Aufrüstung

22. August 2010 11:08; Akt: 22.08.2010 15:43 Print

Iran präsentiert den «Botschafter des Todes»

Der Iran hat von markigen Worten begleitet seine erste selbst entwickelte Langstrecken-Drohne der Öffentlichkeit präsentiert.

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Der Start der Langstrecken-Drohne auf einem Bild des iranischen Verteidigungsministeriums.

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Präsident Mahmud Ahmadinedschad stellte das vier Meter lange, unbemannt fliegende Flugzeug am Sonntag vor. «Der Jet ist Botschafter des Todes für die Feinde der Menschheit und hat auch eine Botschaft des Friedens und der Freundschaft», sagte Ahmadinedschad in einer vom Fernsehen übertragenen Zeremonie. Laut staatlichem Fernsehen hat die Drohne eine Reichweite von 1000 Kilometern. Damit kann sie von Iran aus nicht Israel erreichen.

Die Langstrecken-Drohne ist Teil eines iranischen Programms, sich mit selbst entwickelten Waffen unabhängig von ausländischen Lieferungen zu machen. Zu technischen Details der «Karrar» - «Stürmer» auf Farsi - hiess es, sie könne entweder bis zu vier Marschflugkörper oder eine Bombenlast von etwa 200 Kilogramm tragen. Die Drohne erreiche eine Geschwindigkeit von bis zu 900 Kilometern pro Stunde. Bislang hat der Iran nur über unbemannte Aufklärungsflugzeuge verfügt.

Die vier Meter lange Drohne wurde am Tag der iranischen Rüstungsindustrie vorgestellt - aber auch einen Tag, nachdem im Atomkraftwerk Buschehr mit russischer Hilfe die Bestückung mit Kernbrennstoff begann. Ahmadinedschad sagte am Sonntag, das iranische Waffenprogramm diene der Abschreckung und die Drohne solle nur zur Selbstverteidigung eingesetzt werden.

Israel und westliche Staaten verdächtigen den Iran, ein geheimes Atomwaffenprogramm zu betreiben. Zu israelischen Drohungen, iranische Nuklearanlagen anzugreifen, sagte Ahmadinedschad: «Die iranische Antwort wird die ganze Erde umfassen. Wir sagen euch - dem Westen - auch, dass alle Optionen auf dem Tisch liegen.»

(ap)