Pakistan

27. Mai 2011 06:53; Akt: 27.05.2011 10:27 Print

CIA darf in Bin Ladens Haus

Der US-Geheimdienst erhält von Pakistan die Erlaubnis, Osama Bin Ladens Anwesen zu inspizieren. Ferner ist US-Aussenministerin Hillary Clinton überraschend zu Gesprächen in Islamabad eingetroffen.

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Pakistan gewährt dem US-Auslandsgeheimdienst CIA Zugang zu Osama bin Ladens Anwesen in Pakistan. Das verlautete am Donnerstag aus US-Beamtenkreisen. Auf dem Gelände in der pakistanischen Stadt Abbottabad war der Al-Kaida-Chef am 2. Mai von einer US-Spezialeinheit getötet worden. Das Anwesen verfügt über ein dreigeschossiges Haus, in dem Bin Laden vermutlich fünf Jahre lang lebte. Wann genau die CIA Zugang zu dem Gelände in Pakistan bekommen sollte, war unklar.

Ein US-Beamter sagte, es sei zwar wahrscheinlich, dass der pakistanische Geheimdienst Bin Ladens Anwesen in Abbottabad bereits durchsucht habe. Die CIA hoffe aber dennoch, Fingerabdrücke oder andere Hinweise auf dem Gelände zu finden.

Clintons Überraschungsbesuch in Pakistan

US-Aussenministerin Hillary Clinton ist am Freitag zu einem unangekündigten Besuch in Pakistan eingetroffen. Clinton kam in Begleitung von US-Generalstabschef Mike Mullen nach Islamabad, wie das US-Aussenministerium mitteilte.

Auf dem Programm standen Gespräche mit Pakistans Präsident Asif Ali Zardari, Armeechef Ashfaq Kayani und Geheimdienstchef Ahmad Shuja Pasha.

Clinton dürfte Pakistan zu verstärkten Anstrengungen im Kampf gegen das Terrornetzwerk Al Kaida und die Taliban auffordern und zu einer Untersuchung der Umstände des lange unentdeckten Aufenthalts von Al-Kaida-Chef Osama Bin Laden im Lande drängen.

Seit der Tötung Bin Ladens bei einem geheimen US-Einsatz am 2. Mai im nordwestpakistanischen Abbottabad sind die Beziehungen zwischen den beiden Verbündeten angespannt. Washington hatte Islamabad vorab nicht über den Einsatz informiert.

«Wir sind alle Osama»

Der Anführer der Al Kaida in Nordafrika, Abelmalek Drukdel, ist der Ansicht, dass die Tötung von Osama Bin Laden die Wut von Muslimen gegenüber dem Westen weiter schüren wird. In einer zehnminütigen Audiobotschaft, die am Donnerstag in Internetforen für Dschihadisten veröffentlicht wurde, sagte Drukdel, die Tötung Bin Ladens sei Anlass, um «Vergeltung zu schwören und auf Sieg zu bestehen». «Wir sind alle Osama», sagte er laut einer Übersetzung der in den USA ansässigen Organisation SITE Monitoring Service, die auf Online-Foren von Dschihadisten spezialisiert ist.

Die Al Kaida in Nordafrika soll in den vergangenen Jahren mehrere hundert Menschen getötet haben. Zuletzt intensivierte die Extremistengruppe ihre Anschläge im östlichen Hochland Algeriens. Die Organisation wird auch mit mehreren Entführungen von Ausländern in der Sahara und terroristischen Zwischenfällen in Europa in Verbindung gebracht.

(sda/ap)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Monique am 27.05.2011 07:31 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist viel interessanter wie

    die Suche nach "Fingerabdrücken" eines Fantoms: Hussein Barak Obama spielt ein sehr gefährliches Spiel. China, neuer Verbündete Pakistans, hat USA offiziell einen Ultimatum gestellt: Der von USA geplanter Angriff auf Pakistan wird als Akt der Aggression gegen Peking ausgelegt. China hat die kostenlose Lieferung von 50 hochmodernen JF-17-Kampfflugzeugen an Pakistan bekannt gegeben. Zudem haben China u. Russland ihre jetzigen Beziehungen als "so gut wie noch nie" bezeichnet. Es kann sehr heiss in der Region werden. Die Russen wollen keine UN-Resolution gegen Syrien zulassen.

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  • Fritz am 28.05.2011 23:30 Report Diesen Beitrag melden

    Ja, ja, wir sollens ja glauben ...

    Ja, ja, wir sollens ja glauben ... dass Bin Laden vor kurzem getötet wurde. Da ist kein Bericht über irgendetwas zu schade. Das Problem ist, Osama Bin Laden ist bereits Ende 2001 verstorben, wie Isider Dr. Steve R. Pieczenik unlängst berichtet hat. Ein bisschen Recherche bringt so einiges zu Tage.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Fritz am 28.05.2011 23:30 Report Diesen Beitrag melden

    Ja, ja, wir sollens ja glauben ...

    Ja, ja, wir sollens ja glauben ... dass Bin Laden vor kurzem getötet wurde. Da ist kein Bericht über irgendetwas zu schade. Das Problem ist, Osama Bin Laden ist bereits Ende 2001 verstorben, wie Isider Dr. Steve R. Pieczenik unlängst berichtet hat. Ein bisschen Recherche bringt so einiges zu Tage.

  • Monique am 27.05.2011 07:31 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist viel interessanter wie

    die Suche nach "Fingerabdrücken" eines Fantoms: Hussein Barak Obama spielt ein sehr gefährliches Spiel. China, neuer Verbündete Pakistans, hat USA offiziell einen Ultimatum gestellt: Der von USA geplanter Angriff auf Pakistan wird als Akt der Aggression gegen Peking ausgelegt. China hat die kostenlose Lieferung von 50 hochmodernen JF-17-Kampfflugzeugen an Pakistan bekannt gegeben. Zudem haben China u. Russland ihre jetzigen Beziehungen als "so gut wie noch nie" bezeichnet. Es kann sehr heiss in der Region werden. Die Russen wollen keine UN-Resolution gegen Syrien zulassen.

    • Johnny Weissmuller am 27.05.2011 08:54 Report Diesen Beitrag melden

      Interessant

      Obama's Gegner legen immer sehr viel daran seinen zweiten Vornamen "Hussein" hervorzuheben. Was damit unterstellt werden soll ist ja wohl klar. Einfach lächerlich sowas...

    • Andrea am 27.05.2011 14:25 Report Diesen Beitrag melden

      Man darf gespannt sein

      Dieser Kommentar war aber gar nicht so an den Haaren vorbei gezogen. Denn es ist ja schon komisch dass die USA erst jetzt etwas gemacht haben, obwohl sie insgeheim schon lange wussten, wo osama sich aufhält. Ich bin gespannt wie lange die USA noch `tätschmeister' ist und allen Befehle erteilen kann..

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