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11. Februar 2019 08:23; Akt: 12.02.2019 13:40 Print

Er gibt alten Säcken eine zweite Chance

Eine Reise nach Kambodscha veränderte die Karriere von Nicolas Huxley aus Zürich. Heute produziert er unter seinem Label «Elephbo» Accessoires aus alten Zementsäcken – Start-up-Porträts, präsentiert von Huawei. Teil 5 von 5.

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Nicolas Huxley (Zweiter von rechts) mit der Zürcher Delegation seines Start-ups »Elephbo«.

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Die Erfolgsgeschichte von Nicolas Huxley (29), Unternehmer und Abenteurer, begann an einem chaotischen Morgen im Jahr 2009 am Flughafen in Pnom Penh: Er stieg in ein Tuktuk und nannte dem Fahrer den Namen eines Hostels. Und das Hostel, nach dem er suchte, befand sich in der entlegensten Ecke der Millionenstadt. Viele Sackgassen und unzählige Begegnungen später, tauschten der Schweizer und der Tuktuk-Fahrer dem Eingang ihre Kontakte in den Sozialen Medien aus.

«In Kambodscha hat fast jeder, der es sich irgendwie leisten kann, ein Smartphone», erzählt Nicolas. «Nicht unbedingt eine Mail-Adresse, aber Social Media auf jeden Fall.» Weder Huxley noch sein Fahrer hätten wohl damals gedacht, dass sie nicht nur virtuelle Freunde, sondern acht Jahre später sogar Businesspartner sein würden.

Die Idee lag am Strassenrand

Den Rohstoff für sein Produkt fand Huxley wenige Tage später am Strassenrand: einen robusten, leeren Zementsack mit kambodschanischer Schrift und einem Elefanten darauf. Obwohl manche Einheimische sich daraus einfache Taschen nähten, blieb die Mehrheit der Säcke am Strassenrand liegen oder wurde vom Wind in den nächsten Busch geweht. Huxley kam die Idee, die heute sein Job ist: Er wollte aus dem kostbaren Abfall Accessoires herstellen, die die Menschen in Europa brauchen konnten.

Vom Nebenprojekt zum Start-up

Die ersten Säcke sammelte er selbst ein, brachte sie zurück in die Schweiz und verarbeitete sie mit einer Designerin zu robusten Weekender-Taschen. Im Basislager in Zürich Altstetten entstand sein erstes Atelier. Kurz darauf war die erste Serie fertig und schneller als erwartet restlos ausverkauft. Ihm wurde klar, dass Elephbo mehr als ein Nebenprojekt sein würde.

Er kontaktierte seinen kambodschanischen Freund, den Tuktukfahrer, und reiste für ein halbes Jahr zurück in das südost-asiatische Land. «Ich war immer schon fasziniert von Asien», erzählt er heute. «Die Städte dort schlafen nie, ständig passiert etwas. Und so sind auch die Menschen, immer motiviert, immer voller Elan, wenn es darum geht, etwas Neues zu probieren.»

Kurze Zeit später hatte Huxley vor Ort ein Team zusammenstellt, das Zementsäcke einsammelt, wäscht und gemäss den Schnittmustern zuschneidet. Die weitere Verarbeitung in Schuhe und Taschen erfolgt in Bosnien und Portugal, in eigens ausgestattete Produktionsstätten. Heute verkauft er Schuhe, Taschen, Rucksäcke, Caps und Accessoires in der ganzen Schweiz.

Die Natur aufräumen

Ob er immer Unternehmer sein wollte? «Nein, mit fünfzehn wollte ich Profifussballer werden», lacht Huxley. Bis er sich mit Elephbo im Jahr 2016 selbstständig machte, hatte er so einige Arten des Gelderwerbs ausprobiert, unter anderem als Management Consultant und in IT-Projekten.

Egal was es ist, Huxley tut es mit Zielstrebigkeit und Disziplin. Wenn er einmal dabei sei, sagt er, gebe es für ihn kein Halten mehr. Mit seinem neusten Projekt hats ihn nun so richtig erwischt. Huxley plant weiter als nur Kambodscha. Er will auch nach Simbabwe, Uganda und auf die Philippinen. «Die Idee ist, dass wir den Abfall aus der Natur holen und daraus Jobs vor Ort generieren», sagt er. Wenn dabei weiterhin so tolle Entwürfe herausspringen, wird ihm das sicher gelingen. In Kambodscha hat er bereits über vierzigtausend Säcke recycelt. Die Zahl steigt weiter mit jedem Tag.

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Im Rahmen der Lancierung des Mate 20 Pro stellt in einer vierteiligen Mini-Serie junge Unternehmer vor, die erfolgreich eigene Start-ups gegründet haben.