One More Thing

22. September 2018 22:46; Akt: 22.09.2018 22:46 Print

Spielerisch in die Formel-1-Geschichte eintauchen

Eine abgefahrene Sonderversion? Ein Wüstenrenner? Ein Fluggerät? Die ramp-Redaktion stellt jeden Sonntag ihre neuen Lieblinge der Woche in unserer Diashow vor.

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Dank gummierter Räder fährt das Tretauto von Baghera sehr leise und sicher. Mit seinem verchromten Kühlergrill und dem aus Metall gefertigten Lenkrad lädt das knallrote Tretauto Kinder dazu ein, spielerisch in die Formel-1-Geschichte einzutauchen. Dabei sorgt die stylische Vintage-Optik für den angesagten nostalgischen Look. Preis: 219 Euro. Jungs, die schlechte Nachricht gleich zu Beginn: Dieser 911 S hat vor genau sieben Jahren auf der Classic Week im Rahmen einer Auktion von RM Auctions den Besitzer gewechselt. Aber das soll nicht das Ende vom Lied sein. Dran bleiben, die nächste Gelegenheit kommt bestimmt. Um das Feuer zu schüren, hier gerne mal kurz die technischen Daten: 2,2 Liter Boxermotor (Original!), 200 PS, 0 auf 100 km/h in 7,3 Sekunden. Das Auto ist selbstverständlich voll ausgestattet. Sie fragen sich, warum man genau diesen 911er in der Garage stehen haben sollte? Ganz einfach: Das Auto war in den ersten 220 Sekunden des Films «Le Mans» zu sehen. Am Steuer: na, das wissen Sie doch! Nach den Dreharbeiten in Frankreich hat sich Steve McQueen das Auto nach L.A. verschiffen lassen, verkaufte es dort an einen Rechtsanwalt, bevor dieser das Auto ... nun ja, ist ja auch egal. Heisse Geschichte auf jeden Fall. Jetzt ist VW also auch in der Polo-Klasse geländetauglich, dem Modularen Querbaukasten des Volkswagen-Konzerns sei Dank. T-Cross heisst der jüngste Spross aus Wolfsburg und er sieht ganz prächtig aus: breiter Grill, durchgehende Heckleuchte und – natürlich – zehn Zentimeter höher und fünf Zentimeter länger als sein Bruder namens Polo. Kontrastfarben im Innenraum und schwarze Radläufe sorgen für urbanen Style, und das «Beats»-Soundsystem mit 300 Watt gibt den selbstbewussten Ton an. Dazu kommen serienmässig Front-Assist und Spurhalter, auf Wunsch gibts adaptiven Tempomat und Ausparkhilfe. Ansonsten dominiert Poloismus: Die Motoren sind bekannt – und wer braucht schon ein Allrad-System? Mannomann, das Gedränge auf dem SUV-Markt erzeugt automobilistische Klaustrophobie. Gut, dass Infiniti mit dem QX50 eine Ausnahmeerscheinung über das Getümmel hinaushebt. Verantwortlich dafür ist der VC-T-Motor (Variable Compression Turbocharged), der die Kompressionsrate durch variable Hublängen verändert und damit spielend vom effizienten Dauerläufer zum explosiven Sprinter mutieren kann – und umgekehrt. Eine technologische Meisterleistung, an der die Ingenieure zwanzig Jahre getüftelt haben. Zu Gesicht bekommt sie niemand. Aber dafür sorgt die markantere Designlinie optisch für Aufmerksamkeit: neue C-Säule, gedrungene Seitenlinien, Hightech-Luxus-Interieur und eine leicht überarbeite Frontpartie. Passt! In Sachen Kraft haben die Ingenieure dafür mal eben den stärksten V8 entwickelt, der je aus Maranello kam. Der Beifahrer könnte sich aber auch schnell grün und blau ärgern, dass er eingestiegen ist. Denn die mögliche Beschleunigung von 2,85 Sekunden von 0 auf 100 km/h und 7,6 Sekunden von 0 auf 200 km/h (GTB: 8,3 Sekunden) ist nicht wirklich Beifahrer-kompatibel. Auf Landstrassen stellt man das Manettino am besten auf «Race» – «Wet» ist nur selten nötig, «Sport» ist zu normal, «CT off» ist optimal für die Rennstrecke. Und für «ESP off» sollte man entweder lebensmüde sein oder ein gut betuchter Aristokrat. Nicht jeder kann es sich leisten, mindestens 287'185 Euro mal eben wegzuwerfen. Mit dem nötigen Respekt vor der eigenen Courage lässt man im 488 Pista den Rest der Verkehrsteilnehmer einfach stehen. Jede einzelne Pferdestärke hat mit nur 1,78 Kilo Automasse zu tun – Ferrari hat nicht das Blaue vom Himmel versprochen. Die Elektronik lässt die Gänge des Siebengang-Doppelkupplungsgetriebes so unfassbar schnell wechseln, dass es eine Freude ist, die Schaltpaddel schnalzen zu lassen. Ein meist dünnes, kleines und spitzes Teil einer Pflanze oder eines Tieres. In dieser Definition des Wortes «Stachel» kann man jetzt noch hinzufügen: Kia Stinger, was übersetzt Stachel bedeutet. Und da ist er, der 3,3-Liter-Benziner mit doppeltem Turbo. 370 PS und 510 Newtonmeter. Holla. Also Tür auf und reinsitzen. Erst mal die Sitze und Spiegel einstellen, denn bei so viel Power ist die Haltungsnote wichtig. Und Überraschung: Wo sonst bei Kia Hartplastik dominiert, finden sich nicht nur ansehnliche, sondern auch angenehm anzufassende Oberflächen. Leder üppig, Hartplastik null. Für die Jungbolzer und jung gebliebenen Benzin-im-Blut-Guys lässt sich der Stinger zu einem veritablen Sport-Coupé stilisieren – via Drehschalter für die Fahrmodi. Da knallt der Stinger mal kurz in 4,9 Sekunden die 100-km/h-Schranke weg, bei 270 km/h ist dann Schluss. Und wer sich die lange Liste der Serienausstattung anschaut und nur mal überschlägt, was das bei anderen zusätzlich kostet, wird den Stinger GT wählen. RW steht für Rear-Wheel, also Heckantrieb. Dafür ist der Mittelmotor geblieben, die guten Eigenschaften des R8 auch. Er ist gut austariert und einen Zentner leichter. Allerdings sind einige elektronische Gimmicks dazugekommen, die das Fahren im Grenzbereich erleichtern. Wer mit diesen 1590 Kilo tanzen will, kann es ruckzuck im Sprint auf 100 (3,7 statt 3,5 beim quattro) und bis 320 km/h Topspeed tun. Viel schöner aber ist es, mit jeweils knapp 3 PS pro Kilo und durch virtuoses Spiel an den Paddles auf Landstrassen unterwegs zu sein. Schliesslich ist das Audi Tool dem GT4 nachempfunden und in vielen Teilen identisch. Und hier ist der RWS in seinem Element. Ob mit oder ohne. Ohne hat allerdings einen Vorteil: 26'000 Euro. Leider sind alle 999 RWS bereits ausverkauft. Wer schon einmal auf einer Husqvarna sass, wird sich vielleicht zurückerinnern, denn das Motorrad Vitpilen 701 fährt sich tatsächlich so, wie man Husqvarna kennt: unkompliziert im Umgang und sehr handlich. Dabei stammen Rahmen, Motor, Schwinge und Gabel vom österreichischen Mutterhaus, beziehungsweise aus den Erfolgsmodellen KTM Duke 390 und 690. Dazu verfügt die Vitpilen über eine so hervorragende Ergonomie, dass man sich nicht nur Stadtfahrten, sondern auch eine längere Tour vorstellen kann. Sofern man keinen Riesen mitnehmen muss. Das Motorrad ist leicht – unter 170 kg –, der Motor stark – 75 PS (56 kW) und ein Drehmoment von 72 Nm bei 6750 Umdrehungen –, und das erstaunlicherweise ohne nennenswerte Vibrationen. Kenner kürzen die Modelle der Firma Husqvarna ja gerne mit «Husky» ab, was in diesem Fall etwas unpassend ist, denn bei kaltem Motor und unter 3000 U/min zuckelt die Maschine etwas unwillig. Bei höherer Drehzahl (und Temperatur) ist die Welt wieder mehr als in Ordnung und das Fahrverhalten bis in den hohen Tempobereich stabil. Und weil schön und handlich nicht reicht, ist die Vitpilen auch technisch auf dem neuesten Stand. Heisst unter anderem: deaktivierbare Traktionskontrolle, hervorragend funktionierender Schaltautomat und abschaltbares ABS. Einen Mini-Hotrod für Enthusiasten und Sammler zu kreieren, lautete die Aufgabenstellung. Mit Elektroantrieb. Also traf sich eine kleine Gruppe aus dem Designbereich der Automobilindustrie – zwar nicht im Restaurant am Ende des Universums, aber sie traf sich. Herausgekommen ist die Marke Roddymotion und das einsitzige Micro-Elektrofuncar Roddy. Der Roddy von Roddymotion ist ein elektrisch, mit 750 Watt betriebener Mini-Hotrod, der auf der Gestaltung und Architektur von dem Bobbycar aufbaut. Natürlich übersetzt auf Erwachsenengrösse. In der Hotrod-Szene ist es ja üblich, ein Donor Vehicle, oft ein 32er Ford, durch Umbau der Karosserie – kleinere Stirnfläche, weniger Gewicht, mehr Topspeed – und Tunen der Komponenten auf Hochgeschwindigkeitsrennen auf dem Salzsee von Bonneville in Utah, USA, vorzubereiten. Das Ganze wurde bis ins kleinste Detail berücksichtigt und umgesetzt. Ganz schön lange her, dieses James-Bond-Abenteuer. 1974 stellte Christopher Lee als charismatischer Scaramanga dem Agenten 007 nach. Gleiches Jahr, anderer Ort. In Zuffenhausen rollt der 911 Turbo erstmals vom Band. Ein Auto wie Scaramanga. Sieht gut aus, scheint sehr umgänglich zu sein, aber wehe der Turbo zündet, dann braucht es einen Gegenspieler auf Augenhöhe für dieses luftgekühlte Monster. Oder, um es mit den Worten von Walter Röhrl auszudrücken: «Der Ur-Turbo ist ein Auto für Männer, nicht für Bübchen.» Ein James Bond wäre hier als Antagonist gar nicht so verkehrt. Vor allem jetzt, da Porsche das «Projekt Gold» präsentiert hat. Das geht wie folgt: Die Experten von Porsche Classic haben in ihren Originalteilregalen gestöbert und dabei genügend Teile – 6500 an der Zahl – gefunden, um den letzten luftgekühlten Elfer Turbo von 1998 noch einmal zu bauen. Ein sportliches Unikat mit satten 450 PS. Lackiert in: Gold! Aussergewöhnliche Leistung, unverkennbares Styling und uhrmacherartige Präzision. Hört sich ziemlich nach Presse-Deutsch an. Die ist – wer häts gedacht – auf AMG getrimmt. Die Kooperation schlägt sich nun also auch in gemeinsamen Produkten nieder. Recht so! Kein Rot, kein Dreifarbschema, nur klassisches Schwarz und Weiss, Schmiedefelgen im Affalterbacher Stil und natürlich Aluminium und Carbon. Besonders Spass macht die Sport-Auspuffanlage mit einem scharfen AMG-/Ducati-Soundgemisch. Genug Dampf haben die 162 PS und 1198 Kubikzentimeter ja ohnehin schon. Nie gehört! 1947 wurde im US-Bundesstaat New Mexico ein Ufo gefunden. Oder ein Wetterballon oder ein Kaktus. Die Welt streitet sich heute noch. Vielleicht war es ja auch nur Giovanni Savonuzzi, Chefdesigner von Ghia, der auf einer Testfahrt in einer Vorstufe des Streamline X Gilda unterwegs war. Man bedenke die Enttäuschung bei allen Alien-Fans und Verschwörungstheoretikern. Wie auch immer, wenige Jahre später, 1955, stellte Ghia dann im Rahmen der Turiner Motor Show die Kombination aus avantgardistischem Design und aerodynamischer Raffinesse der Weltöffentlichkeit vor. Angetrieben werden sollte der Ghia mit Gasturbinen, da man seinerzeit noch glaubte, das sei die Zukunft. Na ja, auf jeden Fall steht der X Gilda mittlerweile im Henry Ford Museum in Dearborn, Michigan. Wenn man mal ein Ufo aus nächster Nähe sehen möchte – die Reise lohnt sich! Vergessen Sie Ihr Handtuch nicht. Gross. Wuchtig. Schwarz. Für eine Sekunde stockt der Atem. Ist es Ehrfurcht oder Faszination? Der Indianerkopf auf dem Front Fender – auch «Warbonnet» genannt – blickt strikt in Fahrtrichtung. Sitting Bull hätte wohl kaum ein anderes Schlachtross gewählt, um in den Kampf zu ziehen. Thunder Stroke 111 der Indian Chief Dark Horse: 1811 Kubikzentimeter Hubraum, 84 PS und ein maximales Drehmoment von 139 Newtonmetern schon bei gerade mal 2.600 Umdrehungen pro Minute. Kaum in Fahrt, stampft die Chief nach vorn. 357 Kilo in Bewegung. Fast unaufhaltsam. Zumindest bis zu den ersten engen Kurven. Es sind die asphaltierten Geraden des Monument Valley – wozu sonst einen Tempomat an Bord haben? – nicht die engen Kehren der italienischen Dolomiten. Zum Glück kennen Indianer bekanntlich keinen Schmerz. Und auf enge Kurven folgt hin und wieder auch mal eine Gerade. Klingt doch wie eine echte Indianer-Weisheit, oder? Mit den I.D. Modellen bricht Volkswagen in das Zeitalter der reinen, bezahlbaren Elektromobilität auf. Das eigenständige, freundliche Design weist in eine emissionsfreie Zukunft. Die Vorbereitungen für den Serienstart sind in vollem Gang. Als erstes Fahrzeug auf Basis des neuen Modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) läuft der kompakte, vollelektrische Volkswagen I.D. ab Ende 2019 im Werk Zwickau in Sachsen vom Band. In kurzer Taktung sollen I.D. BUZZ und I.D. CROZZ folgen. Das Topmodell, die eben auf dem Genfer Auto Salon vorgestellte Limousine I.D. Vizzion, kommt 2022 – zunächst mit konventioneller Bedienung, später autonom fahrend, via Augmented Reality mühelos bedienbar und dank künstlicher Intelligenz lernfähig. Und ein Rennfahrzeug gibt es auch schon: den I.D. R Pikes Peak. Kaufen Sie einen klassischen Elfer, bevor es zu spät ist! Eile ist durchaus geboten, denn mindestens so begehrt wie der neue Porsche 911 sein wird, sind auch seine Vorfahren: Die grossen Ikonen wie den Carrera 2.7 RS mit Matching Numbers findet man heute kaum unter 200'000 Euro. Ein echter Geheimtipp ist dagegen der Carrera 2.7 der G-Baureihe: ausgestattet mit demselben Boxermotor wie der RS und kaum weniger agil, dafür aber höchstens halb so teuer. Und vom G-Modell mit 3,2-Liter-Motor, am besten Jahrgang 1989, lag uns vor Kurzem sogar Walter Röhrl in den Ohren: «Das sind echte Porsche mit legendären und robusten Motoren. Die fahren ohne Probleme bis ans Ende der Welt.» So eine Oper ist vor allem erst einmal eines: opulent! Wenn Ducati die neue Panigale V4 als «a new opera» ankündigt, darf man einen fauchenden Heldentenor erwarten. Der stammt erstmals bei Ducati serienmässig aus vier Zylindern. Heisst: grösserer Motor. Womit wir beim Kern der Design-Frage wären, denn trotzdem soll die Panigale V4 ihre schlanke Frontansicht mit einer dynamischen Linie und der typischen italienischen Eleganz kombinieren. Das gelingt den Bolognesern mit einer weiten wie weichen Oberfläche, die von wenigen scharfen Linien abgebrochen wird, ohne die kompakte Funktionalität zu verleugnen. Man kann aber auch einfach die 214 PS des Desmosedici-Stradale-Motors sprechen lassen. Da ist das Finale furioso nämlich serienmässig inbegriffen. «LOW-CARB-WEISSWURST» Wie stellt man sich eine Allround-Allzweckwaffe auf zwei Rädern vor? Ganz klar: wie eine wuchtige Reise-Enduro mit einem 2-Zylinder-Boxermotor. Natürlich inklusive quadratischen Alu-Gepäckkoffern mit dem Windwiderstand eines Ziegelsteins. Die G 310 GS stellt ihren bajuwarischen Ursprung stolz zur Schau, und der Entenschnabel macht kein Geheimnis daraus, dass sie die Gene der GS-Familie in sich trägt. Die Verarbeitung ist wie gewohnt top: hochwertige Materialien, perfekte Spaltmasse. Auch der Einzylinder schreckt nicht mehr ab. Könnte auch daran liegen, dass man an boxerfremde Motorenkonzepte in den GS-Modellen mittlerweile gewohnt ist. Etwas über zwanzig Jahre ist es her, da schaffte Cadillac die chromüberladenen Strassenkreuzer ab und versuchte es mit sportlich fahrbaren und kompakteren Fahrzeugen. Das klappte gut im Heimatmarkt USA und in China, in Europa hingegen blieben die Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurück. Das soll sich mit Limousinen wie dem CT6 ändern. Das Topmodell aus Detroit könnte BMW, Mercedes oder Audi durchaus gefährlich werden. Ein Grund: Der Preis für die CT6 Platinum AWD-Version, die Top-Ausstattungsvariante, liegt bei 119'900 Franken, ein Kampfpreis in einer Klasse, in der die Mitbewerber um die 60'000 Franken teurer sind. Der CT6 bietet unter anderem ein «Super Cruise Package», das ziemlich nahe ans autonome Fahren herankommt, eine hervorragende Bose-Panaray-Anlage mit 34 Lautsprechern und eines der besseren Touch-Displays am Markt. Günstiger ist die Ausstattungsvariante «Luxury», die gibt es schon für 89'500 Franken, dann zwar ohne Panaray und coole 20-Zoll-Felgen, dafür aber mit einer Beinfreiheit von über einem Meter auf den Rücksitzen. Dazu holt Cadillac auch fahrdynamisch auf. Verbunden mit einem 3-Liter-Twin-Turbo-V6 mit 417 PS, einem Drehmoment von 555 Nm und einem 8-Gang-Automatikgetriebe schafft der CT6 die 100 in 5,7 Sekunden und eine Spitzengeschwindigkeit von 240 km/h. Hinterachslenkung und Magnetic-Ride-Fahrwerk sorgen für eine exzellente Fahrdynamik. Es muss nicht immer die Route 66 sein, die 24 wäre doch auch mal eine Alternative. Diese führt durchs beschauliche Utah und ist immerhin 262,8 Kilometer lang. Welche Route in welchem Winkel der Erde es auch immer wird, genauso wichtig ist die Wahl des Gefährts. Mindestens hierbei würden wir uns auf den Rat von Steve McQueen verlassen und die 1966er «Métisse Mark III Desert Racer» in Betracht ziehen. Laut Steve damals schon «Years ahead of the time». Und wer, wenn nicht er, kannte sich da aus? Das Ding ist und bleibt »a revolutionary piece of equipment». Mit dem Motorrad bis aufs Ganze gehen und den Kick spüren. Unbeschreibliches Gefühl. Mit der Triumph «Speed Triple R» können Sie das in vollen Zügen geniessen. 135 PS preschen Sie nach vorne, 1050 cm3 Hubraum und ein Naked Bike, das auf das Wesentliche reduziert ist. Da stockt Ihnen der Atem, wenn Sie mit mehr als 200 Sachen die Küstenstrasse entlang brettern. Ihre 214 Kilogramm Gewicht verdankt sie auch den gewichtreduzierten Leichtmetall-Schmiederädern und den Öhlins-Federelementen, die der «Speed Triple R» den Charme einer hochklassigen Rennmaschine geben. Aber keine Panik, die Brembo-Bremsblöcke bringen Sie sicher und zuverlässig vor den Klippen zum Stehen, vielleicht sollten Sie aber nicht erst in den letzten Sekunden bremsen. Als kleiner Tipp am Rande. Klare Abgrenzungen, präzise Linien, reine Oberflächen: Auf diesen Dreiklang lässt sich die Designsprache von Lamborghini komprimieren. Wenn nun ein Sondermodell zu Ehren des Firmengründers auf die Räder gestellt wird wie der Centenario zum 100. Geburtstag von Ferruccio Lamborghini 2016, darf das Ganze gerne auf die Spitze getrieben werden. Dass dabei die Form konsequent der Funktion folgt, versteht sich fast von selbst, mehr noch: Die Form brüllt die Funktion förmlich heraus. Wobei so ein V12-Saugmotor mit 770 PS Leistung und einem maximalem Drehmoment von 690 Newtonmetern zur Verstärkung dieses Eindrucks auch ganz hilfreich sein kann. Es ist Urlaubszeit und das Motorrad kann wieder aus der Garage geholt werden. Wie, Sie haben noch gar keins? Dann wirds aber schnellstens Zeit. Innerhalb von 24 Stunden können Marcus Walz und Michael Kroheck von Walz Hardcore Cycles Ihnen zwar keins bauen, aber dafür dann das «Walz Adrenalin», ein customized Bike. Verwirrt? Viele Namen? Egal, wichtig ist nur, dass Griffe, Armaturen, Lenker und der Riser im eigenen Hause gefertigt werden, die Gabel dagegen von Jorn. Wenn das dann alles zusammengebaut ist, haben sie ein aufs Wesentliche reduziertes Motorrad, schlicht und formschön. Den Rahmen des «Adrenalin» entwickelte Walz Hardcore Cycles selber, ganz im Stil eines original Harley-Davidson-Softrailrahmen. Es gibt Maschinen, denen sieht man schon im Stand an, dass sie nicht gebaut wurden, um sich langsam zu bewegen, geschweige denn, um zu stehen. Die 1199 Panigale ist kompromisslos, einzig auf Performance ausgerichtet. Wer sich auf den Sattel schwingt, sollte wissen, wie er 195 PS und 270 Spitze bei gerademal 164 Kilo Leergewicht bändigt. Und selbst für die hat Ducati wissentlich noch ein paar gutgemeinte elektronische Helfer eingebaut. Als da wären: digitaler Gasgriff (Ride-by-Wire-System), gekoppelt mit der Traktionskontrolle DTC, ein ABS, das Ducati gemeinsam mit Bosch entwickelt hat. Die Engine Brake Control EBC, erstmals eingebaut, verbessert die Spurstabilität bei scharfen Bremsmanövern und, und, und. Also immer schön Obacht mit den roten Super-Pferden. Sonst sind sie so schnell zu schnell Über 24 Monate haben sich die Entwickler und Konstrukteure im niederländischen Lelystad Zeit gelassen, um den D8 GTO perfekt zusammenzustellen. Und das mit freundlicher Unterstützung der Audi quattro GmbH. Aber wollen wir über die eigene DNA sprechen: Die Leistung des D8 liegt zwischen 340 und 400 PS, mit einem Drehmoment von bis zu 450 Newtonmetern. Das klingt nicht vollends beeindruckend, aber bitte immer das Gewicht in Betracht ziehen: Gerade mal 700 Kilo bringt der D8 mit. Damit muss er lediglich 1,75 Kilo Leergewicht pro PS katapultieren. Jeder, der sich mit Hochleistungs-Geschossen auskennt, weiss, was das in etwa bedeutet. Der 2,5-Liter-TFSI kommt von Audi und hat dort schon den TT RS ordentlich nach vorne geschoben. Der Leistung geschuldet – oder nur als Tribut an die Zeit – liefert Donkervoort eine einschaltbare Traktionskontrolle mit. Wohl auch, um die Teile, die angeblich direkt aus der Luft- und Raumfahrtindustrie kommen, am Boden zu halten. Wir müssen gestehen, leider schafft der 20 MPH «Motorized Wheelrider» keine 25 km/h, aber das wäre für ein Skateboard ja auch etwas schnell und fahrlässig. Schlappe 20 reichen auch aus. Dazu treibt es ein 2 PS Motor an, das zwischen den Rädern sitzt. Gesteuert wird das ganze mit Hilfe einer Art Fernbedienung, die Sie während der Fahrt in der Hand halten. Mit dem «Wheelrider» können Sie sich in jedes Gelände wagen, zumindest was die Bereifung angeht. Ob Sie ein so gewiefter Fahrer sind, wissen wir nicht. Anfangs wird es wohl um die 24 Stürze pro Fahrt geben, aber das wird sich legen. Also – hoffen wir zumindest. Und wie das Leben so spielt: auch der 507, der schönste BMW aller Zeiten und Design-Vorbild für den späteren Z8, war eine Idee von Max Hoffman aus New York, der für seine Kundschaft einen Sportwagen unterhalb des 300SL und oberhalb der billigen (und brustschwachen) englischen Roadster wollte. Man sollte dem Mann ein Denkmal bauen. Hoffman setzte sogar seine eigene Wahl für den Designer durch, Albrecht von Görtz. Zu den 507-Käufern gehörten neben Elvis Presley und Ursula Andress auch John Surtees. Bernie Ecclestone verkaufte seinen im Jahr 2007 für 900'000 Dollar. Gut, der ein oder andere mag es als engstirnig bezeichnen, doch für uns, engstirnig, wie wir manchmal sind, besitzt Highlanders Imperativ von 1986 auch heute noch Gültigkeit. Was, die Phrase auf die Motorrad-Branche projiziert, bedeutet, dass in letzter Konsequenz nur die Triumph Bonneville 900 übrig bleiben kann. Könnte. Sollte? Selbstverständlich customized. Also, dürfen wir präsentieren: The Inlander. Schritt für Schritt knüpfte sich Michael Woolaway das genuine Exemplar vor, überholte erst die Technik, dann die Optik. Braunes Leder korreliert dabei mit mattem Schwarz. Hinzu kommen farbliche Akzente, die erst auf den zweiten Blick ersichtlich werden. So, und jetzt nehmen wir die Scheuklappen wieder ab. Lieber Bruce – The Boss – Springsteen. Wir wissen um den Schmerz und die Not, die oft und bittersüss in deinen Liedern mitschwingen. So auch in «Used Cars». Wenn du über hart arbeitende, der Verzweiflung ausgelieferte amerikanische Arbeiter singst, die gerade so ihre Familien durchbringen. Und das soll jetzt auch gar nicht despektierlich klingen: Aber selbst du würdest dich in dieses gebrauchte Auto setzen. Allerdings nur, wenn du den ebenfalls angesungenen Millionengewinn im Lotto wirklich erzielst. Und sollte das der Fall sein, wirst du deiner Tochter mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit verbieten, ein Eis auf dem Beifahrersitz zu essen. Deine Frau kann so oder so nicht hinten sitzen, denn der 500 TRC hat kein hinten. Als eines der besten und sicher schönsten Rennfahrzeuge der Ferrari-Geschichte kannte der TRC eigentlich auch nur vorne. Cowboy-approved. Echte Cowboys legen Hut und Stiefel nur für zwei Dinge ab: Baden und Schlafen. Da wundert es kaum, dass der MP4-12C Spider Cowboys glücklich macht. Stiefel sind eh kein Problem – solange Sie nicht im Track-Mode unterwegs sind –, und Ihren Hut können Sie hier auch aufbehalten. Versenkbarem Hardtop sei Dank. Und doch: Wenn Sie der V8 in 3,1 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigt und später bis 329 km/h über die Strasse treibt, empfiehlt es sich, das gute Stück festzuschnallen. Also den Hut. Das Schöne am McLaren: die Alltagstauglichkeit. Wer diesseits der fernen Leistungsgrenze unterwegs ist, kann entspannt das – optionale – Liftsystem für Vorder- und Hinterachse nutzen. Auf Knopfdruck geht es vorne um vier, hinten um 2,5 Zentimeter in die Höhe. Bei seinen Reitkünsten sollte Dimitri Stoupakis – der charmante Grieche aus «Der Schuh des Manitu» – besser ein Schweizer Motorrad fahren. Die dürften ja, ganz streng nach Klischee, nicht so schnell unterwegs sein. Weit gefehlt! Der Monotracer erreicht, wenn man denn will, 240 km/h, und das rein elektrisch. Bei moderaten 120 km/h kommt man immerhin 300 Kilometer weit, in Landesspezifika: fast eine Schweiz weit. Die Rundumkarosserie schützt Fahrer und Hintermann vor Widrigkeiten aller Art und ein Stützrad sorgt auf Knopfdruck innerhalb weniger Sekunden für die Balance im Stand. Man muss kein Austauschbandit – ja, wieder der Film – sein, um mit dem Monotracer durch den Wilden Westen zu surren. Es schadet aber auch nicht. Einen Motorradführerschein sollten Sie freilich haben. Redlich erstanden, versteht sich. Ein Motorrad für ein nach Spass und Geschwindigkeit sehr hungriges Mädchen. Für die Schauspielerin Katee Sackhoff (ja, wir mussten sie auch googeln und haben erfahren, dass sie doch schon einiges gemacht hat) bauten die Jungs von Classified Moto ein individualisiertes Motorrad auf Basis einer alten 1987er Honda. Raus kam die KT- 600, benannt nach der Besitzerin. Die Schrauber aus Virginia machen keinen Mainstream, auch machen sie nicht nur Bikes, sondern auch Lampen oder was auch immer Sie wollen. Und das aber immer customized. Bugatti will und darf natürlich ein wenig Aufmerksamkeit auf die Strasse richten. Und hat dafür ganz hervorragende Argumente. Zum Beispiel das PS-O-Meter links vom Drehzahlmesser im neuen Super-Roadster. Warum das allerdings bei 1001 endet, erschliesst sich nur schwer, hat man dem endgültig auslaufenden Top-Modell doch extra 1200 PS implantiert. Was nichts anderes bedeutet, als dass man den Sprint auf 100 – nicht Meter – in 2,6 Sekunden hinter sich bringt. Eat this, Mr. Bolt! Dafür sorgt der bewährte Acht-Liter-16-Zylinder – für die 199 Mehr-PS aber um 4 Turbo-Lader und einen grösseren Ladeluftkühler verstärkt. Dieses Konglomerat aus Superlativen steht dann auch dafür, dass dieser Vitesse erst bei 410 km/h aufhört mit Vortrieb – allerdings nur, wenn das Hardtop aufgesetzt ist. Noch ein Wort zum Preis: Die auf 350 Stücke limitierte Serie kostete ab Werk nicht weniger als 2'011'100 Euro. Geht doch noch. Peter Mullin, Gründer und Besitzer des Mullins Automotive Museum in Oxnard, einem eher uncharmanten Küstendorf nordwestlich von Los Angeles, nannte den Talbot «das schönste Beispiel einer rollenden Skulptur», was vielleicht auch damit zu tun hat, dass sich der Wagen in seinem Besitz befindet. Aber recht hat er trotzdem. «Der Talbot definierte in seiner Zeit das Automobil-Styling neu und beeinflusst Car-Design bis zum heutigen Tag.» Endlich mal ein Auto mit gescheitem Heckflügel. Gescheit, weil in bester Aeronauten-Manier leitwerkartig vertikal aufgebaut. Auch sonst erinnert beim DeltaWing wenig an ein Automobil. Mehr an ein Flugzeug. Oder an die Area 51. Nissan stellt in Zusammenarbeit mit eben DeltaWing ein Unikum an den Start, das ursprünglich mal ein Indy-Car-Racer werden sollte, gleichzeitig – machen wir uns nichts vor – ein Tarnkappen-Spionageflugzeug sein könnte. Fliegen kann der Nissan indes nicht. Die 24 Stunden gewinnen schon mal gar nicht. Schliesslich fährt man, ob des revolutionären Konzepts, komplett ausser Konkurrenz. Der Automobile Club de lOuest hat schlicht und ergreifend keine Klasse gefunden, in die der DeltaWing hineinpasst. So ist auch das 475 Kilogramm leichte und 300 PS starke Konzept entstanden. Die erste Zusammenarbeit zwischen dem englischen Sportwagenbauer Aston Martin und Zagato, dem Turiner Meister aerodynamischen Designs, war ein Geniestreich. Dabei wollten die Engländer nur die auf der Rennstrecke überlegenen Ferraris endlich mal schlagen und bauten 75 Aston Martin DB4 GTs, 19 davon wurden Zagatos. Das mit dem Rennen hatte nicht ganz so toll geklappt, das beste Ergebnis, den der von Designer Ecole Spada entwickelte GT je erreichte, war ein zweiter Platz von Jim Clark in Monza. Aber das tat der Legende des DB4 GT Zagato keinen Abbruch – und dem des englischen Autobauers offensichtlich auch nicht. Eigentlich ist das 59er Convertible gar kein Auto. Sondern ein Symbol. Und ein Öltanker: 6,10 Meter lang, 2,3 Tonnen schwer, 1,07 Meter hohe Heckflosse, Wendekreis 14,60 Meter – und der 6,3-Liter-V8-Motor verbraucht mal eben 35 Liter. Marilyn Monroe hat einen gefahren, Elvis auch. Und dann hat er gesungen: »You may go to college / you may go to school / you may have a pink Cadillac / but dont be nobodys fool.« Oh yeaaah. Lincoln Continental Noch ein amerikanisches Symbol. In zweierlei Hinsicht: Zum einen, weil der 7,0-Liter-V8-Motor des Continental 320 PS hatte und 20 Liter schluckte, zum anderen, weil JFK darin erschossen wurde. Doch war der Continental auch stilbildend: gerade, schnörkelfrei, überaus elegant. Das machte ihn zum einflussreichsten Ami der 60er. Der Ferrari 275 GTB/4, Baujahr 1967, gehörte einmal, lang ist es her, einem fast echten Cowboy. Steve McQueen, einer der glorreichen Sieben, kaufte ihn damals während der Dreharbeiten für «Bullitt». In den folgenden Jahren musste der GTB so einiges mitmachen. McQueen trennte sich von ihm und in den 80er-Jahren liess ihn sein derzeitiger Besitzer in eine N.A.R.T.-Spider-Variante (North. American. Racing. Team) umbauen. Sein neuer Eigentümer konnte diesen Zustand glücklicherweise nicht länger als nötig ertragen und liess den Wagen gerade von Ferrari Classiche restaurieren. Aufwendig. Alles Handarbeit. Um den alten Werkszustand zu erreichen. Lohnt sich wohl trotzdem. Das moderne Pferd für jeden Cowboy. Beim Cruisen über den Highway wie auch bei einem strengen Galopp in der Prärie lässt ihn dieses Gefährt nicht im Stich. Auf das Faux Patina sporty Bike von der englischen Motorradfirma Shaw Speed können Sie immer zählen; Jolly Jumper lässt grüssen. Für einen zünftigen Ausritt muss man das neue Gefährt dann nur noch von England nach Silver City oder Wuppertal bringen. The sky is the limit, und hinterm Horizont gehts weiter. Jolly Jumper war im Übrigen das Pferd von Lucky Luke, aber das wissen Sie, gell. Die Vorstellung, gemeinsam mit Gaul und Gepäck durch die Prärie zu schlurfen, wirkt gegenwärtig etwas antiquiert. Aber im allgemeinen Kontext passend. Was indessen bleibt, ist die Sehnsucht nach Abenteuern, von denen sich einige der Aufregendsten auch heute noch in den naturbelassenen Gegenden Amerikas verstecken. Und die spüren Sie – ganz im Sinne des Zeitgeists – mit einem Airstream International auf. Dieser nämlich überzeugt durch sein elegantes Design, einen komfortablen Innenraum und eine grosszügige Panoramafront. Und mal egal, welche Zugmaschine Sie davorschnallen, auch neben der Abenteuerroute macht sich der Airstream ganz gut in Ihrer Auffahrt. Mit diesem Gefährt legen Sie immer einen eindrucksvollen Auftritt hin. In Bild und Ton wohlgemerkt: Markante Linien, kräftige Farben und ein V8 Motor mit 7 Litern Hubraum sorgen für wohliges Kribbeln auf Netzhaut und Trommelfell. Die C2 Corvette, Codename «Sting Ray» gilt als Ikone und war eben auch die erste, die den Beinamen tragen durfte. Damals, 1962, aber auch noch in zwei Worten geschrieben. Der amerikanischste aller Sportwagen. Für amerikanische Verhältnisse gar nicht mal so gross und – yes, Sir – auch noch von europäischen Sportwagen abgeschaut. Dafür aber mit Glasfaser-Karosserie und 150 PS. Und: John Wayne hat sie gefahren, die erste Corvette. Gerüchteweise heisst es, der Duke habe das Gefährt später an einen Schauspielerkollegen abgetreten, weil er nicht richtig reingepasst habe. Wir meinen: nichts als üble Nachrede. Its the quantity, stupid: 15 Millionen Stück wurden von der «Tin Lizzy» zwischen 1907 und 1928 gebaut. Das kam, weil das T-Modell ab 1914 vom Fliessband lief, als erstes Auto weltweit. Massenproduktion nannte sich das; sie bewirkte, dass John Doe sein Auto schon zum Stückpreis von 300 Dollar erstehen konnte – im Vergleich zu über 800 Dollar vor Einführung der Bandproduktion. Und plötzlich wurden die Amerikaner zu Benzinjunkies. LT steht bei McLaren für Longtail. Man könnte es aber auch mit «Leicht für den Track» übersetzen. Denn genau das ist, was die LT-Fahrzeuge, ob F1 oder 675er, wie kaum ein anderes Fahrzeug in ihrem Wesenszug prägt. Und das, wo so ein McLaren doch schon ab Produktion als Hochleistungsathlet vorrollt. Mit dem neuen LT bekommt jetzt auch die eigentlich alltagstauglichste und komfortabelste Baureihe der Sports Series um die 540er- und 570er-Baureihe seinen gewichtsreduzierten und leistungsgesteigerten Spitzenathleten, was nur um so glaubwürdiger ist für den mittlerweile wohl letzten echten reinen Sportwagenhersteller. Nur 1.100 Kilo wiegt der I.D. R, Volkswagens Pikes Peak-Versuchsballon für das berühmte Bergrennen im Juni. Inklusive des Fahrers, wohlgemerkt. Für einen Rennwagen ist das eine beachtliche Leistung, für einen E-Renner mit schweren Batterien und 680 PS sensationell. Erreicht wurde das Leichtgewicht durch extrem kompakte Batterie-Pakete hinter und neben dem Fahrer sowie extrem leichte Sitzpolster und Sechspunktgurte. Die Sponsoren-Logos auf Romain Dumas Overall wurden übrigens aufgedruckt. Grund: Normale Stoff-Aufnäher sind einfach zu schwer. Der Pick-up, der das amerikanische Strassenbild veränderte, indem er anderen Pick-ups den Weg ebnete. Zuzüglich 35 Millionen Exemplaren seines eigenen Typs – so viele Ford F wurden seit 1948 verkauft, eine Zahl, die nur vom Toyota Corolla übertroffen wird. Mehr gibt es über die F-Serie nicht zu sagen. Nein, wirklich nicht. Nicht leicht zu identifizierendes, aber wunderschönes Fahrobjekt. Offen fahren mal anders. Aber dennoch, dank Beiwagen zu zweit. So muss das sein, heute wie damals. Seinerzeit versetzte MV Agusta die Motorrad-Szene in helle Aufregung. Grund: Die 175 CS Sport war 110 km/h schnell, schön und ungewöhnlich im Design. So ungewöhnlich, weil mit stark akzentuiertem, von oben betrachtet kreisrundem Tank ausgestattet, dass man ihr den edlen wie allseits berühmten Beinamen «Disco Volante» mitgab. Und nein, das hat natürlich nichts mit Musikschuppen und Freiwilligen zu tun, sondern mit Ufos. Klar, nicht wahr? Zumindest mit fliegenden Untertassen. Das war Anfang der 1950er-Jahre und die 175 CS war der absolute Bestseller der Marke. Klingt ja auch wunderbar, so eine Bezeichnung. Volante, das strotzt vor Dynamik und mediterranem Flair. Zum Beinamen passt dann auch – zumindest in der Wortähnlichkeit – der Beiwagen. Das Schöne am 1948 Ferrari 166 Inter Spyder Corsa von Carrozzeria Fontana: Wir sagen einfach mal nichts. Nicht weil es nichts zu erzählen gibt, sondern weil es kaum der Worte bedarf, um ein solches Schmuckstück zu beschreiben. Da muss man nicht drauf hinweisen, dass gerade dieser hier der neunte je gebaute Ferrari überhaupt war und in den späten 1940ern die Motorsportwelt aufmischte. Die in der amerikanischen Stadt Portland beheimatete Firma Icon 1000 hat sich auf die Modifikation von Serienmotorrädern spezialisiert. Das Modell «The Quartermaster» dürfte bei Männern sofort den Blick auf ihren Urlaubskalender auslösen. Oder auf den Kontostand. Basierend auf der Ural ST, bezog das Designteam seine Inspirationen aus Endzeitfilmen und der rauen Ästhetik russischer Militärfahrzeuge. Was nicht überraschen mag, ist der Mythos Ural ja naheliegenderweise aus der ehemaligen Sowjetrepublik entsprungen. Das ist mal Glasnost. Noch ein Meisterwerk aus SantAgata. Nur drei Jahre nachdem sich der italienische Traktor-Hersteller Lamborghini über den benachbarten Commendatore Enzo F. so geärgert hatte, dass er seine eigenen Sportwagen baute, stellte sich die Edelschmiede in Bologna mit dem Miura selbst ein Denkmal. Der SV war der Letzte in der Miura-Produktionsreihe, die die Lamborghini-Ingenieure Gian Paolo Dallara, Paolo Stanzani und Bob Wallace ohne Wissen und Zustimmung des Firmenchefs entwickelt hatten. Knapp 800 Miuras wurden über die Jahre produziert, 150 davon in der SV-Version. Da gibts nur ein Wort: bahnbrechende Schönheit! Alle Supersportwagen, die nach dem Countach kamen, mussten sich am Denkmal aus SantAgata Bolognese messen. Selbst der Aventador, Lamborghinis Top Car, genehmigt sich heute, fast 45 Jahre nach dem Countach, stilistische Anleihen am LP400. «Der kulturelle Einfluss des Countach war einmalig. Das war das erste Supercar gewesen, dessen Poster an den Wänden von unzähligen Jungs hing.» An meiner auch. Das Coupé revolutionierte das europäische Nachkriegs-Design und etablierte die Italiener endgültig als Stil-Ikonen. Der Cisitalia legte den Grundstein für Generationen von britischen Sportwagen der 50er- und 60er-Jahre wie die Austin-Healeys, die Triumphs und Jaguars. «Cisitalia repräsentierte eine neue Richtung im Auto-Design», sagt Leslie Kendall, Kurator des Petersen Automotive Museum in Los Angeles, der das Fahrzeug mit einem wertvollen Juwel vergleicht. Stadt, Land, Wald: der Subaru WRX STI Der Lack funkelt in Pearl-Blue, der grosse Heckspoiler ragt selbstbewusst nach oben und am Kotflügel prangen drei Buchstaben: STI. Subaru Technica International – die Motorsportabteilung der Japaner. In Zahlen gefasst: 2,5-Liter Vierzylinder-Boxer, ein Abgasturbolader, 300 Pferdchen, Schaltgetriebe mit sechs Gängen und vier angetriebene Räder. Was will man mehr? Nun heisst er WRX, ein unbeschriebenes Blatt. Die goldenen Felgen vergangener Generationen sind auch verschwunden. Wer einem Subaru WRX STI kauft, setzt ein Statement gegen den Mainstream. Und zwar klar und deutlich. Das könnte man ebenso vom Atlantic behaupten, ein mindestens gleich schönes Beispiel des französischen «» wie der Talbot. Ausserdem wurde der Bugatti schon zwei Jahre vor dem Talbot gebaut, was wiederum beweist, das gekonntes Klauen – oder vornehm in der Design-Sprache ausgedrückt «re-imagining» – schon damals sehr erfolgreich praktiziert wurde. Der Prozess, in der Musikbranche heutzutage als «sampling» bezeichnet, produzierte in der Mitte der 30er-Jahre zwei Automobile, die immer noch das Schönste sind, das man auf vier Rädern bewegen kann. Dass der Bugatti ausserdem mit weit mehr als 40 Millionen Dollar das wohl teuerste Auto der Welt ist, schadet ja nicht. Deus ex Machina ist nicht nur eine Motorradmarke, sondern ein Ausdruck von Einstellung und Kultur. Freiheit und Abenteuerlust, das muss ein customized Bike heute verkörpern, finden die Jungs von Deus. Finden wir auch und empfehlen die Deus Bald Terrior 1200. Sie entstand auf der Basis einer Harley Davidson Sportster 1200. Der Auftrag an das Team lautete: noch bessere Performance und daher noch stärkere Bremsen. Kein Problem und einmal unterwegs verpassten die Jungs der 1200 unter anderem noch ein komplett verändertes Heck, einen modifizierten SR400 Tank und Ikon Stossdämpfer. Ein flacher Wortwitz zu Beginn: Bergrennen waren in den 1960er-Jahren der Gipfel des Motorsports. So weit, so flach. Jetzt wird es heftig: Denn dort, wo Mann mit dem Kotflügel die Felswand entlangschrubbt und das Hinterrad zur Hälfte über dem Abgrund dreht, taugen selbst Nerven aus Stahl nicht. Stahl ist schlicht zu schwer. Es gilt: wenig Gewicht, perfekt verteilt. Der maximal 275 PS starke 909 Bergspyder folgt dieser Philosophie mit der Kompromisslosigkeit einer Lawine und ist mit 375 Kilogramm Trockengewicht bis heute der leichteste Porsche aller Zeiten: Silber- statt Kupferleitungen, Aluminiumfahrwerk, Federn aus Titan, eine extrem dünne Kunststoffkarosserie, und der Lack war so zart aufgetragen, dass er beim Waschen abging. Doch der Leichtbaugipfel – um im Bild zu bleiben – sind die Bremsen und der Tank. Die Bremsscheiben waren aus Beryllium, extrem leicht, extrem standfest und so teuer, dass nur eines der beiden gebauten Autos damit ausgestattet wurde. Der 14-Liter-Tank war aus 0,8-Millimeter flachem Titan mit einem Clou im Inneren: eine Fussballblase wurde mit zehn Bar unter Druck gesetzt, um die 1,7 Kilogramm schwere Benzinpumpe zu sparen. Kick and race, sozusagen. Um Mark Twain zeitgemäss zu interpretieren: Die Gerüchte um das Ableben des Diesels sind stark übertrieben. Der Beweis: der XD4 des edlen Kleinherstellers Alpina – mit einem der eindrucksvollsten Diesel, die es zurzeit auf dem Markt gibt. Der Motor basiert auf dem XD3, einem 3-Liter-Reihensechser mit vier Abgasturbos, leistet 388 PS und verfügt über ein Drehmoment von 770 Nm, was den Alpina in 4,6 Sekunden auf Hundert bringt und die Halbwellen zum Ächzen. 268 km/h Spitze machen den XD4 zum wohl schnellsten Serien-Diesel. Damit die Proteste der Nicht-Kunden nicht allzu laut ausfallen, bekommt der Alpina einen NOx-Speicherkat sowie einen SCR-Katalysator. Der DeLorean DMC-12 hatte in «Zurück in die Zukunft» seinen grossen Auftritt. Heute hat er Legendenstatus. Ein Status, der auch dem grandiosen Wurf von Thunderbike zuteil werden könnte. Das Custombike-Unternehmen mit Sitz in Deutschland liess nämlich unlängst die «PainTTless» auf die Strassen los. Dabei handelt es sich um ein virtuos frisiertes Zweirad, das seine Kraft aus einem umgebauten Harley-Davidson-Motor bezieht. Die «PainTTless» konzipiert als Tribut an die Tourist Trophy auf der Isle of Man. Dreihundert glückliche Jaguar-Besitzer werden die Nordschleife in sieben Minuten und einundzwanzig Sekunden umrunden können – vorausgesetzt, sie fahren einen Jaguar XE SV Project 8 und können es so gut wie Jaguar Profi Vincent Radermecker. Der vorherige Rekord war elf Sekunden langsamer, was den Jag zum Schnellsten unter den Ring-Viertürern macht. Der Project 8 schafft die Hundert in 3,4 Sekunden und fährt 322 Spitze. Land Rovers Special Vehicle Operations machte es möglich, indem sie ihrem achten Projekt einen 5,0-Liter-Supercharged-V8 mit 441 kW und einen Vierradantrieb verpasste. Wem das nicht reicht, der kann bei SVO eine Performance-Version bestellen – ohne Rücksitz. Wer, ja wer, braucht einen DeLorean, vom Doc gepimpt, damit er in der Zeit – vornehmlich rückwärts – reisen kann, wenn er auch dieses Schmuckstück bewegen kann? Gute wie einfache Frage. Die Antwort kann nur lauten: Jeder, der nicht gerade fünf bis sieben Millionen Euro locker auf der Tasche hat, um auf den Ferrari 250 GT LWB California mitzubieten. Lediglich 49 Stück wurden Ende der 1950er Jahre von Pininfarina gezeichnet und von Scaglietti gedängelt. Wobei: Der 1958er wurde erst kürzlich bei den Jahresauftakt-Versteigerungen in Scottsdale unter den Hammer gebracht. Der Drops scheint gelutscht, die Wiese gemäht. Es sei denn, man hat eine Zeitmaschine und besagte fünf bis sieben Millionen Dollar und eine ungefähre Ahnung von Einstein, Quanten und Physik im Allgemeinen. Und da hilft dann vielleicht wieder der DMC DeLorean und der Doc und Marty McFly. Alles im Kontinuum. Der Leipziger Industriedesigner Felix Monza bietet Eltern nun endlich die Möglichkeit, den Nachwuchs mit dem Moto Rocker subtil für eine Zukunft auf zwei Rädern zu konditionieren (oder selbst eine Runde auf dem Einzylinder zu schaukeln). Der Sitz ist aus Leder, die Farbe wählbar – und der Name des Fahrers (oder der Fahrer) kann in den Rahmen eingraviert werden. Preis: zirka 1370 Euro. Hätte man ihn auch Ismael nennen können? Wohl eher nicht. Denn der Porsche 935/78 ist nun mal ein echt dickes Ding und mit seiner weissen Grundlackierung ein wahrer Pottwal unter den 911ern. Kraftstrotzend wie kein zweiter 911 vor oder nach ihm, kam er in der stärksten Ausbaustufe auf 845 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 366 km/h. Und auch die Vorliebe für Wasser teilt er mit dem Romanhelden: der 935/78 ist der erste Porsche Rennsportwagen mit wassergekühlten Zylinderköpfen, dabei wird sein Sechszylinder-Boxermotor von einem Turbolader zwangsbeatmet. In Le Mans muss »Moby Dick« mit etwas weniger Leistung auskommen, bläst 1978 aber mit immerhin noch 750 PS um den Kurs an der Sarthe. Dass es am Ende nicht zu den grossen Erfolgen reicht, liegt ein Stück weit auch am ungeheuren Durst. Übrigens, der weit weniger bekannte letzte Satz aus dem Roman von Herman Melville lautet: «Es war die umherirrende Rachel; auf der Suche nach ihren verschollenen Kindern fand sie nur eine weitere Waise.» Aber das nur am Rande. Durchatmen. Die Kreditkarte wieder ins Portemonnaie schieben. Dieses Motorrad, eine BMW R80, können Sie nicht kaufen. Es ist eine Konzeptstudie der Pariser Bike-Veredler Barbara Motorcycles und heisst zu Recht Black Mamba. Der Name rührt wohl daher, dass die Linie von Sitz, Tank und Scheinwerfer an die Form des Kriechtiers erinnern und die Maschine so richtig schön gemein aussehen lassen. Grandezza: Eine luxuriöse Sportlimousine mit ausreichend Platz für vier Personen, ohne umständliches Ein- und Aussteigen hinter umgeklappten Vordersitzen à la Coupé. Also mit vier Türen. Kommt so was aus Italien – und so etwas kommt oft aus Italien –, liegt der Name Quattroporte nahe. Simpel wie wohlklingend. Italienisch ist da ja eine sehr dankbare Sprache. Maserati macht das so seit fünfzig Jahren. Glückwunsch! 1963 kam die damals mit 220 km/h Spitze schnellste Limousine der Welt auf die selbige und das Namenserbe wird seither schnurstracks weitergeführt. Niemand ist eine Insel, heisst es. Da ist es doch ganz praktisch, dass man zumindest ein Motorrad von einer selbigen inspirieren lassen kann. Die Veredler von Deus Customs in Bali haben sich eine Honda CB 150 Verza vorgenommen, mit der man sogar samt Surfbrett an den Strand fahren kann. Der Haken bei diesem fantastischen Motorrad: Sie können es nur in Bali kaufen. Aber dann dort immerhin zum Strand damit fahren. Das klingt doch fair, oder? Preis: auf Anfrage Muss dabei sein, ist dabei. Wenn man unter dem Motto «Some Like It Hot» über Autos redet, muss der Icona Vulcano einfach dazugehören. Es brodelt nämlich gewaltig – noch unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit. Über 900 PS sollen so aus dem Zwölfzylinder, à la LaFerrari mit zwei Elektromotoren gekoppelt, gespien kommen. Aber, eigentliches Highlight könnte die eigens entwickelte Aussenfarbe namens Red Magma sein. Interessanter Spezialeffekt: Wirkt der Lack bei Licht strahlend rot, so erscheint sie im Dunkeln schwarz. Eine Menge Versprechen, eine Menge zu halten. Wir drücken die Daumen. Einmal zeigen, was man kann, wenn man nicht von irgendwelchen Erbsenzählern ausgebremst wird! Ohne Rücksicht auf Reglements durfte das Team in der Porsches Motorsport-Zentrale von Porsche in Weissach einen ausgedienten Porsche 919 Hybrid aufmotzen. Heraus kam der schnellste Rennwagen aller Zeiten. 1160 PS erreicht der Evo, Aerodynamik-Hilfen aus der Formel 1 verbessern den Abtrieb um über 50 Prozent und Gewichtseinsparungen durch den Wegfall unwichtiger Extras wie Scheinwerfer, Scheibenwischer oder Klimaanlage ermöglichen Rundenzeiten in Spa, die fast eine Sekunde schneller sind als Lewis Hamiltons 2017er F1-Pole-Position-Runde – und um 12 Sekunden (!) schneller als Porsches eigene WEC-Pole-Zeit aus dem vergangenen Jahr. In einer Salzwüste in Utah stieg Burt Munro 1967 auf seine umgebaute Indian Scout. Er erreichte 295,44 km/h und stellte damit in der Klasse bis tausend Kubikzentimeter einen Rekord auf. Als eine Hommage an den legendären Racer und seine Mechaniker kreierte Amerikas ältester Motorradhersteller jetzt die «Spirit of Munro». Und dabei handelt es sich nicht nur um ein Showbike, sondern tatsächlich um eine reinrassige Rennmaschine mit Komponenten aus Luft- und Raumfahrt, die von einem Thunder-Stroke-111-Motor befeuert wird. Den immerhin soll es dann auch für die entsprechenden Strassen-Bikes geben. So stellen wir uns ein Harley-Erlebnis vor: Tief und breitbeinig sitzend und ein stetiges, angenehmes Blubbern in den Ohren. Die Dyna Street Bob bringt das mit und kommt sogar in einer Special Edition. Die zwei Zylinder im Bierkrugformat verfügen über noch ein bisschen mehr Brustvolumen, und ansonsten ist diese Harley auf das Wesentliche reduziert: Jede Menge Druck, schon aus dem Drehzahlkeller heraus. Aus Energicas erstem elektrischen Superbike, dem EGO, entspringt die EVA 107, ein italienisches Wunderwerk auf zwei Rädern. Die Leistung des Naked Bikes wird mit 107 kW angegeben (80 bei der normalen EVA). Das Drehmoment von 200 Nm reicht aus, um milde Gemüter in Aufruhr zu versetzen. Vier Riding-Modes, – Urban, Eco, Rain und Sport – sollten helfen, die Nerven zu beruhigen. Das Ride-by-Wire-System benötigt weder Getriebe noch Kupplung und ermöglicht enorme Beschleunigungswerte. Und: Ein Schnelllader füllt die Batterie in 30 Minuten auf, was für 200 Kilometer Freude reichen sollte. Der erste rein elektrisch angetriebene Aston Martin kann bis 500 Meter tief tauchen – allerdings wird «Aston Martin unter Wasser» nicht die Schlagzeile sein, die der Hersteller von James-Bond-Sportwagen gern über sich lesen möchte. Zusammen mit dem Bootsbauer Triton aus Florida, der auf den Bau von wissenschaftlich nutzbarer U-Boote spezialisiert ist, bauten die Briten trotzdem ein Mini-U-Boot, «Project Neptune» genannt, für diejenigen, die sonst schon alles haben. Ganze fünf Sondermodelle «Revolucion» hat man sich ausgedacht und – wie sollte es anders sein – auch verkauft. Vorab. Alle weg. Ende, aus, Micky Maus. Nur nebenbei: Für jeden einzelnen wurden runde 2,2 Millionen Euro hingeblättert. Plus Steuern. Dafür bekam man aber auch fünfzig Zusatz-PS in den AMG-V12 eingehaucht, feinste Formel-1-Technik eingebaut und dank Carbon und Titaneinsatz eine auf 1070 Kilogramm abgespeckte Oberrakete in den Hangar gestellt. Jede der 800 PS muss so nur knapp 1,34 Kilo bewegen. Legen wir noch nen Fahrer oben drauf, sind am Ende trotzdem noch locker und – wie passend – leicht 350 Sachen drin. Dass die 100 in knapp 2,7 Sekunden erledigt sein sollen, verwundert wenig. Viva! Vor 33 Jahren stellte BMW in Frankfurt den E30 M3 vor – und seither laufen die Münchner dessen Ruhm hinterher. Egal wie gut ihre M-Modelle auch waren, der Urvater galt als Messlatte und Mythos. Der neue M2 Competition könnte ihm den Rang ablaufen, weil BMW den M2 noch einmal aufmotzte, der ja auch schon kein Schattengewächs war. 410 PS, 40 mehr als das M2-Serienmodell, ein nochmal nachgebessertes Fahrwerk und optional neue M-Bremsen machen den Competition nicht nur zum möglicherweise besten M aller Zeiten, sondern auch zum Liebling der weissblauen Fans – es gibt ihn auch als Handschalter. 169 Kilo österreichisches Motorrad und 105 PS sind schon einmal gute Voraussetzungen. Dazu kommen sechs Gangstufen mit Quick Shifter, eine perfekt eingestellte Elektronik inklusive Kurven-ABS mit Supermoto-Modus, Launch-Control und mehr als ausreichende Federwege. Und: Das Naked Bike hat ein mit dem Hauptrahmen verschraubten Rahmenheck aus Leichtmetall, was für ein präzises Fahrgefühl sorgt. Nicht wirklich überraschend, dass KTM seinem ersten Parallel-Twin den Beinamen »Skalpell« gegeben hat. Wer sich einen Punkt am Ende des Himmels, dort wo die Strasse vom Rand der Welt zu fallen scheint, sucht, wer sein Heil in der weitesten Ferne vermutet, der kann sein Vehikel dafür in nächster Nähe finden. Es muss nicht immer der geographische Exot sein, sucht man ein passendes Bike, um das Fernziel zu erreichen. Gleich in Deutschland designt und baut Horex recht ansprechende Zweiräder, die allemal taugen, um den Horizont zu jagen. Der VR6 Roadster wartet mit einem kleinen Rekord auf: Der 6-Zylinder-Motor ist ein architektonischer Hybrid aus V- und Reihenanordnung. Bedeutet: kurz, kompakt und wohl einzigartig, aber eben mit mehr Hubraum. 1200 ccm sorgen für angenehm gleichmässige Kraftentfaltung, 137 Nm und 161 PS dann für den Rest. Dazu sieht die Horex ziemlich sexy aus, und so hat man neben der coolen «Ich bin raus, suche die Weite, die Freiheit, mein Ich»-Geschichte auch gleich noch einen Eyecatcher dabei. Hilft abends an der Bar. Mal gepflegt ne Runde golfen? Gerne. Aber bitte ohne Golf Carts. Wir gehen schliesslich mit den Trends und schweben über den Dingen. Gesagt, getan: Die Strecke von Loch zu Loch überbrücken wir im Golf Cart Hovercraft. Ein waschechtes Hovercraftmobil mit einem BW1 65-PS-Hirth-Motor. Rasenschonend gleitet man damit übers frisch gemähte Grün. Oder man lässt die Ausgelassenheit in Nervenkitzel umschlagen, wofür die aerodynamische Form und die Höchstgeschwindigkeit von 72 km/h geradestehen. Der Platzwart vermag Ihnen dabei sicher keinen Strich durch die Rechnung zu machen; das Hovermobil fährt nämlich auch übers Wasser, ist mithin das perfekte Fluchtfahrzeug. Cooles Teil! Aber für 58 000 Dollar auch kein Schnäppchen. Land Rover feiert sein Markenjubiläum mit einer limitierten Neuauflage des Range Rover SV Coupé. Er ist: Limitiert in der Stückzahl, äusserlich massgeschneidert auf Kundenwünsche, dabei durch und durch hochwertig. Und: zweitürig. Schliesslich war der erste Range Rover von 1970 auch ein Zweitürer. Tradition verpflichtet schliesslich. Familienwappen auf den Kopfstützen, Gravuren auf den Einstiegsleisten und den inneren Aluminium-Türgriffen. Das Anilinleder der Vordersitze hat eine andere Farbe als die Sitze im Fonds. Je nach dem, wie es der Käufer wünscht. Das geht bis in die Kontrastnähte. Und natürlich aufs Äusserste: Die Karosserie schimmert in einer individuellen Flüssigmetall-Optik in zwei Akzenten. Lange Beschreibung, kurzer Sinn: Der Range Rover SV Coupé ist das Höchstmass an Individualität im Segment der Luxus-Geländewagen. John Edwards, Managing Director Special Operations bei Land Rover, betont: »Sie können mit jeglicher Farbvorlage zu uns kommen.« Dass diese selbstredend umgesetzt wird, braucht er nicht hinzuzufügen. Das versteht sich für einen Gentleman von selbst. Nachts sind alle Katzen grau? Dann sind Sie wohl noch keinem Toyota GT 86 Tiger begegnet. Die Sonne steht tief. Sehr tief. Ein letztes Mal für heute taucht sie die Strasse in gleissendes Licht, dann bricht auch schon die Dunkelheit herein – und der Tiger aus seinem Käfig aus. Weglaufen kommt jetzt nicht mehr infrage. Rennen vielleicht? Keine Chance. Denn ehe sich die Erwägung in koordinierte Bewegungsabläufe übertragen lässt, steht der 200-PS starke Toyota GT 86 Tiger auch schon Zähne fletschend vor uns und durchschneidet mit zwei tosenden Gasstössen rasiermesserscharf die Stille der sich ankündigenden Nacht. Die Raubkatze mit dem Sechs-Gang-Schaltgetriebe will spielen. Und auffallen. Eine expressive Darstellungsform manifestiert sich in der Sonderlackierung »Tiger Orange«. Schwarze Akzente an Tür, Dach, Spoiler und Luftschlitz runden das aggressiv-fordernde Äussere wunderbar wirkungsstark ab. Die Frage, wer oder was denn bitteschön ein Motoped sein soll, ist momentan durchaus legitim. Wie gesagt: momentan. Denn das hybride Wesen aus Pitbike einerseits und Mountainbike andererseits steckt derzeit noch in den Kinderschuhen. Zwar ist die Idee von einem motorisierten Bike nichts Neues, doch lässt sie durchaus noch Luft nach oben. Und hier kommt das Motoped ins Spiel, welches seine Kraft aus einem Honda XR50 Motor speist und auch in optischer Hinsicht Hondas Linie treu bleibt. Der XR50 Motor kommt seit über 40 Jahren zum Einsatz, wurde stets optimiert und bietet somit das, woran die Konkurrenz scheitert: Berufserfahrung – und einen satten Sound. Und klar, auch im Aussehen hinkt das gemeine Fahrrad hinterher. Oder finden Sie etwa nicht, dass der Honda XR50-Verschnitt um Längen cooler daherkommt? Zugegeben, der Zusammenhang ist etwas flach. Aber das passt ja irgendwie bei einem Auto von gerade mal 1,20 m Höhe. Denn eine Speciale in italienischer Tradition steht bekanntlich schon immer für etwas mehr Genuss. Und sei es bei einem reichlich bedeckten Fladenteig aus dem Steinofen. Gern ein bisschen mehr, gern ein bisschen schärfer. Speciale eben. Es gibt 605 PS, heiss serviert bis 9000 Umdrehungen. Bei 4,5 Liter Hubraum des V8 ergibt das mit 135 PS pro Liter den höchsten Leistungswert eines Saugmotors in einem Serienfahrzeug. Front- und Heckschürze wurden ordentlich aerodynamisch nachgewürzt, und dank konsequenter Gewichtsreduzierung – selbst der Teppich im Innenraum musste dran glauben – wurde das Trockengewicht auf 1290 Kilogramm reduziert. Leichte Kost also? Auf jeden Fall ganz nach unserem Geschmack. Nur beim Zugreifen ist Obacht geboten. Allzu sorglos, und es gibt keinen Nachtisch mehr. Aber das kennt man ja. Schon klar, ein Motorrad überzeugt nicht unbedingt durch Schneetauglichkeit. Muss es aber auch nicht. Denn während der Winter ephemeren Charakter besitzt, sorgt das Zweirad selbst dann für Freude, wenn es nur in der Garage parkt. Vorfreude nennt man das, weshalb das Motorrad getrost als saisonunabhängiges Fahrzeug firmiert. Warum also warten und nicht gleich zugreifen, um mit der Harley X zunächst einmal als Vorbote für ausgiebige Ausfahrten Quartier aufzuschlagen: Sehnsucht kann so schön sein. Mit Ankunft der ersten Sonnenstrahlen offenbart das Motorrad mit dem rassigen x-Motor dann seine wahren Stärken, die in einem leistungskräftigen Durchzug und der Agilität liegen. Schliesslich komplettiert eine sportliche Optik das Bild eines Motorrads, das man gefahren haben muss. Schon klar, dass es bei solchen Argumenten schwer fällt, vorerst die Füsse stillzuhalten. 7-Zoll-Touchscreendisplay: check. Induktive Ladeschale: check. 21-Zoll-Alufelgen: check. Dieses buckelartige Designgeschwür am Heck: äääähm, joa. Lässt sich dann leider nicht so einfach per Mausklick entfernen. Oder etwa doch? In einer durch und durch für individuelle Kundenwünsche empfänglichen Branche wie der Automobilindustrie, stellt man sich sein Auto ja eigentlich so divers und unkompliziert zusammen wie ein Sandwich bei Subway. Hackrod und Siemens setzen an diesem Punkt an – und mit ihrem Conceptcar »La Bandita« gleich noch einen drauf. Die Idee: Statt bei der Konfiguration des persönlichen Traumwagens ausschließlich auf eine vom Hersteller bereitgestellte und demnach limitierte Garnitur an Individualisierungsmöglichkeiten zurückzugreifen, soll der Kunde zukünftig sogar das Design selbst gestalten. Angefangen beim 3D-Drucker über künstliche Intelligenz bis hin zur Virtual-Reality schöpfen Hackrod und Siemens dabei die Errungenschaften der digitalen Welt voll aus. Wie das Resultat dann aussehen könnte, das zeigen uns die beiden anhand des Prototyps »La Bandita«. Wir dürfen also gespannt sein und fertigen im Kopf schon mal die ersten Skizzen für einen ramp-Roadster an. Eine Skulptur aus Stahl und Alu. Retro meets Future. Alles mächtig, kräftig, kantig. Mit dem klassischen Königswellen-Motor der Kawasaki W800, eingebaut in einen modernen Superbike-Rahmen, mit Superbike-Schwinge und Umlenkung, bläst die W800 – T800 aus ihrem Unterflurauspuff ungefiltert zum Angriff. Attacke! Der Atlantic. Immer noch der teuerste Klassiker der Welt. Weil nur vier gebaut wurden und zwei davon übriggeblieben sind. Einer gehört Ralph Lauren, der andere ging für 43 Millionen Dollar nach Kalifornien. Wo er in einer Garage vor sich hinprächtelt, nachdem er einige Monate im Museum ausgestellt war (was die Steuerlast mindert). Während der Bundesadler nach zähen GroKo-Verhandlungen noch immer wie ein gerupftes Huhn im Käfig kauert, strebt ein anderer umso entschlossener in Richtung grenzenloser Freiheit. Gemeint ist der Adler von Mandello, der seit Mitte Februar mal wieder vergnüglich seine Flügel aufspannt – und zwar in Gestalt der Moto Guzzi V7 III Carbon. Bei dem in Mandello handgefertigten und auf 1921 Stück limitierten Sondermodell mit dem Adler auf dem Tankdeckel trifft ein mattschwarzes Finish auf stilvolle Akzentuierungen in Rot und eine in Alcantara gekleidete Sitzbank. Seitendeckel und Schutzbleche aus Carbon machen das Bild von der modern interpretierten Retro-Maschine dann perfekt. Sehen lassen kann sich aber auch der 90-Grad-V2-Motor mit 744 Kubikzentimetern Hubraum. Der sorgt für kraftvollen Durchzug und liefert im Verbund mit zwei dicken Auspuffwummen auch gleich den passenden Soundtrack dazu. Ok, erwischt. «Enfield» und «Anfield» sind nicht ganz dasselbe. Aber es lag mir halt sooo auf der Zunge. Also zu Enfield: Im Jahr 1930 entwickelte Royal Enfield einen 500 ccm-Einzylinder mit vier Ventilen und verbaute dieses Vergaseraggregat mehr als fünfzig Jahre in verschiedene Motorräder. Im Jahr 2008 wurde ein komplett neuer Einzylinder mit 500 ccm entwickelt, wieder luftgekühlt und wieder mit vier Ventilen. Neben 27 PS und 41 Newtonmetern Drehmoment bekam er auch all die Erfahrung aus dem Vatermodell verbaut. Im Bewusstsein um so viel Tradition verpackt der indische Hersteller diesen Motor im 130 km/h schnellen »Donnervogel« in einem klassischen und robusten Kleid. Gegen Adrenalin immun? Schade. Es klingt wie ein Märchen und es ist eines: 880 PS Systemleistung, aber nur 3 Liter Spritverbrauch? Systemleistung? Da ziehen die Petrolheads die Stirn kraus, weil sie Plug-in-Hybrid mit Öko-Schlaffis verbinden. Das nur am Rande. Die 911er-Silhouette zeigt deutlich die Gene der Sportwagenikone. Und gratuliert zum Fünfzigsten. Die muskulöse Aussenhaut weist auf die Familie hin. Allesamt ambitionierte Sportler. Sie zitiert Elemente, die vertraut wirken und Vertrauen schaffen. Ein Kaleidoskop flüchtiger Formen, Aero-Ästhetik auf höchstem Niveau. Masse, die aus spielerischer Leichtigkeit und Kraft gefügt ist. Geduckt, um mit dem Wind zu spielen. Geschmeidig und doch von krasser Aggression. Ein Hypercar, dessen fulminante Performance aus jeder Lage Carbon heraus spricht. Ein Statement. Macht nix. Schliesslich ist der chinesische Automobilhersteller in Europa noch nicht allzu lange im Geschäft. Den Namen sollte man sich trotzdem merken, besonders dann, wenn man statt Auto lieber Fahrrad fährt. Qoros lancierte jüngst das eBiqe Concept – und geht damit einen entscheidenden Schritt in Richtung Durchbruch. Während sich das Design stark an der puristischen Schönheit eines Motocrossbikes anlehnt, ist die Technik eine Nummer für sich. Der Bordcomputer verfügt über eine 3G-Datenverbindung, was den Anschluss an die Cloud ermöglicht und das Navigationssystem auf dem neuesten Stand hält. Aber auch der Fahrspass bleibt dank der drei Betriebsmodi (Eco, Street, Power) niemals auf der Strecke: Im Spitzenmodus bringt es das 49 Kilogramm leichte eBiqe in knapp 8,5 Sekunden auf beachtliche 65 km/h. «Qoros – noch nie gehört?» Doch man braucht doch deshalb nicht gleich alle Konventionen über Bord zu werfen. Stichwort: Rollenverteilung bei der Gartenarbeit. Bekanntermassen ist und bleibt das Rasenmähen Domäne des männlichen Geschlechts – und wer daran zu rütteln versucht, hat mit einer Welle des Protests zu rechnen. Und über deren Ausmass kann nur zitternd spekuliert werden, hat sich der Mann doch erst jüngst den Honda Lawn Power HF 2620 in den Schuppen gestellt. Ein Rasenmäher, mehr Sport- als Gartengerät, den Honda in Zusammenarbeit mit dem Tuningspezialisten Team Dynamics auf sage und schreibe 109 Pferdestärken gepimpt hat. Sportsitz. Dicke Schlappen. Zwei elektrische Motoren. Von null auf hundert in vier Sekunden. Höchstgeschwindigkeit 208 km/h: So einfach wird der Rasen zur Rennstrecke umgemünzt. Klar, dass Man(n) da nur schweren Herzens die Schlüssel aus der Hand gibt. Kennt jeder von »seinem« Italiener. Bei Ferrari ist das anders. Da wallt Blut, fliessen Endorphine, schäumen Emotionen. Und bei LaFerrari? Kann der Name verwirren. Aber das Konzept ist der autogewordene Traum des Bellissima. Gertenschlank dank Aluminium und Carbon, aber bärenstark: 800 PS aus dem 6,3 Liter V 12. Plus 163 PS aus einem Elektromotor. Technische Vision und Designikone. Ätherisch fliesst die Hülle um das Auto. So, als wäre sie aus Luft gestaltet. Organische, weibliche Formen. Fliessend, wie ein in den Wind geworfenes Seidentuch. Eine Symbiose aus Dynamik, Schwung, fein ziselierten Linien und der puren Funktion. Funktion, die im eleganten Stil der Prêt-à-porter-Schauen gekleidet ist. Aggressiv und trotzdem voll Harmonie. Eine Quintessenz des Designs. Ein Meilenstein für Ferrari. Es ist, nota bene, der erste Ferrari, der in Maranello gestaltet wird. Von Flavio Manzoni. Da ergibt der Name Sinn. Edith »La« Piaf ist bis heute eine Ikone des Gesangs. LaFerrari wird dies beim Design zuteil werden. DER RAKETENRUCKSACKMANN 2.0 Zwei Jahre waren Rucksäcke wieder ein essenzieller Trendfaktor. So langsam ists aber gut, finden wir, ausser bei einem ganz bestimmten Modell: diesem hier. Der Martin Jetpack für 100'000 US-Dollar. Ein Benzinmotor, zwei Schleusen, vertikales Take-off und Landing. Ein Gerät, das Sie zum Piloten macht und ein schöner Ersatz zur spontanen Fortbewegung, schliesslich können Sie den Jetpack sogar von der eigenen Dachterrasse starten, schweben und gleichmäßig fliegen. Bis zur nächsten Tankstelle zum Beispiel. www.martinjetpack.com Abstrakte Grössen lassen sich oftmals wenig greifbar in reinen Zahlen darstellen. Der Abstand zur Sonne zum Beispiel: 149'600'000 Kilometer. Ungefähr. Das ist rund 200'000-mal die Fahrtstrecke Hamburg – München. Nehmen wir an, ein Mensch benötigt für diese Reise einen Tag, dann müsste er knapp 600 Jahre alt werden und jeden Tag fahren, um diese Strecke zu schaffen. Ähnlich verhält es sich mit dem Königsegg Agera One 1. Jetzt mögen 20 Sekunden eine vorstellbare Zeiteinheit sein, in dieser allerdings auf 400 km/h zu beschleunigen, überspannt dann schon wieder die Vorstellungskraft der meisten von uns. Immerhin: die Strecke zur Sonne würde der Agera One 1 mit seinen 1360 PS – das macht ein PS pro Kilogramm – und einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 440 km/h in rund 40 Jahren schaffen. Und selbst wenn auch in dieser Kalkulation ein paar realistische Pausen – tanken und schlafen – einkalkuliert werden, könnte man die Strecke innerhalb eines Menschenlebens fahren. Wobei das dann wirklich nur ein Job für Fernfahrer wäre. Das passt. Nicht nur als wohlfeile Alliteration, sondern vor allem als treffende Feststellung der Tatsachen. Mithin liegt es in der Natur der Sache, dass die britische Edelmarke ihr Angebot erweitert – und künftig den Motorrad-Markt aufmischt. Die C-01 soll das 200 PS starke und 181 Kilogramm leichte Zweirad heissen, für dessen Technik die Holzer Group aus Bobingen verantwortlich zeichnet. Die Formsprache geht auf Daniel Simon zurück, einem Designer mit deutschen Wurzeln mit Sitz in Los Angeles. Simon hat sein Können bereits für Bugatti und Volkswagen unter Beweis gestellt. Doch berühmt wurde er vor allen Dingen durch seinen futuristischen Motorradentwurf für den Disney- Blockbuster »Tron«. www.lotuscars.com Über ein weiches Fahrwerk kann er nur müde lächeln. Auch ansonsten hat der klassische Roadster für Komfort wenig übrig. Doch zum Glück ist der Can-Am Spyder Roadster von BRP alles andere als klassisch. Der Can-Am ist nämlich ziemlich bequem – und hat obendrein nur drei Räder. Allerdings ist weniger im Fall eines Reverse-Trikes definitiv mehr. Mehr Fahrspass zum Beispiel. Durch seine Konstruktion in Y-Form kombiniert der Roadster das Fahrgefühl eines Motorrads mit der Sicherheit eines Cabrios, wofür auch die der Automobilindustrie entlehnten Technologien wie Stabilitäts- und Traktionskontrolle, Antiblockiersystem und geschwindigkeitsabhängige Servolenkung stehen. Richtig Laune macht der V2-Rotax-Motor, mit dem das durchzugskräftige Dreirad frischen Wind auf die Strasse bläst. www.brp.com In Frankfurt am Main werden alle zwei Jahre automobile Errungenschaften der Welt präsentiert. So wie auch 1963. Da hob man bei Porsche das Tuch vom Nachfolger des 356, der dank französischer Einwände nicht 901 heissen durfte. Peugeot hatte da seine Hand drauf. Also wurde der Neue in 911 umbenannt. Danke dafür. Nur deshalb können wir immer und gerne ehrfürchtig vom Elfer sprechen, der seitdem in mehr oder minder unveränderter Form eine Art Prototyp für Sportwagen ist. Echt ist oft das, was sinngebend und stilbildend für alles ist, was danach kommt. Es gibt da diesen Witz unter britischen Auto-Nostalgikern: »Warum«, fragen sie, »fährt James Bond Aston Martin?« Die freche Antwort: »Weil er sich keinen Jensen leisten kann.« Zwischen 1966 und 1976 baute die britische Automobilmanufaktur Jensen einen Gran Turismo mit grossvolumigem V8, nobler Innenausstattung und einem Design, das von italienischer Hand bei der Carrozzeria Touring in Mailand gezeichnet war. Wenn eine Drohne und eine Kamera eine leidenschaftliche Nacht verbringen würden, wäre das hier das Ergebnis: Die Flugkamera »R1« von Skydio ist ausgestattet mit 13 Kameras, vier Rotoren und einer Software mit künstlicher Intelligenz. Über eine App wird sie auf ihr Ziel ausgerichtet, danach folgt und filmt sie in 4K-Qualität von selbst. Bitte werfen Sie jetzt Ihren Selfie-Stick nicht in den Müll, sondern entsorgen Sie ihn bei einer kommunalen Sammelstelle. Da sind wertvolle Rohstoffe drin. Es gibt zwei Dinge, die man auf einem ­Motorboot besonders gut tun kann. Erstens: Man liegt hinten auf den Polstern herum, zählt die Blubberblasen in seinem Glas und schaut in den Himmel. Zweitens: Man fliegt mit Maximalgeschwindigkeit über die Wellen­kämme und jagt abwechselnd Möwen oder den Wind. Auf der Frauscher 858 Fantom Air gehen beide Dinge hervorragend, (wenn auch nicht gleichzeitig.). Angeboten wird der ­8,6-Meter lange Traum mit dem frei stehenden Steuerstand mit drei unterschiedlichen Motorisierungen von 300 PS bis 430 PS. Die Ducati Scrambler gehört zu den vielseitigsten Klassikern unter den Motorrädern und wird oft abgewandelt, sei es zum Retro-Bike oder zur robusten Offroad-Maschine. Das japanische Motorradstudio Aella hat die Scrambler jetzt zum »Aellalambler« umgewandelt: Langbeinig, organisch geschwungen, das Gehäuse ist von Hand mit echtem Blattgold beschichtet. Eine Glanzleistung. Kein Motorrad hat die Branche so revolutioniert wie die 1968 auf der Tokio Motor Show vorgestellte CB 750 Four. Leistung, Ausstattung und Zuverlässigkeit setzten neue Massstäbe. 4,6 Sekunden auf 100 km/h und 200 km/h Spitze waren Werte, mit denen der Vierzylinder die Konkurrenz weit hinter sich liess. 1666 Dollar kostete die erste, »Sandguss-Modell« genannte Version, von der 7414 Exemplare gebaut und hauptsächlich in den USA und in Japan verkauft wurden. 1999 wurde die Honda CB 750 Four, längst begehrte Sammlerrarität, zum Motorrad des Jahrhunderts gewählt. Das wird Dorothee Bär, Deutschlands neue Staatsministerin für Digitalisierung, sehr freuen: Das Flugtaxi, für das sie so viel ­verspottet wurde, wird wohl kommen, in den USA schon ab 2020. ­Dann will Uber die ersten Flüge starten, der Flugzeughersteller Bell ­entwickelt die Maschinen dafür und hat jetzt die Kabinen ­vorgestellt: Platz ist für vier Personen, die Türen öffnen sich zur Seite, innen warten geschwungene Touchscreens und gemütliche Schalensitze. Und der ­Antrieb? Den halten die Ingenieure bei Bell noch geheim, damit die Konkurrenz ihnen nichts abguckt. Anders als die Deutschen nehmen die Amerikaner ihre Digitalisierung nämlich ziemlich ernst. Janus Motorcycles wollte einfache, stylishe und leichte Motorräder für eine neue Generation von Bikern bauen. Haben sie mit der Halcyon 50 ganz gut hinbekommen. Eine Hommage an die Rekordbrecher der 1920er und 1930er Jahre. Gemach, gemach, liebe Freunde! Wir wissen sehr wohl, dass es sich hierbei um einen Lada handelt. Russische Massenwaren zum Spottpreis von nicht mal 10 000 Euro. Praktisch, kantig und um es positiv zu formulieren: verbaut in schlichter Verarbeitung. Wer mag, darf das gern etwas wild nennen. Alle anderen werden sich zu Recht fragen: Was hat dieses Auto hier zu suchen? Ganz einfach. Damals, zu den grossen Zeiten des Sozialismus, war der Niva ein echt wilder Hund. Wer einen Niva durch Moskau oder Ost-Berlin fuhr, hatte es geschafft. Ausserdem handelt es sich hier um die Sonderedition California. Da wurde ordentlich geklotzt: elektrisches Faltschiebedach, spezielle Felgen, ein auf Autogas umgerüsteter 1,7-Liter-Benziner mit 83 PS. Und obendrauf gibt es noch eine Dekorfolie für die Flanken. So, und jetzt stellen Sie sich diesen Wagen mal vor, wie er entspannt den Hollywood-Boulevard entlangcruist. Noch Fragen? Seit 1967 wird die V7 von Moto Guzzi im italienischen Mandello del Lario am Comer See gefertigt, zu der dritten Generation ist jetzt das Modell Rough hinzugekommen: Ein starkes Reifenprofil, Radabdeckungen und Seitendeckel aus Aluminium sowieund ein Halteriemen für den Beifahrer geben der Maschine ein robustes Offroad-Gepräge. Während der Moto Guzzi Eagle Days vom 1. April bis 30. Mai bekommen Kunden beim Kauf einer neuen V7 III ordentlich Mehrwert, nämlich einen Gutschein für Zubehör im Wert von 500 Euro – und eine kostenlose Garantierverlängerung für das dritte und vierte Jahr im Wert von mehr als 330 Euro. Die Zielgruppe hatte Ettore Bugatti seinerzeit selbst definiert: Europäische Königshäuser. Das spiegelt sich auch im Namen wider: Bugatti Royale Kellner Coupé aus dem Jahr 1931. Für 9,7 Millionen US-Dollar wechselte der Wagen 1987 bei Christies in London den Besitzer. Selten hielt sich ein visionäres Mobilitätskonzept derart stilsicher über Wasser wie der Kormaran. Doch der maritime Silberpfeil, der in seinem futuristischen Gewand mit den Flügeltüren wirkt, als sei er das neue Lieblingsvehikel von Bruce Wayne, überzeugt nicht nur durch ausgefallenes Design. Noch ausgefallener ist nämlich die Idee, die hinter der Carbonkonstruktion steckt: Der Kormaran verbindet unterschiedliche Bootsklassen und schafft so ganze neue Möglichkeiten in der Fortbewegung, indem er durch die Variation der Rumpfform entweder als Katamaran, Trimaran oder Einrumpfboot durch die Gischt pirscht. Und bedarf es dann an Steuerbord ein wenig Ruhe vor der stürmischen Begeisterung über diese Innovationswelle, dann lässt sich per Knopfdruck eine Liegefläche ausfahren, die aus Teakholz besteht und zum entschleunigten Herumlümmeln einlädt. www.kormaran.online Eine Million für nen SUV, der aussieht, als käme er aus einem Videogame? Und noch dazu den Namen Prombron trägt? Dartz, ein litauischer Autobauer, der sich früher auf Panzerungen für die Limousinen osteuropäischer Potentaten spezialisierte, baut den Prombron auf Bestellung. Die Million mag gut investiert sein – für den richtigen Kunden: vergoldete Fensterscheiben für einen rosigeren Blick auf die Untertanen und kugelsicher rundum, falls dieselben aufmucken. In der Tat, der Prombron hält nicht nur den Plebs auf gehörigen Abstand, sondern auch Maschinengewehrfeuer fern und ist gefeit gegen Landminen und Raketenangriffe. Irgendwie scheint Dartz die Sache jedoch nicht ganz durchdacht zu haben, denn unter der Haube steckt ein Duramax V-8 mit mickrigen 180 PS, was ein schnelles Getaway im Krisenfall wohl eher erschwert, sollten die oben angeführten Untertanen überraschend schnell zu Fuss sein. Sorry Mädels, aber diese Höllenkatze bekommt ihr selbst mit der zartesten Streicheleinheit nicht zum Schnurren. Der X132 Hellcat Speedster rotzt stattdessen aus allen Rohren. Heftig, dreckig: ein echtes Höllentier für echte Männer eben. Stars wie Tom Cruise und David Beckham fühlen sich daher in der Rolle des Advocatus Diaboli pudelwohl. Denn was der Motorradbauer Confederate vor wenigen Monaten aus den Abgründen der Unterwelt entliess, ist die V2 gewordene Hölle auf Erden. Ein Geschenk Luzifers, neben dem selbst die legendäre Suzuki Hayabusa wie ein braves Schmusekätzchen über den Asphalt schlurft. Aus dem enormen Hubraum von 2163 ccm wird schliesslich nicht weniger als eine Leistung von 123 PS gewonnen. Das Drehmoment: 190 Newtonmeter. Was soll man in Anbetracht dieser Leistungsdaten noch sagen? Apokalypse wow, vielleicht. www.confederate.com Nicht nur Werwolfe beten den Vollmond an, auch diverse Motorradenthusiasten. Zumindest, wenn es sich um das Showbike Full Moon von Akrapovic handelt. Namensgeber ist das Vorderrad. Gefertigt aus Aluminium und Carbon, dient es einzig und allein dem Zweck, in keine Schublade zu passen. So wie das ganze Motorrad mit seinem 1524 ccm grosen S&S Knucklehead Motor. Mehr als 800 Stunden schraubten und schweisten die Mechaniker von Akrapovic am Bike, so lange, bis nun alle den Mond anheulen. Oder eben das Vorderrad dieses Bikes. Früher liebten britische Kolonialisten und Grosswildjäger den Landy, weil sie auf den trefflichst benannten Kotflügeln stehen konnten, um so die Elefanten (oder was oder wen auch immer) in Afrika (oder wo auch immer) von erhöhter Schussposition aus prächtigst ins Visier zu nehmen. Im Zeichen der Gentrifizierung selbst der schmuddeligsten Häuserzeilen in den Metropolen der Welt wird der altgediente Land Rover nicht von solcher Schickisierung verschont. Weil wir uns im allerletzten Produktionsjahr des Veteranen befinden, durfte der englische Designer Paul Smith (ja, der mit den bunten Socken und den blumigen Hosen) einen Defender ganz nach seinem Wunsch ausstatten, und heraus kam; na ja, ein bunter Geländewagen. Na, so geht dann wohl Lifestyle. Eine vollverstromte Harley mag Hog-Traditionalisten den Pferdeschwanz ergrauen lassen, aber so dumm ist die Idee offensichtlich nicht. Seit Mitte vergangenen Jahres präsentieren die Boys aus Milwaukee ein Dutzend ihrer revolutionären Stromer potenziellen Kunden in den USA und Kanada auf ausgewählten Teststrecken, und das Echo ist überraschend positiv. Dieses Jahr tourt HD damit in Europa. Im Vergleich zu den grossen Harley-Brüdern wirkt die LiveWire fast zierlich und ist gut für vier Sekunden auf die Hundert. Vergessen sollte man den typischen Zweizylinder-Blubber, der hundert Jahre lang die Harleys schon von Weitem ankündigte, ebenso wie das beliebte Vibrieren zwischen den Beinen. Der Neuen wurde ein modernes, aber künstliches Motorengeräusch verpasst – die LiveWire hört sich an wie ein Kampfjet. Die neue Käuferschicht könnte das begeistern. Nummer 93 bebt mit viel Wheelspin am Hinterrad um die Kurve auf Phillip Island in Australien. Und versägt auf grandiose Weise den Altstar Jorge Lorenzo in der letzen Kurve und Rille beim Motorrad Grand Prix. Marc Marquez ist der Überflieger der MotoGP-Szene. Sein Moped ist eine 230 PS starke Honda RC213 V. In der typischen Repsol-Lackierung rund um die Nummer 93. Wer nach Fernsehkonsum eines solchen Rennens wie auf Phillip Island auch mal am Kabel ziehen will, kann das mit der Strassenversion des Marquez-Bikes machen. Mit 159 bis 215 PS. Etwas sicherer, weil vierrädrig – also mit vier freistehenden Rädern und Monocoque – kommt das Project 2&4 daher. Powered by eben diesem RC213 V-Motor. Mit 215 PS. Das rotzfreche Gefährt, das aus Hondas Designabteilungen auf die Räder fand, ist mehr vierrädriges Motorrad denn Auto. Und bei einem Gewicht von knapp über 400 Kilo dürfte es abgehen wie eine Herde gedopter Kampfstiere. Denn jedes PS hat nur knapp zwei Kilo zu bewegen. Selbst bei einer etwas schwereren Lederkombi gilt dann nur: Und ab dafür ... In den Neunzigern war die BMW R 100 R vor allem auf den Highways im nordamerikanischen Raum anzutreffen. Nach etwas Heimweh ist sie nun in ihre konzeptionelle Geburtsstätte zurückgekehrt. Bevor das grosse Wiedersehen jedoch mit einer Ladung Benzin im Tank begossen wurde, verpasste die Münchner Custombikeschmiede Diamond Atelier dem in die Jahre gekommenen Modell von 1994 ein neues Outfit. Das besteht unter anderem aus: LED-Schweif im Heck, DellOrto-Vergaser (40 mm), K&N-Filter und Akrapovic-Auspuffanlage. Ferner: tiefere Radaufhängung, schwarze Felgen, goldene Radnabe und ein Tank, so aufgebläht wie der Bauch nach fünf Mass Weizenbier. Kraft, Schönheit und Seele. Dafür steht Aston Martin. Seit mehr als hundert Jahren produziert die britische Marke Luxussportwagen mit Kultcharakter. In Kooperation mit Quintessence Yachten und den Marinearchitekten Mulder Design geht es jetzt vom Asphalt aufs Wasser. Die sportlich schlanke Yacht AM37 präsentiert die Elemente des reinrassigen Sportwagens im noblen, scharf geschnittenen Wellenschlitten. 37 Fuss lang. 44 Knoten schnell. Die Manufaktur von James Bonds Dienstwagen setzt stilecht auf geschnitztes Holz, interaktive Sprachsteuerung und einen Rumpf aus Epoxidharz mit Carbon-Elementen. Ein Luxus-Schnellboot, wie geschaffen für 007. Oh Yeah! Zurück aus der Zukunft, dieses Mal. Eine Gesetzeslücke in den USA, genauer gesagt der «Low Volume Motor Vehicle Manufacturers Act» (H.R. 2675) macht es möglich, Neufahrzeuge in geringer Stückzahl als Replikas alter Modelle nachzubauen, ohne dass aktuelle Sicherheitsbestimmungen erfüllt werden müssen. Dafür braucht es eben alte Teile, und davon hat die texanische DeLorean Motor Company so viele aus der Konkursmasse der einst in Irland ansässigen gleichnamigen Firma aufgekauft, dass es wohl für rund 300 Fahrzeuge reicht. Da die Umweltauflagen trotzdem erfüllt werden müssen, gibt's ab 2017 im DeLorean einen neuer V6-Motor, möglicherweise von Toyota, den Takt vor, der zwischen 300 und 400 PS leisten soll. Go Marty, go! Reinheit in Linie und Form. Tiefstes Espresso-Schwarz mit einem Hauch Kaffeebraun. Bei der BMW R80 Indira trifft Serienmotorrad auf Rennmaschine, Rebellion auf Stadtverkehr, Subkultur auf Alltagstauglichkeit. Der Auftrag für den Café Racer kam von einem in London lebenden Franzosen, umgesetzt wurde er von der Ton-Up-Garage im portugiesischen Porto. Ziel des Umbaus war: pure Schönheit. Und die ist gelungen mit modifizierter Federung, flacherem Benzintank, handgenähtem Ledersitz, verkürztem Rahmen, geradlinigen Auspuffrohren und einer bereinigten Ästhetik des Lenkers. Ein Bike im minimalistischen Look. Schnörkellos. Serienfremd. Prägnant. XKSS: Zugegeben, diese willkürlich anmutende Verkettung von Buchstaben klingt für alle Unbefangene ein wenig kryptisch. Doch der Classic-Car-Kenner weiss, dass damit nichts Geringeres gemeint ist als die Modelltypenbezeichnung des ersten Supersportwagens der Welt: der ikonische Jaguar XKSS. Und den erweckt Jaguar nun anhand der Originalbaupläne in einer limitierten Auflage von 25 Stück zu neuem Leben. Preis auf Anfrage. Stollenreifen, grösseres Vorderrad, längere Federwege, hochgelegter Auspuff. Typisch Scrambler. Seit den 1950er-Jahren sind die modifizierten Strassenmaschinen der Inbegriff eines Motorrads jenseits aller Konventionen. Style und Originalität sind relevanter als Leistung. Mit der Concept Path 22 interpretiert BMW das legendäre Bikekonzept basierend auf der R nineT. Highlight ist der Surfbretthalter. Reduziert, funktional, hochwertig – und variabel für unterschiedliche Boardgrössen. Für die Einheit von Mensch und Maschine – und Surfboard. Im Normalfall sehen elektrische Motorräder nicht wirklich anders aus als ihre Verbrenner-Kollegen – Batterie und E-Motor rein in den bestehenden Rahmen, und das wars mehr oder weniger. Nicht so bei der japanischen Zec00, ein Bike, das aus einem Action Anime stammen könnte. Der futuristische Wet Dream der Japaner setzt bei aller SciFi-Intention jedoch auf alltagstaugliche Elemente. Der lang erprobte Motor stammt von Zero, einer gestandenen E-Bike-Manufaktur in Kalifornien, die auch die Batterie liefert. Fünfzig Kilowatt Leistung und ein Drehmoment von 144 Newtonmetern sichern angemessene Vortriebskraft, allerdings ist nach 160 Kilometern die Batterie leer, und die Aufladezeit beträgt enorme acht Stunden. Wen das – und der stolze Preis von rund 70'000 Euro – nicht stört, der sollte sich sputen. Zec will nur 49 Exemplare bauen. Man darf Reinhard Meys steile These von der Unendlichkeit der Freiheit durchaus auf den Prüfstand stellen. Und man kann das durchaus theoretisch tun. Man kann sich dann die Klassiker der existenzialistischen Philosophie zu Gemüte führen und nach der Lektüre ellenlanger Bandwurmsätze erfahren, ob die Freiheit über den Wolken nun wirklich grenzenlos ist. Man kann aber auch einfach die Probe aufs Exempel machen. Und zwar stilecht in einer P-51 Mustang. Stallion51 bietet Adrenalinjunkies die einmalige Gelegenheit, mit dem legendären US-Jagdflugzeug in die Lüfte zu steigen. Gleich nach einer gründlichen Einweisung gehts los und ab ins Cockpit. Und einmal auf Kurs gebracht, dürfen sie – natürlich unter Aufsicht – sogar selbst ans Steuer. Preis auf Anfrage. Hebt Lexus jetzt völlig ab? Bereits im Juni letzten Jahres sorgte der japanische Autobauer für entspannte Aufregung, als im Netz das Gerücht kursierte, Lexus wolle ein Hoverboard bauen. Danach war das Gerede gross – alles nur PR-Gag, hiess es. Doch jetzt steht fest: Die Idee ist kein Hirngespinst, sondern hat wirklich das Zeug, in bester Marty-McFly-Manier in die Luft zu gehen. Über Magnetschienen, die Lexus extra dafür im Boden einer Halfpipe installiert hat. Allerdings nur für den Dreh eines Werbefilms. Aber wer weiss: Vielleicht boxt das Verkehrsministerium ja seinen Antrag doch noch durch und alle Strassen in der Schweiz bekommen bald ein Magnetschienen-Upgrade. Mehr als 4000 Stunden Handarbeit stecken in diesem Geschoss namens G Praem SP3. Für ihre Konstruktion aus Alu und Magnesium diente eine Honda VTR 1000 RC51 SP2 als Vorbild, die in den frühen 2000er-Jahren etliche Erfolge auf den Rennstrecken zeitigte. Die Franzosen haben das Renngeschoss nicht nur in Sachen Kühlung, Bremsen und Antrieb optimiert, sondern mit ihrer Leichtbauweise für ein betörendes Einzelstück gesorgt. Wunderbares Detail: Auf den Tank schweissten sie eine Monaco Calibre 11 von Tag Heuer. Der Lohn: eine blitzsaubere Maschine mit 165 PS und nur 180 Kilo Gewicht. Nein, das Oxboard stammt aus keiner britischen Grafschaft. Sondern aus den Niederlanden. Aus dem Flachland also, womit die Bedingungen für die Entwicklungsarbeit besser nicht hätten sein können. In technischer Hinsicht ähnelt das sich selbst und den Fahrer ausbalancierende Oxboard nämlich einem Segway – und ein solches Gefährt fühlt sich nun mal auf langen Geraden am wohlsten. Dann hören die Gemeinsamkeiten aber auch schon auf: Denn das Oxboard verzichtet auf einen Lenker und wirkt moderner. Preis: 799 Euro. Das Cirin RC Car will doch nur spielen. Und zwar ohne Tempolimits. Befeuert von der Energie, die aus der Elastizität eines fünf Meter langen Gummibands gewonnen wird, ist eine Geschwindigkeit von 48 km/h möglich. Entworfen wurde der Miniracer von Max Greenberg am Art Center College of Design in Pasadena. Brille? Ducati. Ziel: Durchblick. Italia Independent macht Brillen, Ducati tolle Bikes. So weit, so gut. Wenn sich beide zusammentun, kommt ein Café Racer dabei heraus, der auf einen entsetzlich langen Namen hört. Schwarz wie die italienische Nacht ist die Scrambler von Ducati. Mit ein paar Ausnahmen, die in »Night Copper« gehalten sind. Eine Spezialfarbe, naturalmente. Damit sich die 1077 Café Racer von den Prekariats-Ducati unterscheiden. Kurze Kotflügel vorne und hinten, ein pechschwarzer Stummel von Termignoni-Auspuff und Zehn-Speichen-Felgen folgen dem Designdiktat des Night Copper. On top gibt es noch Sonnenschutz von Italia Independent. Mit Gläsern in – na – richtig: Night Copper. Der kalte Schlag sollte, wie bei Ducs üblich, so bei 3000 U/min einsetzen. Der Seawolf lässt tief blicken. Dreissig Fuß tief, um genau zu sein: Die rund acht Kilogramm schwere Tauchdrohne von TTRobotix bietet GoPro-Besitzern nämlich die Möglichkeit, Unterwasseraufnahmen zu machen. Einfach die Actionkamera in der U-Boot-Kuppel unterbringen und auf Tauchstation gehen. Ferngesteuert wird per App. Und damit Sie vom Festland aus ja nicht falsch abbiegen, lässt sich der Tauchgang live auf dem Monitor mitverfolgen. Preis: 1000 Dollar. Ziel: Nebensache. Der hat doch ein Rad ab. Und ausserdem keine Dämmung, keine Servolenkung, keine Rückbank. Kein Dach, keine Frontscheibe. Und nur zwei Zylinder. Auch wenn Morgan andere Autos baut, die der Konvention der Vierrädrigkeit gehorchen, der Threewheeler ist ein Morgan für gestern. Ein Mix aus Flugmotor, Motorrad und Auto. Komfort ist, wenn man das Lenkrad abnehmen kann, um möglichst ohne isometrische Übungen dahinter Platz zu nehmen. Der Rest ist beinharte, emotionale, von Wind und Wetter kapriolisierte Offenfahrt. In diesem automobilen Anachronismus ist schon der Weg zum Dreirad das Ziel der Ausfahrt. Wer dann den Deckel hochschnippt und den 56-Grad-V2 zum Leben erweckt, erlebt ein Wunder. Der fährt sogar richtig. Wettrüsten dürfen andere. Die Ducati Scrambler rollt mit ihrer Wertvorstellung von Freiheit und Selbstverwirklichung eher gemütlich daher und verleiht dem «Easy Way of Life» damit ein Gesicht, das nun von Officine Mermaid uminterpretiert wurde. Die italienische Bikeschmiede modifizierte für ihr Modell Scratch Rahmen, Benzintank und überzog Lenkstange und Sattel mit grünem Vintageleder. Preis auf Anfrage. www.officinemermaid.com Marty McFly sollte zumindest in einem Punkt Recht behalten, als er für uns in Spielfilmlänge in die Zukunft blickte. Wenn auch nicht schwebend, so doch rollend und unter demselben Namen proklamiert, hat es das sogenannte Hoverboard nämlich tatsächlich auf unsere Strassen geschafft. Und in der Tat ist es auch ziemlich hässlich geworden mit seinem Design, das so kitschig-albern auf Zukunft gestriegelt wurde, dass dagegen selbst ein Feinrippunterhemd mit Fettflecken als stilprägend durchgehen würde. Für die neue Mobilitätsform besteht aber Hoffnung. Schliesslich hat Nep Design mit dem Axi2 nun das Konzept für eine Highend-Luxusvariante vorgelegt, die zumindest einmal optisch auf der Ideallinie liegt. Preis auf Anfrage. www.nepdesign.com Nicht alle Superhelden haben Superkräfte. Dafür aber Superkraftfahrzeuge. Oder eben Flugzeuge. So wie Captain America, dessen A7 Fighter Juan Garcia Mansilla als konzeptionelles Vorbild für eine Designstudie heranzog, die wir wiederum ziemlich super finden. – «Bonds neues Boot» Nie wieder lästiges Spannen der Persenning im Hafen. Fingerprint Recognition. Elektronisches Anker-System mit iPad-Bedienung. Cocktailbar. Teakholz-Deck. Foglizzo-Leder. Auf Wunsch fast eintausend PS. Jet oder Propeller. 52 Knoten Spitze. Für Landratten sind das fast 100 km/h. Kurz: Aston Martin baut ein Boot. Übers Aussehen brauchen wir uns nicht zu unterhalten – sie ist eine Aston, designed von Astons Chief Creative Officer Marek Reichman zusammen mit Mulder Design. Eine gebogene Wrap-around-Glasscheibe hält den Wind von der Frisur fern. Quintessence Yachts, edler Bootsbauer aus Holland, übernimmt die Produktion. Preis? Als ob das einen James Bond jemals schon interessiert hätte. Nach den Dreharbeiten für »The Wild One« kam Marlon Brando auf den Motorrad-Geschmack. Die erste Harley musste her – eine FLH Electra-Glide. Heute hätte sich Brando vermutlich für ein anderes Modell aus dem Hause Harley-Davidson entschieden, besitzt doch die Fat Boy Special dank leistungsstarkem High Output Twin Cam 103B-Hochleistungsmotor mehr Dampf denn je. Preis: ab 21.995 Euro. Herrscht im Weltall eigentlich Links oder Rechtsverkehr? Dem furchtlosen Besitzer einer LM-847 von Lazareth kanns gleich sein. Wer nämlich so tollkühn ist und sich anschickt, dieses diabolisch dreinschauende Monster, das mit einem Maserati-V8-Motor scharfgeladen wurde, über die Milchstrassen zu pilotieren, vor dem räumt sowieso jeder das Feld. Und zwar freiwillig. Preis auf Anfrage. Sieht aus wie ein Rennmotorrad aus den frühen Zwanzigern, ist aber ein E-Bike: Die kalifornische Firma Icon hat seinem E-Flyer ein pulverbeschichtetes Vintage-Gewand spendiert und damit eines der wohl schönsten Elektrofahrräder geschaffen. Ganz schön schnell ist es übrigens auch, sind doch im Sportmodus immerhin 60 km/h möglich. Preis: 4.995 Euro. Customizing kann auch bedeuten, dass man das Motorrad insofern modifiziert und erweitert, als dass die Unterbringung eines Surfbretts möglich wird. So geschehen bei Deus Ex Machina. Mit dem Drovers Dog 500cc single haben die australischen Umbau-Götter auf der Basis einer Yahama ein surfbrettkompatibles Transportmittel geschaffen, das in Los Angeles, Sydney und Mailand bestellt werden kann. Preis: auf Anfrage. Wenn aus einem an sich schon schicken Motorrad ein noch schickeres Designerbike wird, dann geht das auf das Konto von PRAËM. Angeregt von den Werken des koreanischen Künstlers Seung Mo Park konstruierte die französische Custombike-Schmiede für die Verkleidung der umgebauten Honda RC51 in mühevoller Schweissarbeit ein Geflecht aus Edelstahlstangen. Preis auf Anfrage. Als nach Ende des Zweiten Weltkriegs Reparaturkosten an die Siegermächte fällig wurden, riss sich die Sowjetunion mit dem 1936 vorgestellten Typ C von Auto Union (heute Audi) ein 520 PS starkes Stuck deutsche Rennsportgeschichte unter den Nagel. Nachdem der Monoposto damit fur längere Zeit von der Bildfläche verschwunden war, bringt ihn CMC nun zuruck ins öffentliche Bewusstsein. Und zwar in Form eines aus 1026 Teilen zusammengesetzten Modellautos im Massstab 1:18. Preis: umgerechnet 385 Franken. Mehr retro geht nicht. Deus Ex Machina, die globale Verteilerkette fur die Generation Net, hat sich mit ihrer Bike-Serie schon viel Lob verdient. »Firefly«, ihre neueste Kreation, schert aus dem ublichen DEM-Schema des »50s is Best«-Styling aus und schiesst damit den Vogel ab. Auf der Basis einer banalen 1961er Honda Super Cub, dem mit 60 Millionen meistverkauften Moped aller Zeiten (die Hälfte davon noch immer auf den Strassen), baute Matthew Roberts, Deus Director of Motorcycle Operations in Japan, eines der witzigsten Kräder der letzten Jahre. Die fahrende Wellblechhutte schaut so cool aus, als gehöre der hyper-futuristische E-Scooter einfach in den Fuhrpark eines jeden gesichtsbehaarten Dutt-Trägers. Der Johammer kommt aus Österreich, was die schick-urbanen Pastellfarben erklären, glaubensfeste Zweirad-Traditionalisten aber umgehend in Hipster-Hasser verwandeln wird. Trotzdem: Der J1 ist das konsequenteste E-Bike des Jahres. Instrumente sind in den Aussenspiegeln integriert, der 16-kW-E-Motor treibt kompakt verpackt das Hinterrad an, die Federn und Dämpfer verstecken sich im Alurahmen. Höchstgeschwindigkeit ist auf 120 limitiert, was Versionen mit 150 beziehungsweise 200 Kilometern Reichweite ermöglicht. Supersportcars sind so gestern. Ein chices Boot hingegen wunscht sich ein jeder, und so profiliert sich nun Lexus im »Premium Yacht Segment«, um auch im maritimen Luxusbereich mitzuhalten. Zwei jener 5,0-Liter-V8-Motoren, die auch den Lexus auf der Straße antreiben, bringen die stolze Yacht auf umgerechnet fast 80 km/h, was auf den Gewässern um Miami Beach oder Monte Carlo schon ziemlich viel ist. Extravagantes Styling ist in diesem Marktsegment (da ist es wieder, das Wort) ein Muss, und die Lexus Designer enttäuschen nicht: Der Bug erinnert ein wenig an einen Grauwal, die Farbgebung eher an den Rodeo Drive. Während die einen auf der Strasse noch im Stau stehen, richten andere ihren Blick kuhn nach oben. In den Himmel von Dubai, um genau zu sein. Dort soll der Volocopter als Lufttaxi die Personenbeförderung um die dritte Dimension erweitern – und das ganz ohne Piloten. Science-Fiction? Nö, deutsche Ingenieurskunst. Das in Bruchsal beheimatete Start-up Volocopter GmbH hat seinem Fluggerät 18 Rotoren, vollständig redundante Antriebsstränge und eine intelligente autonome Steuerung verpasst. Im Herbst startet der Probebetrieb, nächstes Jahr die Serienproduktion. Driving Performance vom Land aufs Wasser übertragen, will die Mercedes-AMG GmbH in Zusammenarbeit mit dem langjährigen Partner Cigarette Racing. Gut gelungen im neuen Cigarette Racing 515 Project ONE und so genannt da vom Mercedes-AMG Project ONE inspiriert. Zwei Mercury Racing Motoren bringen maximal 3100 PS aufs Wasser. Bis zu sechs Personen können so bei vollem Luxus und einer Spitze von 225 km/h von Miami zu den Bahamas schippern. Bei solchen Geschwindigkeiten sollten die Super-Models auf dem grossen Sonnenkissen im Heck aber besser angeschnallt sein. Werfen wir ein paar Schlagworte auf den Asphalt: Customizing. Coolness. Akribie. Industrie-Design. Präzision. Reicht eigentlich als Beschreibung für die »Iron Riot«, das neueste Werk der Motorrad-Manufaktur One Way Machine. Kopf der Schmiede mit Sitz in Staufenberg ist Julian von Oheimb, realisiert werden Konzeptionen für Harley-Davidson-Modelle bis zurück in die 30er-Jahre. So, jetzt weiter anbeten! Die Tradition bei der Consumer Electronics Show in Las Vegas: Zeige eine futuristische Autostudie mit viel Tech-Bling und angeblich 1000 PS und verschwinde danach in der Versenkung. (Faraday oder Lucid, nur mal so.) Byton, die neue chinesische Automarke, in hautenger Zusammenarbeit mit Ex-BMWler Carsten Breitfeld und Daniel Kircher entstanden, könnte allerdings eine Zukunft haben: ein konsequent durchdachtes SUV im Range-Rover-Look, elektrisch, versteht sich, und bereit zur Car-Autonomie. Ein leinwandgrosser Bildschirm ersetzt Armaturenbrett und Schalter und weder Türgriffe noch Aussenspiegel stören das Design. Kann so kommen. Warum sollten wir denn unsere Erwartungen zurückschrauben, wenn es doch ein Unternehmen wie 6/5/4 Motors gibt, das Bikes genau so zusammenschraubt, wie wir es erwarten. Für eines ihrer letzten Projekte bekam die Stockholmer Customschmiede jetzt eine seltene Husqvarna 256 von 1968 in die Hände und verpasste ihr nebst neuer Lackierung aggressiv zubeissende Trommelbremsen, längere Stossdämpfer, eine neue Auspuffanlage und Reifen, die derart beschaffen sind, dass sie selbst auf Schnee den nötigen Grip haben. Wenn eine Jetski-Fahrt für einen ähnlichen Adrenalinausstoss sorgt wie ein Strandspaziergang, ist es Zeit für etwas mehr Dynamik. Und da kommt der SEABOB ins Spiel. Aus der Kombination aus geringem Gewicht, maximaler Agilität und starker Schubkraft leitet sich die ultimative Wasserspassformel ab. Und die geht sowohl unter als auch über Wasser ganz wunderbar auf. Cooles Feature: die integrierte Full-HD-Kamera sowie die Selfie-Cam im Informationsdisplay. Die AK-47 ist wahrscheinlich das bekannteste Sturmgewehr der Welt. Dass der russische Rüstungskonzern Kalaschnikow aber nicht mehr nur in Waffen macht, zeigt deren Demonstrations­video eines fliegenden Motorrads, das von insgesamt sechzehn elektrisch angetriebenen Rotoren in der Luft gehalten und von einem Piloten durch zwei Joysticks gesteuert wird. Der Prototyp ohne Verkleidung sieht futuristisch aus, ist aber nicht neu, ähnliche Hoverbikes wurden schon von den US-Firmen Hiller und de Lackner zu Zeiten des Kalten Krieges getestet; ein Beta-Modell aus Silicon Valley crashte vor Kurzem in einen See in Kalifornien. In Anbetracht der Zuverlässigkeit der AK-47 (die übrigens 1947 in Serie ging, daher der Name) schadet es aber nicht, ab und zu nach oben zu schauen. Rechtzeitig zum 50. Geburtstag des Films stellte Ford auf der Detroit Auto Show den Limited Edition Ford Mustang Bullitt mit 5-Liter V8 und 475 PS vor. Überraschung: Steve McQueens Original-Mustang aus dem 1968er Film «Bullitt» stand neben dem Enkel. Jahrzehntelang war Steves «hero car» verschollen. Jetzt tauchte der 559 Mustang im US-Bundesstaat Tennessee auf. Der Vater des heutigen Besitzers hatte den berühmtesten Mustang aller Zeiten vor 44 Jahren in einer Kleinanzeige gefunden und für rund 6000 Dollar gekauft. Fords handgeschaltete Neuauflage gibts in Grün, ist schneller (262 km/h), und Ford entfernte alle Firmenschilder. Steves Car hingegen garantiert mehr Adrenalin. Und ein besseres Return-on-Investment. Das Einzige, das im Fall der Black Mamba von Hookie zubeisst, sind die Bremsen. Konkret: ­die vorderen Scheibenbremsen sowie die Trommelbremsen am Hinterrad. Ansonsten gibt sich die ­Honda CB500 von 1973, die sich zugunsten einer zeitgemässen Optik frisch gehäutet hat, ziemlich handzahm. Zumindest bei richtiger Bedienung. Preis auf Anfrage. Konzeptionelles Produktdesign soll ja aufzeigen, wohin die Reise geht. Oder in dem Fall des Dune ­Hybrid Boat Concepts des katalanischen Designers Eugeni Quitllet, wohin die moderne Schiffsentwicklung ­schippert. Und sagen wir es mal so: Das Ziel ist geformt wie eine Düne aus Holz, 60 Meter lang, hat sechs Kabinen und ist als Segelyacht und Motorboot einsetzbar. Kann hier bitte jemand dem Herrn Quitllet ein paar Millionen überweisen, damit er das Ding auch baut? Danke. Preis: wie gesagt, ein paar Millionen Euro. Verrückte Welt. Während sich die Offroad-geübten Husqvarna­-Boys auf Strassenbikes verlegen, bringt KTM, deren österreichische Adoptivmutter, eine neue Geländemaschine auf den Markt. Na ja, nicht ganz neu, die Freeride ist eine gesetzte Modellreihe und bekam einen Facelift. Der leichtere 250er-Viertakt-Motor mit 21 und 26 PS passt perfekt in die nur 99 Kilo wiegende Enduro und macht das Moped zum perfekten Einsteiger-Modell –- oder beglückt durch ihre Wendigkeit Hardcore-Fans. Zum Geburtstag alles Gute und als Geschenk nen Plug-in? AMG verwandelt zum Fünfzigsten das eh schon elegante 4-­Türer-Coupé in einen der coolsten Supersportler der ­Mercedes-Familie. 815 PS sollen die V8-Hybrid-Version in drei Sekunden auf Hundert bringen. Als Hilfe beim Vortrieb gibts ein zierliches, ausfahrbares Spoilerchen, das F1-gleichen Abtrieb auf deutsche Autobahnen bringt. Das Aussehen wird mit Frontspoilern im A-Wing-Design, Power Domes, Scheinwerfern mit Super-Tech-Leuchtgrafik und dem AMG-typischen Panamericana-Grill veredelt. Den Innenraum beherrscht ein Lenkrad im üppigen Mariah-Carey-Look. Verstärkter Rahmen, 19 Zoll-Vorderrad und ein luftgekühlter 800ccm-Zweizylinder: Bei der Scrambler-Variante von Ducati, der Desert Sled, handelt es sich um eine, wie der Hersteller betont, »Easy Offroad«-Enduro im Stil der kalifornischen Stollenmotorräder aus den Siebzigern. Schwere Cross-Einlagen sind nicht ihr Ding, wohl aber reizt ihr »Dirt, Fun and Style«-Auftritt zu Ausfahrten der besonders unterhaltsamen Art. Da fühlten wir uns natürlich direkt angesprochen. Und herausgefordert. scramblerducati.com Wer jemals eine Gokart-Bahn besuchte, lernte vor allem, dass die Entourage eines heiratswilligen jungen Mannes (aka Junggesellenabschied) so ziemlich das Letzte ist. Daher: runter von der Bahn und raus ins Gelände! Am besten mit dem Offroad Go Kart KT196 Camo. 196 ccm Hubraum und 6,5 PS lassen das Leichtgewicht ordentlich durchs Gelände sausen. Preis: um 1388 Euro. colemanpowersportsusa.com

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(lab/ramp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Herr Meier am 25.02.2018 16:13 Report Diesen Beitrag melden

    Schlechter Eindruck

    Nach dem Ende des 2. Weltkriegs war zwar einiges kaputt und bedurfte einer Reparatur, trotzdem wurden damals "Reparationszahlungen" fällig, und nicht Reparaturkosten". Abgesehen vom Verwechseln von "Reparatur" (etwas flicken) und "Reparation" (Wiedergutmachung): Kosten werden nicht "fällig" sondern "fallen an". Fällig wird eine Zahlung bzw eine Rechnung.

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  • sc am 11.02.2018 12:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    logik?! unlogisch

    was hat ein Mustang, ein Benz AMG und ein Go Kart mit Motorradfans zu tun?

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  • Johnny Vegas am 11.02.2018 13:30 Report Diesen Beitrag melden

    Sind das Sponsored Postcards?

    Adver-irgendwas als redaktionell verstecktes Placement? Interessant wäre zu erfahren was Ford sonst noch macht zum 50-BULLITT-Jubiläum. Die ramp -Jungs sollen mal recherchieren und investigieren bei der Autofirma und im Filmstudio. NB: das Sondermodell von Mustang wird den Laden hüten ... Und das Original von Steve McQ bei der next auction im Preis durch die Decke gehen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mann aka Jeremy am 08.04.2018 18:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    der DMC 12 bekommt keinen

    Toyota Motor sondern einen Nissan V6 aus dem 370Z

  • MasterMind am 08.04.2018 13:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Merz

    Muss nur noch schnell kontrollieren, ob ich letzten Freitag den Lotto Jackpot geholt habe, dann werde ich mir gleich den AMG GT4 zu Gemüte führen. Ich denke, anfang Sommer, wird er lieferbar sein ;-)

    • Cruisen am 17.04.2018 16:21 Report Diesen Beitrag melden

      wertvernichtendes Spielzeug

      wozu Lotto? kauf dir eine Spielkonsole; die hat auch viele bunte Knöpfe, macht auch nur zweifelhaft Spass und nervt aber die anderen 'Kinder' nicht ;-)

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  • sc am 03.04.2018 08:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    back to the future

    den Delorean möchte ich, der Rest ist mir egal ;-)

  • Ronny C. am 01.04.2018 17:51 Report Diesen Beitrag melden

    Delorean

    Der Delorean mit über 300 PS hat was. Mein Vater hat einen revidierten mit 195 PS, also schon mehr als beim Original und mit ein paar Verbesserungen wie eine rostfreie Aufhängung und eine rostfreie Abdeckung vorne beim Tank (das triangle). Diese Kisten haben irgendwie Stil und sind bezahlbare Exoten. Sollten diese mit Toyota-Motoren angeboten werden, kann das nicht schlecht sein, in modernen Lotus sind diese V6 ja auch drin.

  • K-H Felger am 01.04.2018 08:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    XKSS ca. SL

    Wenn der Jaguar XKSS der erste Super-Sportwagen war, was war dann der Flügeltürer SL von Mercedes? Letzterer wurde bereits in den frühen 50ern verkauft und gefahren. Und auch dessen Technik stammte aus dem Rennsport und er war entsprechend schnell.