Test ergibt

15. November 2019 21:14; Akt: 15.11.2019 21:14 Print

Krebserregende Stoffe in Kindersitzen

Der TCS hat 18 Kindersitze getestet. Elf schnitten gut ab. Zwei jedoch wurden aufgrund ihres hohen Schadstoffgehalts als «nicht empfehlenswert» bewertet.

Im Test: Kindersitze für das Auto. (TCS)
Zum Thema
Fehler gesehen?

Die meisten Eltern kennen es: Kinder nehmen Dinge gern in den Mund und machen dabei natürlich auch vor Teilen an Kindersitzen nicht halt. Der TCS hat darauf reagiert und wendet für seine Kindersitztests die strengeren Schadstoffgrenzwerte für Kinderspielzeug – und nicht jene für Kindersitze – an.

Umfrage
Sollten Warnsysteme an Kindersitzen auch in der Schweiz obligatorisch sein?

Das hat Folgen. Zwei der 18 untersuchten Sitze im neusten TCS-Test wiesen zu hohe Schadstoffwerte auf. Die Produkte wurden mit «nicht empfehlenswert» bewertet. Bei den auch in der Schweiz erhältlichen Sitzen «Hauck iPro Baby» und dem «Hauck iPro Baby + iPro Base» wurden zu hohe Werte von Naphthalin gefunden – ein Stoff, der «im Verdacht steht, krebserregend zu sein», wie der TCS erklärt.

Heikler Bezugsstoff

Damit deckt sich der Test mit jenem des deutschen Pendants ADAC. Dieser hatte 20 Sitze auf Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und Schadstoffgehalt getestet. Das Ergebnis: Zwölf Modelle schnitten gut ab, vier befriedigend und vier mangelhaft. Die schlechte Note kam auch beim ADAC-Test jedoch nicht primär durch Sicherheitsmängel zustande, sondern wegen eines zu hohen Schadstoffgehalts. Die Bezugsstoffe der bemängelten Sitze enthalten das Flammschutzmittel TCPP in einer über den Grenzwerten liegenden Konzentration oder eben die beiden Produkte mit dem zu hohen Wert für Naphthalin.

Bei den beiden mit mangelhaft bewerteten Kindersitzen mit dem Flammschutzmittel TCPP im Bezugstoff in einer den geltenden Grenzwert überschreitenden Menge handelt es sich um die Modelle «Uppababy Mesa i-Size» und «Uppababy Mesa i-Size + i-Size Base». Doch es gibt auch gute Nachrichten: Viele der getesteten Sitze übertreffen laut TCS und ADAC die gesetzlichen Vorschriften teilweise deutlich. Zudem stellten die Tester fest, dass keiner der Sitze im Frontalaufpralltest scheitert. Nah an seine Belastungsgrenze kam nur der «Hauck iPro Baby mit iPro Base». Er hält den Dummy zwar noch zurück, löst sich beim Test aber teilweise von seiner Isofix-Basis. Wenn er ohne Basis mit dem Fahrzeuggurt befestigt wird, bietet er einen besseren Schutz beim Unfall.

Gurten stramm ziehen

Um die Kleinen im Auto optimal zu schützen, müssen Kindersitze möglichst stramm und standsicher montiert werden. Die Gurte sollten straff angezogen sein und geradlinig verlaufen, damit sie einen optimalen Rückhalt gewährleisten können. Doch Sicherheit beginnt nicht erst mit dem Kindersitz: Auch Jacken sollten wenn möglich ausgezogen werden, damit der Gurt möglichst nahe am Körper anliegen kann. Zudem empfiehlt es sich laut TCS, Gurten und Rückenstütze regelmässig zu kontrollieren und gegebenenfalls an die Grösse des wachsenden Kindes anzupassen.

Nicht zuletzt sollte man auch bei Zubehör vorsichtig sein. Gurtschlösser- und Clips, die verhindern sollen, dass das Kind selbstständig aus dem Kindersitzgurt herausschlüpft, stehen im Widerspruch zur gesetzlichen Vorgabe. Diese besagt, dass sich ein Gurt durch eine einzelne Betätigung öffnen lassen sollte. Komfortzubehör wie Nackenkissen, Gurtpolster oder Fusssäcke können dagegen weitestgehend unbedenklich eingesetzt werden.

(str)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Das ist noch gar nichts gegen die Gifte am 16.11.2019 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    die im Batt. E-Auto vorkommen,

    aber kauft sie ruhig, ich bekomme ja kein Krebs, ich fahre was viel besseres, und ausgereiftes!!

  • roli am 16.11.2019 09:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vergiftungen mit System

    Zum Glück wird das nicht auch noch dem Klimawandel angehängt. Anscheinend will es niemand wahrhaben, dass wir systematisch vergiftet werden. Würde wetten auf dem Sitz heisste es, Made in China.

  • Zyniker am 16.11.2019 09:26 Report Diesen Beitrag melden

    Täglich grüsst der Lemming...

    Lest die Kommentare, jetzt wisst ihr warum jeder zweite an Krebs erkranken wird. Wegen Gleichgültigkeit und Ignoranz. Da macht ihr ein paar Neo-Feudalisten bei der Pharma und dem Gesundheitswesen sehr glücklich, ihr solltet euch nicht wundern wenn die KK Prämien bald durch die Decke geht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Die sauberste Lösung weltweit ! am 16.11.2019 22:09 Report Diesen Beitrag melden

    H2-Zapfsäulen auf Februar 2020 in SG

    Immer mehr Wasserstoff-Tankstellen gibt es in der Schweiz, auf Februar 2020 ist eine in St.Gallen an der Oberstrasse bereit zum tanken, und es geht immer weiter. Geht auf Google und schaut selber nach, in SG wird der Wasserstoff sogar selbst produziert, nicht nur verkauft. Teslafahrer mit ihrem umweltschädlichen Batterieauto können ihren überteuerten Elektroschrott dann entsorgen weil niemand mehr sowas umständliches kaufen will. Das Wasserstoffauto ist in ca. 3 Min. vollgetankt und startbereit, hat immer 100% Leistung, kein altersbedingter Batterieabfall!!

  • Herbert Kessler am 16.11.2019 21:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Krebs

    Darum braucht es dann die Krebsliga und Tierversuche . Richtige Geldverschwendung.

  • Das ist noch gar nichts gegen die Gifte am 16.11.2019 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    die im Batt. E-Auto vorkommen,

    aber kauft sie ruhig, ich bekomme ja kein Krebs, ich fahre was viel besseres, und ausgereiftes!!

  • roli am 16.11.2019 09:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vergiftungen mit System

    Zum Glück wird das nicht auch noch dem Klimawandel angehängt. Anscheinend will es niemand wahrhaben, dass wir systematisch vergiftet werden. Würde wetten auf dem Sitz heisste es, Made in China.

  • Zyniker am 16.11.2019 09:26 Report Diesen Beitrag melden

    Täglich grüsst der Lemming...

    Lest die Kommentare, jetzt wisst ihr warum jeder zweite an Krebs erkranken wird. Wegen Gleichgültigkeit und Ignoranz. Da macht ihr ein paar Neo-Feudalisten bei der Pharma und dem Gesundheitswesen sehr glücklich, ihr solltet euch nicht wundern wenn die KK Prämien bald durch die Decke geht.