28. November 2007 15:37; Akt: 28.11.2007 18:05 Print

Höngg: Schütze ein vorbestrafter Delta-Steward

Der Todesschütze von Zürich-Höngg war ein Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens. Er soll wegen mehrerer Vergehen vorbestraft sein.

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Dies haben Recherchen des Zürcher Lokalsenders «TeleZüri» ergeben. Laut TeleZüri hat die Geschäftsleitung des Sicherheitsdienstleisters Delta Security den Sachverhalt bestätigt. Der 21-jährige habe seit 2006 als Steward für die Delta-Security AG gearbeitet und sei während seiner Einsätze nicht negativ aufgefallen.

Arbeiten als Steward

Geschäftsleitungsmitglied Markus Biedermann relativierte auf Anfrage von 20minuten.ch die Meldung von «TeleZüri». Der fragliche Mitarbeiter sei bei der Servix AG angestellt gewesen. Diese ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Delta Security und im Bereich Non-Security tätig. «Der Mann hat sich bei uns für den Sicherheitsdienst beworben, wofür er allerdings nicht in Frage kam, weil er die RS noch nicht absolviert hatte», sagt Biedermann. Er sei vorwiegend als Parkplatz-Einweiser und Steward im Hardturm und andernorts im Einsatz gewesen. Das Arbeitsverhältnis habe sich auf einen Teilzeitvertrag beschränkt.

Keine Leumundsprüfung

Von den Vorstrafen des jungen Mannes habe man keine Kenntnis gehabt. Eine Leumundsprüfung sei nicht vorgenommen worden. Eine solche werde nur bei Einstellungen im Sicherheitsbereich durchgeführt, erläuterte Biedermann gegenüber 20minuten.ch.

Laut «TeleZüri» ist der Höngger Todesschütze wegen Brandstiftung, Körperverletzung und Betrug vorbestraft und hält sich derzeit in Zürich als Wochenaufenthalter auf.

Gemeldet sei er in einer kleinen Gemeinde im Kanton Aargau. Die zuständige Staatsanwaltschaft in Zürich konnte zu den Recherchen von «TeleZüri» keine Angaben machen.

(meg/thi)

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