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07. September 2018 10:05; Akt: 10.09.2018 11:12 Print

Was dieser Schweizer tut, schafft sonst niemand

Mit Hilfe eines simplen Rezepts verkauft Trauffer nicht nur massenhaft kultige Spielwaren. Gleichzeitig will er erreichen, was erst drei Schweizer Music-Acts gelang.

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Er war sich Auftritte in vollen Clubs gewohnt, doch als Marc Trauffer auf die Bühne trat und sein erstes Soloalbum präsentierte, schauten ganze zwölf zahlende Gäste zu. Das war im Jahr 2008 und die Zeit mit seiner Band Airbäg, mit einem Prix Walo und Festivalauftritten, das war vorbei. Heute hat er ganz andere Herausforderungen.

Etwa ein Management, das für ihn, den Alpentainer, das Hallenstadion in Zürich vorreservierte und ihn erst informierte, als die definitive Buchung anstand. «Ich hatte mich dagegen gewehrt, denn ich hielt das für eine komplett abstruse Idee», sagt Trauffer.

Kritiker rümpfen die Nase

In Zürich füllte er mit seinem Mundart-Pop das Volkshaus und schweizweit Eisstadien mit mehreren Tausend Zuschauern. Doch ein ausverkauftes Hallenstadion, das schafften bisher nur drei Schweizer Acts: Krokus, DJ Bobo und Gölä.

«Ich habe mich überschnurren lassen. Und ja, es reizte mich: Schaffe ich das?», sagt Trauffer und schiebt sogleich nach: «Eigentlich überfordert mich dieses Abenteuer, auch organisatorisch».

Alles ist mindestens eine Schuhnummer grösser. Derweilen rümpfen Kulturkritiker die Nase über ihn, den Unterhalter, der sein Stück Heimat besingt, das aus Bergen, Seen und Schweizer Traditionen besteht.

Schweizer Werte sind ihm wichtig

Ein volles Hallenstadion, das trauen ihm nicht alle zu. Unter den Städtern habe er wenige Fans, war zu lesen. Darauf reagiert Trauffer gelassen. Als der Erfolg vor vier Jahren «durch die Decke schoss», habe er bald gemerkt, dass nicht alle toll fanden, wie es im läuft.

Manchmal sei es in der Schweiz wie auf einer frisch gemähten Wiese: «Wenn ein Gras höher wächst als die anderen, dann passt das nicht jedem».

Das ärgere ihn nicht lange, denn er habe den Grundsatz, immer zu dem zu stehen, was er tue. «Wichtig ist, dass ich Freude an meinen Shows habe und die Fans ebenso».

Und er schätzt die Schweiz nicht nur als schöne Heimat, sondern auch für die Grundehrlichkeit, Pünktlichkeit und Arbeitsmoral der Leute. «Das kann man als Bünzlitum abtun, aber wir leben in einem unglaublich tollen und sozialen Land, das seine Werte hochhält.»

Holzkühe verkauft er noch mehr

Das Wichtigste für ihn sei, bei seinen Wurzeln zu bleiben und diese zu schätzen. Deshalb nimmt er ein Album in einer Alphütte auf und isst nach einem Konzert um halb zwölf Nachts ein Raclette mit einem Stück Fleisch.

Zur traditionellen Schweiz trägt Trauffer nicht nur als Alpentainer mit mehrfacher Platin-Auszeichnung bei. Hauptberuflich ist er Inhaber und Geschäftsführer der Trauffer Holzspielwaren, der Herstellerin der berühmten gefleckten Holzkühe.

Als Spielzeug und Souvenir verkauft er die Tiere noch besser als seine Alben. Hunderttausende verlassen jährlich die Werkstatt und finden bis weit über die Landesgrenzen hinaus ihre Fans. Gleichzeitig Star auf der Bühne und erfolgreicher Spielwarenproduzent, das ist wohl einmalig.

Delegieren und pausieren

Das Geheimnis der Kühe? «Sie haben einen gewissen Kultcharakter. Weshalb genau das so ist, das wissen wir nicht», sagt Trauffer. Vielleicht liege es daran, dass sie seit 80 Jahren in Handarbeit gefertigt werden – und wohl auch an der Ehrlichkeit der Holztiere.

«Die Kinder spielen damit so, wie sie wollen.» Es sei nicht alles vorgegeben und nichts bewegt sich, blinkt oder piepst. «Das fördert die Kreativität und macht Freude.»

Um diese zwei Welten unter einen Hut zu bringen hat er ein simples Rezept: Auf dem Boden bleiben, morgens um sechs im Büro stehen und vor allem: Delegieren, ohne zu kontrollieren. «Das kann ich gut, denn ich habe zwei super Teams.»

Zudem gönnt er sich nach dem grössten Konzert seiner bisherigen Karriere eine Pause vom Showgeschäft – für mindestens ein Jahr, wie er sagt. Dann hat er wieder mehr Zeit für sein Spielwarengeschäft. Und wie voll wird das Hallenstadion? Die Stehplätze für das Konzert am 23. November sind bereits weg. Sitzplätze hat es noch ein paar.

Diesen Beitrag hat Commercial Publishing in Zusammenarbeit mit «Schweizer Fleisch» erstellt.

(CP/ep)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marco am 07.09.2018 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    Trauffer...

    ...ist der Hammer. Ich bin ein grosser Fan. Du wirst das Hallenstadion füllen! Go for it.

    einklappen einklappen
  • Bea am 07.09.2018 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    Ich....

    ... bin kein Trauffer Fan, wünsche ihm aber von Herzen,dass er das Hallenstadion füllt!!!

  • Bonk am 07.09.2018 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    Trauffer tauft ausverkauft.

    Ich konnte mich generell nie mit schweizer Acts anfreunden, bin also überhaupt kein Fan von ihm. Trotzdem finde ich es gut, dass solche Künstler existieren. Man kann ruhig zur Schweiz und ihren Traditionen stehen und solche Leute ermöglichen das. Trifft leider nicht meinen Musikgeschmack.

Die neusten Leser-Kommentare

  • CNC Fräser am 07.09.2018 20:39 Report Diesen Beitrag melden

    Handmade Holzkühe

    Trauffers Handarbeit in Ehren - seine als handmade deklarierten Holzkühe werden seit Jahren in einer geschützten Werkstatt in Interlaken auf einer Computer gesteuerten Fräsmaschine automatisch bearbeitet und in Brienz in der Fabrik bloss mit einem Handmade Swiss Finish versehen. Hauptsache der Rubel rollt und die Popularität als Musiker fördert den Verkauf der handgemachten Schnitzlerware ... zumindest lässt sich ein Grossteil der Touristen damit düpieren....

  • Streusalz am 07.09.2018 20:28 Report Diesen Beitrag melden

    Viele Neider

    Desen Erfolg sind viele Neider vertreten Vor allem Schweizer Künstler . Die mit der Musik geld verdienen ( müssen) Aber für Trauffer ist das nur ein Hobby .

  • Besenreiser am 07.09.2018 20:16 Report Diesen Beitrag melden

    Weltmeister

    Schweizer sind in vielen Punkten Weltmeister. Jammern, Heucheln, Äbgstlichkeit gegen Fremdes, Schwingen, Kühe melken, usw

  • IchDuWir am 07.09.2018 20:05 Report Diesen Beitrag melden

    warum nicht?

    wenn ich ehrlich bin, kenne ich seine musik gar nicht da nicht mein stil. würde es ihm von herzen gönnen, wenn das hallenstadion ausverkauft wäre...

  • Herr Max Bünzlig Lehrer am 07.09.2018 20:02 Report Diesen Beitrag melden

    ja grnau

    Herr Trauffer ist eine fehl Besetzung auf der Bühne