Attacke gegen die FDP?

10. Dezember 2011 10:42; Akt: 10.12.2011 10:57 Print

GLP-Chef Bäumle will Klartext von der SVP

Für den Präsidenten der Grünliberalen muss die SVP klar bekennen, ob sie gegen den FDP-Sitz im Bundesrat antreten will oder nicht. Er glaubt, dass Eveline Widmer-Schlumpf gute Chancen hat, wiedergewählt zu werden.

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Für dem Präsidenten der Grünliberalen, Martin Bäumle, hat sich die Chance der SVP auf einen zweiten Sitz im Bundesrat verschlechtert.

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Für Grünliberalen-Präsident Martin Bäumle hat sich die Ausgangslage vor den Bundesratswahlen «zu Ungunsten» der SVP verändert. Die Wiederwahlchancen von BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf seien weiter gestiegen - und auch FDP-Bundesrat Johann Schneider-Ammann habe gute Karten.

An wen am Mittwoch die 14 Stimmen der Grünliberalen gehen, entscheidet die Fraktion am Dienstag, wie Bäumle am Samstag in der Sendung «HeuteMorgen» von Schweizer Radio DRS sagte. Die Chancen von Eveline Widmer Schlumpf stünden gut «und sie sind nicht geringer geworden».

Hingegen habe sich die Ausgangslage für die SVP verschlechtert. So erachtet es Bäumle als «problematisch», dass sich Nationalratspräsident Hansjörg Walter als Bundesratskandidat aufstellen liess. «Ich bin der Meinung, dass diese beiden Funktionen nicht vereinbar sind.»

Auch Johann Schneider-Ammann hat gute Karten

Bäumle sieht auch den Sitz von FDP-Bundesrat Johann Schneider-Ammann derzeit als wenig gefährdet. Dessen Karten seien «deutlich besser» geworden. Ob die Grünliberalen eine allfällige Kampfkandidatur der SVP gegen die FDP unterstützen würde, liess Bäumle aber offen.

Die SVP müsste zuerst einmal entscheiden, gegen die FDP anzutreten. «Je länger die SVP mit Klartext zuwartet, je schwieriger wird es, dann auch in einem solchen Wahlgang tatsächlich eine Unterstützung zu bekommen.»

Am Donnerstag hatte SVP-Kandidat Hansjörg Walter ein solches Szenario dezidiert ausgeschlossen. Am Freitag wiederum schloss er gegenüber Radio DRS eine Annahme der Wahl nicht gänzlich aus.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lösungsorientiert am 10.12.2011 13:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kompetenz vor Konkordanz

    Das Land braucht in der aktuellen Lage primär solide Kompetenz statt Machtgerangel. D.h. EWS bleibt und JSA muss gehen, von dem kam eh nicht viel ausser ein paar nichts aussagenden sätzen... dafür kommt HJW von der SVP dem ich deutlich mehr zutraue ... Die FTP wird ohnehin in einigen Jahren nur noch die 4. grösste Partei sein.

  • S.E. am 10.12.2011 13:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bundesrat

    Alles was man in den letzten Jahren von der SP gelesen hat, richtet sich nur gegen die SVP. Man will zwar einen SVP BR wählen, aber wieder mal nicht bedingungslos - Typisch SP! Man sollte sich an den eigenen stärken messen, wenn man auch welche hat.

  • Markus aus dem Seeland am 10.12.2011 11:57 Report Diesen Beitrag melden

    SVP ist niemandem rechenschaft schuldig!

    Die Schickane gegen die SVP geht weiter. Es ist unerträglich wie sich die schmalspur Parteien aufblasen und uns SVP'lern vorzuschreiben versuchen, wie wir was und wie zu tun haben. Bei allen Grafiken, Statistiken in der Presse, den elektronischen Medien und im Rundfunk stehen wir als SVP an erster Stelle. Wir sind die Grössten und haben uns auch entsprechend zu verhalten. Ärmel hochkrempeln und Blocher arbeiten lassen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • AdvocatusDiabol am 10.12.2011 19:23 Report Diesen Beitrag melden

    Richtigstellung zu E. Liberals Beitrag:

    Die «Politik der Schweiz» machen die Stimmbürger an der Urne. Nach wie vor haben wir das Referendums- und Initiativrecht auf allen politischen Ebenen. «Der Bundesrat» ist in der Schweiz die Exekutive, die an die Ergebnisse von Abstimmungen und Aufträgen der beiden Kammern gebunden sind. Sie haben zwar einen bescheidenen Spielraum und sind verpflichtet dafür zu sorgen, dass der Volkswille juristisch einwandfrei umgesetzt wird. Ergo kommt immer nur das auf die Schweiz zu, für das wir selber stimmen.

  • Marlene Droux am 10.12.2011 17:15 Report Diesen Beitrag melden

    Warum nur?

    Schade spricht man nur von Hansjörg Walter. Ich finde, Jean Francoise Rime ist der geeignetere BR.

  • Ruedi aus Bern am 10.12.2011 17:08 Report Diesen Beitrag melden

    Besser auf die guten Werte setzen als ..

    Herr Bäumle passen sie gut auf, dass sie nächstes Jahr nicht der Verlierer der Politik sind, ihre Aussagen haben nichts mit einem Liberalen zu tun, und nach der Fusion mit der CVP sind sie noch für kurze Zeit ein guter Stimmenlieferant, aber ja danach gehts Berg ab. Achten sie lieber auf die Werte der Schweiz und schützen sie unser wundervolles Land indem sie der Schuldenwirtschaft den Kampf ansagen und glauben sie wirklich daran dass wir die Migration im Giff haben, dies sind die Probleme 2012 .....

  • Herb I. am 10.12.2011 16:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    DIE Enttäuschung

    Leider weiss die SVP nichts Wahres über die Zukunft. Warum soll sie gegen die SVP antreten, wenn sie den gewünschten Sitz von EWS erhält. Warum outet sich Bäumle nicht ? Warum müssen sich die andern festlegen, er aber nicht. Schade , ich kumulierte ihn sogar. Aber auch ich habe das Recht intelligenter zu werden.

  • Paul Buchegger am 10.12.2011 15:22 Report Diesen Beitrag melden

    SVP wird Karten Bäumle nicht offenlegen

    Die SVP wird, ganz ihrem Rammbock-Naturell entsprechend, zuerst EWS, dann - wenn nicht erfolgreich - die FDP (wie schon einmal) und zuletzt - wenn immer noch nicht erfolgreich - die SP angreifen. Mit diesem Szenario müssen sich alle Fraktionen auseinandersetzen, und das wissen sie auch.