Swiss Buggy Froggy

20. April 2019 09:34; Akt: 20.04.2019 09:34 Print

Die Schweizer Antwort auf eine US-Erfindung

von B.v.Rotz - Dass man ihn Froggy nannte, war kein Zufall. Denn der Buggy aus der Schweiz hatte tatsächlich etwas von einem Frosch.

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Entstanden sind die Buggys – natürlich – in den USA. Bruce Meyers gilt als deren Schöpfer. Mitte der 1960er-Jahre sorgte er mit seinem Meyers Manx auf einem gekürzten Käfer-Chassis für Furore.

Aber er erschuf nicht nur einen Trend, sondern auch Horden von Nachahmern. Zu diesen gehörten auch viele europäische Firmen, etwa Apal in Belgien oder Karmann in Deutschland. Auch die Schweizer entdeckten den Buggy. Sie importierten nicht nur gängige Fabrikate, sie entwickelten auch selber.

Bewährtes verbessern

Bereits 1965 etablierten Willy, Markus und Peter Hausin, unterstützt von ihren Eltern, die Firma Syntobau, Hausin & Co. Während sich Markus um das Engineering kümmerte, gestaltete Willy einen eigenständigen Buggy, der in Anbetracht des Herstellerlandes und des Aussehens Swiss Buggy Froggy genannt wurde. 1967 war der erste Buggy fertig, die Mulden für die GKF-Karosserie hatten die Brüder eigenhändig gebaut.

Im Gegensatz zu anderen Buggy-Versionen modifizierten die Hausins das Käfer-Chassis, kürzten und verstärkten es. Darauf wurde dann die komplette Buggy-Wanne montiert, die deutlich mehr Wetterschutz (von unten) und Stabilität (im Gelände) versprach als die üblichen Buggy-Aufbauten.

Geschickt brachten die Aargauer Tüftler Verbesserungen am Design an. Die Zeitschrift «Hobby» schrieb in einem Vergleichstest im Jahr 1973: «Wie ein durchdachter Buggy auszusehen hat, zeigen die Mannen der Otelfinger Buggy-Schmiede: Der Swiss Buggy war das einzige Fahrzeug, bei dem keine direkte Verbindung vom Tank zum Fahrgastraum bestand. Das heisst, dass bei allen anderen Buggys im Falle eines Brandes das Feuer ungehindert zum Tank oder in den Innenraum gelangen kann.»

Auch der Zugang zum Motor lösten die Hausins auf eigene Weise. Eine Klappe liess sich öffnen und legte die Innereien frei. Und sie schafften es, ihren Buggy an die offiziellen Normen anzupassen. Einer Serienproduktion stand nichts mehr im Weg.

Sorgfältig und von Hand gebaut

«Originell, mit dem freundlich-frechen Aussehen. Vermittelt ein sportlich-rasantes Fahrgefühl für Jung und Alt», so texteten die Hausins für ihre Verkaufsbroschüre. Für den Vertrieb arbeiteten sie mit Jelmoli zusammen. Im Zürcher Warenhaus konnte der Bausatz im dritten Stock bezogen werden.

Gebaut wurde der Swiss Buggy weitgehend von Hand. Bis 1972 entstanden ungefähr 150 Buggies in Würenlos. Dann ging das Projekt an die extra gegründete Fahrzeugbau AG in Otelfingen. Diese produzierte von nun an auf industrieller Basis. Ein kompletter Swiss Buggy Froggy kostete 9960 Franken ohne Seitenteile/Türen.

Über 500 Fahrzeuge pro Jahr hätte man fertigen können, doch schon bald zeigten sich unerwartete Schwierigkeiten. Die Energiekrise warf ihre Schatten voraus und die zunehmend komfortorientierte Kundschaft verlangte nach einem Fahrzeug mit längerem Radstand und besseren Fahreigenschaften. Als Antwort wurde eine Buggy-Version mit Hardtop präsentiert und an einem eigenen Chassis gearbeitet. 1974 musste jedoch die Reissleine gezogen werden. Insgesamt entstanden nur etwa 300 Swiss Buggy Froggy.

Überlebenskünstler

Eine beträchtliche Anzahl der 450 produzierten Freizeitautos soll überlebt haben. Man munkelt von über 100 Exemplaren. Wer sich ein Exemplar gesichert hat, kann sich über ein Maximum an Frischluft, viel Fahrvergnügen, ausreichende Fahrleistungen und robuste Alltagseigenschaften freuen.

Weitere Informationen, viele Fotos, Verkaufsunterlagen und ein Tonmuster gibt es auf www.zwischengas.com.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • sagamol am 20.04.2019 12:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Öko Posts am falschen Ort

    Wieso lasst ihr die sich ständig wiederholenden Öko Posts von E-Guru oder Info in diesen Auto Artikeln jedes Mal zu? Die haben nun wirklich nichts mit den umschriebenen Produkten zu tun und gehören hier einfach nicht rein. Wäre doch auch einmal was zum zensurieren. Diese Posts sind doch nichts anderes als militante Öko Bekehrungsversuche.

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  • Francesco S. am 20.04.2019 11:22 Report Diesen Beitrag melden

    Der Vollständigkeit halber

    wäre noch Albar "Alois Barmettler" zu erwähnen, der zwischen 1962 und 1966 Beach Buggys auf Käfer Basis entweder komplett oder als Kit verkaufte.

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  • Fäbu am 20.04.2019 10:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    geliebt

    Ich hatte bis vor 2 Jahren einen solchen Buggy von Ritter. Der schönste den es gab. Musst ihn leider verkaufen

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Info am 27.04.2019 11:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Portal

    Auf dem Internet E-Portal ECOMENTO findet man immer die neusten Informationen zu Elektroautos und zur E-Mobilität. Besucht es einmal, es lohnt sich.

  • Water am 23.04.2019 23:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Water

    Alles ist viel besser als Deepwater Horizon!!!!

  • jay jay am 23.04.2019 08:40 Report Diesen Beitrag melden

    kenne den unter dem namen

    albar buggy. von froggy habe ich noch nie was gehört.

  • Einstein am 22.04.2019 19:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erfindung des Jahrtausends

    All das hier braucht es ab heute nicht mehr: Turbos, Russfilter, Kats, AdBlue, Motoren-Öl. und warum nicht? Es gibt eine Erfindung des Jahrtausends, nämlich den genialen und sogar wartungsfreien Elektro-Motor.

    • Turbovic am 23.04.2019 13:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Einstein

      wie soll ein e auto ohne öl bremsen? Sunpower... ähm ich meine Einstein?

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  • elotor am 22.04.2019 16:25 Report Diesen Beitrag melden

    Illumiantion und Ronny

    ist dieser Beitrag den Herren Illumiantion und RonnyC nicht würdig, da sie bis jetzt ihren Senf nicht abgegeben haben? Schade - gehört zur Algemeinbildung von Autoenthusiasten :-)