Rapid E

10. Februar 2020 04:42; Akt: 09.02.2020 16:59 Print

Aston Martin verschiebt Elektrifizierung

Der angeschlagene britische Autobauer Aston Martin wird den vollelektrischen Rapide E nicht bauen.

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Kommt nicht: Aston Martin Rapid E. (Bild: Aston Martin)

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Im teuren Preissegment tut sich E-Mobilität wegen der erreichbaren kleinen Stückzahlen traditionell schwer. Entsprechend zurückhaltend planen Premium-Marken wie Bentley, Rolls-Royce oder Aston Martin ihre Stromer respektive Plug-in-Hybride. Aston Martins elektrische E-Auto-Marke Lagonda etwa soll von 2022 auf frühestens 2025 verschoben werden. Und auch das Gerücht, dass der elektrische Rapide E nicht produziert wird, hat Aston Martin jetzt bestätigt.

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Der Rapide E wurde 2015 vorgestellt. 2017 bestätigte der britische Autobauer die Serienproduktion in einer limitierten Auflage von 155 Exemplaren. Ein Preis wurde nie genannt. Zudem steht auch nicht fest, wie viele Kunden den Aston Martin Rapide E bereits vorbestellt haben.

Schwierige Lage

Ganz vom Tisch ist das Prestigeprojekt aber nicht. Der Rapide E soll jedoch weiter als Forschungsobjekt für die Elektrifizierung anderer Baureihen bei Aston Martin Verwendung finden.

Aktuell befindet sich Aston Martin in einer schwierigen finanziellen Lage. CEO Andy Palmer nannte das vergangene Geschäftsjahr «enttäuschend». Immerhin: Kürzlich wurde bekannt, dass der Kanadier Lawrence Stroll mit Konsortium, das 182 Millionen Pfund investiert, bei Aston Martin eingestiegen ist.

007 ohne Stromer?

Der Aston Martin Rapide E wurde auf der Shanghai Auto Show 2019 enthüllt. Die Limousine mit einer flüssigkeitsgekühlten 800 Volt Lithium-Ionen-Batterie gibt ihre Energie an zwei Elektromotoren an der Hinterachse ab. Als Gesamtleistung stehen dem Rapide E 610 PS und 900 Nm Drehmoment zur Verfügung. Als Reichweite bei normaler Fahrweise wurden 320 Kilometer angegeben. Ob James Bond im neuen 007-Abenteuer «No Time to Die» trotzdem – wie letztes Jahr angekündigt – im Rapid E vorfahren wird? Man darf gespannt sein.

(lab)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Junior am 10.02.2020 06:04 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Rapide E guter Entscheid

    Da bleibt noch Zeit das Design und Styling zu überdenken resp. zu überarbeiten. Das gilt auch für andere neue AM Modelle. Da ist viel Harmonie und Stil verloren gegangen. Das beeinflusst die Absatzwerte und somit die GB Zahlen ...

  • Peter am 10.02.2020 11:24 Report Diesen Beitrag melden

    Mythos Lithium

    Für das Lithium eines Akkus mit einer Kapazität von 64 (kWh) werden nach den gängigen Berechnungsmethoden 3840 Liter Wasser verdunstet. Das entspricht dem Wasserverbrauch bei der Produktion von 250 Gramm Rindfleisch, zehn Avocados, 30 Tassen Kaffee oder einer halben Jeans. Tesla Akkus haben zurzeit noch 2,8% Kobalt und Ziel ist es in Kürze ganz darauf verzichten zu können. Das meiste Lithium wird in Australien mit 51Mio. Tonnen im offenen Bergbau gefördert. Chile liefert dagegen nur 16 Mio. Tonnen. Mit den bekannten Abbaumengen können alle weltweit eingelösten Fahrzeuge elektrisiert werden.

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  • James am 10.02.2020 13:14 Report Diesen Beitrag melden

    Mit Effizienz in die Zukunft

    Je nach Quelle benötigt man 1-1.5 kWh um einen Liter Treibstoff zu raffinerieren. Wenn ich nun 50 Liter Diesel tanke wurde dafür mind. 50 kWh Strom benötigt. Der Transport, das Pumpen usw. noch gar nicht eingerechnet! Wenn ein E-Auto (ZOE) nun 14.5 kWh/100Km benötigt kann ich mit dieser Tankfüllung bereits 344Km weit fahren. Warum also zuerst Treibstoff raffinieren, wenn ich mit dieser Energie bereits losfahren kann? Diese Energie kann relativ einfach via Solarpanels geerntet werden.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ein E-Auto, bitte? Nein, danke! am 18.02.2020 04:03 Report Diesen Beitrag melden

    DE: Schattendasein der Elektroautos

    Zitat aus inside-digital.de (15.01.2020): "... Im Jahr 2019 wurden in DE ... knapp 3,61 Mio Neuwagen zugelassen. Allen Umwelt-Diskussionen zum Trotz waren das 5 Prozent mehr als noch 2018. Und der Großteil der Neuzulassungen ist weiter mit einem klassischen Verbrennungsmotor ausgestattet. Der Anteil der neu zugelassenen PKW mit Benzinmotor lag 2019 bei 59,2 %. Das sind nur 3,2 Prozentpunkte weniger als 2018. Der Anteil neu zugelassener Autos mit Diesel-Antrieb ging im Jahresvergleich sogar nur um 0,3 % auf 32 % zurzurück." Nicht einmal jedes zehnte neue Fahrzeug hat einen alternativen Antrieb!

  • Post Chef am 12.02.2020 17:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratulation an die Schweizer Post

    Bis 2023 sollen in der Paketzustellung bis zu 400 Lieferwagen mit Elektromotor verwendet werden. Priorität haben bei den Elektro-Plänen der Schweizer Post die grossen Städte, später sollen auch in den anderen, weitläufigeren Zustellgebieten Stromer eingesetzt werden.

  • Sono Motors am 12.02.2020 16:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Solarcar Startup

    Ein Problem, das jeder Autofahrer kennt: Benzin wird leider immer teurer, und auch Elektroautos müssen mit teurem Strom betankt werden. Wär es nicht total praktisch, wenn Autos sich einfach selbst aufladen würden, zum Beispiel indem sie einfach nur in der Sonne rumstehen? Genauso ein Auto hat das Unternehmen Sono Motors entwickelt: Der Solarwagen Sion produziert seinen eigenen Strom! An diese Idee glauben über 13.000 Menschen, so viele haben sich nämlich im Dezember an der Crowdfunding Kampagne beteiligt. +++++++++

  • Wenn das Elektroauto den am 12.02.2020 08:56 Report Diesen Beitrag melden

    Verbrenner ablösen soll,

    dann braucht es so viele Batterien, die mit der heute bekannten Technik gar nicht hergestellt werden können, weil die Rohstoffe in ausreichender Menge gar nicht vorhanden sind. Elektroautofanatiker sind Träumer!

    • James am 12.02.2020 10:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Wenn das Elektroauto den

      Stimmt nicht. Von allen bekannten Rohstoffen hat es genug damit alle Fahrzeuge weltweit zu elektrifizieren. Zusätzlich entschärft sich die Situation weil der Rohstoffkreislauf dank Recycling die Rohstoffnachfrage sinken lässt.

    • Herrlich am 12.02.2020 10:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Wenn das Elektroauto den

      Sagte der Petrollampen-Verkäufer über die Elektrizität auch. Der Rest ist Geschichte. Weshalb ihr so an eurem in allen Belangen schlechteren und viel teurerem Verbrenner hängt, ist wirklich ein Rätsel. Wohl noch nie einen Tesla gefahren, anders lässt sich das nicht erklären.

    • Tesla? Nein danke! am 12.02.2020 12:22 Report Diesen Beitrag melden

      @Herrlich

      Der Glanz des Tesla bröckelt ganz schön runter. Wer Einen hat und ihn entsorgen muss, zahlt ein Vermögen dafür. Niemand kauft ein Occasion Tesla, ausser die Akkus sind neu und auch das kostet ein Vermögen. Die Entstehung wie Entsorgung ist ein Verbrechen an die Natur. Und dennoch sollen uns diese Fahrzeuge als Klimaneutral angepriesen werden. Vergesst es. Zu viele Negative Videos und Nachrichten kursieren im Netz.

    • E-Autos sind ineffizient am 12.02.2020 12:25 Report Diesen Beitrag melden

      @James

      Wenn ein E Auto 20 KW / 100 Km verbraucht ist das sehr ineffizient und dann noch das hohe Gewicht der Batterie rumschleppen und abhängig sein bei Updates ist wirklich kein Fortschritt. 20 KW entspricht wie 20 Liter Benzinverbrauch bei einem 2.0 Motor aus den 60 ern, und die Energiedichte von Benzin und Batterie zu messen ist absolut nicht gleichzustellen, da ein Verbrenner nicht mit 380 V getankt werden kann. Der Einzige Vorteil beim Elektro ist das volle Drehmoment, aber mehr nicht, 80 % sind nur Nachteile.

    • werni am 12.02.2020 14:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Wenn das Elektroauto den

      Woher haben sie diese Information? Viele Fachleute behaupten das Gegenteil.

    • Peter am 12.02.2020 17:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @E-Autos sind ineffizient

      Man jedesmal der gleich falsche Post. So Crazy....

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  • Urs AH am 12.02.2020 08:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tod einer Marke auf Raten

    Anhand dieses strategischen Entscheids, können auch Laien schnell erkennen welch Marken die Zeitenwende in der Automobilindustrie nicht überleben werden, Aston Martin wird es mit ihren unglaublich hohen Verbrauchswerten Ihrer Modelle kaum schaffen und verschwinden-leider.