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04. Dezember 2018 09:48; Akt: 11.12.2018 10:54 Print

Er kennt die Masse des Glücks

Jojo Ucan weiss, was Granit Xhaka oder Haris Seferovic wollen. Der gelernte Automechaniker versorgt heute Fussballstars mit massgeschneiderten Anzügen. – Start-up-Porträts, präsentiert von Huawei. Teil 1 von 4.

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Jojos Geschichte liest sich wie ein modernes Märchen: Unter dem Namen Johannes Ucan in St Gallen geboren, begegnete der 6-Jährige einem Fussballprofi, der zu ihm sagte: «Johannes passt nicht zu dir. Ich nenne dich von jetzt an Jojo.» Der Name blieb, so erhielt der kleine Johannes schon im Vorschulalter den Namen für sein späteres Modelabel. Bevor der heute 30-jährige Ucan seinen Platz in der Modewelt ergatterte, machte er noch einen kleinen Umweg in der Lehre als Automechaniker.

Heute ist Jojo bekannt für seine eleganten Anzüge, die dem Träger auf den Millimeter genau zu geschnitten sind. Liebevolle Details wie die Pochette mit einem frechen Seidentüchlein sowie das breite Revers sind Markenzeichen seiner Designs. Diese Outfits sind nichts für schüchterne Jungs, denn sie setzen jeden Träger gekonnt in Szene. Ucan trägt selbstverständlich jeden Tag einen Anzug. Als «manchmal etwas schrecklich und sehr farbig» bezeichnet er heute seinen Kleidungungsstil als 17-Jähriger. Damals verbrachte er seine Mittagspausen in der Garage, um dort auf der Schleifmaschine seine Jeans abzuschleifen, damit sie einen trendigen Washed-Look erhielten.

«Influencer waren damals noch kein Thema»

Die Menschen wurden auf den eigenwillig gekleideten jungen Mann aufmerksam und fragten ihn, wo er seine Hosen kaufe. So wuchs Ucan in seine Rolle als Fashion-Berater hinein und begann, Fotos von seinen Outfits in den sozialen Medien zu posten. Als er die Autowerkstatt hinter sich liess und in diversen Modegeschäften als Verkäufer arbeitete, generierte er mit seinen stylischen Fotos immer mehr Follower. «Influencer waren damals noch kein Thema», sagt der Designer heute. So stellte er fest, dass er mit seinen stilvollen Kombinationen seine Follower zwar inspirierte, selbst aber kein Geld damit verdiente.

Da gab es nur eins: Ucan musste Outfits verkaufen. Und weil jeder Anzug perfekt sitzen soll, muss er massgeschneidert sein. Mit einem Koffer voll Stoffen und ein paar Fotos in der Hosentasche ging er von Tür zu Tür um die ersten Aufträge einzuholen. Alles andere spielte sich dann im Internet ab. Er suchte nach Schneidereien, die seinen Wünschen entsprachen und dazu bereit waren, den perfekten Anzug innerhalb von 48 Stunden zu liefern – ein Service, den er unbedingt im Angebot haben wollte. Währenddessen nutzte er seine Plattformen in den sozialen Medien, um auf sein Start-up aufmerksam zu machen. Achtung, las man im Internet, Jojo ist nicht mehr nur Styleprofi, er hat jetzt auch massgeschneiderte Anzüge zu bieten!

Am Anfang war das Materiallager im Kinderzimmer

«Einer meiner ersten Moves war, dass ich Granit Xhaka auf instagram anschrieb, und ihn fragte, ob er sich nicht einen Anzug schneidern lassen möchte», erzählt er. Granit Xhaka schrieb zurück, und so flog Ucan drei Wochen später nach London, um bei dem Fussballstar Mass zu nehmen. Dieser promotete den Jungdesigner auf seinem Profil in den Sozialen Medien. «Das war ein rechter Push», stellt Ucan fest. Aus der Zusammenarbeit mit Granit Xhaka hat sich mittlerweile eine enge Freundschaft entwickelt. Fast könnte man behaupten, dass Fussballstars in seinem Märchen die Rolle der guten Fee übernehmen. Heute kleidet er namhafte Figuren aus der Szene ein: Michael Lang, Admir Mehmedi und Haris Seferovic lassen Ucan mit dem Massband an sich heran.

In der Anfangsphase seines Start-ups befand sich Ucans Materiallager noch im Kinderzimmer des Elternhauses. Während dieser Zeit jobbte er nebenbei als Barkeeper, um finanziell abgesichert zu sein. Heute hat er mit seinem Unternehmen JUCAN tailor-made ein Geschäft mit riesigen Schaufenstern in St. Gallen und einen zweiten Store in Opfikon, in der Nähe von Zürich. Wenn er einen Anzug express bestellt, erhält sein Kunde diesen in 48 Stunden. Alles ist genau so gekommen, wie er es sich gewünscht hat, und damit kam so viel Arbeit hinzu, dass er seinen Nebenjob als Barkeeper aufgeben musste. Nicht einmal, weil er keine Lust mehr hatte sondern weil er einfach keine Zeit mehr dafür fand.

«Ohne Smartphone hätte es definitiv nicht funktioniert»

Was wäre anders gewesen, wenn er in den Fünfzigern gelebt hätte? «Alles wäre anders gewesen. Vor allem teurer und langsamer», sagt Ucan. Er hätte nur den Koffer mit den Stoffen gehabt, und um Werbung zu machen, hätte er für viel Geld Plakatwände mieten müssen. Dank dem Internet kann Werbung heute gratis sein, und dank Handykameras kann jeder sein Produkt einfach fotografieren. «Ohne Smartphone hätte es definitiv nicht funktioniert», stellt Ucan fest, und fügt ein wenig schelmisch hinzu: «Ich bin Handy-süchtig.» Um ab und zu ein wenig Ruhe zu haben, muss er seine Work-Simkarte bewusst ausschalten. Jeden Morgen blinken ihn bis zu 30 Nachrichten von Kunden an, wenn er den Flugmodus ausschaltet. Pro Tag verbraucht er mit seinem Smartphone ein Gigabyte Internet, weil er E-Mails verschickt, Bilder und Videos von Produkten hoch- oder runterladet. Ohne Handy könnte er «den Laden zumachen», stellt Ucan fest.

Ob er noch einen Rat hat für junge Unternehmer? «Ja. Lass dir von niemandem einreden, dass du es nicht kannst. Einfach riskieren, einfach machen, etwas weniger überlegen. Es funktioniert, wenn du an dich glaubst.» Ein bisschen Glück gehöre doch sicher auch dazu? «Glück kommt mit Fleiss», sagt Ucan, und lächelt.

Erfolgsgeschichten von mutigen Machern – präsentiert von Huawei

Im Rahmen der Lanceriung des Mate 20 Pro stellt in einer vierteiligen Mini-Serie junge Unternehmer vor, die erfolgreich eigene Start-ups gegründet haben. Zu diesen gehört auch Huaweis Markenbotschafter Jojo Ucan.