04. April 2005 04:51; Akt: 31.01.2006 20:01 Print

Gladiator, Rescue und Compass: 20 Minuten testete Jeep-Visionen

Gegenwart: An der New York Motor Show zeigte DaimlerChrysler letzte Woche die Jeep-Neuheiten für 2006 – den Commander und den Grand Cherokee SRT-8. Zukunft: Im Liberty State Park konnte 20 Minuten die atemberaubenden und futuristischen Concept Cars der Marke Jeep fahren.

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Vier lange Jahre warteten Offroad-Fans vergebens auf Neuheiten aus dem Hause Jeep. Das hat mit dem Grand Cherokee – kommt im Juni – ein Ende und geht mit dem Commander (Box unten) und dem SRT-8 munter weiter. Doch damit ist der Expansionskurs von Jeep noch nicht zu Ende: Die Offroad-Pioniere wollen nach Wrangler, Cherokee, Grand Cherokee und Commander bereits 2006 eine fünfte Modellreihe – einen Softroader – lancieren.

Welche Trümpfe Jeep zudem im Ärmel hat, zeigten die Amis beim Concept Car Drive im Liberty State Park:

Jeep Hurricane: «Der kraftvollste und wendigste Jeep aller Zeiten» gab seinen Geist leider vor meiner Ankunft auf. Trotzdem beeindruckt der Concept Car: Dank Vierradlenkung und zwei Hemi-Motoren (total 670 PS) lässt sich der Hurricane um die eigene Achse drehen und seitlich bewegen. In Serie wird dieser Jeep aus Kostengründen wohl nie gehen. Aber die US-Army will sich eine Kleinserie bauen lassen.

Jeep Compass: Konkurrenz für Toyotas RAV-4: Der Compass soll bereits 2006 als neues Einstiegsmodell vorgestellt werden. Das spürte man beim Fahren: Der mit einem 3,7-Liter-V6 ausgerüstete Compass liess sich wie ein Serienauto bewegen, erfreute mit sportlichem Sound und vielen extravaganten Detaillösungen. Was bis 2006 übrig bleibt, wird sich zeigen.

Jeep Rescue: Entwickelt für extreme Situationen und härteste Bedingungen – und so fährt sich der Rescue auch. Wer hoch schalten will, braucht Arme wie Arnold Schwarzenegger oder ein Feingefühl wie ein Schweizer Uhrmacher. Der «Hochsitz» ist erhaben und ein US-PR-Mann meinte: «Trotz Commander – ein Auto dieser Grösse fehlt uns noch.»

Jeep Gladiator: Der Gladiator zeigt, wie der neue Wrangler aussehen wird. Ob der Ur-Jeep als Pick-up kommt, ist noch nicht entschieden.

Jeep Willys2: Jeep nennt den Willys2 den «echten Amerikaner». Das erstaunt: Denn der Willys2 überzeugt primär durch Leichtbau, wird von einem unspektakulären Vierzylinder angetrieben und fährt sich locker wie ein VW Golf. «Er verkörpert die Kernwerte der Marke Jeep», so Vizepräsident Rick Aneiros. Trotzdem: Der Willys2 bleibt eine Studie.


Jeep-Neuheiten 2006

Jeep gibt Gas: 2006 kommen mindestens zwei Neuheiten auf den europäischen Markt – das neue Flaggschiff Commander und der SUV-Supersportler Grand Cherokee SRT-8.

Der Commander sieht aus wie der eckige Ur-Cherokee, fährt auf Basis des neuen Grand Cherokee, aber bietet – als Novum bei Jeep – Platz für sieben Personen.

Ganz andere Absichten hat der Grand Cherokee SRT-8: Angetrieben von einem 6,1-Liter-Hemi-V8 sollen 415 PS für wuchtigen Vortrieb sorgen. Den Prestige-Spurt von 0 auf Tempo 100 soll der Jeep-Sportler in rund 5 Sekunden schaffen.

Dieter Liechti/Textlab