verstehen ihn als vernünftiges Smartphone auf Rädern: Anstelle von halsbrecherischen Newtons besticht das Fahrzeug durch einen gebogenen 48-Zoll-Giga-Bildschirm, der die ganze Instrumententafel einnimmt. Digitale Stärke anstelle von Pferdestärke lautet das Byton Motto. Er ist fünf Meter breit, ragt vier Meter in die Höhe, sein Gewicht beträgt unglaubliche 30 Tonnen und er hat 600 PS. Sein Tank bietet Platz für 2500 Liter Diesel und 2400 Liter Trinkwasser. Sein Fahrwerk wird ansonsten nur für Raketentransporter verwendet und es brauchte fünf Jahre, bis dieser Koloss endlich fertiggestellt war. Die Rede ist vom «Desert Challenger», dem mächtigen Wohnmobil. Es ist nicht nur eine Möglichkeit, seine Weltreise komfortabel zu gestalten, es ist eine rollende Luxusvilla, ausgestattet mit einem Badezimmer, einer Profi-Küche mit begehbarem Kühlraum und sogar einer Dachterrasse. Bis zu zehn Personen finden bequem Platz in diesem Meisterwerk der Handwerkskunst, mit dem die Ölscheichs dieser Welt am Wochenende zur Falkenjagd donnern. Man nehme einen mittelgrossen LKW und ein kleines Holzhäuschen, schon hat man das perfekte Wohnmobil. Und das total umweltbewusst. Auf der Tourismus-Messe CMT in Stuttgart zeigte der Familienbetrieb Bumo, dass motorisiertes Camping auch ohne Plastik oder Sperrholz geht – bei der absetzbaren Wohnbox verwendete man sibirische Lärche für die Aussenwände und Holz- und Schafwolle als Dämmung. Solarzellen und Regen-Sammler auf dem Dach garantieren ebenfalls ein gutes Gewissen – und für absolute Heimeligkeit sorgen der Holzofen und eine ausfahrbare Terrasse. Was nutzen euch die aerodynamisch optimierten Ferraris, Lamborghinis, Maseratis, schreibt Dr. Paul Moller sinngemäss, wenn ihr damit nur 60 mph fahren dürft? Wie sich der Professor Emeritus der University of California (in Davis) die Freiheit des Autofahrens vorstellt, konnte er mittlerweile beeindruckend demonstrieren mit seinem serienreifen M400 Skycar, einem erstaunlich eleganten Senkrechtstarter, der ähnlich dem britischen Harrier-Prinzip die vier Propeller so anstellt, dass der Wagen mit einer maximalen Steiggeschwindigkeit von 1500 Metern pro Minute in die Höhe schiesst, wo er dann mit 490 km/h dahingleitet. Der Ethanolverbrauch soll dabei nicht über 13 Liter pro 100 km liegen. Zum Landen benötigt er eine Fläche mit höchstens 10,7 Metern Durchmesser, das brauchen andere Autos als Wendekreis. Die Auswahl an alternativen Antrieben wird grösser – und offenbar geht der Trend neben Elektro- und Wasserstofffahrzeugen zurück zu Fauna-Power. Ein rosafarbener Dog-Scooter mit 1 HS (Hundestärke) wurde von der Polizei in Worms spontan bei einer Verfolgung eingesetzt, nachdem die Besitzerin von einem Jogger vom Gefährt gestossen wurde. Der Beamte übernahm das Transportmittel nach einer kurzen Einweisung und konnte den Schnellläufer einholen und stellen. Trotz des Erfolgs will die Polizeibehörde im Moment von der Anschaffung von Hunde-Rollern absehen. Evolution statt Revolution. Sanft statt dramatisch. Audi tritt zwar gegen Tesla und Jaguar an, aber die Ingolstädter regeln das mit gelungenem, wenn auch unaufgeregtem Design und solider Technik. 400 Kilometer Reichweite, Schnellladung, 300 kW, intelligente Bremsen und 5,7 Sekunden auf 100. Der Puls bleibt unten, aber das Auge fährt mit. Das Elektro-SUV von Audi schaut prächtig, wie wohl ein wenig konventionell aus, was heisst, der Audi-Kunde muss sich nicht erst an Exotisches gewöhnen. Dass Kameras die Aussenspiegel ersetzen und die Bilder in die Türen spielen, geschenkt. Glynne Bowsher ist ein Spezialist für Geschwindigkeitsrekorde. Er war in die Rekordläufe von Richard Nobles Thrust II Raketenauto involviert und war leitender Ingenieur bei Nobles erfolgreichem Versuch, mit Thrust SSC den World Land Speed Record und damit die Schallmauer zu brechen. Von da an war Ing. Bowsher «bitten by the bug». Er ging aber einen weniger betretenen Weg: Der Dampfweltrekord, den man dieser Tage zu brechen hofft, liegt bei 127 mph (204 km/h), aufgestellt von Fred Marriott in seinem Stanley Steamer anno 1906. Erst will man mit dem Racer namens Inspiration, der schon einen Fixplatz in Lord Montagu of Beaulieus National Motor Museum Trust hat, Tempo 280 erreichen. Die Skala ist nach oben offen, dafür sollen 12 Boiler sorgen, die das Wasser per Propanbrenner auf 400 Grad Celsius erhitzen, was – es sind ja Briten – einer Effizienz von 23 Tassen Tee per Sekunde entspricht und den Dampf mit vierzig Bar durch die Turbine jagt, was ausserhalb Britanniens einer Leistung von 360 PS gleichkommt. Der Elektro-Roller von Lehe sieht zwar aus wie eine Büroklammer nach einer langweiligen Konferenz, ist praktisch – was man von einer Papierklemme zugegebenermassen auch behaupten kann – allerdings hat das Vehikel eine Strassenzulassung. Was bedeutet, dass man damit tatsächlich ins Büro kommt. Braucht man es nicht, zieht man es wie einen Golf-Caddy bequem hinter sich her, das Falt-Mofa wiegt ja nur 18 Kilo. Die Batterie reicht für 35 Kilometer und eine Spitze von 25 km/h. Es gibt jedoch Grenzen: Die maximale Zuladung beträgt 125 Kilo. Oma Ducks geliebtes Elektromobil hat, wie so Vieles in Entenhausen, einen realen Hintergrund. Ziemlich eindeutig handelt es sich um den Baker Electric von 1911, ein Auto, das alles ändern hätte können. Frauen liebten es als Einkaufswagen und schlossen es zum Laden an, während sie die Läden durchwandelten. Das Baker Car besass den Charme eines Separées. Auf gepolsterten, kordelverzierten Sitzpolsterungen sass man einander gegenüber wie in einem viktorianischen Tearoom. Der Fahrersitz konnte wahlweise seitlich oder auf der Rücksitzbank eingenommen werden. Lenkrad gab es keines, nur einen Bedienhebel: Nach vorn gelegt bedeutete der rechts, nach hinten gezogen links. Ein weiterer Hebel bediente die Geschwindigkeit. Alle Fenster konnten geöffnet werden, ähnlich wie in einem Erkerzimmer. Ob sich die Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h erhöhte, wenn der Wind frei durchblasen konnte? In den 60er- und 70er-Jahren bereicherte Kalifornien die Kultur um Buggys und Surf-Musik. Steve McQueen machte mit seinem Dune Buggy die West Coast unsicher, für die Beach Boys galten sie als obligates Accessoire für blonde Surfer-Dudes. Auf dem Genfer Autosalon präsentiert Volkswagen nun die motorisierte Strandwanne. Nicht dass an eine Serienproduktion gedacht wird – nicht mal an eine klitzekleine. Aber der schnieke Elektro-Zweier mit den Schlafzimmeraugen und dicken Pneus soll zeigen, wie wandelbar VWs neue MEB-Plattform ist. Klare Kante: KIA wird seine weltweit beliebte Spielkiste nur noch mit Elektroantrieb anbieten. Die fortschrittlichen Koreaner machen ihren Kunden Hoffnung auf 380 Kilometer Reichweite und deutlich mehr Oomph als bei der aktuellen E-Version (204 statt 110 PS und 395 statt 285 Nm). Die Soul-Gemeinde wird aber vielleicht mehr Wert auf das Infotainment-System legen, das KIA in Kooperation mit Vodafone entwickelte – mit einem 10,25-Zoll-Touchscreen, der über Navigation mit Echtzeit-Verkehrsinfo verfügt, über die nächsten Ladestationen informiert sowie bei der Parkplatzsuche hilft. Klar, wir hätten auch irgendein hypermodernes Wahnsinnsgeschoss vorstellen können. Wollen wir aber nicht. Weil keines dieser Motorräder so einzigartig aussieht wie dieses hier von Royal Enfield. Die Bullet Classic ist eine Nachbildung der Legende aus den 50ern – vielleicht nicht die schnellste, aber bestimmt die coolste Maschine weit und breit. Lamborghini Gallardo LP-560-4 Spyder. Hinter diesem Kürzel verbergen sich in ergreifender Schlichtheit die aufregendsten Mitteilungen: LP steht für Longitudine posteriore, was bedeutet, dass der V10-Motor hinten längsliegend (als Mittelmotor) verbaut ist und 560 PS leistet. 4 steht für permanenten Allradantrieb und Spyder bedeutet, dass sich das Stoffdach (in zwanzig Sekunden automatisch) öffnen lässt. Das entspricht übrigens der Zeit, in der man den Spyder auf Tempo 200 beschleunigen und wieder zum Stehen bringen kann. Hinter all dieser coolen Pragmatik versteckt sich ein Feuerwerk an Fahrfreude, gesteigert dadurch, dass das geöffnete Spriegeldach völlig im Heck verschwindet. Die mögliche Höchstgeschwindigkeit in der Gegend von 320 km/h lassen wir dann wieder auf dem Papier stehen. Der Hyundai NEXO ist eines der ersten bezahlbaren Wasserstoffautos auf dem Markt und gehört auch zu den technisch fortschrittlichsten Serienfahrzeugen der letzten Jahre. Dank der neuesten Wasserstofftechnologie befördert das Brennstoffzellenauto – dies ist übrigens bereits die zweite Generation der Brennstoffzelle für Hyundai – seine Fahrgäste ohne Tankstopp 765 Kilometer weit in die Zukunft. Eine Füllung Wasserstoff wird in nur wenigen Minuten in den Tank gepresst, während man mit einer halben Stunde (oder weit mehr!) rechnen muss, um den Akku eines Stromers auch nur ein bisschen aufzuladen. Und all das geschieht ohne schädliche Auspuffgase, weil höchstens ein bisschen Wasserdampf hinten rauskommt. So wird klar, dass der NEXO – und das Image, das uns der Hersteller vermitteln möchte – wirklich ein Anzeichen für den kulturellen und gesellschaftlichen Wandel sein könnte. Seine Beschleunigung von 0 auf 100 ist mehr als ausreichend, und mit dem Auto vor ihm kann er leicht mithalten. Immerhin speisen seine 95 kW aus den Brennstoffzellen und die 40 kW aus dem Akku einen Elektromotor, der ein Drehmoment von 395 Nm erzeugt. Der 166 MM war ein Riesenerfolg für Ferrari, ein grosser Teil des frühen Ruhms baute auf diesen nervös arbeitenden zwölfzylindrigen Superleggera-Modellen. Unsere Schönheit hier wiegt nur 780 kg. Autos dieser Besonderheit werden zusammen mit ihrer speziellen Geschichte präsentiert, und dieses von der Mailänder Carrozzeria Touring gestaltete Coupé (erstes von fünf, die auf den fulminanten LeMans-Sieg von 1949 verweisen sollten) gewann unter seinem Besitzer Gianni Marzotto auf Anhieb die prestigereiche Mille Miglia. Dennoch sollte es viele Jahre später auf einem Schrottplatz in USA auftauchen, in sämtliche Einzelteile zerlegt. Die waren einem Liebhaber im Jahr 1998 zwei Millionen Dollar wert – eine gute Anlage, wie man sieht. Heute ist das bei Paul Russell restaurierte Coupé ein permanenter Sieganwärter bei höchstdatierten Concours dElegances. Automobile Fachjournalisten behelfen sich bei beeindruckenden Fahrzeugen ja gerne mal mit nüchternen Sätzen. Und mit dem betont sachlichen Auflisten der technischen Daten: 100 Kilo leichter als McLaren 570S, vor allem auch dank den für den McLaren Senna entwickelten Leichtbau Rennsitzschalen aus Kohlefaser, die Leistungssteigerung um 30 PS wird unter anderem auch durch die verkürzte und nach oben austretende Auspuffanlage erzeugt, was den Gegendruck reduziert, dazu eine reaktionsschnellere Lenkung, eine deutlich steifere Motoraufhängung, Rennstrecken-optimierte Pirelli P Zero Trofeo R-Reifen sowie Fahrwerk und Bremsanlage aus dem 720S. So weit die Daten. Alles andere ist dann einfach so: Wooosssssshhhhhhh! Das Schwierigste am 600LT ist tatsächlich, einem Aussenstehenden begreiflich zu machen, wie gross der Unterschied zum 570S ist, ohne dabei den 570S kleinzureden. Während alle Welt über Mobilität 2.0 nachdenkt, entdecken junge Menschen den Sportwagen für sich. Die Motivation, sich einen Sportwagen zu kaufen, rührt eher auf Selbstliebe statt auf Aussendarstellung. 75 Prozent der Männer und 71 Prozent der Frauen würden laut eigener Aussage einen Sportwagen vor allem aus persönlichem Vergnügen fahren. Interessant in diesem Zusammenhang – und umso mehr am Steuer eines 740-PS-Boliden wie dem Lamborghini Aventador S Roadster – ist dabei, dass Fahrspass für diese junge Generation nicht zwangsläufig auch schnelles Fahren bedeutet. Mehr als 40 Prozent bevorzugen durchaus ein gemütliches Tempo – Männer wie Frauen. Folglich macht der BMW M5 ungeachtet seiner mehr als zwei Tonnen Gewicht aus dem Sprint auf 100 km/h einen kurzen Prozess: 3,3 Sekunden. Auch die 200-km/h-Hürde reisst er nach 10,8 Sekunden mit einer technischen Eleganz nieder, die ihresgleichen sucht. Kein Rucken und kein Zucken im System – der M5 Competition zoomt sich unter Vollgas und mithilfe der perfekt arrangierten Achtgang-Automatik in Richtung Horizont, dass es einem die Freudentränen waagerecht aus den Augenwinkeln treibt. Dazu ein V8-Biturbo-Sound, der gekonnt zwischen betont dezenter V8-Melodie und dem höchsten Anregungs-Faktor in Sachen Verbrenner-Akustik variiert. Mit seinem sämigen, niemals anzüglich wirkenden V8-Sound ist dieser M5 im wahrsten Sinne des Wortes Ton-angebend. Wenn italienische Ingenieure von Hubschraubern träumen, könnten Spötter und Kenner der Vespa-Historie sagen, kommt am Ende ein Motorroller bei raus. Gott sei Dank, möchte man dagegenhalten. Die Vespa ist seit ihrer Einführung in den späten 1940er Jahren mitverantwortlich für die Mobilisierung der Massen und steht ähnlich wie der Käfer in Deutschland stellvertretend für Freiheit, Aufbruch und Grenzenlosigkeit. Und so manch einer träumt davon, einmal wie Gregory Peck und Audrey Hepburn auf der Vespa durch Rom zu tingeln und Geschichte, Urlaub und Moped-Gemisch einzuatmen. Also los!! Mit der 1960er Sidecar Version kann man gleich noch jemanden mitnehmen. Eine Kiste Bier etwa ... Der Lamborghini Urus wird seitens der PR- und Marketingabteilung als echter Sportwagen im Sinne der Marke kommuniziert. Kann man machen, vor allem, da die Fahrleistungen auf dem Papier – 650 PS, 305 km/h Topspeed, den Standardsprint in 3,6 Sekunden – das sogar mit harter Währung unterstreichen. Aber wie sagt eine alte Fussballerweisheit: entscheidend ist auf dem Platz. Und deshalb liefert Lamborghini ab dem Jahr 2020 die Beweisführung in einer eigenen Rennserie. Fast 600 Kilogramm leichter, serienmässiger Motor und Allradantrieb. Das alles dann auf Kursen mit verschiedenen Oberflächen, also on- und offroad. Quad est demonstrandum. Offroad in einem VW? Nichts leichter als das! Sagen mit Recht zwei Zwillingsbrüder aus Burleigh Heads bei Queensland. In ihrer Werkstatt bauen sie mit Autoteilen von VW kleine, wendige Beach Buggies für Touren über australische Sandbänke oder durch steiniges Gelände. Die 1,50 Meter hohen Buggies machen einfach riesigen Spass und sind genau richtig für filmreife Stunts im Sand! Angenommen, man kommt in eine Situation, in der man – zum Beispiel verfolgt von einem überlegenen futuristischen androiden Kampfsystem – aus bedrohlichen Lagen flüchten muss, um aber am Ende die Welt zu retten. Für solche Road-Trips liefert Harley Davidson mit der Fat Boy genau das richtige Material. Aber Superheld sei wachsam: Anschleichen kann man sich dank verchromter Over/Under-Shotgun-Auspuffanlage nicht wirklich. Aber echte Helden klopfen eh nicht an, sondern brechen durch die Wand neben der Eingangstür. 806 PS des herkömmlichen CCX waren dem Selfmade-Autobauer Christian von Koenigsegg aus Schweden wohl zu wenig. Es durfte ruhig noch etwas mehr sein. Und etwas grüner bitte. Herausgekommen ist ein Auto, von dem nur sechs Exemplare gebaut wurden. Zu einem Preis von je 1,5 Millionen Euro – vor Steuern. Der Flower-Power-Renner läuft wahlweise mit Ethanol E85, 100-prozentigem Ethanol (E100), Super Plus oder mit einer Mischung aus allen drei Kraftstoffsorten. Wenn das Ethanol verwendet wird, leistet der Motor bis zu 1018 PS. Mit dieser Bestie von Motor im Nacken dauert es 8,9 Sekunden bis der Koenigsegg – tataa – 200 rennt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt übrigens irgendwo über 400 km/h. Das ideale Fluchtauto also, wenn Sie irgendetwas Furchtbares angestellt haben sollten (oder als Beifahrer erleben wollen). Dieses Bugatti Typ 57C Coupé ist verdammt viel wert. Und es ist nicht irgendein Bugatti. Es ist der Bugatti vom Le Patron Ettore höchstpersönlich. Ein kleines Wunder ist es schon, dass das Auto völlig unbeschadet und im Originalzustand den Zweiten Weltkrieg überlebt hat. Der ist schließlich auch ganz hübsch! Apropos eigene Rennserie: Jaguar war eine der ersten Marken, die 2016 in die Formula E einstieg. Mit dem Jaguar I-Pace liefert die Marke jetzt das erste E-Auto, zu dem es eine eigene internationale Rennserie geben wird. Die I-PACE eTROPHY wird im Rahmenprogramm der Formula E fahren, die Plattform teilen sich die Rennwagen mit den Serienfahrzeugen. Dazu gehören auch die Standardbatterie und der Antrieb, Komponenten, die bereits beim Serienfahrzeug für die geplante Renndistanz und die Anforderungen im Rennsport mitentwickelt wurden. Eigentlich ist die Scrambler ja eher eine Kraxelbüchse. Allerdings ist mit dem Mittelnamen klar, dass die Triumph «Street» Scrambler ein Bike für viele Fälle ist. Nicht für das wirklich Grobstollige, zumindest aber für die Fahrt durch Wald und Flur, wo sich die Jungs mit den weichen Rennstiefeln eh nicht hin trauen. Und ja, es ist ein Parallel-Twin mit 900 Kubik, der vielen ein freundlich-friedliches Grinsen ins Gesicht zeichnen wird. Knapp 20 Prozent mehr Drehmoment (80 Nm) als die Vorgängerin und mit 65 strammen PS um 10 PS erstarkt. Das Schöne ist, dass Triumph die Scrambler nicht verunstaltet hat, sondern ihr nur hier und da ein paar Erfrischungen verpasste, wie etwa zwei Fahr-Modi, ABS- und Traktionskontrolle – beides abschaltbar –, LED-Rückleuchte, eine USB-Buchse und Brembo-Stopper vorne für mehr Sicherheit. On top kommt – neben der Frage nach der Farbe und dem reichhaltigen Angebot für die Individualisierung –, dass auch spät Berufene mit einer Scrambler glücklich werden. Können. Für alle Neulinge mit dem Führerschein A2 gibt es ein Drossel-Kit. Dann hat sie «nur» noch 48 PS. Aber ein veritables Motorrad ist sie trotzdem. Man könnte einfach sagen, es sei das Weglassen von Schnickschnack. Klingt aber nicht so mystisch wie die Erklärung, dass es für die Sorgfalt steht, die ein Handwerker in seine Arbeit investiert, darin übergeht und dem Objekt eine Seele verleiht. Die Rede ist von «Kodo», der Basis von Mazdas Designphilosophie. Und nach dem CX-5 und dem Mazda 6 erhält nun auch die neue Generation des Mazda 3 die «Kodo»-Designsprache – und erstmalig den Skyactiv-X-Motor, ein teilweise nach dem Diesel-Prinzip selbstzündender Benziner, der wesentlich weniger Kraftstoff verbrauchen soll. Nach dem Wankelmotor ist der Skyactiv X ein weiteres Antriebskonzept, mit dem die Japaner eigene Wege gehen. Bleibt zu hoffen, dass sich der Mazda-Mut dieses Mal auszahlt. Elvis Presleys «Jailhouse Rock» schallt über die Schotterpiste, der Schweiss der Motorradfahrer vermischt sich mit Staub, willkommen in den USA der Fünfziger. Indian gewann die American Flat Track Championship 1951, 1952 und 1953 – und fährt sie bis heute mit der FTR 750 mit. Die FTR 1200 bringt deren Technik nun auf die Strasse: So übernimmt der «Street-Tracker» den markanten Gitterrohrrahmen, die hintere Schwinge und den Kettenantrieb. Ein V-Twin-Motor mit 1,2 Liter Hubraum leistet 120 PS, die Ausstattungslinie FTR 1200 S hat Kurven-ABS, drei verschiedene Fahrmodi, Traktions- und Wheeliekontrolle, einen 4,3 Zoll grossen LED-Touchscreen – und ein Staubtuch dafür. Scherz. Luftige Angelegenheit, das. Aber Citroën hatte es schon immer damit. Ob der weich gefederte 2 CV, die DS mit hydropneumatischer Federung oder die Airbumps beim Cactus. Und jetzt: der C5 Aircross. Schon der Name ist aerob. Luftig der Innenraum, speziell mit dem optionalen Panoramafenster, Luft nach oben beim Kofferraum von 580 bis 1630 Liter Ladevolumen, Polster an den Flanken zum Schutz, wenn der C5 durchs Gelände gescheucht wird, und – typisch Citroën – ein hydraulischer Dämpfer-Anschlag. Das Ergebnis ist ein sänftengleiches Schweben im Offroadeinsatz. Damit es flott und verbrauchsarm vorangeht, stehen zwei Benziner und drei Diesel, jeweils in der aktuellen Euro-6d-Temp-Norm, zur Verfügung. Und in Sachen Individualität gibts 30 Optionen fürs Interieur sowie vier beim Exterieur. Macht summa summarum 120 Möglichkeiten. So, weiteratmen. Charakterköpfe sind selten geworden. Genauso wie Autos mit Charakter. Aber ein altes Saab 900 turbo Cabrio zählt zweifellos dazu. Wer seine Sehnsucht nach Individualität befriedigen wollte, war mit diesem Auto schon immer perfekt versorgt (Architekten!). Schon bei seiner Markteinführung 1987 war es 18'400 Mark teurer als ein BMW 3er Cabrio und damit alles andere als billig, aber dafür fuhr man eben ein viersitziges Cabrio, das nicht jeder hatte. Wenn Sie es haben wollen, einfach mal bei eBay vorbeischauen. Zu sehen ist das Auto natürlich auch in einem Roadmovie: Sideways. Vollgetankt und mit dem M-Paket noch ein bisschen leichter bringt das Super-Bike mehr PS (207) an den Start, als es Kilos fortzubewegen hat (193,5, normal: 197 kg). Noch Fragen? Die bisherige BMW S 1000 RR war das, was Röhrl dem ultimativ schnellen Auto zugesprochen hat: schnell genug. Trotzdem war das Entwicklungsziel für die auf der EICMA vorgestellte Supersportlerin klar: Noch stärker (+8 PS), noch leichter (-11 kg), noch einfacher zu handhaben. Und noch schneller. Wer sich traut, den Reihen-Vierzylinder zu befeuern, muss sich bei 11'000 U/min mit 113 Newtonmeter beschäftigen – bereits nach 3,1 Sekunden fällt die Schranke, die auf deutschen Landstrassen noch straffrei ist. Danach ist Open End. Oder: Welcome to the 300-km/h-Club. Dazu ist die BMW S 1000 RR mit allen erdenklichen Zutaten ausgestattet, die nicht nur eine schnelle Gangart auf der Strasse, sondern vor allem auf der Rennstrecke garantieren: Traktions- und Wheelie-Kontrolle, Berganfahrhilfe, Kurven-ABS. Auch Launch-Control oder Pit Lane Limiter sind mit verbaut. Und zudem noch ein Feature, das BMW Motorrad unter dem Namen «Komfortblinker» integriert hat. Klingt profan, setzt aber, wie beim Auto, den Blinker nach Kurvendurchfahrt automatisch wieder in die Ruheposition. Wann den Ingenieuren und Vertrieblern von Citroën aufgefallen ist, dass ihre Typenbezeichnung DS ausgesprochen «déesse» lautet, was nichts anderes als «Göttin» heisst, ist nicht überliefert. Was sicher ist: Seit gut 55 Jahren wandelt diese Göttin nun auf Erden und verzückt heute wie damals durch ihr avantgardistisches, aber zeitloses Design. Es ranken sich, nicht nur dank zahlreicher Film- und Fernsehauftritte, Mythen und Legenden um die «vom Himmel Gefallene», soll doch ihre hydropneumatische Federung einst Charles de Gaulle das Leben gerettet haben. Festzuhalten bleibt: Schönes Design kommt nicht immer aus Italien, déesse heisst Göttin und «se languir de quelque chose» bedeutet im Deutschen, nach etwas schmachten, sich nach etwas sehnen. Alles klar? Wer hat eigentlich behauptet, dass Roadmovies nur «on the road» funktionieren? Wenn Sie sich gern mal aufs Wasser verlegen würden, sollten Sie sich dieses Teil hier zulegen. Dank der Elektrotechnologie ist es wirklich umweltfreundlich und kostengünstig in den Betriebskosten. Es hat also alles an Bord, was Sie brauchen, um mal so richtig das Wasser zu durchpflügen. Für eine Atlantiküberquerung wird es allerdings nicht ganz reichen: Eine Akkuladung treibt den Seabob F5 SR lediglich ein paar Stunden lang an. Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung. Insofern spricht auch nichts dagegen, im Winter Cabrio zu fahren. Zumal sich in den BMW 8er neben der serienmässigen Sitzheizung ausserdem noch eine Nackenheizung und beheizte Armauflagen hineinkonfigurieren lassen. Im M850i steckt ein V8-Biturbo-Benziner mit 530 PS, der 640d schafft es als Sechszylinder-Diesel auf 320 PS, hecklastigen Allradantrieb haben beide. Neben einem abnehmbaren Windschott gehören unter anderem Sportledersitze aus Walknappa und ein Surround-Soundsystem von Harman-Kardon zur Serienausstattung. Immer noch Zweifel am winterlichen Offenfahren? Na kommen Sie schon, der Schlitten vom Weihnachtsmann hat schliesslich auch kein Dach. Der Audi R8 V10 gehört zur Rasse der leicht beherrschbaren Supersportwagen. Sein natürlicher Lebensraum sind asphaltierte Rennstrecken, er lässt sich jedoch auch auf innerstädtischen Flaniermeilen domestizieren. Der R8 V10 ernährt sich von Kraftstoffen mit hoher Oktanzahl, die Untergattung «Spyder» hält in der Regel von Oktober bis März Winterschlaf. Fachleute bezeichnen in jüngster Zeit gesichtete Exemplare als Modellpflege der zweiten Generation. Diese Population weist einige veränderte Merkmale auf, zum Beispiel einen Leistungszuwachs auf 570 PS und 560 Newtonmeter Drehmoment. Stärkere Exemplare, auch Performance Quattro genannt, schaffen inzwischen 620 PS und 580 Newtonmeter. Die Statur des R8 V10 lässt sich ausserdem als kantiger und zackiger beschreiben. Durch diese und andere genetischen Entwicklungen ist der R8 V10 inzwischen bis ans Ende der Nahrungskette gerückt. Willenlos auf dem Jetski durch die Wellen pflügen? Die Zeiten sind vorbei. Wer mit dem neuen SeaDoo Fish Pro losfährt, muss auf dem Rückweg das Mittagessen mitbringen. Der erste speziell für die Freizeitfischerei gebaute Jetski verfügt neben einem Navigations- und Fischfinder über eine herausnehmbare Kühlbox für die Beute. Wer will, kann sich noch ein Bluetooth-kompatibles Audiosystem mit an Bord nehmen und die Bässe aufdrehen. Ob die Fische dann besser anbeißen? Wissen wir auch nicht. Preis: um 13'000 Euro. Hier was für die kalten Tage im Jahr. Versuchen Sie doch mal herauszufinden, wie viele Streifen der Paul Smith Mini von 1997 denn nun wirklich hat. Ein kleiner Tipp: es sind mehr als drei und weniger als 234. Modeikone Sir Paul Smith attestiert dem Mini übrigens – gerade wegen seines begrenzten Platzangebotes – einen Beitrag zur sexuellen Revolution. Könnte auch was für die kalten Tage sein. Sprechen wir über Bodenfreiheit. Die ist in der Schweiz bei Autos nicht gesetzlich geregelt, MFK-Prüfer achten aber darauf, dass man ein elf Zentimeter hohes Hindernis berührungslos überfahren kann. Das könnte beim Lamborghini SC18 Alston mit seinen exakt 10,9 Zentimetern eine knappe Kiste werden. Dürfte die Jungs von der Lambo-Rennabteilung Squadra Corse allerdings herzlich wenig interessiert haben, als sie mit dem SC18 Alston erstmalig ein strassenzugelassenes Auto entwickelten. Das Einzelstück basiert auf dem Aventador SVJ und übernimmt dessen Antrieb: ein V12-Saugmotor mit 770 PS und 720 Nm Drehmoment, dazu das sequenzielle Siebengang-Getriebe. Die Karosserie besteht jedoch komplett aus Carbon, ein Telemetriesystem an Bord und Zentralverschlüsse an den 20-Zoll-Felgen vorne sowie an den 21-Zoll-Felgen hinten sorgen für Rennfeeling. Noch so ein elektrischer Kollege im automobilen Bauhausstil. VW hat seine Paradestudie I.D. nach der Filmfigur benannt, die die Matrix bezwang und die Menschheit aus der computergenerierten Traumwelt befreite. Im richtigen Leben ersetzt der Neo bald den e-Golf – und hat dabei im Innenraum mehr Platz als der Passat zu bieten. Möglich macht dies unter anderem ein sehr langer Radstand von 2,75 Metern bei 4,10 Metern Gesamtlänge. Mit seinen Akkus, die bis zu 110 kWh fassen, soll der Neo pro Ladung 600 Kilometer schaffen. Ein riesiges Head-up-Display blendet ausserdem eigenständig Informationen aus der Umgebung ein, zum Beispiel den Namen einer Sehenswürdigkeit oder gleich den ganzen Wikipedia-Eintrag. So viel zum Thema Simulation, hüstel. Es soll ja noch Menschen geben, die von Elektroautos nicht ganz so viel halten. Doch wenn Honda eine Studie hinstellt, die aussieht wie ein tiefergelegter Golf I als Apple Edition, mischt sich durchaus Begeisterung in die Skepsis. So geschehen auf der IAA 2017. Die Reaktionen waren durchweg positiv, weshalb Honda nun den Bestellstart der Serienversion für 2019 ankündigte. Das E-Auto für die Stadt basiert auf einer neuen Plattform, die Honda dabei helfen soll, bis 2025 zwei Drittel der Fahrzeugkäufe in Europa aus Hybriden, Plug-in-Hybriden und rein elektrischen Fahrzeugen zu generieren. Anmerkung unsererseits: So ein VW Corrado oder ein Karmann-Ghia geben bestimmt auch noch was her. Okay, falls es jemand nicht wissen sollte: Svartpilen ist Schwedisch und bedeutet Schwarzer Pfeil. Und Husqvarna ist ein schwedischer Konzern, der neben bärigen Kettensägen und brutalen Steinwerkzeugen eben auch die «Husky» herstellt. Besser: herstellte. Die Husky war das Kantholz unter den Enduros: robust und brutal in der Leistung. Ein unkaputtbares Schmutzbike für Biker, die sich mit dem Mainstream nicht anfreunden wollten. Dann ging die Marke auf Wanderung, und um es an dieser Stelle sehr kurz zu machen: KTM reanimierte Husqvarna. Husqvarna Svartpilen 401. Die ist von Motor bis Chassis ein Derivat der KTM 390 Duke. Also Enduro. Mit den besten Genen aus Mattighofen und sehr eigenem reduziertem Design. Ein Kantholz für die Stadt? Auch wenn die Pirelli Scorpion Rallye STR suggerieren, dass die Svartpilen gerne ausgetretene Wege verlässt, ist sie ein Stadt-Motorrad. Der Ein-Topf-Motor mit 373 Kubik haut 44 PS raus, was bei 150 Kilo ausreichend ist. Sie haben einen langgehegten Traum: Eine Traumroute entlang einer Traumstrasse in einem Traumauto. Route wie Strasse sind schon definiert: 750 Kilometer Küste zwischen L.A. und San Francisco auf dem legendären Highway Number One. Nur: In welchem Auto? Standesgemäss müsste natürlich ein Auto mit dem Zusatz «California» her. Bitte sehr: 1956er Ferrari 250 GT California. Bevor Sie nun den nächsten Ferrari-Händler aufsuchen, sollten Sie lieber nach anstehenden Auto-Auktionen Ausschau halten. MERCEDES AMG A 35 4MATIC Die goldene Mitte Laut Aristoteles Tugendethik soll man sich ja in der Mitte zwischen den Extremen aufhalten, um glücklich zu sein. Der neue Mercedes-AMG A 35 4MATIC positioniert sich genau zwischen dem zivilen A 250 und dem krawalligen A 45, den AMG bald nachschiebt. Der 2,0-Liter-Turbo-Benziner schafft es auf 306 PS und 400 Newtonmeter Drehmoment bei 3000 Umdrehungen. Ausserdem gibts variablen Allradantrieb, fünf verschiedene Fahrmodi, ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, dreifach verstellbare Dämpfer und Vierlenker an der Hinterachse. Damit ist der A 35 im Touri-Verkehr auf der Nordschleife gut aufgehoben, fällt aber auch auf Schwiegermutters Garageneinfahrt nicht unangenehm auf. Eins vorweg: Wenn Sie nicht bereit sind, 40.000 Pfund für ein einzigartiges Motorrad zu investieren, dann können Sie hier ganz schnell weiterklicken. Obwohl, vielleicht auch so ganz spannend. Diese Harley wurde von Shaw Speed Customs auf Basis einer Harley Davidson Softail Crossbones aufgebaut und gewann 2010 den AMD Official World Championship of Custom Bike Building. Ein echtes Siegerbike. Na also, hat sich das Lesen dann doch noch gelohnt, würden wir sagen. 1,83 m² Ladefläche, 254 kg Nutzlast – beeindruckende Zahlen, bedenkt man, dass wir hier von einem Auto sprechen, das selbst nur knapp 600 kg wog. Ab 1961 lief der kompakte Lastwagen – zugegeben nicht lange – vom Band und versuchte sich bei Gärtnern, Installateuren oder praktisch veranlagten Individualisten. Erfolg ist für uns nicht immer das Mass aller Dinge. Für ausgedehnte Picknicks im Grünen mit Kind und Kegel war der Pick-up in unseren Augen wie geschaffen. Zugegeben, es gibt sicherlich hübschere Modelle, aber es zählen ja auch die inneren Werte! Ein bisschen mag es nach Drehbuchkitsch klingen, aber just beim Losfahren bahnt sich tatsächlich die Sonne ihren Weg, also Stoffdach zurückgeklappt, elektrisch freilich. Erste Erkenntnis: Stoffdach ist besser, der Vorgänger rollte noch mit einem Falthimmel aus Metall vor, doch mittlerweile ist die Materialentwicklung so weit vorangeschritten, sagt BMW, dass das Stoffdach keinerlei Nachteile mehr zeige – auch nicht im deutschen Winter. Zudem spart es Gewicht, senkt den Schwerpunkt und steigert damit direkt die Performance, was wiederum einzahlt auf den Lustgewinn. «His Name Is King» von Luis Bacalov & Edda DellOrso auf den Ohren schwingt in der Erinnerung der R6 des Z4 Roadster und ein paar Windgeräusche. Optisch wirkt der neue Z4 Roadster deutlich zentrierter. Der Fahrer sitzt jetzt nahezu in der Fahrzeugmitte, die Achslastverteilung ist ziemlich präzise 50:50, und die Designer schöpften aus der äusserst emotionalen Tradition der Z-Familie. Wer seine DNA aus Z1, Z3, Z4 und sogar Z8 zieht, tritt mit dem Selbstbewusstsein und dem Anspruch in die Welt, stilprägend zu sein. Der Versuch, das Geräusch eines Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglios zu beschreiben, ist in etwa so einfach, als wolle man Beethovens Neunte in Worte fassen. Wer es sich leicht machen will, versucht es mit einer kindlichen Lautmalerei. Das liest sich dann so: wrrrrrrrrrrrroooooooooooaaaammm Oder so ähnlich. Ein Alfa ist ein Alfa. Den Italienern gelingt es, ein südländisches Flair aus den Zeiten der Giulia Super in die SUV-Ära zu transferieren. Wir rollen hinaus aus der Stadt. Keinesfalls lärmend, aber mit dem Wissen um die technischen Daten: 2,9-Liter-Biturbo-V6, 510 PS (375 kW) bei 6500 Umdrehungen, 600 Nm bei 2500 Umdrehungen, null bis 100 km/h in 3,8 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 283 km/h. Ein Unterschied zur Giulia Quadrifoglio: Den Stelvio Q bietet Alfa nur mit Allrad an. Der V8-Biturbo greift mit seinem gigantischen Drehmoment von 750 Newtonmeter an beiden Achsen an, schiebt und zieht gleichermassen. Ein Sound, der rückblickend etwas wohlig Vibrierendes hat. Das 8er Coupé hängt wie jeder BMW mit dieser unmittelbaren Lust am Gaspedal, die man bei einem Sportler im Wettkampf vermutlich umgangssprachlich mit einer Galligkeit auf den Sieg beschreiben würde; alles ist gespannt, so sehr, dass es sich jederzeit mit einem kurzen Impuls schlagartig abrufen lässt. 3,7 Sekunden von null auf hundert? Noch Fragen? Ab auf die Rennstrecke. Estoril. Regen. Es ist erstaunlich, wie präzise und einfach sich der 530 PS starke Allradler dirigieren lässt. Gerade bei Regen und auch ohne die virtuosen Fähigkeiten und Reaktionszeiten eines Rennfahrers. An diesem Höllengerät ist so ziemlich alles filmreif. Die Entstehungsgeschichte (kleine Motorradschmiede in New Orleans baut erfolgreich Wahnsinns-Geschosse, wird von Hurrikan Katrina platt gemacht, rappelt sich wieder auf und legt das ultimative Motorrad vor), die Fahrer (Brad Pitt, Jet Li, Tom Cruise und so ziemlich jeder A-Lister, der was auf sich hält) und die Maschine selbst sowieso. Die Confederate Wraith ist brutal, pur, gewaltig und bricht konsequent mit jeder Konvention. Genau das Richtige also für das eigene kleine Roadmovie. Ach ja, da wär noch was: 125 PS, ein Drehmoment von 176 Nm, ein gewaltiger Zweiliter- Zweizylinder, brachiales Design und ein stolzer Preis 43'000 Euro. Wollen Sie haben? Verstehen wir gut. Es handelt sich bei diesem Stratos selbstverständlich nicht um irgendeinen Lancia Stratos HF, sondern um den legendären Prototipo, der vor ziemlich fast 50 Jahren von visionären Himmelsstürmern und mit einer damals höchst unzeitgemässen wirtschaftlichen Grosszügigkeit für den Genfer Automobilsalon präpariert wurde. Gesamthöhe 111 cm, kein Armaturenbrett im herkömmlichen Sinne, dazu nur drei Pedale, Schaltknüppel und Lenkrad sowie einen 2,0-Liter-Ferrari-Dino-Motor (Merken Sie etwas?) in Mittelmotorposition. 185 PS für nur 850 Kilo! 237 km/ h Höchstgeschwindigkeit, null auf hundert in 6,8 Sekunden. Bertone wars, der den minimalistischen Ultrakeil ausgeheckt hat. Keine Rennadaption eines Strassenautos, sondern das erste Auto überhaupt, das kompromisslos zum Gewinnen von Rallyes gebaut wurde. Eine sensationelle Maschine, die das Bild des Rallyesports veränderte – und bei den Weltmeisterschaftsprüfungen ordentlich abräumte. Manche Hunde sehen ihren Herrchen verblüffend ähnlich. Bei Autos und ihren Haltern sieht die Sache etwas anders aus. Langes Audi RS6 hat aber zumindest schon mal die gleichen sportlichen Eigenschaften wie sein Besitzer: ein kräftiges Herz in Form eines 4,0-Liter-V8, durchtrainiert dank 560 PS und 700 Nm Drehmoment und ein hervorragender Performer auf der Langstrecke. Jem Marsh hatte ein Problem. 1971 stand sein Unternehmen Marcos Components Limited vor dem Aus. Nichtsdestotrotz erblickte unter seiner Regie 1972 der Mk4 das Licht der Welt – ein Kämpfer, also. Diese Anlagen machten ihn auch zu einem formidablen Rennwagen, bewiesen durch den Mini Marcos Trans-XL. Schlappe 390 Kilo Gewicht bei 1480 cm3 Hubraum machten ihn zu einer wahren Rakete und bescherten in 98 Rennen 36 Siege und 74 Podiumsplätze. Noch dazu sieht der Kleine rattenscharf aus. Schlanke Figur, elegantes Äusseres und die nicht ganz gerade aber erfolgreiche Geschichte bringen ihm auf der Heartbeat-Skala 4 Punkte ein. Das beim diesjährigen Concorso dEleganza Villa dEste am Comer See präsentierte Bike CONCEPT 9CENTO von BMW soll einen Ausblick auf ein zukünftiges sportives Mittelklasse-Touren-Bike geben. Wobei Mittelklasse nichts mit Mittelmass zu tun hat, sondern in diesem Fall die goldene Mitte für Leistung, Drehmoment und Gewicht darstellt. Als Basis dient die neue BMW F 850 GS mit ihrem 95 PS starken Reihenzweizylinder, der angesichts der Bezeichnung 9cento wohl eine Hubraumvergrösserung in Richtung 900 ccm bekommt. Damit hätte man das Idealmass 100-100-200 (PS-Nm-kg) erreicht. Revoluzzern fliegen in der Regel immer die Herzen der Reichen und Schönen entgegen – zumindest auf Zelluloid. Aber in der echten Welt? Bitte sehr, hier der Beweis, wir werfen mit Herzen in der Realität. Der Mini Cooper S revolutionierte und dominierte dann die Rallye Szene der frühen 1960er Jahre. Schillernde Rallye Karrieren nahmen hier ihren Ursprung, so wie die von Rauno Aaltonen, Timo Mäkinen und Paddy Hopkirk. Eine Zeit, als Männer noch Männer waren, Fussballer zu kurze Shorts trugen und Wunder eigentlich in der Wirtschaft stattfanden. Vier Motoren und im Grunde ist der Honda NSX zwei Autos in einem. Alles andere wäre ja absurd. Drei Elektroeinheiten und ein V6-Turbomotor treiben den NSX mit 581 PS an. Der kann rein elektrisch fahren, dann ist er ein ökologisch vernünftiges Stadtauto, zuckelt im Verkehr mit, macht keinen Krawall. Es bringt auf der deutschen Autobahn über 20 Liter Super Plus auf hundert Kilometer durch. Auch das geht. Die Kraft wird dabei variabel an alle vier Räder abgegeben. Jedes Rad bekommt, was es benötigt oder verträgt. Manchmal auch ein bisschen mehr. Je nach gewähltem Fahrmodus. Man weiss nie, was der nächste Trip so bringt. Am besten also, man wappnet sich – gegen alles, auch gegen endzeitliche Scharmützel. Das und vieles mehr prallt an dem ab, der den Badonkadonk, kurz und liebevoll auch Donk genannt, sein Eigen nennt. Dieses aussergewöhnliche, gepanzerte Gefährt ist kein Hovercraft, nein, es fährt tatsächlich auf vier Rädern, und es bietet Platz für drei weitere Passagiere oder wahlweise jede Menge Fracht. Innen ist es eigentlich ganz gemütlich, gelenkt wird der Freizeit-Panzer per Stick, und ach ja: Feuer spucken kann es auch. E-mobilität, Car-to-Car-Connectivity, intelligente Regelsysteme – und alles selbstfahrend. Sauber, klug, effizient, sicher. Kaum etwas davon bietet der Aston Martin DBS Superleggera. Und ist deshalb umso wertvoller. Schon im Stand strahlt diese Skulptur so viel verwegene Wollust und Begierde aus, dass sich moralische Konflikte jeglicher Couleur per Dauerauftrag verpflichtet fühlen. Ein wenig Ignoranz hilft. Ästhetik, Intelligenz, Hightech und Kraft. Kraft! Kraft! Kraft! Ein Faustkeil aus dem vornehmen England mit so viel Haudrauf-Dampf an der Hinterachse, dass man die 200 Newtonmeter mehr Drehmoment im Vergleich zum Ferrari 812 Superfast beinahe verschweigt. Aus Höflichkeit. Nicht auszudenken, was die 725 PS anzurichten vermögen bei trockener Fahrbahn und ein bisschen Temperatur in den Reifen. Mehr als 125 Jahre Automobilgeschichte haben wir hinter uns. Und jetzt? Jetzt soll plötzlich alles anders werden. Hybridisiert. Elektrisch. Autonom. Connected sowieso. Eine kühle hanseatische Prise hilft bei all der Aufregung. Also Dach auf. Der BMW i8 ist zwar streng genommen auch schon 2014, aber als Roadster immerhin topaktuell. Und ein bisschen optimiert haben sie den komplexen Antrieb aus Dreizylinder-Turbo-Verbrenner-Motor und E-Aggregaten auch. Er schafft jetzt tatsächlich 120 km/h rein elektrisch. Und die reale Reichweite mit dem E-Antrieb reicht für die meisten Kurzstreckenpendler, um morgens zur Arbeit und abends wieder nach Hause zu surren. «Schöne neue Welt!», schallt es hinaus über die Elbe auf das offene Meer. Dennoch sind die angegebenen zwei Liter Benzinverbrauch auf 100 Kilometer in der Praxis ein unterhaltsames Seemansgarn. Ein Mal Autobahn und die 374 PS Systemleistung abgerufen und futsch ist der schöne Schnitt. Ausserdem bleibt natürlich die Frage, wo der Strom herkommt. Bisweilen beisst sich der Anspruch «cooles Auto» mit Aufgaben wie «3 Kinder und unzählige Gepäckstücke irgendwie in den Urlaub transportieren». Einen Ausweg aus dem Dilemma bietet der Audi A5, immerhin kann man sich den auch mit vier Türen und mehr Platz bestellen. Und plötzlich passen in den Kofferraum 480 Liter Gepäck und 3 plus x Kinder auf die Rückbank. Sollten Sie irgendwann einmal eine noch grössere Sache als Ihre Familie transportieren müssen, klappen Sie einfach die Rücksitzlehnen um, dann haben Sie 980 Liter zur Verfügung. Ein Bugatti Bike? Das funktioniert nicht nur als Alliteration, wie Romain Gauvin mit seinem inoffiziellen Design-Konzept beweist: Für sein Motorbike Bugatti 100M Concept setzt Gauvin auf die für Bugatti typische Seitenfläche in C-Form und ergänzt diese mit einem Cockpit im Düsenjäger-Look und vier (!) breiten Reifen. Klingt dann nicht nur gut, sondern sieht auch hervorragend aus. Weichet von dannen, Tretroller und Segways, hier kommt ein elektrisches Fortbewegungsmittel, mit dem man sich nicht in der Öffentlichkeit blamiert! Der Stator des Designers Nathan Allen fährt 40 km/h Spitze, balanciert sich selbst aus und hat eine Reichweite von bis zu 32 Kilometern. Zudem wird über das Hinterrad beim Bremsen Rekuperationsenergie gewonnen. Designt im Vereinigten Königreich, gebaut in der Alpenrepublik Österreich. In dieser besonderen Kombination kommt der neue Jaguar E-Pace als Kompakt-SUV mit dem ersten quer eingebauten Motor zwar spät, aber mit besten Voraussetzungen auf die Strasse. Dazu zählt sein ansprechendes wie unverwechselbares Design, die umfangreichen Assistenzsysteme sowie die Motorenpalette vom 150-PS-Diesel bis zum 300 PS starken Benziner in Kombination mit Frontantrieb oder dem «Active Driveline» genannten Allradantrieb. Damit meistert der Wagen die knackigsten Aufstiege in den Bergen rund um die Fertigungsstätte von Magna Steyr im österreichischen Graz. Die Preise liegen auf dem Niveau eines BMW X1 oder Mercedes-Benz GLA, aber unter dem des konzerneigenen Plattformspenders Range Rover Evoque. Die Seitenansicht besticht durch die gestreckte, schnörkellose und stämmige Linie, das nordisch reduzierte Exterior-Design setzt sich im Innenraum fort: Helle Sitzbezüge und grossflächige Fenster sorgen für ein freundliches Ambiente, das ist schön bei tristem Regenwetter, allerdings möchte man sich keine kleckernden Kinder auf der grosszügigen Fondbank vorstellen. Die Technik teilt sich der V90 mit dem XC90. Sämtliche Motoren, ob Diesel oder Benziner, sind 4-Zylinder und decken dank Aufladung einen Bereich von 150 bis 235 PS beim Diesel und 190 bis 320 PS beim Benziner ab. Der Allradantrieb ist obligatorisch, Assistenz- und Sicherheitssysteme sind, für Volvo typisch, auf einem hohen Niveau. So lässt es sich entspannt und komfortabel reisen – und es zeichnet einem immer wieder ein breites, glückliches Grinsen ins Gesicht. Womit wir schlussendlich bei Geely landen, dem chinesischen Eigentümer von Volvo. Denn Geely heisst übersetzt Glück, was ein Nischenanbieter wie Volvo im Reigen der grossen etablierten Marken gut gebrauchen kann. (DAIMLER TRUCKS NORTH AMERICA) Ehrlich, zu dem Schulbus gibts nicht viel zu sagen, ausser dass er passt wie Arsch auf Eimer. Alice Cooper, die Ramones, Deftones, Pink, viele, wenn nicht alle Grossen singen und sangen über Schule und Busse. Hier die wummernde Nu-Metal-Rock Variante der Jungs von P.O.D. (in Auszügen): «We from the school, the school of hardknocks whos ready to rock? Are you ready to rock? Roundn up suckaz, knockem, knockem out the box! Graduate at 13, the streets made me a scholar flood the microphone, one by one, hearem holler the sure shoots, rock box, rhymn on blasted beats mics on my side, they call me Hip Hop » Auch wenn hier kaum einer verstehen wird, worum es geht, denn darum geht es bei Musik eben nicht immer in erster Linie: Musik muss manchmal einfach nur scheppern! Bis er wackelt, der Bus. Als Infiniti QX70 vor zehn Jahren neu auf den Markt kam, waren ihm die Blicke der Passanten sicher, denn die wenigsten hatten zu diesem Zeitpunkt in Europa von der Marke Infiniti Notiz genommen. Man drehte sich nach ihm um. Manche hielten ihn gar für eine sportliche Version des Porsche Cayenne. Und heute? Nun, der schwarze QX70 fällt im Strassenbild noch immer auf und ist weit davon entfernt, als Massenprodukt wahrgenommen zu werden. Das zwei Tonnen schwere SUV trägt in der Modellbezeichnung noch ein zusätzliches S für einen freibollernden V8. Das Fahrzeug leistet ganze 390 PS. Der Infiniti QX70 prägt bis heute Stil und Design der Marke. Jetzt geht er in Rente. Zeit für eine letzte grosse Tour durch eine Stadt. Der Bentley Mulsanne Speed ist mächtig, gross und hoch und bringt ein Gesamtgewicht von etwa 2,7 Tonnen auf die Waage. Da hilft auch der doppelt aufgeladene V8-Motor mit beachtlichen 537 PS wenig, um die Luxuskarosse nach vorne zu katapultieren. Dieser Bentley ist ein Männerauto in Perfektion, wobei sich darin auch Damen sicherlich wohlfühlen. Angesichts der edlen Materialien, der guten Rundumsicht, des hellen Ambientes, den grossen, beleuchteten Schminkspiegeln und ausreichend Ablagemöglichkeiten für allerlei Krimskram macht dieser Bentley jeden glücklich – insbesondere auch die in die Jahre kommende Klientel. In die Vordersitze ist eine Massagefunktion integriert, die selbst erfahrenen Knetern das Wasser reichen kann. Da will man gar nicht mehr aussteigen. Tut man es doch, dann Obacht, weil man tatsächlich aus beachtlicher Höhe auf dem Boden der nackten Tatsachen landet. Aber kommen wir noch auf den grosszügigen Fondbereich zu sprechen, der mit feinstem Leder und Holzapplikationen umschmeichelt und einen Schuss englische Wohnzimmeratmosphäre mitbringt. Wer darin stilvoll anstossen möchte, bitteschön: Kläppchen auf zwischen den gut ausgeformten Fondsitzen – und ran an das illuminierte Getränkekühlfach. «Das Absurde kann jeden beliebigen Menschen an jeder beliebigen Strassenecke anspringen.» Das schrieb einst der französische Philosoph und Schriftsteller Albert Camus – und handelte bei der Gelegenheit gleich noch intellektuell den Absurdismus ab. Aber wieso über Sinn und Sinnlosigkeit, über logisch unmöglich oder menschlich unmöglich nachdenken, wenn man doch genauso gut einen 436 PS starken V8-Motor aus einem Aston Martin Vantage S in einen Cygnet einbauen kann, der mit den Abmessungen eines Smart vorfährt und auf dem baugleichen Stadtwägelchen Toyota iQ basiert? Urbane Mobilitätskonzepte? Ja, sicher doch! Da bekommt die Bezeichnung Stadtflitzer endlich mal eine ernsthaft vorgetragene Umsetzung. Zumindest solange sie einem nicht den Schlüssel in die Hand geben und den Motor starten. Zwei USB-Anschlüsse gibt es. Und einen Überrollkäfig. Die Bremsen sind aus dem Vantage S und sollten den 1375 Kilogramm leichten Cygnet also ohne Probleme wieder von seinen 275 km/h Top Speed auf Stadtgeschwindigkeit zurückholen. Was man mit einem Viersitzer nicht alles machen kann: die Kinder zum spontanen Sonntagsausflug einpacken, drei nette Damen zur nächsten Vernissage mitnehmen. Und 333 km/h sind in jedem Fall Spitze in 3,7 Sekunden: Die Rede ist vom runderneuerten Bentley Continental GT. Der Neue wirkt Modern, agil und perfekt ausbalanciert. Ein gewaltiger W12 Motor macht einfach gewaltig Spaß. Was aber bleibt – und das ist gut: der Allradantrieb und das Super vor Sportler. Die 635 Pferdchen können Sie Ihrer Begleitung durch das neue Quickshift-Getriebe besonders reibungslos und geschmeidig demonstrieren. Das Coupé mit zwölf Zylindern startet bei 202.000 Euro. Mini-Serien: Exklusiv, limitiert und ist zumindest bei Autos als Synonym für Erfolg zu betrachten. Aktuelles Beispiel: Englands Edelkarossenbauer Aston Martin. Der One-77 kommt exklusiv limitiert und – das war wohl nur im Zeitraum von 2009 bis 2012 –, zu siebenundsiebzigst in die Angebotspalette. Ausgehen tut man vom DBS, DB9 und Vantage, unterzog den One-77 aber einer Schlankheitskur und kurierte so rund 200 Kilo von den Hüften – bohrte aber gleichzeitig den Hubraum auf. Die gut 700 PS, die er nun aus seinen jetzt 7,3 Litern herauskitzelt, schieben ihn daher noch erbarmungsloser über führerscheinkritische Geschwindigkeitslimits. Und das schneller, als mancher 77 sagen kann. Recht rasant verringert sich leider auch der Kontostand, wissend, dass rund 1,4 Millionen aufgerufen werden. Dafür bleibt das Gefühl lebenslänglich. Des Weiteren ist eines der 77 Modelle mit der Folge eines Totalschadens verunfallt, somit gibt es nur noch 76 Exemplare. Das ist mal eine Rakete! Wie gut die aussehen kann, zeigen die Stuttgarter Designer von Sol Motors mit ihrem Pocket Rocket. Die Mischung aus E-Bike und Moped schafft bis zu 80 km/h, wiegt dank Aluminium-Leichtbau nur 55 Kilo und schafft voll geladen bis zu 80 Kilometer am Stück. Über Stock und Stein und Fels und Berg und Graben Urlaube sind ein kostspieliges Vergnügen. Vor allem, wenn es mit der ganzen – sagen wir – sechsköpfigen – Familie auf Reisen gehen soll. Businessclass-Tickets, Limo-Service zum und am Flughafen. Denn luxuriös sollte es sein, nicht wahr. Hier nun eine Alternative, mit der Sie nicht nur komfortabel mit Sack, Pack und der ganzen Bagage reisen, sondern gleichzeitig Belagerungen überstehen und Staus neben der Bahn locker umfahren können. Auch Mulden und Flüsse sind kein Hindernis, solange nicht tiefer als 1,2 m. Das Universal Motor Gerät 4000 in Kombination mit dem Bocklet-Aufbau ist das ideale Reisegefährt für die ganze anspruchsvolle Familie. TFT-Fernseher, SAT Antenne und DVD-Player für die Kleinen, 218 PS, Allradantrieb und Differenzialsperren für die Großen. Der Aha-Effekt am Campingplatz ist dabei inklusive. Ist es ein Fahrrad? Ist es ein Versehen? Nein, es ist das wohl teuerste Motorrad der Welt. Und dabei fast antik. Der Cyclone Board Track Racer wurde zwischen 1915 und 1917 von der Joerns Motor Manufacturing Company in St. Paul, Minnesotoa, gebaut, und war dank des innovativen Ritzelantriebs und OHC-Motors seiner Zeit ganz locker voraus. Andrew Strand, ein schwedischer Ingenieur, designte das Herzstück, den mit 45 PS wahrscheinlich leistungsfähigsten Motor der damaligen Rennstrecken. Und das - würden wir heute sagen –pur: ungepolsterter Ledersattel, Fahrradrahmen und Pedale. 1917 wurde die Produktion wegen zu hoher Kosten eingestellt. Heute gibt es gerade mal noch zwei der Vintage-Exemplare weltweit. Nach acht Jahren bringt Audi die zweite Generation des A1 an den Start. Auch der neue A1 bleibt das Einstiegsmodell der Marke zum Preis von ca. 20'000 Euro. Künftig gibt es ihn allerdings nur noch als fünftürigen Sportback, der Dreitürer verschwindet aus dem Fuhrpark. Der Neue ist dafür um sechs Zentimeter länger als sein Vorgänger und verspricht mehr Platz in Fahrgastzelle und Kofferraum. Der Grössenzuwachs des Audi A1 besorgt ihm einen sportlichen Auftritt, lässt ihn kräftiger und kerniger erscheinen und verschafft ihm somit ein markantes, maskulines Äusseres. Kaufen kann man den Neuling nur noch als Benziner mit einer Leistungspanne von 70 kW (95 PS) bis 147 kW (200 PS). 4 Endrohre, 315 km/h Spitze und rund 200 PS sorgten 2008 für ein wenig Aufsehen. Wobei, ein wenig ist mal haarsträubend untertrieben: Mit 120'000 Euro zählte die Agusta seinerzeit nämlich nicht nur zu den stärksten, sondern auch zu den teuersten Serien-Rennsemmeln auf zwei Rädern. Klar auch, dass sich Brangelina, das Glamour-Super-Sexy-Lifestyle-Promipärchen, nicht lange ohne blicken liess. Brad kaufte seiner Angie eines der auf 100 Stück limitierten F4-Geschosse. Und wer jetzt sagt, das ist aber doch schon eine Weile her, wir wollen echte Neuigkeiten, dem werfen wir nur ein müdes Lächeln zu: So eine Rakete hat kein Verfallsdatum! Ein neuer Sportwagen von BMW? Tatsache! Sein Anspruch: Die Rückkehr des bayerischen Autobauers in die Liga der Supersportler. Vor nunmehr 30 Jahren hat BMW die erste 8er-Reihe vorgestellt. Mit der Produktion der zweiten 8er-Reihe möchte BMW nun dem Porsche 911 sowie dem AMG GT Paroli bieten. Der überarbeitete V8-Biturbo leistet 530 PS, was gegenüber dem Vorgängermotor 68 PS Mehrleistung ausmacht. Zusätzlich verfügt der neue 8er über ein Drehmoment von 750 Nm – das bringt ihn in gerademal 3,7 Sekunden auf Hundert. Ein spezieller Klappenauspuff sorgt dabei für die sportlich-ansprechende Klangkulisse. Den M850i xDrive bekommt man zum Preis von 125'700 Euro – geradezu ein Schnäppchen im Vergleich zu anderen Luxussportlern. Was vor zwei, drei Jahren noch als Spinnerei abgetan wurde, entwickelt sich zum realistischen Verkehrskonzept. Aston Martin stellte bei der Luftfahrtshow in Farnborough den Volante Vision vor, einen Sportwagen für die Lüfte, halb Helikopter, halb Drohne, mit Platz für drei Passagiere, die es sich im Aston-üblichen Luxus bequem machen dürfen. Gestartet und gelandet wird senkrecht, die Reisegeschwindigkeit von 320 km/h reduziert die Dauer des Trips zwischen Landsitz und Büro drastisch. Sorgen um einen Parkplatz für den mächtigen Volante Vision braucht sich der Chef-Pilot auch nicht zu machen: Wer über mehr als fünf Millionen Euro verfügt, hat Anrecht auf vier Parkplätze vor dem Haus. Sexy, sportlich, heiss. Nett auch, dass man es dem oft unschlüssigen Sportwagenkäufer in puncto Farbpalette so einfach macht. Lack: schwarz (uni oder metallic). Innenraum: schwarz mit Aluverzierung. Bremssättel: schwarz. Antrieb: kompromisslos. 345 PS pressen das Coupé in bekannter 911er-Manier in gut 4,9 Sekunden über die Standardhürde. Dass soviel Extravaganz seinen Preis hat, das sollte nicht verwundern. Dafür bekommt man aber die Gewissheit, einer von genau 1911 Gleichgesinnten zu sein. Damit keine Verwechslungen passieren, sorgt eine Plakette mit laufender Editions-Nummer am Handschuhfach für klare Verhältnisse. Ist es ein Motorrad, ist es ein Auto? Die Frage stellen sich kritische Automobilisten beim Morgan Threewheeler schon seit der Erstauflage 1909. Rein bürokratisch führt das einzeln angetriebene hintere Rad dazu, dass man sich beim Pilotieren des Gefährts offiziell zwar nicht auf, aber in einem Motorrad befindet. Auch bei der Neuauflage mit Elektroantrieb, die dieses Jahr entfesselt wurde, wird sich daran wohl nichts ändern. Der archaische Peugeot-Motor wird durch ein flüssigkeitsgekühltes 46 kW Elektroaggregat ersetzt, und aus den 7 PS werden so flotte 60. Der Rest dürfte – bei knapp 590 Kilo Gesamtgewicht und 9 Sekunden auf Tempo 100 – Fahrspass und Nervenkitzel pur sein, mit stabilen Überrollbügeln für das Gewissen. Der Akku ermöglicht eine Reichweite von rund 200 Kilometern. Die Neuauflage hört auf den Namen «Morgan 3-Wheeler EV3».Eine spezielle «UK 1909 Edition» ist erstmal auf eine exklusive Auflage von knapp 20 Exemplaren begrenzt. Neben dem Morgan 3 Wheeler EV3 gehören Jacke, Schal, Regenschutz, Handschuhe und ein paar Stiefel für den Fahrer zum Gesamtpaket. Um an die streng limitierte Edition zu kommen, muss man seinen Wohnsitz allerdings in Grossbritannien haben. Kaum zu glauben, dass es Nissans legendären Kraftbolzen GT-R schon fünfzig Jahre geben soll. Genau so lange ist es her, dass Giorgetto Giugiaro sein Turiner Studio eröffnete, das später unter dem Namen Italdesign Weltruf erlangte. Grund genug zum Feiern – und für eine Geburtstagsüberraschung. Nissan und Italdesign haben nämlich dem (zurecht) als Godzilla bekannten GT-R eine Schönheitskur verpasst – nach der Vorlage aus dem Videospiel «2020 Vision Gran Turismo». Dabei haben sie zum Glück die Seele des Muskelpakets unberührt gelassen. Nach wie vor sorgt der Twin-Turbo-3,8-Liter-V6 mit 720 PS und 780 Nm für Vortrieb. Einziges Manko: Noch ist der GT-R50 eine Studie, aber die Chancen für eine limitierte Edition stehen gut. Erinnern Sie sich an so Spiele wie Test Drive oder Lotus? Amiga-Rennsimulatoren mit 2-Kanal-Sound und Competition Pro in der Hand? Glorreiche Zeiten. Aber nicht gerade realistisch. Aus heutiger Sicht. Heute nimmt man nämlich im Full Size Formula 1 Racing Car Simulator Platz – Pirelli-Reifen inklusive –, blickt auf drei 23-Zoll-TFT-Screens und lauscht dem verbauten 5.1 Soundsystem. Angetrieben wird das Ganze von einem rasend schnellen Intel Core i7 Prozessor. Fehlt nur noch ein entsprechendes Spiel. Frauen mögen Katzen, Männer Motorräder. Wir haben den Kompromiss: die X132 Hellcat von Confederate. Okay, mehr Raub- als Haustier, bezieht die puristische Schönheit ihre Kraft doch aus einem V2-Motor, der dank 2150 cm2 Hubraum die Tachonadel im Nu gen Maximum schnellen lässt. Verbaut sind selbstverständlich ausschliesslich Materialien, die vor Wertigkeit nur so strotzen; von den Carbonfaserrädern bis hin zur Edelstahlsschraube. Hört sich das gut an? Ist das was für die traute Zweisamkeit? Seit BMW mit dem E30 M die Welt der DIY-Schumis unsicher machte, versuchen die Münchner ihren Ruhm zu wiederholen. Unterwegs machten sie ein paar Umwege (wie all die unzähligen Nicht-ganz-M-Varianten), aber viele Wege führen zum Ziel. Der in Goodwood vorgestellte BMW M2 Performance Parts Concept könnte jedenfalls die erhoffte Abkürzung zum Ruhm der Vorfahren sein. Der M2 Competition bleibt zwar immer noch das Car-to-Beat, aber der straßentaugliche und 410 PS starke Concept wiegt 60 Kilo weniger als der reguläre M2 und bietet einige Fahrwerks- und Aerodynamikhilfen, die ihn selbst für altgediente M3-Fans attraktiv machen. Noch ein Sportwagen. Was 1961 von den Briten als «Versuchsballon» mit geplanten 1000 Einheiten auf den Markt gebracht wurde, entwickelte sich unverhofft zu einer wahren Stilikone. Jerry Cotton und Benny Hill lassen grüssen. Auch 57 Jahre später hat der Jaguar nichts von seinem Charme verloren, im Gegenteil. Was eignet sich besser, um nachts um die Häuser zu pirschen, als die Raubkatze itself? Elegant, elektrisierend, irgendwie immer in Bewegung und laut Enzo Ferrari eben das schönste Auto der Welt. Wer heute aber in den Boulevards für Aufsehen sorgen will, der sollte sich das am besten schon um 1970 herum überlegt haben. Damals war der E-Type nämlich für ökonomische 25'000 D-Mark zu haben. Heute werden für gut erhaltene Exemplare bis zu 100'000 Euro fällig. Wenn der Nexo von Hyundai im September nach Deutschland kommt, wird das schmucke, aber relativ schlicht aussehende SUV aus Korea eine kleine Revolution starten. Denn der Nexo wird von einem E-Motor angetrieben, der mit einer Brennstoffzelle gekoppelt ist und bei einer Leistung von 163 PS und 395 Newtonmetern – und einem Preis von weniger als 60'000 Euro – eine Reichweite von fast 800 Kilometern garantieren soll. Doch damit nicht genug, 2021 bringt Hyundai den Nexo als Level-4-Autonomen nach Europa. In Südkorea fährt dieser schon in ausgedehnten Testversuchen – dem Vernehmen nach sehr zur Zufriedenheit des Herstellers. Nach vier Jahren hat Porsche seinem Verkaufshit Macan eine Überarbeitung gegönnt. Grundsätzlich gab es nicht viel zu verbessern, mit dem Erfolgsmodell war Zuffenhausen auch technisch ein grosser Wurf gelungen. Jetzt reiht sich die durchgehende Heckleuchte in die neue Design-Linie der Cayennes und Panameras ein, die Frontpartie wurde moderat rekonfiguriert, und der Macan bekam neue Scheinwerfer. Das neue Porsche Communication Management macht im Innern mit einem elf Zoll grossen Touchscreen auf sich aufmerksam, die Motortechnik verlässt sich dagegen weitgehend auf Bewährtes – vom 2-Liter-4-Zylinder mit 252 PS bis zum 2,9-l-Biturbo mit 440 PS und 600 Nm. Dafür gibts neue Farben zur Auswahl: von Miamiblau über Mambagrünmetallic und Dolomit-Silbermetallic bis zu Kreide. Die Cobra ist eine Legende. Leicht, schnell, wendig. Ein perfekter Jäger. Mittlerweile aber ein in die Jahre gekommener. Die Karosserie ist wahlweise aus Glasfaser oder Aluminium, Sitze und Armaturenbrett kommen mit feinstem Lederüberzug. Viele Details erinnern Fahrer und Beifahrer an die Tatsache, dass sie in einer absoluten Rarität sitzen, schliesslich werden nur 50 Schätzchen gebaut. Zurück auf die Strasse Jungs, und zwar bewaffnet mit jugendlichem Leichtsinn und dieser feinen Neuheit. Nur 1900 Exemplare gibt es von dem limitierten Factory-Custom-Bike aus dem Hause Harley-Davidson. Die CVO Breakout mit 1801 ccm grosser Twin Cam wirkt kompakt und trotzdem muskulös und bietet dem Komfort-Easy-Rider mit der Assist-&-Slip-Kupplung ruckel- und problemfreies Herunterschalten. Denn irgendwie suchen wir auf den Bikes ja nicht nur Freiheit, sondern auch Entspannung. Gut sitzen tut man im Übrigen auch, und zwar auf schwarzem Leder in geprägtem Reptillook. Selten genug, dass wahre Luxuslimousinen auch als Spritsparer durchgehen. Dem neuen ES 300h-Hybrid von Toyotas Premium-Marke Lexus gelingt das. Im flüsterleisen Innenraum hört man die sprichwörtliche Nadel fallen, die Sitze sind in Wahrheit komfortable Ledersessel, und es gibt so viel Raum für die Beine, dass man versucht ist, ein Tanzbein auf dem Rücksitz zu schwingen. Nach sechs Generationen (das 2019er-Modell ist die siebte) kommt er endlich auch nach Deutschland, nachdem er im Rest der Welt seit 1989 schon 2,2 Millionen Abnehmer gefunden hat. Ach guck an, da steht er nun, der erste Konkurrent von Teslas Model X, ein Elektro-SUV, das die 400-Kilometer-Marke hinter sich lässt – und ein Brite dazu. Wobei man fairerweise dazu sagen muss, dass der Jaguar I-Pace von dem kanadisch-österreichischen Automobilzulieferer Magna Steyr in Graz hergestellt wird. Als Reichweite gibt der Hersteller 480 Kilometer an, im Fahrzeug sind zwei Elektromotoren verbaut, von denen jeder 200 PS leistet, das Drehmoment beträgt fast 700 Nm. Falls Sie übrigens noch einen alten E-Type in der Garage stehen haben – Jaguar bietet an, den Klassiker zum Stromer umzurüsten und Neukäufer können sich den E-Type Zero ab Sommer 2020 zulegen. Und welche Technologie steckt dann drin? Genau, die vom Jaguar I-Pace. Niedlich, süss, putzig? Weiblich? Gut, das mag mit etwas Phantasie auf den Fiat 500 durchaus passen. Nicht aber zum bösen Alter-Ego, dem Mephisto im Rosso-Scuderia-Kleid. Mit dem Abarth Tributo Ferrari setzt Fiat dem 500 die Leistungs-Krone auf. Gut, dafür verzichtet man auf jegliche Form von Komfort, dafür findet der geneigte Reiter aber gehörig Feuer unterm Sitz. Der mit Ferrari entwickelte 1,4-Liter-Motor lässt 180 PS freien Lauf und braucht knapp sechs Sekunden auf Hundert. In nur wenig anderen Autos dieser Grösse werden Urinstinkte wie Freude, Panik, Angst und Überlebenswille in so kurzer Zeit, völlig vermischt, zu Tage gefördert und bis zu den 225 km/h Spitze noch potenziert. Wohl dem, der die Schaltwippen fest im Griff behält. Saunieren, überall! Auf einer Klippe in Irland, in Dortmund-Scharmhorst neben Pommes Dieter, oder während der Fahrt durch das Brandenburger Tor. Es wurde mal Zeit, dass der Saunagang nicht mehr nur in heimischen Kellern oder in überlaufenen SPAs stattfinden kann. Schwitzen und Aufgüsse, so einfach wie mobiles Telefonieren. Diese mobile Sauna kann man nämlich bei Bedarf mieten und selber damit rumfahren. Coole heisse Sache! Für die ob sehnsüchtiger Träume beladenen, schlaflosen Nächte: Einmal so ein harter Kerl sein wie Steve McQueen. Einmal dieses Leben führen voller Gefahr, Sex, Drogen und Adrenalin. Für viele symbolisiert die Husqvarna 400 CR, mit der McQueen 1971 auf der «Sports Illustrated» zu sehen war und mit dem er am Elsinore Grand Prix teilnahm, genau das. Jetzt setzt auch Audi beim SUV die Schere an. Das wurde auch Zeit: Jetzt reicht auch Ingolstadt sein SUV Coupé nach. Und das zieht nicht nur mit seiner heruntergezogenen Dachlinie die Blicke auf sich, sondern auch mit seinem Grill, der jetzt als Oktagon daherkommt und der Q-Familie ein neues Gesicht geben soll. So weit, so augenscheinlich. Mit fünf Metern Länge und zwei Metern Breite lebt der Q8 zwar auf grossem Fuss, ist aber kürzer, breiter und flacher als seine Schwester Q7. Dennoch finden auf den Rücksitzen auch ausgewachsene Bayern Platz. Was insofern überrascht, als dass die Wettbewerber die Sache mit der Kopffreiheit weniger gut beherrschen. Audis MMI Navigation Plus speichert übrigens bis zu 400 individuelle Einstellungen. Und kommendes Jahr wirds dann richtig sportlich, dann soll nämlich der SQ8 auf der Bildfläche erscheinen. Dank gummierter Räder fährt das Tretauto von Baghera sehr leise und sicher. Mit seinem verchromten Kühlergrill und dem aus Metall gefertigten Lenkrad lädt das knallrote Tretauto Kinder dazu ein, spielerisch in die Formel-1-Geschichte einzutauchen. Dabei sorgt die stylische Vintage-Optik für den angesagten nostalgischen Look. Preis: 219 Euro. Jungs, die schlechte Nachricht gleich zu Beginn: Dieser 911 S hat vor genau sieben Jahren auf der Classic Week im Rahmen einer Auktion von RM Auctions den Besitzer gewechselt. Aber das soll nicht das Ende vom Lied sein. Dran bleiben, die nächste Gelegenheit kommt bestimmt. Um das Feuer zu schüren, hier gerne mal kurz die technischen Daten: 2,2 Liter Boxermotor (Original!), 200 PS, 0 auf 100 km/h in 7,3 Sekunden. Das Auto ist selbstverständlich voll ausgestattet. Sie fragen sich, warum man genau diesen 911er in der Garage stehen haben sollte? Ganz einfach: Das Auto war in den ersten 220 Sekunden des Films «Le Mans» zu sehen. Am Steuer: na, das wissen Sie doch! Nach den Dreharbeiten in Frankreich hat sich Steve McQueen das Auto nach L.A. verschiffen lassen, verkaufte es dort an einen Rechtsanwalt, bevor dieser das Auto ... nun ja, ist ja auch egal. Heisse Geschichte auf jeden Fall. Jetzt ist VW also auch in der Polo-Klasse geländetauglich, dem Modularen Querbaukasten des Volkswagen-Konzerns sei Dank. T-Cross heisst der jüngste Spross aus Wolfsburg und er sieht ganz prächtig aus: breiter Grill, durchgehende Heckleuchte und – natürlich – zehn Zentimeter höher und fünf Zentimeter länger als sein Bruder namens Polo. Kontrastfarben im Innenraum und schwarze Radläufe sorgen für urbanen Style, und das «Beats»-Soundsystem mit 300 Watt gibt den selbstbewussten Ton an. Dazu kommen serienmässig Front-Assist und Spurhalter, auf Wunsch gibts adaptiven Tempomat und Ausparkhilfe. Ansonsten dominiert Poloismus: Die Motoren sind bekannt – und wer braucht schon ein Allrad-System? Mannomann, das Gedränge auf dem SUV-Markt erzeugt automobilistische Klaustrophobie. Gut, dass Infiniti mit dem QX50 eine Ausnahmeerscheinung über das Getümmel hinaushebt. Verantwortlich dafür ist der VC-T-Motor (Variable Compression Turbocharged), der die Kompressionsrate durch variable Hublängen verändert und damit spielend vom effizienten Dauerläufer zum explosiven Sprinter mutieren kann – und umgekehrt. Eine technologische Meisterleistung, an der die Ingenieure zwanzig Jahre getüftelt haben. Zu Gesicht bekommt sie niemand. Aber dafür sorgt die markantere Designlinie optisch für Aufmerksamkeit: neue C-Säule, gedrungene Seitenlinien, Hightech-Luxus-Interieur und eine leicht überarbeite Frontpartie. Passt! In Sachen Kraft haben die Ingenieure dafür mal eben den stärksten V8 entwickelt, der je aus Maranello kam. Der Beifahrer könnte sich aber auch schnell grün und blau ärgern, dass er eingestiegen ist. Denn die mögliche Beschleunigung von 2,85 Sekunden von 0 auf 100 km/h und 7,6 Sekunden von 0 auf 200 km/h (GTB: 8,3 Sekunden) ist nicht wirklich Beifahrer-kompatibel. Auf Landstrassen stellt man das Manettino am besten auf «Race» – «Wet» ist nur selten nötig, «Sport» ist zu normal, «CT off» ist optimal für die Rennstrecke. Und für «ESP off» sollte man entweder lebensmüde sein oder ein gut betuchter Aristokrat. Nicht jeder kann es sich leisten, mindestens 287'185 Euro mal eben wegzuwerfen. Mit dem nötigen Respekt vor der eigenen Courage lässt man im 488 Pista den Rest der Verkehrsteilnehmer einfach stehen. Jede einzelne Pferdestärke hat mit nur 1,78 Kilo Automasse zu tun – Ferrari hat nicht das Blaue vom Himmel versprochen. Die Elektronik lässt die Gänge des Siebengang-Doppelkupplungsgetriebes so unfassbar schnell wechseln, dass es eine Freude ist, die Schaltpaddel schnalzen zu lassen. Ein meist dünnes, kleines und spitzes Teil einer Pflanze oder eines Tieres. In dieser Definition des Wortes «Stachel» kann man jetzt noch hinzufügen: Kia Stinger, was übersetzt Stachel bedeutet. Und da ist er, der 3,3-Liter-Benziner mit doppeltem Turbo. 370 PS und 510 Newtonmeter. Holla. Also Tür auf und reinsitzen. Erst mal die Sitze und Spiegel einstellen, denn bei so viel Power ist die Haltungsnote wichtig. Und Überraschung: Wo sonst bei Kia Hartplastik dominiert, finden sich nicht nur ansehnliche, sondern auch angenehm anzufassende Oberflächen. Leder üppig, Hartplastik null. Für die Jungbolzer und jung gebliebenen Benzin-im-Blut-Guys lässt sich der Stinger zu einem veritablen Sport-Coupé stilisieren – via Drehschalter für die Fahrmodi. Da knallt der Stinger mal kurz in 4,9 Sekunden die 100-km/h-Schranke weg, bei 270 km/h ist dann Schluss. Und wer sich die lange Liste der Serienausstattung anschaut und nur mal überschlägt, was das bei anderen zusätzlich kostet, wird den Stinger GT wählen. RW steht für Rear-Wheel, also Heckantrieb. Dafür ist der Mittelmotor geblieben, die guten Eigenschaften des R8 auch. Er ist gut austariert und einen Zentner leichter. Allerdings sind einige elektronische Gimmicks dazugekommen, die das Fahren im Grenzbereich erleichtern. Wer mit diesen 1590 Kilo tanzen will, kann es ruckzuck im Sprint auf 100 (3,7 statt 3,5 beim quattro) und bis 320 km/h Topspeed tun. Viel schöner aber ist es, mit jeweils knapp 3 PS pro Kilo und durch virtuoses Spiel an den Paddles auf Landstrassen unterwegs zu sein. Schliesslich ist das Audi Tool dem GT4 nachempfunden und in vielen Teilen identisch. Und hier ist der RWS in seinem Element. Ob mit oder ohne. Ohne hat allerdings einen Vorteil: 26'000 Euro. Leider sind alle 999 RWS bereits ausverkauft. Wer schon einmal auf einer Husqvarna sass, wird sich vielleicht zurückerinnern, denn das Motorrad Vitpilen 701 fährt sich tatsächlich so, wie man Husqvarna kennt: unkompliziert im Umgang und sehr handlich. Dabei stammen Rahmen, Motor, Schwinge und Gabel vom österreichischen Mutterhaus, beziehungsweise aus den Erfolgsmodellen KTM Duke 390 und 690. Dazu verfügt die Vitpilen über eine so hervorragende Ergonomie, dass man sich nicht nur Stadtfahrten, sondern auch eine längere Tour vorstellen kann. Sofern man keinen Riesen mitnehmen muss. Das Motorrad ist leicht – unter 170 kg –, der Motor stark – 75 PS (56 kW) und ein Drehmoment von 72 Nm bei 6750 Umdrehungen –, und das erstaunlicherweise ohne nennenswerte Vibrationen. Kenner kürzen die Modelle der Firma Husqvarna ja gerne mit «Husky» ab, was in diesem Fall etwas unpassend ist, denn bei kaltem Motor und unter 3000 U/min zuckelt die Maschine etwas unwillig. Bei höherer Drehzahl (und Temperatur) ist die Welt wieder mehr als in Ordnung und das Fahrverhalten bis in den hohen Tempobereich stabil. Und weil schön und handlich nicht reicht, ist die Vitpilen auch technisch auf dem neuesten Stand. Heisst unter anderem: deaktivierbare Traktionskontrolle, hervorragend funktionierender Schaltautomat und abschaltbares ABS. Einen Mini-Hotrod für Enthusiasten und Sammler zu kreieren, lautete die Aufgabenstellung. Mit Elektroantrieb. Also traf sich eine kleine Gruppe aus dem Designbereich der Automobilindustrie – zwar nicht im Restaurant am Ende des Universums, aber sie traf sich. Herausgekommen ist die Marke Roddymotion und das einsitzige Micro-Elektrofuncar Roddy. Der Roddy von Roddymotion ist ein elektrisch, mit 750 Watt betriebener Mini-Hotrod, der auf der Gestaltung und Architektur von dem Bobbycar aufbaut. Natürlich übersetzt auf Erwachsenengrösse. In der Hotrod-Szene ist es ja üblich, ein Donor Vehicle, oft ein 32er Ford, durch Umbau der Karosserie – kleinere Stirnfläche, weniger Gewicht, mehr Topspeed – und Tunen der Komponenten auf Hochgeschwindigkeitsrennen auf dem Salzsee von Bonneville in Utah, USA, vorzubereiten. Das Ganze wurde bis ins kleinste Detail berücksichtigt und umgesetzt. Ganz schön lange her, dieses James-Bond-Abenteuer. 1974 stellte Christopher Lee als charismatischer Scaramanga dem Agenten 007 nach. Gleiches Jahr, anderer Ort. In Zuffenhausen rollt der 911 Turbo erstmals vom Band. Ein Auto wie Scaramanga. Sieht gut aus, scheint sehr umgänglich zu sein, aber wehe der Turbo zündet, dann braucht es einen Gegenspieler auf Augenhöhe für dieses luftgekühlte Monster. Oder, um es mit den Worten von Walter Röhrl auszudrücken: «Der Ur-Turbo ist ein Auto für Männer, nicht für Bübchen.» Ein James Bond wäre hier als Antagonist gar nicht so verkehrt. Vor allem jetzt, da Porsche das «Projekt Gold» präsentiert hat. Das geht wie folgt: Die Experten von Porsche Classic haben in ihren Originalteilregalen gestöbert und dabei genügend Teile – 6500 an der Zahl – gefunden, um den letzten luftgekühlten Elfer Turbo von 1998 noch einmal zu bauen. Ein sportliches Unikat mit satten 450 PS. Lackiert in: Gold! Aussergewöhnliche Leistung, unverkennbares Styling und uhrmacherartige Präzision. Hört sich ziemlich nach Presse-Deutsch an. Die ist – wer häts gedacht – auf AMG getrimmt. Die Kooperation schlägt sich nun also auch in gemeinsamen Produkten nieder. Recht so! Kein Rot, kein Dreifarbschema, nur klassisches Schwarz und Weiss, Schmiedefelgen im Affalterbacher Stil und natürlich Aluminium und Carbon. Besonders Spass macht die Sport-Auspuffanlage mit einem scharfen AMG-/Ducati-Soundgemisch. Genug Dampf haben die 162 PS und 1198 Kubikzentimeter ja ohnehin schon. Nie gehört! 1947 wurde im US-Bundesstaat New Mexico ein Ufo gefunden. Oder ein Wetterballon oder ein Kaktus. Die Welt streitet sich heute noch. Vielleicht war es ja auch nur Giovanni Savonuzzi, Chefdesigner von Ghia, der auf einer Testfahrt in einer Vorstufe des Streamline X Gilda unterwegs war. Man bedenke die Enttäuschung bei allen Alien-Fans und Verschwörungstheoretikern. Wie auch immer, wenige Jahre später, 1955, stellte Ghia dann im Rahmen der Turiner Motor Show die Kombination aus avantgardistischem Design und aerodynamischer Raffinesse der Weltöffentlichkeit vor. Angetrieben werden sollte der Ghia mit Gasturbinen, da man seinerzeit noch glaubte, das sei die Zukunft. Na ja, auf jeden Fall steht der X Gilda mittlerweile im Henry Ford Museum in Dearborn, Michigan. Wenn man mal ein Ufo aus nächster Nähe sehen möchte – die Reise lohnt sich! Vergessen Sie Ihr Handtuch nicht. Gross. Wuchtig. Schwarz. Für eine Sekunde stockt der Atem. Ist es Ehrfurcht oder Faszination? Der Indianerkopf auf dem Front Fender – auch «Warbonnet» genannt – blickt strikt in Fahrtrichtung. Sitting Bull hätte wohl kaum ein anderes Schlachtross gewählt, um in den Kampf zu ziehen. Thunder Stroke 111 der Indian Chief Dark Horse: 1811 Kubikzentimeter Hubraum, 84 PS und ein maximales Drehmoment von 139 Newtonmetern schon bei gerade mal 2.600 Umdrehungen pro Minute. Kaum in Fahrt, stampft die Chief nach vorn. 357 Kilo in Bewegung. Fast unaufhaltsam. Zumindest bis zu den ersten engen Kurven. Es sind die asphaltierten Geraden des Monument Valley – wozu sonst einen Tempomat an Bord haben? – nicht die engen Kehren der italienischen Dolomiten. Zum Glück kennen Indianer bekanntlich keinen Schmerz. Und auf enge Kurven folgt hin und wieder auch mal eine Gerade. Klingt doch wie eine echte Indianer-Weisheit, oder? Mit den I.D. Modellen bricht Volkswagen in das Zeitalter der reinen, bezahlbaren Elektromobilität auf. Das eigenständige, freundliche Design weist in eine emissionsfreie Zukunft. Die Vorbereitungen für den Serienstart sind in vollem Gang. Als erstes Fahrzeug auf Basis des neuen Modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) läuft der kompakte, vollelektrische Volkswagen I.D. ab Ende 2019 im Werk Zwickau in Sachsen vom Band. In kurzer Taktung sollen I.D. BUZZ und I.D. CROZZ folgen. Das Topmodell, die eben auf dem Genfer Auto Salon vorgestellte Limousine I.D. Vizzion, kommt 2022 – zunächst mit konventioneller Bedienung, später autonom fahrend, via Augmented Reality mühelos bedienbar und dank künstlicher Intelligenz lernfähig. Und ein Rennfahrzeug gibt es auch schon: den I.D. R Pikes Peak. Kaufen Sie einen klassischen Elfer, bevor es zu spät ist! Eile ist durchaus geboten, denn mindestens so begehrt wie der neue Porsche 911 sein wird, sind auch seine Vorfahren: Die grossen Ikonen wie den Carrera 2.7 RS mit Matching Numbers findet man heute kaum unter 200'000 Euro. Ein echter Geheimtipp ist dagegen der Carrera 2.7 der G-Baureihe: ausgestattet mit demselben Boxermotor wie der RS und kaum weniger agil, dafür aber höchstens halb so teuer. Und vom G-Modell mit 3,2-Liter-Motor, am besten Jahrgang 1989, lag uns vor Kurzem sogar Walter Röhrl in den Ohren: «Das sind echte Porsche mit legendären und robusten Motoren. Die fahren ohne Probleme bis ans Ende der Welt.» So eine Oper ist vor allem erst einmal eines: opulent! Wenn Ducati die neue Panigale V4 als «a new opera» ankündigt, darf man einen fauchenden Heldentenor erwarten. Der stammt erstmals bei Ducati serienmässig aus vier Zylindern. Heisst: grösserer Motor. Womit wir beim Kern der Design-Frage wären, denn trotzdem soll die Panigale V4 ihre schlanke Frontansicht mit einer dynamischen Linie und der typischen italienischen Eleganz kombinieren. Das gelingt den Bolognesern mit einer weiten wie weichen Oberfläche, die von wenigen scharfen Linien abgebrochen wird, ohne die kompakte Funktionalität zu verleugnen. Man kann aber auch einfach die 214 PS des Desmosedici-Stradale-Motors sprechen lassen. Da ist das Finale furioso nämlich serienmässig inbegriffen. «LOW-CARB-WEISSWURST» Wie stellt man sich eine Allround-Allzweckwaffe auf zwei Rädern vor? Ganz klar: wie eine wuchtige Reise-Enduro mit einem 2-Zylinder-Boxermotor. Natürlich inklusive quadratischen Alu-Gepäckkoffern mit dem Windwiderstand eines Ziegelsteins. Die G 310 GS stellt ihren bajuwarischen Ursprung stolz zur Schau, und der Entenschnabel macht kein Geheimnis daraus, dass sie die Gene der GS-Familie in sich trägt. Die Verarbeitung ist wie gewohnt top: hochwertige Materialien, perfekte Spaltmasse. Auch der Einzylinder schreckt nicht mehr ab. Könnte auch daran liegen, dass man an boxerfremde Motorenkonzepte in den GS-Modellen mittlerweile gewohnt ist. Etwas über zwanzig Jahre ist es her, da schaffte Cadillac die chromüberladenen Strassenkreuzer ab und versuchte es mit sportlich fahrbaren und kompakteren Fahrzeugen. Das klappte gut im Heimatmarkt USA und in China, in Europa hingegen blieben die Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurück. Das soll sich mit Limousinen wie dem CT6 ändern. Das Topmodell aus Detroit könnte BMW, Mercedes oder Audi durchaus gefährlich werden. Ein Grund: Der Preis für die CT6 Platinum AWD-Version, die Top-Ausstattungsvariante, liegt bei 119'900 Franken, ein Kampfpreis in einer Klasse, in der die Mitbewerber um die 60'000 Franken teurer sind. Der CT6 bietet unter anderem ein «Super Cruise Package», das ziemlich nahe ans autonome Fahren herankommt, eine hervorragende Bose-Panaray-Anlage mit 34 Lautsprechern und eines der besseren Touch-Displays am Markt. Günstiger ist die Ausstattungsvariante «Luxury», die gibt es schon für 89'500 Franken, dann zwar ohne Panaray und coole 20-Zoll-Felgen, dafür aber mit einer Beinfreiheit von über einem Meter auf den Rücksitzen. Dazu holt Cadillac auch fahrdynamisch auf. Verbunden mit einem 3-Liter-Twin-Turbo-V6 mit 417 PS, einem Drehmoment von 555 Nm und einem 8-Gang-Automatikgetriebe schafft der CT6 die 100 in 5,7 Sekunden und eine Spitzengeschwindigkeit von 240 km/h. Hinterachslenkung und Magnetic-Ride-Fahrwerk sorgen für eine exzellente Fahrdynamik. Es muss nicht immer die Route 66 sein, die 24 wäre doch auch mal eine Alternative. Diese führt durchs beschauliche Utah und ist immerhin 262,8 Kilometer lang. Welche Route in welchem Winkel der Erde es auch immer wird, genauso wichtig ist die Wahl des Gefährts. Mindestens hierbei würden wir uns auf den Rat von Steve McQueen verlassen und die 1966er «Métisse Mark III Desert Racer» in Betracht ziehen. Laut Steve damals schon «Years ahead of the time». Und wer, wenn nicht er, kannte sich da aus? Das Ding ist und bleibt »a revolutionary piece of equipment». Mit dem Motorrad bis aufs Ganze gehen und den Kick spüren. Unbeschreibliches Gefühl. Mit der Triumph «Speed Triple R» können Sie das in vollen Zügen geniessen. 135 PS preschen Sie nach vorne, 1050 cm3 Hubraum und ein Naked Bike, das auf das Wesentliche reduziert ist. Da stockt Ihnen der Atem, wenn Sie mit mehr als 200 Sachen die Küstenstrasse entlang brettern. Ihre 214 Kilogramm Gewicht verdankt sie auch den gewichtreduzierten Leichtmetall-Schmiederädern und den Öhlins-Federelementen, die der «Speed Triple R» den Charme einer hochklassigen Rennmaschine geben. Aber keine Panik, die Brembo-Bremsblöcke bringen Sie sicher und zuverlässig vor den Klippen zum Stehen, vielleicht sollten Sie aber nicht erst in den letzten Sekunden bremsen. Als kleiner Tipp am Rande. Klare Abgrenzungen, präzise Linien, reine Oberflächen: Auf diesen Dreiklang lässt sich die Designsprache von Lamborghini komprimieren. Wenn nun ein Sondermodell zu Ehren des Firmengründers auf die Räder gestellt wird wie der Centenario zum 100. Geburtstag von Ferruccio Lamborghini 2016, darf das Ganze gerne auf die Spitze getrieben werden. Dass dabei die Form konsequent der Funktion folgt, versteht sich fast von selbst, mehr noch: Die Form brüllt die Funktion förmlich heraus. Wobei so ein V12-Saugmotor mit 770 PS Leistung und einem maximalem Drehmoment von 690 Newtonmetern zur Verstärkung dieses Eindrucks auch ganz hilfreich sein kann. Es ist Urlaubszeit und das Motorrad kann wieder aus der Garage geholt werden. Wie, Sie haben noch gar keins? Dann wirds aber schnellstens Zeit. Innerhalb von 24 Stunden können Marcus Walz und Michael Kroheck von Walz Hardcore Cycles Ihnen zwar keins bauen, aber dafür dann das «Walz Adrenalin», ein customized Bike. Verwirrt? Viele Namen? Egal, wichtig ist nur, dass Griffe, Armaturen, Lenker und der Riser im eigenen Hause gefertigt werden, die Gabel dagegen von Jorn. Wenn das dann alles zusammengebaut ist, haben sie ein aufs Wesentliche reduziertes Motorrad, schlicht und formschön. Den Rahmen des «Adrenalin» entwickelte Walz Hardcore Cycles selber, ganz im Stil eines original Harley-Davidson-Softrailrahmen. Es gibt Maschinen, denen sieht man schon im Stand an, dass sie nicht gebaut wurden, um sich langsam zu bewegen, geschweige denn, um zu stehen. Die 1199 Panigale ist kompromisslos, einzig auf Performance ausgerichtet. Wer sich auf den Sattel schwingt, sollte wissen, wie er 195 PS und 270 Spitze bei gerademal 164 Kilo Leergewicht bändigt. Und selbst für die hat Ducati wissentlich noch ein paar gutgemeinte elektronische Helfer eingebaut. Als da wären: digitaler Gasgriff (Ride-by-Wire-System), gekoppelt mit der Traktionskontrolle DTC, ein ABS, das Ducati gemeinsam mit Bosch entwickelt hat. Die Engine Brake Control EBC, erstmals eingebaut, verbessert die Spurstabilität bei scharfen Bremsmanövern und, und, und. Also immer schön Obacht mit den roten Super-Pferden. Sonst sind sie so schnell zu schnell Über 24 Monate haben sich die Entwickler und Konstrukteure im niederländischen Lelystad Zeit gelassen, um den D8 GTO perfekt zusammenzustellen. Und das mit freundlicher Unterstützung der Audi quattro GmbH. Aber wollen wir über die eigene DNA sprechen: Die Leistung des D8 liegt zwischen 340 und 400 PS, mit einem Drehmoment von bis zu 450 Newtonmetern. Das klingt nicht vollends beeindruckend, aber bitte immer das Gewicht in Betracht ziehen: Gerade mal 700 Kilo bringt der D8 mit. Damit muss er lediglich 1,75 Kilo Leergewicht pro PS katapultieren. Jeder, der sich mit Hochleistungs-Geschossen auskennt, weiss, was das in etwa bedeutet. Der 2,5-Liter-TFSI kommt von Audi und hat dort schon den TT RS ordentlich nach vorne geschoben. Der Leistung geschuldet – oder nur als Tribut an die Zeit – liefert Donkervoort eine einschaltbare Traktionskontrolle mit. Wohl auch, um die Teile, die angeblich direkt aus der Luft- und Raumfahrtindustrie kommen, am Boden zu halten. Wir müssen gestehen, leider schafft der 20 MPH «Motorized Wheelrider» keine 25 km/h, aber das wäre für ein Skateboard ja auch etwas schnell und fahrlässig. Schlappe 20 reichen auch aus. Dazu treibt es ein 2 PS Motor an, das zwischen den Rädern sitzt. Gesteuert wird das ganze mit Hilfe einer Art Fernbedienung, die Sie während der Fahrt in der Hand halten. Mit dem «Wheelrider» können Sie sich in jedes Gelände wagen, zumindest was die Bereifung angeht. Ob Sie ein so gewiefter Fahrer sind, wissen wir nicht. Anfangs wird es wohl um die 24 Stürze pro Fahrt geben, aber das wird sich legen. Also – hoffen wir zumindest. Und wie das Leben so spielt: auch der 507, der schönste BMW aller Zeiten und Design-Vorbild für den späteren Z8, war eine Idee von Max Hoffman aus New York, der für seine Kundschaft einen Sportwagen unterhalb des 300SL und oberhalb der billigen (und brustschwachen) englischen Roadster wollte. Man sollte dem Mann ein Denkmal bauen. Hoffman setzte sogar seine eigene Wahl für den Designer durch, Albrecht von Görtz. Zu den 507-Käufern gehörten neben Elvis Presley und Ursula Andress auch John Surtees. Bernie Ecclestone verkaufte seinen im Jahr 2007 für 900'000 Dollar. Gut, der ein oder andere mag es als engstirnig bezeichnen, doch für uns, engstirnig, wie wir manchmal sind, besitzt Highlanders Imperativ von 1986 auch heute noch Gültigkeit. Was, die Phrase auf die Motorrad-Branche projiziert, bedeutet, dass in letzter Konsequenz nur die Triumph Bonneville 900 übrig bleiben kann. Könnte. Sollte? Selbstverständlich customized. Also, dürfen wir präsentieren: The Inlander. Schritt für Schritt knüpfte sich Michael Woolaway das genuine Exemplar vor, überholte erst die Technik, dann die Optik. Braunes Leder korreliert dabei mit mattem Schwarz. Hinzu kommen farbliche Akzente, die erst auf den zweiten Blick ersichtlich werden. So, und jetzt nehmen wir die Scheuklappen wieder ab. Lieber Bruce – The Boss – Springsteen. Wir wissen um den Schmerz und die Not, die oft und bittersüss in deinen Liedern mitschwingen. So auch in «Used Cars». Wenn du über hart arbeitende, der Verzweiflung ausgelieferte amerikanische Arbeiter singst, die gerade so ihre Familien durchbringen. Und das soll jetzt auch gar nicht despektierlich klingen: Aber selbst du würdest dich in dieses gebrauchte Auto setzen. Allerdings nur, wenn du den ebenfalls angesungenen Millionengewinn im Lotto wirklich erzielst. Und sollte das der Fall sein, wirst du deiner Tochter mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit verbieten, ein Eis auf dem Beifahrersitz zu essen. Deine Frau kann so oder so nicht hinten sitzen, denn der 500 TRC hat kein hinten. Als eines der besten und sicher schönsten Rennfahrzeuge der Ferrari-Geschichte kannte der TRC eigentlich auch nur vorne. Cowboy-approved. Echte Cowboys legen Hut und Stiefel nur für zwei Dinge ab: Baden und Schlafen. Da wundert es kaum, dass der MP4-12C Spider Cowboys glücklich macht. Stiefel sind eh kein Problem – solange Sie nicht im Track-Mode unterwegs sind –, und Ihren Hut können Sie hier auch aufbehalten. Versenkbarem Hardtop sei Dank. Und doch: Wenn Sie der V8 in 3,1 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigt und später bis 329 km/h über die Strasse treibt, empfiehlt es sich, das gute Stück festzuschnallen. Also den Hut. Das Schöne am McLaren: die Alltagstauglichkeit. Wer diesseits der fernen Leistungsgrenze unterwegs ist, kann entspannt das – optionale – Liftsystem für Vorder- und Hinterachse nutzen. Auf Knopfdruck geht es vorne um vier, hinten um 2,5 Zentimeter in die Höhe. Bei seinen Reitkünsten sollte Dimitri Stoupakis – der charmante Grieche aus «Der Schuh des Manitu» – besser ein Schweizer Motorrad fahren. Die dürften ja, ganz streng nach Klischee, nicht so schnell unterwegs sein. Weit gefehlt! Der Monotracer erreicht, wenn man denn will, 240 km/h, und das rein elektrisch. Bei moderaten 120 km/h kommt man immerhin 300 Kilometer weit, in Landesspezifika: fast eine Schweiz weit. Die Rundumkarosserie schützt Fahrer und Hintermann vor Widrigkeiten aller Art und ein Stützrad sorgt auf Knopfdruck innerhalb weniger Sekunden für die Balance im Stand. Man muss kein Austauschbandit – ja, wieder der Film – sein, um mit dem Monotracer durch den Wilden Westen zu surren. Es schadet aber auch nicht. Einen Motorradführerschein sollten Sie freilich haben. Redlich erstanden, versteht sich. Ein Motorrad für ein nach Spass und Geschwindigkeit sehr hungriges Mädchen. Für die Schauspielerin Katee Sackhoff (ja, wir mussten sie auch googeln und haben erfahren, dass sie doch schon einiges gemacht hat) bauten die Jungs von Classified Moto ein individualisiertes Motorrad auf Basis einer alten 1987er Honda. Raus kam die KT- 600, benannt nach der Besitzerin. Die Schrauber aus Virginia machen keinen Mainstream, auch machen sie nicht nur Bikes, sondern auch Lampen oder was auch immer Sie wollen. Und das aber immer customized. Bugatti will und darf natürlich ein wenig Aufmerksamkeit auf die Strasse richten. Und hat dafür ganz hervorragende Argumente. Zum Beispiel das PS-O-Meter links vom Drehzahlmesser im neuen Super-Roadster. Warum das allerdings bei 1001 endet, erschliesst sich nur schwer, hat man dem endgültig auslaufenden Top-Modell doch extra 1200 PS implantiert. Was nichts anderes bedeutet, als dass man den Sprint auf 100 – nicht Meter – in 2,6 Sekunden hinter sich bringt. Eat this, Mr. Bolt! Dafür sorgt der bewährte Acht-Liter-16-Zylinder – für die 199 Mehr-PS aber um 4 Turbo-Lader und einen grösseren Ladeluftkühler verstärkt. Dieses Konglomerat aus Superlativen steht dann auch dafür, dass dieser Vitesse erst bei 410 km/h aufhört mit Vortrieb – allerdings nur, wenn das Hardtop aufgesetzt ist. Noch ein Wort zum Preis: Die auf 350 Stücke limitierte Serie kostete ab Werk nicht weniger als 2'011'100 Euro. Geht doch noch. Peter Mullin, Gründer und Besitzer des Mullins Automotive Museum in Oxnard, einem eher uncharmanten Küstendorf nordwestlich von Los Angeles, nannte den Talbot «das schönste Beispiel einer rollenden Skulptur», was vielleicht auch damit zu tun hat, dass sich der Wagen in seinem Besitz befindet. Aber recht hat er trotzdem. «Der Talbot definierte in seiner Zeit das Automobil-Styling neu und beeinflusst Car-Design bis zum heutigen Tag.» Endlich mal ein Auto mit gescheitem Heckflügel. Gescheit, weil in bester Aeronauten-Manier leitwerkartig vertikal aufgebaut. Auch sonst erinnert beim DeltaWing wenig an ein Automobil. Mehr an ein Flugzeug. Oder an die Area 51. Nissan stellt in Zusammenarbeit mit eben DeltaWing ein Unikum an den Start, das ursprünglich mal ein Indy-Car-Racer werden sollte, gleichzeitig – machen wir uns nichts vor – ein Tarnkappen-Spionageflugzeug sein könnte. Fliegen kann der Nissan indes nicht. Die 24 Stunden gewinnen schon mal gar nicht. Schliesslich fährt man, ob des revolutionären Konzepts, komplett ausser Konkurrenz. Der Automobile Club de lOuest hat schlicht und ergreifend keine Klasse gefunden, in die der DeltaWing hineinpasst. So ist auch das 475 Kilogramm leichte und 300 PS starke Konzept entstanden. Die erste Zusammenarbeit zwischen dem englischen Sportwagenbauer Aston Martin und Zagato, dem Turiner Meister aerodynamischen Designs, war ein Geniestreich. Dabei wollten die Engländer nur die auf der Rennstrecke überlegenen Ferraris endlich mal schlagen und bauten 75 Aston Martin DB4 GTs, 19 davon wurden Zagatos. Das mit dem Rennen hatte nicht ganz so toll geklappt, das beste Ergebnis, den der von Designer Ecole Spada entwickelte GT je erreichte, war ein zweiter Platz von Jim Clark in Monza. Aber das tat der Legende des DB4 GT Zagato keinen Abbruch – und dem des englischen Autobauers offensichtlich auch nicht. Eigentlich ist das 59er Convertible gar kein Auto. Sondern ein Symbol. Und ein Öltanker: 6,10 Meter lang, 2,3 Tonnen schwer, 1,07 Meter hohe Heckflosse, Wendekreis 14,60 Meter – und der 6,3-Liter-V8-Motor verbraucht mal eben 35 Liter. Marilyn Monroe hat einen gefahren, Elvis auch. Und dann hat er gesungen: »You may go to college / you may go to school / you may have a pink Cadillac / but dont be nobodys fool.« Oh yeaaah. Lincoln Continental Noch ein amerikanisches Symbol. In zweierlei Hinsicht: Zum einen, weil der 7,0-Liter-V8-Motor des Continental 320 PS hatte und 20 Liter schluckte, zum anderen, weil JFK darin erschossen wurde. Doch war der Continental auch stilbildend: gerade, schnörkelfrei, überaus elegant. Das machte ihn zum einflussreichsten Ami der 60er. Der Ferrari 275 GTB/4, Baujahr 1967, gehörte einmal, lang ist es her, einem fast echten Cowboy. Steve McQueen, einer der glorreichen Sieben, kaufte ihn damals während der Dreharbeiten für «Bullitt». In den folgenden Jahren musste der GTB so einiges mitmachen. McQueen trennte sich von ihm und in den 80er-Jahren liess ihn sein derzeitiger Besitzer in eine N.A.R.T.-Spider-Variante (North. American. Racing. Team) umbauen. Sein neuer Eigentümer konnte diesen Zustand glücklicherweise nicht länger als nötig ertragen und liess den Wagen gerade von Ferrari Classiche restaurieren. Aufwendig. Alles Handarbeit. Um den alten Werkszustand zu erreichen. Lohnt sich wohl trotzdem. Das moderne Pferd für jeden Cowboy. Beim Cruisen über den Highway wie auch bei einem strengen Galopp in der Prärie lässt ihn dieses Gefährt nicht im Stich. Auf das Faux Patina sporty Bike von der englischen Motorradfirma Shaw Speed können Sie immer zählen; Jolly Jumper lässt grüssen. Für einen zünftigen Ausritt muss man das neue Gefährt dann nur noch von England nach Silver City oder Wuppertal bringen. The sky is the limit, und hinterm Horizont gehts weiter. Jolly Jumper war im Übrigen das Pferd von Lucky Luke, aber das wissen Sie, gell. Die Vorstellung, gemeinsam mit Gaul und Gepäck durch die Prärie zu schlurfen, wirkt gegenwärtig etwas antiquiert. Aber im allgemeinen Kontext passend. Was indessen bleibt, ist die Sehnsucht nach Abenteuern, von denen sich einige der Aufregendsten auch heute noch in den naturbelassenen Gegenden Amerikas verstecken. Und die spüren Sie – ganz im Sinne des Zeitgeists – mit einem Airstream International auf. Dieser nämlich überzeugt durch sein elegantes Design, einen komfortablen Innenraum und eine grosszügige Panoramafront. Und mal egal, welche Zugmaschine Sie davorschnallen, auch neben der Abenteuerroute macht sich der Airstream ganz gut in Ihrer Auffahrt. Mit diesem Gefährt legen Sie immer einen eindrucksvollen Auftritt hin. In Bild und Ton wohlgemerkt: Markante Linien, kräftige Farben und ein V8 Motor mit 7 Litern Hubraum sorgen für wohliges Kribbeln auf Netzhaut und Trommelfell. Die C2 Corvette, Codename «Sting Ray» gilt als Ikone und war eben auch die erste, die den Beinamen tragen durfte. Damals, 1962, aber auch noch in zwei Worten geschrieben. Der amerikanischste aller Sportwagen. Für amerikanische Verhältnisse gar nicht mal so gross und – yes, Sir – auch noch von europäischen Sportwagen abgeschaut. Dafür aber mit Glasfaser-Karosserie und 150 PS. Und: John Wayne hat sie gefahren, die erste Corvette. Gerüchteweise heisst es, der Duke habe das Gefährt später an einen Schauspielerkollegen abgetreten, weil er nicht richtig reingepasst habe. Wir meinen: nichts als üble Nachrede. Its the quantity, stupid: 15 Millionen Stück wurden von der «Tin Lizzy» zwischen 1907 und 1928 gebaut. Das kam, weil das T-Modell ab 1914 vom Fliessband lief, als erstes Auto weltweit. Massenproduktion nannte sich das; sie bewirkte, dass John Doe sein Auto schon zum Stückpreis von 300 Dollar erstehen konnte – im Vergleich zu über 800 Dollar vor Einführung der Bandproduktion. Und plötzlich wurden die Amerikaner zu Benzinjunkies. LT steht bei McLaren für Longtail. Man könnte es aber auch mit «Leicht für den Track» übersetzen. Denn genau das ist, was die LT-Fahrzeuge, ob F1 oder 675er, wie kaum ein anderes Fahrzeug in ihrem Wesenszug prägt. Und das, wo so ein McLaren doch schon ab Produktion als Hochleistungsathlet vorrollt. Mit dem neuen LT bekommt jetzt auch die eigentlich alltagstauglichste und komfortabelste Baureihe der Sports Series um die 540er- und 570er-Baureihe seinen gewichtsreduzierten und leistungsgesteigerten Spitzenathleten, was nur um so glaubwürdiger ist für den mittlerweile wohl letzten echten reinen Sportwagenhersteller. Nur 1.100 Kilo wiegt der I.D. R, Volkswagens Pikes Peak-Versuchsballon für das berühmte Bergrennen im Juni. Inklusive des Fahrers, wohlgemerkt. Für einen Rennwagen ist das eine beachtliche Leistung, für einen E-Renner mit schweren Batterien und 680 PS sensationell. Erreicht wurde das Leichtgewicht durch extrem kompakte Batterie-Pakete hinter und neben dem Fahrer sowie extrem leichte Sitzpolster und Sechspunktgurte. Die Sponsoren-Logos auf Romain Dumas Overall wurden übrigens aufgedruckt. Grund: Normale Stoff-Aufnäher sind einfach zu schwer. Der Pick-up, der das amerikanische Strassenbild veränderte, indem er anderen Pick-ups den Weg ebnete. Zuzüglich 35 Millionen Exemplaren seines eigenen Typs – so viele Ford F wurden seit 1948 verkauft, eine Zahl, die nur vom Toyota Corolla übertroffen wird. Mehr gibt es über die F-Serie nicht zu sagen. Nein, wirklich nicht. Nicht leicht zu identifizierendes, aber wunderschönes Fahrobjekt. Offen fahren mal anders. Aber dennoch, dank Beiwagen zu zweit. So muss das sein, heute wie damals. Seinerzeit versetzte MV Agusta die Motorrad-Szene in helle Aufregung. Grund: Die 175 CS Sport war 110 km/h schnell, schön und ungewöhnlich im Design. So ungewöhnlich, weil mit stark akzentuiertem, von oben betrachtet kreisrundem Tank ausgestattet, dass man ihr den edlen wie allseits berühmten Beinamen «Disco Volante» mitgab. Und nein, das hat natürlich nichts mit Musikschuppen und Freiwilligen zu tun, sondern mit Ufos. Klar, nicht wahr? Zumindest mit fliegenden Untertassen. Das war Anfang der 1950er-Jahre und die 175 CS war der absolute Bestseller der Marke. Klingt ja auch wunderbar, so eine Bezeichnung. Volante, das strotzt vor Dynamik und mediterranem Flair. Zum Beinamen passt dann auch – zumindest in der Wortähnlichkeit – der Beiwagen. Das Schöne am 1948 Ferrari 166 Inter Spyder Corsa von Carrozzeria Fontana: Wir sagen einfach mal nichts. Nicht weil es nichts zu erzählen gibt, sondern weil es kaum der Worte bedarf, um ein solches Schmuckstück zu beschreiben. Da muss man nicht drauf hinweisen, dass gerade dieser hier der neunte je gebaute Ferrari überhaupt war und in den späten 1940ern die Motorsportwelt aufmischte. Die in der amerikanischen Stadt Portland beheimatete Firma Icon 1000 hat sich auf die Modifikation von Serienmotorrädern spezialisiert. Das Modell «The Quartermaster» dürfte bei Männern sofort den Blick auf ihren Urlaubskalender auslösen. Oder auf den Kontostand. Basierend auf der Ural ST, bezog das Designteam seine Inspirationen aus Endzeitfilmen und der rauen Ästhetik russischer Militärfahrzeuge. Was nicht überraschen mag, ist der Mythos Ural ja naheliegenderweise aus der ehemaligen Sowjetrepublik entsprungen. Das ist mal Glasnost. Noch ein Meisterwerk aus SantAgata. Nur drei Jahre nachdem sich der italienische Traktor-Hersteller Lamborghini über den benachbarten Commendatore Enzo F. so geärgert hatte, dass er seine eigenen Sportwagen baute, stellte sich die Edelschmiede in Bologna mit dem Miura selbst ein Denkmal. Der SV war der Letzte in der Miura-Produktionsreihe, die die Lamborghini-Ingenieure Gian Paolo Dallara, Paolo Stanzani und Bob Wallace ohne Wissen und Zustimmung des Firmenchefs entwickelt hatten. Knapp 800 Miuras wurden über die Jahre produziert, 150 davon in der SV-Version. Da gibts nur ein Wort: bahnbrechende Schönheit! Alle Supersportwagen, die nach dem Countach kamen, mussten sich am Denkmal aus SantAgata Bolognese messen. Selbst der Aventador, Lamborghinis Top Car, genehmigt sich heute, fast 45 Jahre nach dem Countach, stilistische Anleihen am LP400. «Der kulturelle Einfluss des Countach war einmalig. Das war das erste Supercar gewesen, dessen Poster an den Wänden von unzähligen Jungs hing.» An meiner auch. Das Coupé revolutionierte das europäische Nachkriegs-Design und etablierte die Italiener endgültig als Stil-Ikonen. Der Cisitalia legte den Grundstein für Generationen von britischen Sportwagen der 50er- und 60er-Jahre wie die Austin-Healeys, die Triumphs und Jaguars. «Cisitalia repräsentierte eine neue Richtung im Auto-Design», sagt Leslie Kendall, Kurator des Petersen Automotive Museum in Los Angeles, der das Fahrzeug mit einem wertvollen Juwel vergleicht. Stadt, Land, Wald: der Subaru WRX STI Der Lack funkelt in Pearl-Blue, der grosse Heckspoiler ragt selbstbewusst nach oben und am Kotflügel prangen drei Buchstaben: STI. Subaru Technica International – die Motorsportabteilung der Japaner. In Zahlen gefasst: 2,5-Liter Vierzylinder-Boxer, ein Abgasturbolader, 300 Pferdchen, Schaltgetriebe mit sechs Gängen und vier angetriebene Räder. Was will man mehr? Nun heisst er WRX, ein unbeschriebenes Blatt. Die goldenen Felgen vergangener Generationen sind auch verschwunden. Wer einem Subaru WRX STI kauft, setzt ein Statement gegen den Mainstream. Und zwar klar und deutlich. Das könnte man ebenso vom Atlantic behaupten, ein mindestens gleich schönes Beispiel des französischen «» wie der Talbot. Ausserdem wurde der Bugatti schon zwei Jahre vor dem Talbot gebaut, was wiederum beweist, das gekonntes Klauen – oder vornehm in der Design-Sprache ausgedrückt «re-imagining» – schon damals sehr erfolgreich praktiziert wurde. Der Prozess, in der Musikbranche heutzutage als «sampling» bezeichnet, produzierte in der Mitte der 30er-Jahre zwei Automobile, die immer noch das Schönste sind, das man auf vier Rädern bewegen kann. Dass der Bugatti ausserdem mit weit mehr als 40 Millionen Dollar das wohl teuerste Auto der Welt ist, schadet ja nicht. Deus ex Machina ist nicht nur eine Motorradmarke, sondern ein Ausdruck von Einstellung und Kultur. Freiheit und Abenteuerlust, das muss ein customized Bike heute verkörpern, finden die Jungs von Deus. Finden wir auch und empfehlen die Deus Bald Terrior 1200. Sie entstand auf der Basis einer Harley Davidson Sportster 1200. Der Auftrag an das Team lautete: noch bessere Performance und daher noch stärkere Bremsen. Kein Problem und einmal unterwegs verpassten die Jungs der 1200 unter anderem noch ein komplett verändertes Heck, einen modifizierten SR400 Tank und Ikon Stossdämpfer. Ein flacher Wortwitz zu Beginn: Bergrennen waren in den 1960er-Jahren der Gipfel des Motorsports. So weit, so flach. Jetzt wird es heftig: Denn dort, wo Mann mit dem Kotflügel die Felswand entlangschrubbt und das Hinterrad zur Hälfte über dem Abgrund dreht, taugen selbst Nerven aus Stahl nicht. Stahl ist schlicht zu schwer. Es gilt: wenig Gewicht, perfekt verteilt. Der maximal 275 PS starke 909 Bergspyder folgt dieser Philosophie mit der Kompromisslosigkeit einer Lawine und ist mit 375 Kilogramm Trockengewicht bis heute der leichteste Porsche aller Zeiten: Silber- statt Kupferleitungen, Aluminiumfahrwerk, Federn aus Titan, eine extrem dünne Kunststoffkarosserie, und der Lack war so zart aufgetragen, dass er beim Waschen abging. Doch der Leichtbaugipfel – um im Bild zu bleiben – sind die Bremsen und der Tank. Die Bremsscheiben waren aus Beryllium, extrem leicht, extrem standfest und so teuer, dass nur eines der beiden gebauten Autos damit ausgestattet wurde. Der 14-Liter-Tank war aus 0,8-Millimeter flachem Titan mit einem Clou im Inneren: eine Fussballblase wurde mit zehn Bar unter Druck gesetzt, um die 1,7 Kilogramm schwere Benzinpumpe zu sparen. Kick and race, sozusagen. Um Mark Twain zeitgemäss zu interpretieren: Die Gerüchte um das Ableben des Diesels sind stark übertrieben. Der Beweis: der XD4 des edlen Kleinherstellers Alpina – mit einem der eindrucksvollsten Diesel, die es zurzeit auf dem Markt gibt. Der Motor basiert auf dem XD3, einem 3-Liter-Reihensechser mit vier Abgasturbos, leistet 388 PS und verfügt über ein Drehmoment von 770 Nm, was den Alpina in 4,6 Sekunden auf Hundert bringt und die Halbwellen zum Ächzen. 268 km/h Spitze machen den XD4 zum wohl schnellsten Serien-Diesel. Damit die Proteste der Nicht-Kunden nicht allzu laut ausfallen, bekommt der Alpina einen NOx-Speicherkat sowie einen SCR-Katalysator. Der DeLorean DMC-12 hatte in «Zurück in die Zukunft» seinen grossen Auftritt. Heute hat er Legendenstatus. Ein Status, der auch dem grandiosen Wurf von Thunderbike zuteil werden könnte. Das Custombike-Unternehmen mit Sitz in Deutschland liess nämlich unlängst die «PainTTless» auf die Strassen los. Dabei handelt es sich um ein virtuos frisiertes Zweirad, das seine Kraft aus einem umgebauten Harley-Davidson-Motor bezieht. Die «PainTTless» konzipiert als Tribut an die Tourist Trophy auf der Isle of Man. Dreihundert glückliche Jaguar-Besitzer werden die Nordschleife in sieben Minuten und einundzwanzig Sekunden umrunden können – vorausgesetzt, sie fahren einen Jaguar XE SV Project 8 und können es so gut wie Jaguar Profi Vincent Radermecker. Der vorherige Rekord war elf Sekunden langsamer, was den Jag zum Schnellsten unter den Ring-Viertürern macht. Der Project 8 schafft die Hundert in 3,4 Sekunden und fährt 322 Spitze. Land Rovers Special Vehicle Operations machte es möglich, indem sie ihrem achten Projekt einen 5,0-Liter-Supercharged-V8 mit 441 kW und einen Vierradantrieb verpasste. Wem das nicht reicht, der kann bei SVO eine Performance-Version bestellen – ohne Rücksitz. Wer, ja wer, braucht einen DeLorean, vom Doc gepimpt, damit er in der Zeit – vornehmlich rückwärts – reisen kann, wenn er auch dieses Schmuckstück bewegen kann? Gute wie einfache Frage. Die Antwort kann nur lauten: Jeder, der nicht gerade fünf bis sieben Millionen Euro locker auf der Tasche hat, um auf den Ferrari 250 GT LWB California mitzubieten. Lediglich 49 Stück wurden Ende der 1950er Jahre von Pininfarina gezeichnet und von Scaglietti gedängelt. Wobei: Der 1958er wurde erst kürzlich bei den Jahresauftakt-Versteigerungen in Scottsdale unter den Hammer gebracht. Der Drops scheint gelutscht, die Wiese gemäht. Es sei denn, man hat eine Zeitmaschine und besagte fünf bis sieben Millionen Dollar und eine ungefähre Ahnung von Einstein, Quanten und Physik im Allgemeinen. Und da hilft dann vielleicht wieder der DMC DeLorean und der Doc und Marty McFly. Alles im Kontinuum. Der Leipziger Industriedesigner Felix Monza bietet Eltern nun endlich die Möglichkeit, den Nachwuchs mit dem Moto Rocker subtil für eine Zukunft auf zwei Rädern zu konditionieren (oder selbst eine Runde auf dem Einzylinder zu schaukeln). Der Sitz ist aus Leder, die Farbe wählbar – und der Name des Fahrers (oder der Fahrer) kann in den Rahmen eingraviert werden. Preis: zirka 1370 Euro. Hätte man ihn auch Ismael nennen können? Wohl eher nicht. Denn der Porsche 935/78 ist nun mal ein echt dickes Ding und mit seiner weissen Grundlackierung ein wahrer Pottwal unter den 911ern. Kraftstrotzend wie kein zweiter 911 vor oder nach ihm, kam er in der stärksten Ausbaustufe auf 845 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 366 km/h. Und auch die Vorliebe für Wasser teilt er mit dem Romanhelden: der 935/78 ist der erste Porsche Rennsportwagen mit wassergekühlten Zylinderköpfen, dabei wird sein Sechszylinder-Boxermotor von einem Turbolader zwangsbeatmet. In Le Mans muss »Moby Dick« mit etwas weniger Leistung auskommen, bläst 1978 aber mit immerhin noch 750 PS um den Kurs an der Sarthe. Dass es am Ende nicht zu den grossen Erfolgen reicht, liegt ein Stück weit auch am ungeheuren Durst. Übrigens, der weit weniger bekannte letzte Satz aus dem Roman von Herman Melville lautet: «Es war die umherirrende Rachel; auf der Suche nach ihren verschollenen Kindern fand sie nur eine weitere Waise.» Aber das nur am Rande. Durchatmen. Die Kreditkarte wieder ins Portemonnaie schieben. Dieses Motorrad, eine BMW R80, können Sie nicht kaufen. Es ist eine Konzeptstudie der Pariser Bike-Veredler Barbara Motorcycles und heisst zu Recht Black Mamba. Der Name rührt wohl daher, dass die Linie von Sitz, Tank und Scheinwerfer an die Form des Kriechtiers erinnern und die Maschine so richtig schön gemein aussehen lassen. Grandezza: Eine luxuriöse Sportlimousine mit ausreichend Platz für vier Personen, ohne umständliches Ein- und Aussteigen hinter umgeklappten Vordersitzen à la Coupé. Also mit vier Türen. Kommt so was aus Italien – und so etwas kommt oft aus Italien –, liegt der Name Quattroporte nahe. Simpel wie wohlklingend. Italienisch ist da ja eine sehr dankbare Sprache. Maserati macht das so seit fünfzig Jahren. Glückwunsch! 1963 kam die damals mit 220 km/h Spitze schnellste Limousine der Welt auf die selbige und das Namenserbe wird seither schnurstracks weitergeführt. Niemand ist eine Insel, heisst es. Da ist es doch ganz praktisch, dass man zumindest ein Motorrad von einer selbigen inspirieren lassen kann. Die Veredler von Deus Customs in Bali haben sich eine Honda CB 150 Verza vorgenommen, mit der man sogar samt Surfbrett an den Strand fahren kann. Der Haken bei diesem fantastischen Motorrad: Sie können es nur in Bali kaufen. Aber dann dort immerhin zum Strand damit fahren. Das klingt doch fair, oder? Preis: auf Anfrage Muss dabei sein, ist dabei. Wenn man unter dem Motto «Some Like It Hot» über Autos redet, muss der Icona Vulcano einfach dazugehören. Es brodelt nämlich gewaltig – noch unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit. Über 900 PS sollen so aus dem Zwölfzylinder, à la LaFerrari mit zwei Elektromotoren gekoppelt, gespien kommen. Aber, eigentliches Highlight könnte die eigens entwickelte Aussenfarbe namens Red Magma sein. Interessanter Spezialeffekt: Wirkt der Lack bei Licht strahlend rot, so erscheint sie im Dunkeln schwarz. Eine Menge Versprechen, eine Menge zu halten. Wir drücken die Daumen. Einmal zeigen, was man kann, wenn man nicht von irgendwelchen Erbsenzählern ausgebremst wird! Ohne Rücksicht auf Reglements durfte das Team in der Porsches Motorsport-Zentrale von Porsche in Weissach einen ausgedienten Porsche 919 Hybrid aufmotzen. Heraus kam der schnellste Rennwagen aller Zeiten. 1160 PS erreicht der Evo, Aerodynamik-Hilfen aus der Formel 1 verbessern den Abtrieb um über 50 Prozent und Gewichtseinsparungen durch den Wegfall unwichtiger Extras wie Scheinwerfer, Scheibenwischer oder Klimaanlage ermöglichen Rundenzeiten in Spa, die fast eine Sekunde schneller sind als Lewis Hamiltons 2017er F1-Pole-Position-Runde – und um 12 Sekunden (!) schneller als Porsches eigene WEC-Pole-Zeit aus dem vergangenen Jahr. In einer Salzwüste in Utah stieg Burt Munro 1967 auf seine umgebaute Indian Scout. Er erreichte 295,44 km/h und stellte damit in der Klasse bis tausend Kubikzentimeter einen Rekord auf. Als eine Hommage an den legendären Racer und seine Mechaniker kreierte Amerikas ältester Motorradhersteller jetzt die «Spirit of Munro». Und dabei handelt es sich nicht nur um ein Showbike, sondern tatsächlich um eine reinrassige Rennmaschine mit Komponenten aus Luft- und Raumfahrt, die von einem Thunder-Stroke-111-Motor befeuert wird. Den immerhin soll es dann auch für die entsprechenden Strassen-Bikes geben. So stellen wir uns ein Harley-Erlebnis vor: Tief und breitbeinig sitzend und ein stetiges, angenehmes Blubbern in den Ohren. Die Dyna Street Bob bringt das mit und kommt sogar in einer Special Edition. Die zwei Zylinder im Bierkrugformat verfügen über noch ein bisschen mehr Brustvolumen, und ansonsten ist diese Harley auf das Wesentliche reduziert: Jede Menge Druck, schon aus dem Drehzahlkeller heraus. Aus Energicas erstem elektrischen Superbike, dem EGO, entspringt die EVA 107, ein italienisches Wunderwerk auf zwei Rädern. Die Leistung des Naked Bikes wird mit 107 kW angegeben (80 bei der normalen EVA). Das Drehmoment von 200 Nm reicht aus, um milde Gemüter in Aufruhr zu versetzen. Vier Riding-Modes, – Urban, Eco, Rain und Sport – sollten helfen, die Nerven zu beruhigen. Das Ride-by-Wire-System benötigt weder Getriebe noch Kupplung und ermöglicht enorme Beschleunigungswerte. Und: Ein Schnelllader füllt die Batterie in 30 Minuten auf, was für 200 Kilometer Freude reichen sollte. Der erste rein elektrisch angetriebene Aston Martin kann bis 500 Meter tief tauchen – allerdings wird «Aston Martin unter Wasser» nicht die Schlagzeile sein, die der Hersteller von James-Bond-Sportwagen gern über sich lesen möchte. Zusammen mit dem Bootsbauer Triton aus Florida, der auf den Bau von wissenschaftlich nutzbarer U-Boote spezialisiert ist, bauten die Briten trotzdem ein Mini-U-Boot, «Project Neptune» genannt, für diejenigen, die sonst schon alles haben. Ganze fünf Sondermodelle «Revolucion» hat man sich ausgedacht und – wie sollte es anders sein – auch verkauft. Vorab. Alle weg. Ende, aus, Micky Maus. Nur nebenbei: Für jeden einzelnen wurden runde 2,2 Millionen Euro hingeblättert. Plus Steuern. Dafür bekam man aber auch fünfzig Zusatz-PS in den AMG-V12 eingehaucht, feinste Formel-1-Technik eingebaut und dank Carbon und Titaneinsatz eine auf 1070 Kilogramm abgespeckte Oberrakete in den Hangar gestellt. Jede der 800 PS muss so nur knapp 1,34 Kilo bewegen. Legen wir noch nen Fahrer oben drauf, sind am Ende trotzdem noch locker und – wie passend – leicht 350 Sachen drin. Dass die 100 in knapp 2,7 Sekunden erledigt sein sollen, verwundert wenig. Viva! Vor 33 Jahren stellte BMW in Frankfurt den E30 M3 vor – und seither laufen die Münchner dessen Ruhm hinterher. Egal wie gut ihre M-Modelle auch waren, der Urvater galt als Messlatte und Mythos. Der neue M2 Competition könnte ihm den Rang ablaufen, weil BMW den M2 noch einmal aufmotzte, der ja auch schon kein Schattengewächs war. 410 PS, 40 mehr als das M2-Serienmodell, ein nochmal nachgebessertes Fahrwerk und optional neue M-Bremsen machen den Competition nicht nur zum möglicherweise besten M aller Zeiten, sondern auch zum Liebling der weissblauen Fans – es gibt ihn auch als Handschalter. 169 Kilo österreichisches Motorrad und 105 PS sind schon einmal gute Voraussetzungen. Dazu kommen sechs Gangstufen mit Quick Shifter, eine perfekt eingestellte Elektronik inklusive Kurven-ABS mit Supermoto-Modus, Launch-Control und mehr als ausreichende Federwege. Und: Das Naked Bike hat ein mit dem Hauptrahmen verschraubten Rahmenheck aus Leichtmetall, was für ein präzises Fahrgefühl sorgt. Nicht wirklich überraschend, dass KTM seinem ersten Parallel-Twin den Beinamen »Skalpell« gegeben hat. Wer sich einen Punkt am Ende des Himmels, dort wo die Strasse vom Rand der Welt zu fallen scheint, sucht, wer sein Heil in der weitesten Ferne vermutet, der kann sein Vehikel dafür in nächster Nähe finden. Es muss nicht immer der geographische Exot sein, sucht man ein passendes Bike, um das Fernziel zu erreichen. Gleich in Deutschland designt und baut Horex recht ansprechende Zweiräder, die allemal taugen, um den Horizont zu jagen. Der VR6 Roadster wartet mit einem kleinen Rekord auf: Der 6-Zylinder-Motor ist ein architektonischer Hybrid aus V- und Reihenanordnung. Bedeutet: kurz, kompakt und wohl einzigartig, aber eben mit mehr Hubraum. 1200 ccm sorgen für angenehm gleichmässige Kraftentfaltung, 137 Nm und 161 PS dann für den Rest. Dazu sieht die Horex ziemlich sexy aus, und so hat man neben der coolen «Ich bin raus, suche die Weite, die Freiheit, mein Ich»-Geschichte auch gleich noch einen Eyecatcher dabei. Hilft abends an der Bar. Mal gepflegt ne Runde golfen? Gerne. Aber bitte ohne Golf Carts. Wir gehen schliesslich mit den Trends und schweben über den Dingen. Gesagt, getan: Die Strecke von Loch zu Loch überbrücken wir im Golf Cart Hovercraft. Ein waschechtes Hovercraftmobil mit einem BW1 65-PS-Hirth-Motor. Rasenschonend gleitet man damit übers frisch gemähte Grün. Oder man lässt die Ausgelassenheit in Nervenkitzel umschlagen, wofür die aerodynamische Form und die Höchstgeschwindigkeit von 72 km/h geradestehen. Der Platzwart vermag Ihnen dabei sicher keinen Strich durch die Rechnung zu machen; das Hovermobil fährt nämlich auch übers Wasser, ist mithin das perfekte Fluchtfahrzeug. Cooles Teil! Aber für 58 000 Dollar auch kein Schnäppchen. Land Rover feiert sein Markenjubiläum mit einer limitierten Neuauflage des Range Rover SV Coupé. Er ist: Limitiert in der Stückzahl, äusserlich massgeschneidert auf Kundenwünsche, dabei durch und durch hochwertig. Und: zweitürig. Schliesslich war der erste Range Rover von 1970 auch ein Zweitürer. Tradition verpflichtet schliesslich. Familienwappen auf den Kopfstützen, Gravuren auf den Einstiegsleisten und den inneren Aluminium-Türgriffen. Das Anilinleder der Vordersitze hat eine andere Farbe als die Sitze im Fonds. Je nach dem, wie es der Käufer wünscht. Das geht bis in die Kontrastnähte. Und natürlich aufs Äusserste: Die Karosserie schimmert in einer individuellen Flüssigmetall-Optik in zwei Akzenten. Lange Beschreibung, kurzer Sinn: Der Range Rover SV Coupé ist das Höchstmass an Individualität im Segment der Luxus-Geländewagen. John Edwards, Managing Director Special Operations bei Land Rover, betont: »Sie können mit jeglicher Farbvorlage zu uns kommen.« Dass diese selbstredend umgesetzt wird, braucht er nicht hinzuzufügen. Das versteht sich für einen Gentleman von selbst. Nachts sind alle Katzen grau? Dann sind Sie wohl noch keinem Toyota GT 86 Tiger begegnet. Die Sonne steht tief. Sehr tief. Ein letztes Mal für heute taucht sie die Strasse in gleissendes Licht, dann bricht auch schon die Dunkelheit herein – und der Tiger aus seinem Käfig aus. Weglaufen kommt jetzt nicht mehr infrage. Rennen vielleicht? Keine Chance. Denn ehe sich die Erwägung in koordinierte Bewegungsabläufe übertragen lässt, steht der 200-PS starke Toyota GT 86 Tiger auch schon Zähne fletschend vor uns und durchschneidet mit zwei tosenden Gasstössen rasiermesserscharf die Stille der sich ankündigenden Nacht. Die Raubkatze mit dem Sechs-Gang-Schaltgetriebe will spielen. Und auffallen. Eine expressive Darstellungsform manifestiert sich in der Sonderlackierung »Tiger Orange«. Schwarze Akzente an Tür, Dach, Spoiler und Luftschlitz runden das aggressiv-fordernde Äussere wunderbar wirkungsstark ab. Die Frage, wer oder was denn bitteschön ein Motoped sein soll, ist momentan durchaus legitim. Wie gesagt: momentan. Denn das hybride Wesen aus Pitbike einerseits und Mountainbike andererseits steckt derzeit noch in den Kinderschuhen. Zwar ist die Idee von einem motorisierten Bike nichts Neues, doch lässt sie durchaus noch Luft nach oben. Und hier kommt das Motoped ins Spiel, welches seine Kraft aus einem Honda XR50 Motor speist und auch in optischer Hinsicht Hondas Linie treu bleibt. Der XR50 Motor kommt seit über 40 Jahren zum Einsatz, wurde stets optimiert und bietet somit das, woran die Konkurrenz scheitert: Berufserfahrung – und einen satten Sound. Und klar, auch im Aussehen hinkt das gemeine Fahrrad hinterher. Oder finden Sie etwa nicht, dass der Honda XR50-Verschnitt um Längen cooler daherkommt? Zugegeben, der Zusammenhang ist etwas flach. Aber das passt ja irgendwie bei einem Auto von gerade mal 1,20 m Höhe. Denn eine Speciale in italienischer Tradition steht bekanntlich schon immer für etwas mehr Genuss. Und sei es bei einem reichlich bedeckten Fladenteig aus dem Steinofen. Gern ein bisschen mehr, gern ein bisschen schärfer. Speciale eben. Es gibt 605 PS, heiss serviert bis 9000 Umdrehungen. Bei 4,5 Liter Hubraum des V8 ergibt das mit 135 PS pro Liter den höchsten Leistungswert eines Saugmotors in einem Serienfahrzeug. Front- und Heckschürze wurden ordentlich aerodynamisch nachgewürzt, und dank konsequenter Gewichtsreduzierung – selbst der Teppich im Innenraum musste dran glauben – wurde das Trockengewicht auf 1290 Kilogramm reduziert. Leichte Kost also? Auf jeden Fall ganz nach unserem Geschmack. Nur beim Zugreifen ist Obacht geboten. Allzu sorglos, und es gibt keinen Nachtisch mehr. Aber das kennt man ja. Schon klar, ein Motorrad überzeugt nicht unbedingt durch Schneetauglichkeit. Muss es aber auch nicht. Denn während der Winter ephemeren Charakter besitzt, sorgt das Zweirad selbst dann für Freude, wenn es nur in der Garage parkt. Vorfreude nennt man das, weshalb das Motorrad getrost als saisonunabhängiges Fahrzeug firmiert. Warum also warten und nicht gleich zugreifen, um mit der Harley X zunächst einmal als Vorbote für ausgiebige Ausfahrten Quartier aufzuschlagen: Sehnsucht kann so schön sein. Mit Ankunft der ersten Sonnenstrahlen offenbart das Motorrad mit dem rassigen x-Motor dann seine wahren Stärken, die in einem leistungskräftigen Durchzug und der Agilität liegen. Schliesslich komplettiert eine sportliche Optik das Bild eines Motorrads, das man gefahren haben muss. Schon klar, dass es bei solchen Argumenten schwer fällt, vorerst die Füsse stillzuhalten. 7-Zoll-Touchscreendisplay: check. Induktive Ladeschale: check. 21-Zoll-Alufelgen: check. Dieses buckelartige Designgeschwür am Heck: äääähm, joa. Lässt sich dann leider nicht so einfach per Mausklick entfernen. Oder etwa doch? In einer durch und durch für individuelle Kundenwünsche empfänglichen Branche wie der Automobilindustrie, stellt man sich sein Auto ja eigentlich so divers und unkompliziert zusammen wie ein Sandwich bei Subway. Hackrod und Siemens setzen an diesem Punkt an – und mit ihrem Conceptcar »La Bandita« gleich noch einen drauf. Die Idee: Statt bei der Konfiguration des persönlichen Traumwagens ausschließlich auf eine vom Hersteller bereitgestellte und demnach limitierte Garnitur an Individualisierungsmöglichkeiten zurückzugreifen, soll der Kunde zukünftig sogar das Design selbst gestalten. Angefangen beim 3D-Drucker über künstliche Intelligenz bis hin zur Virtual-Reality schöpfen Hackrod und Siemens dabei die Errungenschaften der digitalen Welt voll aus. Wie das Resultat dann aussehen könnte, das zeigen uns die beiden anhand des Prototyps »La Bandita«. Wir dürfen also gespannt sein und fertigen im Kopf schon mal die ersten Skizzen für einen ramp-Roadster an. Eine Skulptur aus Stahl und Alu. Retro meets Future. Alles mächtig, kräftig, kantig. Mit dem klassischen Königswellen-Motor der Kawasaki W800, eingebaut in einen modernen Superbike-Rahmen, mit Superbike-Schwinge und Umlenkung, bläst die W800 – T800 aus ihrem Unterflurauspuff ungefiltert zum Angriff. Attacke! Der Atlantic. Immer noch der teuerste Klassiker der Welt. Weil nur vier gebaut wurden und zwei davon übriggeblieben sind. Einer gehört Ralph Lauren, der andere ging für 43 Millionen Dollar nach Kalifornien. Wo er in einer Garage vor sich hinprächtelt, nachdem er einige Monate im Museum ausgestellt war (was die Steuerlast mindert). Während der Bundesadler nach zähen GroKo-Verhandlungen noch immer wie ein gerupftes Huhn im Käfig kauert, strebt ein anderer umso entschlossener in Richtung grenzenloser Freiheit. Gemeint ist der Adler von Mandello, der seit Mitte Februar mal wieder vergnüglich seine Flügel aufspannt – und zwar in Gestalt der Moto Guzzi V7 III Carbon. Bei dem in Mandello handgefertigten und auf 1921 Stück limitierten Sondermodell mit dem Adler auf dem Tankdeckel trifft ein mattschwarzes Finish auf stilvolle Akzentuierungen in Rot und eine in Alcantara gekleidete Sitzbank. Seitendeckel und Schutzbleche aus Carbon machen das Bild von der modern interpretierten Retro-Maschine dann perfekt. Sehen lassen kann sich aber auch der 90-Grad-V2-Motor mit 744 Kubikzentimetern Hubraum. Der sorgt für kraftvollen Durchzug und liefert im Verbund mit zwei dicken Auspuffwummen auch gleich den passenden Soundtrack dazu. Ok, erwischt. «Enfield» und «Anfield» sind nicht ganz dasselbe. Aber es lag mir halt sooo auf der Zunge. Also zu Enfield: Im Jahr 1930 entwickelte Royal Enfield einen 500 ccm-Einzylinder mit vier Ventilen und verbaute dieses Vergaseraggregat mehr als fünfzig Jahre in verschiedene Motorräder. Im Jahr 2008 wurde ein komplett neuer Einzylinder mit 500 ccm entwickelt, wieder luftgekühlt und wieder mit vier Ventilen. Neben 27 PS und 41 Newtonmetern Drehmoment bekam er auch all die Erfahrung aus dem Vatermodell verbaut. Im Bewusstsein um so viel Tradition verpackt der indische Hersteller diesen Motor im 130 km/h schnellen »Donnervogel« in einem klassischen und robusten Kleid. Gegen Adrenalin immun? Schade. Es klingt wie ein Märchen und es ist eines: 880 PS Systemleistung, aber nur 3 Liter Spritverbrauch? Systemleistung? Da ziehen die Petrolheads die Stirn kraus, weil sie Plug-in-Hybrid mit Öko-Schlaffis verbinden. Das nur am Rande. Die 911er-Silhouette zeigt deutlich die Gene der Sportwagenikone. Und gratuliert zum Fünfzigsten. Die muskulöse Aussenhaut weist auf die Familie hin. Allesamt ambitionierte Sportler. Sie zitiert Elemente, die vertraut wirken und Vertrauen schaffen. Ein Kaleidoskop flüchtiger Formen, Aero-Ästhetik auf höchstem Niveau. Masse, die aus spielerischer Leichtigkeit und Kraft gefügt ist. Geduckt, um mit dem Wind zu spielen. Geschmeidig und doch von krasser Aggression. Ein Hypercar, dessen fulminante Performance aus jeder Lage Carbon heraus spricht. Ein Statement. Macht nix. Schliesslich ist der chinesische Automobilhersteller in Europa noch nicht allzu lange im Geschäft. Den Namen sollte man sich trotzdem merken, besonders dann, wenn man statt Auto lieber Fahrrad fährt. Qoros lancierte jüngst das eBiqe Concept – und geht damit einen entscheidenden Schritt in Richtung Durchbruch. Während sich das Design stark an der puristischen Schönheit eines Motocrossbikes anlehnt, ist die Technik eine Nummer für sich. Der Bordcomputer verfügt über eine 3G-Datenverbindung, was den Anschluss an die Cloud ermöglicht und das Navigationssystem auf dem neuesten Stand hält. Aber auch der Fahrspass bleibt dank der drei Betriebsmodi (Eco, Street, Power) niemals auf der Strecke: Im Spitzenmodus bringt es das 49 Kilogramm leichte eBiqe in knapp 8,5 Sekunden auf beachtliche 65 km/h. «Qoros – noch nie gehört?» Doch man braucht doch deshalb nicht gleich alle Konventionen über Bord zu werfen. Stichwort: Rollenverteilung bei der Gartenarbeit. Bekanntermassen ist und bleibt das Rasenmähen Domäne des männlichen Geschlechts – und wer daran zu rütteln versucht, hat mit einer Welle des Protests zu rechnen. Und über deren Ausmass kann nur zitternd spekuliert werden, hat sich der Mann doch erst jüngst den Honda Lawn Power HF 2620 in den Schuppen gestellt. Ein Rasenmäher, mehr Sport- als Gartengerät, den Honda in Zusammenarbeit mit dem Tuningspezialisten Team Dynamics auf sage und schreibe 109 Pferdestärken gepimpt hat. Sportsitz. Dicke Schlappen. Zwei elektrische Motoren. Von null auf hundert in vier Sekunden. Höchstgeschwindigkeit 208 km/h: So einfach wird der Rasen zur Rennstrecke umgemünzt. Klar, dass Man(n) da nur schweren Herzens die Schlüssel aus der Hand gibt. Kennt jeder von »seinem« Italiener. Bei Ferrari ist das anders. Da wallt Blut, fliessen Endorphine, schäumen Emotionen. Und bei LaFerrari? Kann der Name verwirren. Aber das Konzept ist der autogewordene Traum des Bellissima. Gertenschlank dank Aluminium und Carbon, aber bärenstark: 800 PS aus dem 6,3 Liter V 12. Plus 163 PS aus einem Elektromotor. Technische Vision und Designikone. Ätherisch fliesst die Hülle um das Auto. So, als wäre sie aus Luft gestaltet. Organische, weibliche Formen. Fliessend, wie ein in den Wind geworfenes Seidentuch. Eine Symbiose aus Dynamik, Schwung, fein ziselierten Linien und der puren Funktion. Funktion, die im eleganten Stil der Prêt-à-porter-Schauen gekleidet ist. Aggressiv und trotzdem voll Harmonie. Eine Quintessenz des Designs. Ein Meilenstein für Ferrari. Es ist, nota bene, der erste Ferrari, der in Maranello gestaltet wird. Von Flavio Manzoni. Da ergibt der Name Sinn. Edith »La« Piaf ist bis heute eine Ikone des Gesangs. LaFerrari wird dies beim Design zuteil werden. DER RAKETENRUCKSACKMANN 2.0 Zwei Jahre waren Rucksäcke wieder ein essenzieller Trendfaktor. So langsam ists aber gut, finden wir, ausser bei einem ganz bestimmten Modell: diesem hier. Der Martin Jetpack für 100'000 US-Dollar. Ein Benzinmotor, zwei Schleusen, vertikales Take-off und Landing. Ein Gerät, das Sie zum Piloten macht und ein schöner Ersatz zur spontanen Fortbewegung, schliesslich können Sie den Jetpack sogar von der eigenen Dachterrasse starten, schweben und gleichmäßig fliegen. Bis zur nächsten Tankstelle zum Beispiel. www.martinjetpack.com Abstrakte Grössen lassen sich oftmals wenig greifbar in reinen Zahlen darstellen. Der Abstand zur Sonne zum Beispiel: 149'600'000 Kilometer. Ungefähr. Das ist rund 200'000-mal die Fahrtstrecke Hamburg – München. Nehmen wir an, ein Mensch benötigt für diese Reise einen Tag, dann müsste er knapp 600 Jahre alt werden und jeden Tag fahren, um diese Strecke zu schaffen. Ähnlich verhält es sich mit dem Königsegg Agera One 1. Jetzt mögen 20 Sekunden eine vorstellbare Zeiteinheit sein, in dieser allerdings auf 400 km/h zu beschleunigen, überspannt dann schon wieder die Vorstellungskraft der meisten von uns. Immerhin: die Strecke zur Sonne würde der Agera One 1 mit seinen 1360 PS – das macht ein PS pro Kilogramm – und einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 440 km/h in rund 40 Jahren schaffen. Und selbst wenn auch in dieser Kalkulation ein paar realistische Pausen – tanken und schlafen – einkalkuliert werden, könnte man die Strecke innerhalb eines Menschenlebens fahren. Wobei das dann wirklich nur ein Job für Fernfahrer wäre. Das passt. Nicht nur als wohlfeile Alliteration, sondern vor allem als treffende Feststellung der Tatsachen. Mithin liegt es in der Natur der Sache, dass die britische Edelmarke ihr Angebot erweitert – und künftig den Motorrad-Markt aufmischt. Die C-01 soll das 200 PS starke und 181 Kilogramm leichte Zweirad heissen, für dessen Technik die Holzer Group aus Bobingen verantwortlich zeichnet. Die Formsprache geht auf Daniel Simon zurück, einem Designer mit deutschen Wurzeln mit Sitz in Los Angeles. Simon hat sein Können bereits für Bugatti und Volkswagen unter Beweis gestellt. Doch berühmt wurde er vor allen Dingen durch seinen futuristischen Motorradentwurf für den Disney- Blockbuster »Tron«. www.lotuscars.com Über ein weiches Fahrwerk kann er nur müde lächeln. Auch ansonsten hat der klassische Roadster für Komfort wenig übrig. Doch zum Glück ist der Can-Am Spyder Roadster von BRP alles andere als klassisch. Der Can-Am ist nämlich ziemlich bequem – und hat obendrein nur drei Räder. Allerdings ist weniger im Fall eines Reverse-Trikes definitiv mehr. Mehr Fahrspass zum Beispiel. Durch seine Konstruktion in Y-Form kombiniert der Roadster das Fahrgefühl eines Motorrads mit der Sicherheit eines Cabrios, wofür auch die der Automobilindustrie entlehnten Technologien wie Stabilitäts- und Traktionskontrolle, Antiblockiersystem und geschwindigkeitsabhängige Servolenkung stehen. Richtig Laune macht der V2-Rotax-Motor, mit dem das durchzugskräftige Dreirad frischen Wind auf die Strasse bläst. www.brp.com In Frankfurt am Main werden alle zwei Jahre automobile Errungenschaften der Welt präsentiert. So wie auch 1963. Da hob man bei Porsche das Tuch vom Nachfolger des 356, der dank französischer Einwände nicht 901 heissen durfte. Peugeot hatte da seine Hand drauf. Also wurde der Neue in 911 umbenannt. Danke dafür. Nur deshalb können wir immer und gerne ehrfürchtig vom Elfer sprechen, der seitdem in mehr oder minder unveränderter Form eine Art Prototyp für Sportwagen ist. Echt ist oft das, was sinngebend und stilbildend für alles ist, was danach kommt. Es gibt da diesen Witz unter britischen Auto-Nostalgikern: »Warum«, fragen sie, »fährt James Bond Aston Martin?« Die freche Antwort: »Weil er sich keinen Jensen leisten kann.« Zwischen 1966 und 1976 baute die britische Automobilmanufaktur Jensen einen Gran Turismo mit grossvolumigem V8, nobler Innenausstattung und einem Design, das von italienischer Hand bei der Carrozzeria Touring in Mailand gezeichnet war. Wenn eine Drohne und eine Kamera eine leidenschaftliche Nacht verbringen würden, wäre das hier das Ergebnis: Die Flugkamera »R1« von Skydio ist ausgestattet mit 13 Kameras, vier Rotoren und einer Software mit künstlicher Intelligenz. Über eine App wird sie auf ihr Ziel ausgerichtet, danach folgt und filmt sie in 4K-Qualität von selbst. Bitte werfen Sie jetzt Ihren Selfie-Stick nicht in den Müll, sondern entsorgen Sie ihn bei einer kommunalen Sammelstelle. Da sind wertvolle Rohstoffe drin. Es gibt zwei Dinge, die man auf einem ­Motorboot besonders gut tun kann. Erstens: Man liegt hinten auf den Polstern herum, zählt die Blubberblasen in seinem Glas und schaut in den Himmel. Zweitens: Man fliegt mit Maximalgeschwindigkeit über die Wellen­kämme und jagt abwechselnd Möwen oder den Wind. Auf der Frauscher 858 Fantom Air gehen beide Dinge hervorragend, (wenn auch nicht gleichzeitig.). Angeboten wird der ­8,6-Meter lange Traum mit dem frei stehenden Steuerstand mit drei unterschiedlichen Motorisierungen von 300 PS bis 430 PS. Die Ducati Scrambler gehört zu den vielseitigsten Klassikern unter den Motorrädern und wird oft abgewandelt, sei es zum Retro-Bike oder zur robusten Offroad-Maschine. Das japanische Motorradstudio Aella hat die Scrambler jetzt zum »Aellalambler« umgewandelt: Langbeinig, organisch geschwungen, das Gehäuse ist von Hand mit echtem Blattgold beschichtet. Eine Glanzleistung. Kein Motorrad hat die Branche so revolutioniert wie die 1968 auf der Tokio Motor Show vorgestellte CB 750 Four. Leistung, Ausstattung und Zuverlässigkeit setzten neue Massstäbe. 4,6 Sekunden auf 100 km/h und 200 km/h Spitze waren Werte, mit denen der Vierzylinder die Konkurrenz weit hinter sich liess. 1666 Dollar kostete die erste, »Sandguss-Modell« genannte Version, von der 7414 Exemplare gebaut und hauptsächlich in den USA und in Japan verkauft wurden. 1999 wurde die Honda CB 750 Four, längst begehrte Sammlerrarität, zum Motorrad des Jahrhunderts gewählt. Das wird Dorothee Bär, Deutschlands neue Staatsministerin für Digitalisierung, sehr freuen: Das Flugtaxi, für das sie so viel ­verspottet wurde, wird wohl kommen, in den USA schon ab 2020. ­Dann will Uber die ersten Flüge starten, der Flugzeughersteller Bell ­entwickelt die Maschinen dafür und hat jetzt die Kabinen ­vorgestellt: Platz ist für vier Personen, die Türen öffnen sich zur Seite, innen warten geschwungene Touchscreens und gemütliche Schalensitze. Und der ­Antrieb? Den halten die Ingenieure bei Bell noch geheim, damit die Konkurrenz ihnen nichts abguckt. Anders als die Deutschen nehmen die Amerikaner ihre Digitalisierung nämlich ziemlich ernst.

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(lab/ramp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Herr Meier am 25.02.2018 16:13 Report Diesen Beitrag melden

    Schlechter Eindruck

    Nach dem Ende des 2. Weltkriegs war zwar einiges kaputt und bedurfte einer Reparatur, trotzdem wurden damals "Reparationszahlungen" fällig, und nicht Reparaturkosten". Abgesehen vom Verwechseln von "Reparatur" (etwas flicken) und "Reparation" (Wiedergutmachung): Kosten werden nicht "fällig" sondern "fallen an". Fällig wird eine Zahlung bzw eine Rechnung.

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  • sc am 11.02.2018 12:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    logik?! unlogisch

    was hat ein Mustang, ein Benz AMG und ein Go Kart mit Motorradfans zu tun?

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  • Johnny Vegas am 11.02.2018 13:30 Report Diesen Beitrag melden

    Sind das Sponsored Postcards?

    Adver-irgendwas als redaktionell verstecktes Placement? Interessant wäre zu erfahren was Ford sonst noch macht zum 50-BULLITT-Jubiläum. Die ramp -Jungs sollen mal recherchieren und investigieren bei der Autofirma und im Filmstudio. NB: das Sondermodell von Mustang wird den Laden hüten ... Und das Original von Steve McQ bei der next auction im Preis durch die Decke gehen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mann aka Jeremy am 08.04.2018 18:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    der DMC 12 bekommt keinen

    Toyota Motor sondern einen Nissan V6 aus dem 370Z

  • MasterMind am 08.04.2018 13:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Merz

    Muss nur noch schnell kontrollieren, ob ich letzten Freitag den Lotto Jackpot geholt habe, dann werde ich mir gleich den AMG GT4 zu Gemüte führen. Ich denke, anfang Sommer, wird er lieferbar sein ;-)

    • Cruisen am 17.04.2018 16:21 Report Diesen Beitrag melden

      wertvernichtendes Spielzeug

      wozu Lotto? kauf dir eine Spielkonsole; die hat auch viele bunte Knöpfe, macht auch nur zweifelhaft Spass und nervt aber die anderen 'Kinder' nicht ;-)

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  • sc am 03.04.2018 08:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    back to the future

    den Delorean möchte ich, der Rest ist mir egal ;-)

  • Ronny C. am 01.04.2018 17:51 Report Diesen Beitrag melden

    Delorean

    Der Delorean mit über 300 PS hat was. Mein Vater hat einen revidierten mit 195 PS, also schon mehr als beim Original und mit ein paar Verbesserungen wie eine rostfreie Aufhängung und eine rostfreie Abdeckung vorne beim Tank (das triangle). Diese Kisten haben irgendwie Stil und sind bezahlbare Exoten. Sollten diese mit Toyota-Motoren angeboten werden, kann das nicht schlecht sein, in modernen Lotus sind diese V6 ja auch drin.

  • K-H Felger am 01.04.2018 08:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    XKSS ca. SL

    Wenn der Jaguar XKSS der erste Super-Sportwagen war, was war dann der Flügeltürer SL von Mercedes? Letzterer wurde bereits in den frühen 50ern verkauft und gefahren. Und auch dessen Technik stammte aus dem Rennsport und er war entsprechend schnell.