Strahlenwolke

22. März 2011 23:59; Akt: 23.03.2011 13:30 Print

Müssen wir Angst haben?

Heute soll eine Atomwolke aus Japan die Schweiz erreichen. 20 Minuten klärt die wichtigsten Fragen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Woher kommt die Wolke?

Umfrage
Bereitet Ihnen die radioaktive Wolke aus Japan Sorgen?
51 %
49 %
Insgesamt 70 Teilnehmer

Die Strahlenwolke aus Japan wurde über Amerika nach Europa geweht. Der Strahlen-Schleier könnte heute von Norden her die Schweiz erreichen, so Ludwig Zgraggen von MeteoSchweiz. Offen ist, in welcher Höhe er vorbeizieht.

Werden wir jetzt verstrahlt?

Laut der Nationalen Alarmzentrale besteht keine Gefahr für die Gesundheit. Da es heute nicht regnen soll, droht kein Fallout. Zudem hat sich die Radioaktivität laut Greenpeace-Atomexperte Stefan Füglister auf dem Weg von Japan in die Schweiz vermutlich stark verdünnt. Ganz sicher, dass keine Gefahr besteht, ist er aber nicht. «Niemand weiss, welche Stoffe in welcher Konzentration in Japan wirklich ausgetreten sind.» Gemessen wurde die Strahlung in der Wolke bisher noch nicht.

Sollen wir eine Maske tragen?

Mit Masken kann man sich in der Tat vor der Wolke schützen. Noch besser ist es, nicht nach draussen zu gehen. Nötig wird dies aber nur, falls eine hohe Strahlenmenge die Schweiz erreicht. Je nachdem, was in Japan noch passiert, ist dies im schlechtesten Fall nicht auszuschliessen.

Wird unser Essen verseucht?

Nicht von heute auf morgen. Radioaktivität kann sich aber mit der Zeit in Lebensmitteln anreichern. Besonders gefährlich ist Cäsium. Noch heute sind Spuren von Tschernobyl etwa in Pilzen am Monte Ceneri messbar.

(hal/20 Minuten)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Niccolò Tottoli am 23.03.2011 14:23 Report Diesen Beitrag melden

    Masken als Schutz vor Radioaktivität ?

    Radioaktive Partikel, die uns von Japan möglicherweise erreichen, sind so extrem fein, dass herkömmliche Staubmasken nur wenig bis keinen Schutz bieten. Richtige Gasmasken oder dicht anliegende Masken mit Aktivkohle, die z.B. auch Gerüche oder giftige Gase abhalten, bieten einen gewissen Schutz. Das gibt es in gewissen Baumärkten. Wahrscheinlich muss man aber in der Schweiz zur Zeit keine allzu grosse Angst haben.

  • Feliciano V. am 23.03.2011 11:43 Report Diesen Beitrag melden

    Was soll die ganze Panikmacherei?

    Ist es jetzt gefährlich für uns oder nicht? Oder wird sich diese ganze Panik als unnötig herausstellen, wie etwa bei der Schweinegrippe'pandemie'? Etwas stört mich an der ganzen Sache mit Japan: der Mangel an Informationen. Ständig gibt es neue Informationen die nicht bestätigt sind, sich später widersprechen oder plötzlich nicht mehr wichtig sind. Es ist einfach nur Panikmacherei. Wieso? Welche Produkte der Pharmaindustrie lassen sich denn so haufenweise verkaufen, wenn alle Panik vor einer Wolke haben?!

  • Heiko am 23.03.2011 08:12 Report Diesen Beitrag melden

    Atomkraft bis zum letzten Atemzug

    Ich finde es einfach nur gewaltig wie die Bevölkerung ständig belogen und hinters Licht geführt wird. Vor nicht allzu langer Zeit wurde alles noch runter gespielt. Es hiess, das wir nichts befürchten müssen. Und jetzt..... Für was werden diese sogenannten "Experten" ausgebildet? Solche Vorhersagen bekomme ich auch noch hin, auch wenn ich nicht jahrelang studiert habe und dem Steuerzahler zur Last gefallen bin. Am besten wir machen so weiter wie bisher, wir können uns eh nicht wehren. Das Volk zählt für die Regierungen leider nicht.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Irene am 27.03.2011 22:08 Report Diesen Beitrag melden

    Angst vor Strahlenwolke

    Morgen Montag,28.03.11, soll uns wieder eine Strahlenwolke erreichen und es wurde Regen gemeldet! Darf man nicht nach draussen, meine Kinder müssen zur Schule, wie soll ich mich verhalten?

  • Sicherheitsfrage am 27.03.2011 13:23 Report Diesen Beitrag melden

    Im Notfall werden unsere Politiker

    einfach die Grenzwerte nach oben anpassen wie in Japan und das Problem für die Politiker und Versicherer ist gelöst. Dem Volk und den nächsten Generationen bleiben die, von den Betreibern nicht abgedeckten Folgekosten. Jeder der uns absolute Sicherheit verkaufen möchte, sollte dafür mit seinem privaten Vermögen haften.

  • der hamburger am 24.03.2011 11:49 Report Diesen Beitrag melden

    radioaktivität findet ihren weg

    keine panik auf der titanic ! (zitat u.lindenberg)japan ist nun doch zuweit entfernt, als das eine aktuelle gefahr besteht. was wesentlich schwerwiegender ist, sind die schleppenden gefahren, wie der import von nahrungsmittel aus ländern und anbaugebieten, die kontaminiert worden sind. da lebensmittelhersteller noch immer nicht den ganzen produktionsweg darlegen müssen, kann es schon mal passieren, das aus reinem zufall und ohne wissen der chefetage, mal so eine verstrahlte palette in den handel kommt. das macht mir viel mehr angst !

  • Niccolò Tottoli am 23.03.2011 14:23 Report Diesen Beitrag melden

    Masken als Schutz vor Radioaktivität ?

    Radioaktive Partikel, die uns von Japan möglicherweise erreichen, sind so extrem fein, dass herkömmliche Staubmasken nur wenig bis keinen Schutz bieten. Richtige Gasmasken oder dicht anliegende Masken mit Aktivkohle, die z.B. auch Gerüche oder giftige Gase abhalten, bieten einen gewissen Schutz. Das gibt es in gewissen Baumärkten. Wahrscheinlich muss man aber in der Schweiz zur Zeit keine allzu grosse Angst haben.

  • Marianne Sulliger am 23.03.2011 13:30 Report Diesen Beitrag melden

    Hysterie

    Heute habt Ihr mit Eurer Headline "Atomwolke soll heute die Schweiz erreichen" wirklich den Vogel abgeschossen, was unsachliche Berichterstattung und Panikmache anbeglangt. Wie soll ich mir das vorstellen? Sticht die Wolke aus dem Jetstream auf rd. 9'000 m zielgerichtet auf die Schweiz hinunter? Oder ist es eher mit dem Landenaflug eines Flugzeuges zu vergleichen? Rennen jetzt alle mit dem Geigenzähler herum, die noch so ein Exemplar ergattern konnten? In Zürich konnte ich auf jeden Fall niemanden feststellen, der eine Maske trug. Die Leute halten sich im Freien auf und geniessen die Sonne.