11. April 2005 04:36; Akt: 10.04.2005 19:51 Print

Der Preis ist heiss! Murano von Nissan als Schnäppchen

Rückfahrkamera, DVD-Navigation, Bi-Xenon-Scheinwerfer, Lederinterieur, Bose-Sound-System, Tempomat, elektrisch verstellbare Pedale, tolles Design und intelligenter Allradantieb: Das ist der Nissan Murano, und das alles für nur 62 900 Franken.

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Sicher, 62 900 Franken sind jede Menge Geld. Aber für einen vergleichbaren SUV mit dieser Luxus-Ausstattung müssen bei der Konkurrenz mindestens 15 000 Franken zusätzlich investiert werden. Damit wäre einer der beiden grossen Pluspunkte des Nissan Murano bereits besprochen: Der Preis ist tatsächlich mehr als heiss!

Pluspunkt 2 ist ganz klar das Design: Der Murano hebt sich wohltuend von seinen Konkurrenten ab und überrascht trotz seiner Grösse durch die «Leichtigkeit des Seins». Die avantgardistische, windschlüpfrige Front verleiht dem Murano Sportlichkeit, die durch die kurzen Überhänge und das bullige Heck optisch unterstrichen werden.

Diese Sportlichkeit geht nahtlos in den Innenraum und ins Cockpit über. Logisch, denn hier haben die Nissan-Ingenieure Teile und Konzept des erfolgreichen Nissan-Sportlers 350 Z adaptiert und weiterentwickelt. Aber trotz guter Verarbeitung und dem Einsatz von gebürstetem Aluminium verströmt der Murano nicht jene Hochwertigkeit, für die die namensgebenden Glasbläser aus Italien weltbekannt sind.

Wohl fühlt man sich auf den grosszügig dimensionierten Sitzen trotzdem, und das Cockpit ist bis auf ein paar versteckte Schalter sehr logisch und komplett. Mindestens ebenso wohl fühlt man sich im Fond des Nissan-SUV: Das Platzangebot ist schlicht und einfach immens! Weil die Japaner aber auch nicht zaubern können, ging das zu Lasten des Kofferraums.

Und wie fährt sich der Murano mit dem 6-Zylinder-Motor, Allradantrieb, Automatik und 234 PS? Amerikanisch: Gediegenes Cruisen macht dank komfortablem Fahrwerk und allgegenwärtigem Luxus sehr viel Spass. Wenn aber zu viele Kurven anstehen, wird der SUV nervös. Und ich wurde nervös, als der Schnee am Samstag die Scheibenwischer lahm legte...

Dieter Liechti/Textlab