Ausgehen und einkehren

07. September 2018 19:24; Akt: 10.09.2018 09:03 Print

Slow Food fast wie daheim

von Sulamith Ehrensperger - Burger und Bier von nebenan: Im IRO by Jack&Jo in Zürich steht Hausgemachtes aus Zutaten vom Bauern um die Ecke auf dem Menü. Slow Food, fast wie zu Hause.

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Es hat den Flair von American Style und die Alltagsästhetik eines Nachbarschaftsrestaurants: das neu eröffnete IRO by Jack&Jo, das aus dem ehemaligen Iroquois mitten im Zürcher Seefeld-Quartier entstanden ist. Secondhand-Möbel und Lampen verleihen dem Ort ein charmantes Ambiente.

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Ein Anziehungspunkt ist die Bar, die einlädt mit dem Barkeeper zu verweilen. Bei schönem Wetter ist der gefragteste Ort zweifellos die Sonnenterrasse. Plätze gibt es hier auf gut Glück, weil sich Tische nur drinnen reservieren lassen.

Grilladen, Burger, Salat: Was bestellen?

Die Hummus Combo (Fr. 18) mit Labne, Oliven und Fladenbrot kommt auf einer dreistöckigen Etagere. Unsere Favoriten sind das Randen- und Zitronen-Hummus. Auch unsere Tochter greift mit beiden Händchen zu.

Eine Hausspezialität sind Burger. Auf die Teller kommt Hausgemachtes aus Zutaten vom regionalen Produzenten um die Ecke: Das Fleisch von Patrick Marxers Das Pure in Wetzikon, das Bier von Gipsy-Brewer Tom aus Winterthur und die Glacé von Mr. Cool aus Zuchwil. Auch ein Grund, dass das die Menüs preislich im mittleren Segment liegen.

Lauter kreative Burger-Varianten

Eingepackt gibt es den Burger nach Wunsch im Sesam- oder Vollkorn-Bun oder in knackigem Salat. Der Crispy Chicken Burger (26.80 Franken) im Tortillachips-Mantel ist rustikal auf einem Holzbrettchen angerichtet, dazu Salat, Avocado und Cole Slaw. Die Kruste ist für unseren Geschmack zu dick und damit zu crunchy.

Wer es herzhaft mag, wird den Bacon Cheese Burger (27.80 Franken) mit Speck und geräuchertem Raclettekäse lieben. Das Fleisch ist etwas grober, dafür aromatischer als herkömmliches Rindfleisch. Die handgemachten Fries mit Kräutersalz gewürzt, mögen wir sehr.

«Bitte noch ein Glas Prosecco!»

Wie ein kleines Bouquet kommt der California Chicken Salad (25.80 Franken) daher, mit Gurke, Tomaten, Avocado, Kräutern und Hüttenkäse garniert. Statt den üblichen Croutons gibt’s Kürbiskerne, ganz nach unserem Geschmack. Die Chicken-Nuggets fürs Kind sind so zart, dass auch wir Erwachsene gerne probieren.

Der Prosecco Bedin Extra Dry aus dem Veneto (Fr. 7.50 das Glas) und der Foscanegra aus Mallorca (Fr. 8.50 pro Deziliter) passen so gut, dass wir noch ein Glas bestellen. Das Wasser mit Kohlensäure gibt es übrigens in der Karaffe für 4.50 Franken pro Person und ist zugunsten eines gemeinnützigen Wasserprojekts à Discretion.

Darum kommen wir wieder

Slow Food wie Daheim lautet das Konzept des Restaurants. Dazu passt das Dark Chocolate Mousse (Fr. 6), das mit hohem Kakaoanteil mundet. Und das Passion Yogurt Mousse schmeckt Löffel für Löffel exotisch-cremiger. Dazu passt der kräftige Espresso (Fr. 4.50), der eigens fürs IRO geröstet wird.

Unsere Kleine hat das Passionsfrucht-Mousse fast alleine geschleckt. Nach dem Dessert kommt das mitgebrachte Kinderbesteck blitzsauber aus der Küche zurück. Der Service ist überaus charmant – und familienfreundlich. Ein «Fast wie zu Hause»-Ambiente – zum Cocktail schlürfen, Burger essen und die Zeit vergessen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Carl Carlson am 07.09.2018 20:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nee

    Toll, wir brauchen in Zürich unbedingt noch mehr Hipster-Burger Schuppen, wir haben noch viel zu wenig...

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  • Zürcher am 07.09.2018 22:27 Report Diesen Beitrag melden

    Marketing

    Der Bauer um die Ecke in der Mitte von Zürich. Einmal mehr Hyp-Werbung!

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  • Toll am 07.09.2018 21:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Slow Food

    Warte mal, Seefeld beim Bauern um die Ecke? Eeehhh? Hamburger und Fritten selbstgemacht gleich Slow Food? Ach der Prosecco, den gibt es im McDo nicht! Einen viel unpassenderen Namen als Slow Food war echt hart zu finden.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Berner am 10.09.2018 20:35 Report Diesen Beitrag melden

    Voll inno

    So oder ähnlich gibt's das in Deutschland oder Österreich an jeder Ecke. Für max. 10 Euro (Hochpreissegment)...

  • Selberkocher am 10.09.2018 20:30 Report Diesen Beitrag melden

    Unlogisch

    Wenn's wie zuhause ist, brauch' ich nicht auszugehen!

  • Feinmecker am 10.09.2018 20:22 Report Diesen Beitrag melden

    Na klar doch

    Preise im mittleren Segment ist ein Euphemismus für sauteuer...

  • Pesche Bertschi am 10.09.2018 19:23 Report Diesen Beitrag melden

    Es tropft...

    Sorry, aber was ich bis jetzt im Jack&Jo an pampigen, fettgetränkten Pommes Frites gesehen habe, muss man echt nicht noch an andern Orten anbieten. Nein danke!

  • Bärnergiu74 am 10.09.2018 15:52 Report Diesen Beitrag melden

    Wir verblööden...

    Es geht uns so gut, dass wir jede Art von Blöödsinn toll finden und solchen Trends nachrennen....einfach sog. nachhaltig oder natürlich bezeichnen und das 3-fache verlangen...dabei kann sich dad jeder selber zuhause vorbereiten! Nur es gibt wenige die wissen wies geht :-)