Affäre Gaddafi

10. Dezember 2009 09:14; Akt: 10.12.2009 10:46 Print

Das erste Foto der Geiseln

Seit über 500 Tagen sitzen Rachid Hamdani und Max Göldi in Libyen fest. Bilder aus dieser Zeit gab es nicht – bis jetzt. Die beiden Geiseln bedanken sich für die grosse Anteilnahme im Rahmen der Aktion «Kerze nach Libyen» mit einem Foto aus der Botschaft.

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Rachid Hamdani (l.) und Max Göldi in der Schweizer Botschaft in Tripolis. (Quelle: Facebook «Kerze nach Libyen», Amnesty International)

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Über 9000 Kerzen wurden virtuell angezündet, über 4000 Twitter-Nachrichten hinterlassen, 60 000 Postkarten verteilt: Die Aktion «Kerze nach Libyen» von Amnesty International wirft in der Woche nach ihrem Start grosse Wellen. Bereits am Sonntag bedankte sich Max Göldi mit einer Nachricht aus der Botschaft und zeigte sich tief beeindruckt von den Zeichen der Solidarität: «Die vielen aufmunternden Botschaften sind Balsam für mich und Rachid und sie geben uns Kraft und Mut weiter durchzuhalten und die Hoffnung nicht aufzugeben.»

Nun wenden sich die Geiseln aus Tripolis erneut an die Öffentlichkeit: Mit dem ersten Foto seit ihrer Geiselnahme, wie Amnesty International auf dem Facebook-Account «Kerze nach Libyen» schreibt:

«Liebe Facebook Community, ihr habt in den letzten Tagen viel dazu beigetragen, dass die Kampagne für Max und Rachid zu einer Solidaritätswelle wurde, die sich in der ganzen Schweiz ausgebreitet hat. Mit den über 4500 Twitter-Botschaften konnten wir Max und Rachid viel Mut und Zuversicht schenken. Sie bedanken sich herzlich dafür und haben gestern ein Foto für euch gemacht - in der Botschaft in Tripolis. Machen wir weiter, bis Max und Rachid zu Hause sind!»

Die ersten Postkarten bereits auf dem Weg

Gemäss Amnesty International lesen die beiden Schweizer die Twitter-Botschaften mehrmals täglich auf einem Laptop in der Botschaft. Ein Teil der Nachrichten stammen auch von Personen aus dem Bekanntenkreis, mit denen Max Göldi und Rachid Hamdani seit Monaten keinen Kontakt mehr hatten.

Die ersten der über 25 000 bereits verschickten Postkarten sind seit vergangenem Freitag auf dem Weg nach Libyen. Gemäss Auskunft der Schweizer Post sollten die Karten in sieben bis zehn Werktagen auf der Schweizer Botschaft in Tripolis eintreffen, wie Amnesty International in einer Medienmitteilung schreibt.

Die Solidaritätswelle ist damit längst nicht beendet: Die Zahl der virtuellen Lichter für Max Göldi und Rachid Hamdani wächst täglich weiter und hat schon fast 10 000 Kerzen erreicht. 20 Minuten Online unterstützt die Aktion «Kerzen nach Libyen».

(mlu/amc)