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04. Juli 2019 16:48; Akt: 05.07.2019 09:32 Print

So sieht die Arbeitswelt der Zukunft aus

Mobil-Flex-Arbeit bedeutet: kein fester Arbeitsplatz und flexible Arbeitszeiten. Damit dieses neue Arbeitsmodell funktioniert, müssen die Details verbindlich geregelt werden.

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Ein fester Arbeitsplatz im Unternehmen und Präsenzzeit von 9 bis 5 Uhr? Das dürfte für viele Erwerbstätige bald Schnee von gestern sein. Mobil-Flex-Arbeit heisst, dass nebst dem Arbeitsplatz im Betrieb auch an anderen Orten wie zum Beispiel zu Hause, unterwegs, im Co-Working-Space oder beim Kunden die Berufsarbeit stattfindet. Gemäss der Studie «Der Arbeitsplatz der Zukunft» arbeiten in der Schweiz heute bereits 28 Prozent aller Personen im erwerbstätigen Alter mindestens einen halben Tag pro Woche von zu Hause aus und von den restlichen 72 Prozent würde ein Drittel dies in Zukunft auch gerne tun.

Wichtig: Damit alle von diesem Arbeitsmodell profitieren, braucht es sogenannte Policies, die unter anderem die Erreichbarkeit sowie weitere konkrete Vereinbarungen regeln. Für die Mitarbeitenden der Opacc Software AG in Rothenburg ist Mobil-Flex-Arbeit bereits Realität. Regina Gripenberg, Bereichsleiterin interne Dienste, Partnerin und Mitglied der Geschäftsleitung, beantwortet die wichtigsten Fragen dazu.

Welchen Stellenwert hat Mobil-Flex-Arbeit gerade in der IT-Branche?
Regina Gripenberg: In unserer Branche sind vor allem die Mitarbeitenden, die bei Kunden vor Ort arbeiten, sehr selbstständig und müssen flexibel und standortunabhängig arbeiten können.
In unserem neuen Campus in Rothenburg besteht zudem die Möglichkeit, verschiedene Arbeitsorte wie diverse Sitzungszimmer, Besprechungsboxen, die Lounge oder die Bibliothek als Arbeitsort zu benutzen. Alle unsere Mitarbeitenden sind daher einheitlich mit mobilen Geräten ausgestattet. So hat man die komplette Arbeitsumgebung jederzeit dabei.

Wer entscheidet darüber, wer mobil-flexibel arbeiten darf?
Es gibt verschiedene Stufen der Mobil-Flexibilität bei Opacc: Projektleiter bzw. Mitarbeitende, die bei Kunden arbeiten, sind grundsätzlich hoch flexibel, was bedeutet, dass sie nur bei bestimmten, fest definierten Anlässen wie Teamsitzungen obligatorisch am Arbeitsplatz bzw. im Campus sein müssen. Alle Mitarbeitenden können Homeoffice beantragen, sofern es für ihre Funktion Sinn macht. Dazu müssen sie die entsprechenden Voraussetzungen zu Hause in Sachen Arbeitsplatz erfüllen und das Einverständnis der Geschäftsleitung erhalten.

Wie detailliert sind die Vereinbarungen mit Ihren Mitarbeitenden?
Diese sind relativ einfach und klar gehalten und für alle Mitarbeitenden gleich und transparent auf dem Intranet verfügbar.

Wurden Mitarbeitende in den Prozess der Erstellung dieser Policies miteinbezogen?
Ja, die Policies wurden in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden in sogenannten ARC-Teams erarbeitet. Diese Arbeitsgruppen behandeln unter anderem Themen wie die Bürokultur oder den digitalen Codex und schlagen umzusetzende Massnahmen und Empfehlungen vor.

Gibt es Aspekte der Mobil-Flex-Arbeit, welche Sie absichtlich nicht regeln möchten,  beispielsweise um den Mitarbeitenden mehr Gestaltungsraum für die Zeiteinteilung zu geben?
Ja, in den ARC-Teams sind die Mitarbeitenden unter Berücksichtigung von gewissen Rahmenbedingungen frei ihre Ideen und Vorschläge miteinzubringen. Dabei werden Massnahmen und Empfehlungen bis zu einem gewissen Grad definiert. Nicht geregelte Aspekte unterliegen der Eigenverantwortung der einzelnen Mitarbeitenden.

Wie handhaben Sie die Erreichbarkeit Ihrer Mitarbeitenden?
Diese müssen ihre Abwesenheiten im Outlook-Kalender eintragen und während den offiziellen Arbeitszeiten elektronisch erreichbar sein.

Wie ist die Arbeitszeit geregelt?
Wir arbeiten auf Basis der Jahresarbeitszeit, die täglich erfasst werden muss. Eine selbstständige Planung der persönlichen Arbeitszeit und der Abwesenheiten liegt nach Absprache mit dem Vorgesetzten in der Verantwortung jedes einzelnen Mitarbeitenden. Ziel dabei ist, dass Ende Jahr keine Überstunden vorhanden und die Ferien bezogen sind.

Auch Datenschutz ist bei der Mobil-Flex-Arbeit ein wichtiges Thema: Wie regeln Sie das?
Selbstverständlich sind alle Geräte passwortgeschützt. Bei der Arbeit zu Hause gelten die gleichen Regeln wie am Arbeitsplatz. Der Zugriff auf die Systeme von extern per VPN ist mit einer doppelten Authentifizierung geschützt. Vertrauliche Daten dürfen nicht zu Hause gespeichert werden.