­Infiniti Etherea

06. März 2011 22:58; Akt: 06.03.2011 23:49 Print

Mit Luxus gegen Golf & Co

So richtig rund läuft es für Infiniti in der Schweiz noch nicht.

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Concept Car von Infiniti: Der Etherea ist ein 4,4 Meter langer, luxuriöser und einladender Sportler. (Foto: Markus Cavelti)

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Die Erwartungen waren hoch, als sich Infiniti 2008 entschloss, mit seinen in den USA erfolgreichen Autos auch Europa zu erobern. Umso grösser war die Ernüchterung. Zu durstige Motoren war die eine Begründung, eine zu alte Modellpalette die andere.

Punkt eins hat die edle Nissan-Tochter mit der Einführung von sparsamen Dieselmotoren im Herbst erledigt, und mit der Einführung des ersten Hybridmodells M35h schlagen die Japaner gleich zwei Fliegen auf einen Streich: Die Modellreihe M ist durch und durch neu und die Kombination aus ­V6-Benziner, Elektromotor und zwei Kupplungen überraschend sparsam. Denn trotz der üppigen Leistung von kombinierten 364 PS gibt sich der M35h mit einem Verbrauch von sieben Litern zufrieden. Das entspricht einem CO2-Ausstoss von 162 Gramm.

Während das kugelige und barock anmutende Design der M-Reihe noch nicht über alle Zweifel erhaben ist, glänzen die Japaner dafür mit einer sehr vernünftigen Kalkulation: Der Hybrid kostet nur 1700 Franken mehr als ein gleichwertig ausgestatteter Diesel – nämlich 85  900 Franken.

Doch noch spannender ist der neuste Concept Car, den ­Infiniti in Genf zeigt. Etherea heisst der nur 4,4 Meter lange Sportler, der sich möglicherweise schon bald einen Platz in der Golf-Klasse erkämpfen soll.

«Der Etherea verkörpert eine neue Art von Luxus für jüngere Autofahrer», freute sich ­Vize-Präsident Toru Saito in Genf. «Wir haben uns nicht damit begnügt, einfach eine kleinere Variante eines Pre­miummodells zu bauen.»

Tatsächlich ist der viersitzige Japaner ein cooler Mix aus Coupé-, Limousinen- und Schrägheckelementen – also ein echter Crossover, auch wenn er sich tief auf die Strasse duckt und nicht ohne die ­typischen Infiniti-Wellen auskommt. Beim Antrieb bedienen sich die Ingenieure beim M35h und kombinieren das ­E-Werk mit einem 2,5-Liter-­4-Zylinder. Das reicht für 245 PS.

Ob das Feedback am Salon die Japaner zur Serienfertigung ermutigt, wird sich erst noch zeigen.

(20 Minuten)