Libyen-Affäre

18. September 2010 23:28; Akt: 18.09.2010 23:36 Print

Geisel-Befreiung in letzter Minute abgeblasen

Eine Aktion zur Befreiung der beiden Schweizer Geiseln in Libyen, Rachid Hamdani und Max Göldi, wurde im Februar 2009 erst im letzten Moment gestoppt.

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Wie die «NZZ am Sonntag» gestützt auf ein Papier aus dem Aussendepartement berichtet, hatte das Verteidigungsdepartement (VBS) die Aktion «SAKR DUE» genannt. Das Papier zeigt, dass man damals kurz davor war, diese Befreiungsaktion auszulösen. Involviert waren dabei auch Angehörige eines Beduinenstamms in einem Nachbarstaat Libyens. Nur eine Stunde, bevor diese zu ihrer Mission hätten aufbrechen sollen, und 36 Stunden vor der eigentlichen Befreiungsaktion, wurden die Vorbereitungen abgebrochen: Libyen hatte offenbar Wind bekommen von den Schweizer Plänen. Im Papier legt das EDA ausserdem dar, dass EDA und VBS «vernünftigerweise und in gutem Glauben» davon ausgegangen waren, dass für die blossen Vorbereitungshandlungen allfälliger Befreiungsaktionen keine Information des Gesamtbundesrates nötig gewesen sei.

(kub)