Auto-Salon Genf 2019

03. März 2019 09:53; Akt: 04.03.2019 00:29 Print

«Elektrischer Vorreiter» von Seat mit Rückstand

Morgen Montag rollt Seat mit dem el-born auch einen Stromer ins Rampenlicht. Er wird «voraussichtlich 2020» auf den Markt kommen

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Seat el-born: Die Spanier sehen sich dank dem Konzeptfahrzeug als «Vorreiter beim Wandel der Mobilität». (Bild: Seat)

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Dass der Auto-Salon in Genf «unter Strom» stehen wird, war schon lange klar. Ebenso klar wie die Tatsache, dass die meisten der gezeigten Fahrzeuge noch immer als Studien, Concept Cars oder Prototypen bezeichnet werden. Da macht auch Seat, die spanische und erfolgreiche VW-Tochter keine Ausnahme und enthüllt morgen Abend bei der Volkswagen Group Night den el-born.

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Die Seat-Designer wollen, dass man sich in den el-born verliebt. Hat Amor bei Ihnen zugeschlagen?

Nach einem Szeneviertel benannt

el-born? Komischer Name, stimmt. Aber Seat hat eine Erklärung dafür: «Der el-born ist das erste vollelektrische Fahrzeug von Seat das auf der MEB-Plattform des Volkswagen Konzerns basiert. Ein Konzeptfahrzeug, das nach einem Szeneviertel Barcelonas benannt ist. Und er ist eine Inspirationsquelle für die Designer und Ingenieure von Seat, die ein sportliches Fahrzeug mit fortschrittlichster Elektrotechnologie geschaffen haben.»

Keine Erklärung habe die Spanier dafür für die Aussage von Seat-Chef Luca De Meo, der sagt: «Seat ist Vorreiter bei diesem Wandel und hat mit el-born ein Konzeptfahrzeug entwickelt, das die Technologien und Designphilosophie zum Ausdruck bringt, mit deren Hilfe wir die Herausforderungen der Zukunft bestehen werden.» Denn Seat ist mit dem el-born die zweite Marke des Konzerns, die ein rein elektrisches Fahrzeug auf Basis der MEB-Plattform einführt. «Das Fahrzeug wird voraussichtlich 2020 auf den Markt kommen», schreiben die Spanier.

Bis zu 420 Kilometer Reichweite

Also ist auch bei Seat Warten angesagt. Aber das Warten könnte sich lohnen, wenn der Preis stimmt. Denn die Fakten zum Stromer lesen sich gut: Das im Fahrzeug verbaute Batteriepack soll dem el-born im offiziellen WLTP-Testzyklus eine Reichweite von bis zu 420 Kilometer sowie eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 7,5 Sekunden ermöglichen. «Die Batterie lässt sich in nur 47 Minuten auf 80 Prozent der Maximalkapazität aufladen», heisst es weiter. «Dadurch ergibt sich ein ganz neuer Blick auf die Elektromobilität.» Obwohl das andere – nicht nur Tesla – bereits heute können. Oder zumindest ankündigen.

«Mit dem el-born wird unsere emotionale Designsprache perfekt in die neue Welt der Elektrofahrzeuge übertragen. Unser Design-Team hat die Herausforderung sehr ernst genommen, unser erstes vollelektrisches Fahrzeug möglichst attraktiv aussehen zu lassen», so Alejandro Mesonero-Romanos, Chefdesigner bei Seat. «Ich glaube, dass das Fahren von Elektroautos spannend sein und Spass machen muss. Wir möchten unsere Kunden dazu bringen, sich in die Idee des Elektroautos zu verlieben.»

Zwei Systeme für autonomes Fahren

Angesichts immer voller werdender Strassen integriert der Neuling die neuesten Entwicklungen für autonomes Fahren und Konnektivität. Der Seat-Stromer ist mit zwei Systemen für autonomes Fahren ausgestattet, die eine Teilautomatisierung des Fahrzeugs zur Steuerung von Lenkung, Beschleunigung und Bremsvorgängen ermöglichen. «Zusammen mit dem intelligenten Einparkassistenten wird der el-born so zu einem Konzeptauto, das die Zukunft des Autofahrens verkörpert», sind die Spanier überzeugt.

(lab)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Susi am 03.03.2019 10:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Betrug

    Mal ehrlich Leute, diese alteingesessenen Automobil Konzerne haben uns über Jahre, teils Jahrzehnte ganz übel belogen und betrogen. Und ihr rennt denen immer noch hinterher? Was stimmt mit euch nicht?

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  • Lömu am 03.03.2019 10:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich verstehe es nicht!

    Wieso kann man nicht einfachal sagen: Hier kommt endlich unser erstes BEV? Alles andere ist nur peinlich! Ein ganz anderer Blicj auf die Elektromobilität...die verhöhnen sich ja selbst. Akku von 0 auf 80 % schaffen andere in 30 Minuten...ich kann mir dieses selbsherrliche geplapper nur nur schwerlich erklären.

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  • Ronny C. am 03.03.2019 10:10 Report Diesen Beitrag melden

    Tesla direkt kopiert

    Wieder eine VAG-Blendgranate, mit gut 7 Jahren Rückstand auf Tesla. Dass man jetzt sogar die Model 3 - Front so billig kopiert zeigt, wie weit weit vorne Tesla ist und was die Marke ausstrahlt. Neid ist die höchste Form der Anerkennung und man kopiert nur von den Allerbesten. VAG hat dies mal wieder bewiesen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sunpower am 04.03.2019 21:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kangaroo

    Zu sehen am Salon in Genf. GFG Style Kangaroo: Elektrisches "Hyper-SUV" mit 450 Kilometern Reichweite. Noch Fragen?

  • Albert Montana am 04.03.2019 11:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    h2o

    e mobil... wird nicht die zukunft sein. zeitverschwendung.

    • Butzelmann am 05.03.2019 12:14 Report Diesen Beitrag melden

      Meinst Du H2?

      Wasserstoff macht eben nur Sinn wenn damit Stromüberschüsse (Flatterstrom...) verwertet werden oder wenn es darum geht, z.B. für Lastwagen, eine sinnvolle Ausnutzung von Gewicht/Leistung/Tankzeit zu erreichen. Strom herstellen und anstatt direkt in eine Batterie zu speichern zuerst den Umweg mit Verlusten über den Wasserstoff zu machen und diesen danach mit erneuten Verlusten im Verbrennungsmotor oder in einer Brennstoffzelle wieder in Strom/Fahrleistung zurückverwandeln hat immer eine schlechtere Bilanz.

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  • Mary J am 04.03.2019 09:43 Report Diesen Beitrag melden

    Naja, ist Seat....

    Unsere Regierung tut nichts zur Förderung von E-Mobilität, die Öl-Lobby ist zu mächtig, da sitzt auch ein bürgerlicher Parlamentarier drin. Schaut mal nach Skandinavien.... so kann man es machen, bei uns sind einfach nur Bremser und Ewiggestrige am längeren Hebel! Der Seat hier ist langweilig, es ist peinlich wie die Hersteller hinterherhinken!

    • marko 34 am 04.03.2019 10:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mary J

      Schrecklich

    • Ölo Mösk am 04.03.2019 10:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mary J

      Naja, wenigstens tun sie etwas für die emob... und schon besser als Audi (vor Allem, wenn man weiss, dass Seat schon in den 80er jahren an einem e-auto gearbeitet haben...) und ich finde Tesla toll und geil, aber was ich besser finde an meinem Seat, ist dass er wenigstens eine elektrische Sonnenmarquise und viele viele viele Details mehr (mal abgesehen davon, dass viele Teile im Tesla qualitativ sehr schlecht sind und für diese Power ein Kaugummi-Fahrwerk dumm ist) als die Autos von Tesla. Aber wer glaubt, in einem auto sei alles perfekt und ohne Kompromiss, hat keine Ahnung von Autos.

    • Skandinavien am 04.03.2019 11:02 Report Diesen Beitrag melden

      So wie die Norweger?

      Einen auf Öko machen und die eigenen E-Autos fördern mit dem Erdöl, das man ins Ausland verkauft. Ganz tolle Doppelmoral. Das gefällt Ihnen wohl und Ihrer Partei.

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  • E-Geniesser am 04.03.2019 08:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was ist falsch an...

    ...nie mehr eine Tankstelle anfahren zu müssen? ...jeden Tag 4oo km im "Tank" zu haben, wenn man es dann braucht? ... für ganze 5.- pro Ladung? ...und dazu über Nacht, notabene beim Schlafen? ...ohne Lärm mit höchstem Komfort mit Autopilot-Unterstützung von A nach B zu fahren? ...mit Rekuperation keine Bremsbeläge unnötig abzunützen zu müssen? ...alle 2 Jahre einen Service für 400.- machen zu müssen? ... nur 6 Verschleissteile wechseln zu müssen (2 Scheibenwischblätter und 4 Reifen)? ...unglaubliche Beschleunigung zu erleben, also Fahrspass pur? ... volles Entertainment, Spotify, Internet..

    • Peter Pan am 04.03.2019 09:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @E-Geniesser

      Falsch ist, dass 5.-- pro Tank nicht reichen und schon bald die Strassensteuer erhoben wird. Falsch ist die Reichweite die locker um die hälfte zurückgeht, sobald über 80 Kmh gefahren werden. Richtig ist, spotify oder eas auch immer gibts schon im Benziner. Auch Richtig, nein, wir haben wirklich nicht genug Strom! Der E-Hype ist unverständlich und wird nie die Zukunft sein

    • Peter Pan am 04.03.2019 09:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @E-Geniesser

      Fast vergessen, Elektromotoren haben auch Service und Verschleiss

    • Elektrofahrer am 04.03.2019 10:11 Report Diesen Beitrag melden

      @Peter Pan

      Tja.... vielleicht sollte man mal kurz aus dem Nimmerland zurück kehren und mit offenen Augen die Realität erkennen. CHF 5.00 Reichen zwar nicht für meine Ladung.... aber für CHF 12.50 fahre ich doch 500km. Ich fahre auf der Bahn durchschnittlich 110 kmh und habe absolut keinen Verlust bei der Reichweite. Aber eben.... wenn man nur in einer Phantasiewelt lebt, weiss man eben zu wenig von der Realität.

    • Ein Mann am 04.03.2019 11:59 Report Diesen Beitrag melden

      @E-Geniesser

      und wenn alle auf E-Auto wechseln und KKW ausgeschaltet werden. Woher kommt der Strom dann und vorallem "wie teuer"? Dann wird nicht nur der E-Kilometer teuerer, sondern auch all die anderen Stromverbraucher.

    • David am 04.03.2019 13:21 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht genug Strom

      Interessant, in der Schweiz hat es nicht genug "einheimischen" Strom, um alle Fahrzeuge auf Elektro zu tauschen? Aber einheimisches Benzin und Diesel gibt es ja in Hülle und Fülle.

    • e mobil am 04.03.2019 15:52 Report Diesen Beitrag melden

      Noch viel besser

      ich fahre mein eAuto seit 3.5 Jahren und noch kein einziges mal in der Garage, kein Service nötig. 100km Ladung kostet mich 2.- CHF. Das teuerste sind die Reifen. Und übrigens: Wenn alle PKWs mit Strom fahren braucht die Schweiz 15% mehr Strom. Der Verbrauch steigt um 3%, geht somit im Rauschen unter. Und wenn wir mal bitcoins weg lassen, kann man damit rum fahren

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  • Patachon am 04.03.2019 08:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verstehe wer will

    Wieso greift man nach den Sternen obwohl noch keine richtige Lösung für die Batterie Entsorgung oder Recycling gibt. Nach spätestens 8 Jahren braucht es eine neue. Aber das ist ja dann ökologisch Anstatt den besten Verbrennungs Motor weiter zu entwickeln biss es eine richtige Lösung gibt

    • Elmo am 04.03.2019 08:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Patachon

      Die Verbrenner-Lobby versucht schon seit über 100 Jahren den Ottomotor "Weiter zu entwickeln" . Aktuell werden nach wie vor mind. 7 von 10 Liter Treibstoff ungenutzt in die Luft geblasen Wo ist da der Fortschritt...? Wo ist da eine Weiterentwicklung...? Worauf warten? ...vielleicht auf das Perpedum Mobile...?

    • Chuderluuri am 04.03.2019 11:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Patachon

      Gigafactory googeln... ach ich sags Ihnen einfach so: das flächenmässig grösste Gebäude der Welt hat genau das zum Ziel: Batterieforschung und Recycling. Ist im Bau, 20% der Arbeitsfläche bereits offen und produktiv, der Rest in 2022. Recycling wird also schon betrieben. Mal abgesehen davon: alle Tesla Besitzer werden sicherstellen, dass ihre Batterie den Weg nach Nevada findet oder richtig recycelt werden, weil das die Art dieser Menschen ist (war lange genug um diese Leute). Und das kann man von Verbrenner nicht sagen. Oder, Herr Export?!

    • Samot am 05.03.2019 12:05 Report Diesen Beitrag melden

      So eine Batterie

      enthält so viele Wertstoffe, dass ein Nicht-recycling der absolute Wahnsinn wäre. Aber vielleicht hast Du ja recht und irgendjemand merkt, dass man auch ohne Recycling Geld verdienen kann indem man die Batterien gegen Gebühr entgegennimmt und dann irgendwo in Afrika lagert... Wenn man ja sieht, dass nach wie vor auf der Welt Abfälle eingesammelt und bewusst ins Meer oder in Flüsse gekippt werden anstatt diese wenigstens unter Energiegewinnung in KVA's verbrannt werden.

    • Unbekannt am 10.03.2019 16:40 Report Diesen Beitrag melden

      Nein, eher falsch

      Tesla Model S statistische Angaben ergeben nach 300'000km immer noch um die 90% Batterieladung im Durchschnitt. Das sind um die 20 Jahre bei 15'000km pro Jahr. Recyling Prozesse werden auch gerade etabliert, auch in China.

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