Nach Monster-Beben

13. März 2011 06:59; Akt: 15.03.2011 01:59 Print

Hohe Strahlung nach erneuter Explosion

Im Atomkraftwerk Fukushima hat sich eine dritte Explosion ereignet. Dabei könnte die Hülle von Reaktor 2 beschädigt worden sein. Der Wind weht Richtung Tokio.

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Die Universität Sheffield hat eine interessante Grafik veröffentlicht, in welcher die Welt nach dem Erdbebenrisiko gewichtet zeigt (). Die Situation in den 2400 Evakuierungszentren wird prekär: Wasser, Heizöl und Essen müssen rationiert werden. In vielen Dörfern, in denen keine Evakuierungszentren eingerichtet werden können, ziehen die Nachbarn zusammen. Damit sparen sie Energie beim Kochen und je mehr Menschen sich in den Wohnräumen aufhalten, umso höher ist die Raumtemperatur. Viele Japaner besorgen Esswaren auf provisorischen Märkten. «Ich nehme das, was es gibt», sagt eine ältere Frau, «und bin für alles dankbar.» In einigen vom Tsunami betroffenen Städten wurden die Strassen frei geräumt - nun kann effizienter evakuiert werden. Im Katastrophegebiet erschweren derzeit Schneeschauer die Rettungsarbeiten. Rettungskräfte kämpfen sich mühsam durch die überflutete Einöde. Sie suchen weiter nach Überlebenden, obwohl die Chancen mit jeder Minute sinken. «Der starke Verwesungsgeruch und das dreckige Meerwasser machen die Suche extrem schwierig», sagt Helfer Yin Guanghui. Als sei die Lage nicht schon schlimm genug, liegen die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. An vielen Tankstellen bilden sich lange Schlangen. Die Menschen decken sich dort mit Heizöl ein. Die Zerstörung der Stadt Itsuchi in der Präfektur Iwate. Die Stadt existiert nicht mehr. Minamisanriku in der Präfektur Miyagi - dem Erdboden gleich. Minamisanriku in der Präfektur Miyagi - nichts bleibt übrig nach dem Tsunami. Sendai wurde vom Tsunami am härtesten getroffen. Eine Frau aus Miyako hat ihre Mutter und ihren dreijährigen Sohn verloren. Die toten Körper wurden im Haus gefunden. Eine Frau und ihre Tante in tiefer Trauer, als sie sich nach dem Erdbeben und Tsunami wieder treffen. Ein Schulzimmer in Otsuchi. Angestellte einer Firma geschockt, als sie ihren Arbeitsplatz wiedersehen in Minamisanriku, Miyagi. Überlebende vor den Toten in Rikuzentakata. Eine Harley Davidson sitzt auf Trümmern in Soma in der Präfektur Fukushima. Eine alte Frau kehrt zurück nach Hause - oder was davon übrig geblieben ist - in Otsuchi. Die Stadt Otsuchi - nichts bleibt übrig. Das Wasser ist hochgradig verschmutzt in Fudai. Schiffe in Kesennuma sind dort, wo sie nicht sein sollten. Der Tsunami beförderte Boote weit ins Landesinnere. Auch grosse Schiffe wurden von der Flutwelle wie Spielzeuge mitgerissen. Überlebende des Erdbebens versuchen, sich über die Dächer der eingestürzten Häuser in Sicherheit zu bringen. Nach wie vor wird fieberhaft nach Überlebenden des Tsunami gesucht. Die Flutwelle brachte meterhoch Schlamm in die Küstengebiete, was die Arbeit der Helfer erschwert. Trauer und Verzweiflung in Japan: Vielfach können Menschen nur noch tot geborgen werden. Die Versorgung mit Lebensmitteln ist schwierig. Wo es noch Waren gibt, bilden sich endlose Menschenschlangen. In Japan bilden sich derweil Schlangen vor den Supermärkten. Die Regale sind aber praktisch leer. Hunderttausende wurden aus den gefährdeten Gebieten evakuiert. Sie müssen in temporär eingerichteten Warteräumen übernachten. Einen Tag nach dem schweren Beben bietet die Stadt Sendai ein Bild der Verwüstung. Überall sind die Spuren der Verwüstung zu sehen. Die Strassen sind kaputt oder voller Schlamm. Die Welle drang bis zu zehn Kilometer ins Landesinnere ein. Kaputte Autos liegen herum, ... ... sogar Kleinflugzeuge. Angesichts Tausender Vermisster hat die japanische Regierung am 12. März 2011 ein grosses Militäraufgebot für Rettungsaktionen abgestellt. Hierzu sind 50 000 Soldaten für die Rettung von Überlebenden mobilisiert worden. Zahlreiche Städte und Dörfer entlang eines 2100 Kilometer langen Küstenabschnitts im Nordosten Japans sind betroffen. Mit der Flutwelle sind ganze Zugkompositionen weggeschwemmt worden. Die zuständige Eisenbahngesellschaft erklärte, sie wisse nicht, wie viele Menschen sich in den Zügen befunden hätten. In vielen Strassen an der Ostküste steht noch das Wasser. Rettungskräfte sind mit Booten unterwegs. Hunderte Menschen warten geduldig vor den wenigen Supermärkten, die wieder geöffnet haben, um sich mit dem Nötigsten zu versorgen. Auf Luftaufnahmen war zu sehen, wie Helikopter der Armee mit Leinen verzweifelte Menschen von Dächern ... ... und aus Hausruinen bargen. Dafür waren 190 Militärflugzeuge und Helikopter ... ... sowie 25 Schiffe in die von dem Erdbeben betroffenen Gebiete unterwegs. Wegen zerstörten Zufahrtsstrassen haben Rettungskräfte bislang nicht zum Küstenstreifen vordringen können. In weiten Teilen Nordjapans hat das Erdbeben schwere Schäden angerichtet. Die Flutwelle erreichte eine Höhe von zehn Metern. Eine unbekannte Zahl von Opfern ist vermutlich von herabfallendem Mauerwerk verschüttet worden. Der Tsunami riss Schiffe, ... ... Autos, ... ... Container am Hafen, ... ... ganze Gebäude ... ... und tonnenweise Schutt und Geröll mit sich. Eine Retterin in Kesennuma.

automatisches Update
Es tickert für Sie:
Adrian Eng
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Laut AFP ist die offizielle Anzahl Toter nach dem Erdbeben und dem Tsunami auf 2400 gestiegen.
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Eine Stunde nach der Explosion misst die Strahlung laut Behörden das Achtfache von dem, was eine normale Person während eines Jahres erfährt.
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Die Schutzhülle des Reaktors habe «anscheinend keine Löcher», teilt nun die japanische Atombehérde mit. Sie widerspricht damit den vorangegangenen Berichten.

Die Tepco ihrerseits hat die Regierung über die Notsituation informiert. Sie geht weiterhin davon aus, dass eine Kernschmelze möglicherweise begonnen hat.
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Die Börse in Tokio ist kurz nach Wiederbeginn bereits um 4 Prozentpunkte gefallen.
01:21
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Offenbar ist es den Technikern gelungen, wieder Meerwasser in den Reaktor zu pumpen,, wie Kyodo News berichtet, ist 1,2 Meter der Brennstäbe, also rund ein Viertel, wieder unter Wasser und somit gekühlt. Zuvor waren sie über zwei Stunden völlig frei gelegen.
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Die Explosion habe sich in der Nähe des Reaktordruckbehälters in der Reaktorhülle ereignet, teilte die Betreiberfirma der Atomanlage, Tokyo Electric Power Co, mit. Am Reaktordruckbehälter sei später ein Defekt festgestellt worden.
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Die japanische Nachrichtenagentur Kyodo meldete unter Berufung auf Regierungskreise, bei der Explosion in Reaktor 2 sei möglicherweise der Reaktordruckbehälter beschädigt worden. Die Betreiberfirma Tepco sprach am Dienstag von einem «sehr schlimmen Szenario».

Nach der Explosion habe man damit begonnen einen Teil der Arbeiter in Sicherheit zu bringen. Nach der Explosion hätte die Strahlung die gesetzlichen Grenzwerte überschritten, hiess es weiter.

Zum Zeitpunkt der Explosion herrschte nach Angaben von Meteorologen Nordwind. Dies würde bedeuten, dass radioaktive Teilchen auch nach Süden in Richtung Tokio gelangen könnten. Die japanische Hauptstadt liegt 260 Kilometer südwestlich von Fukushima 1.
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Zuvor hatte ein Regierungssprecher bekannt gegeben, dass ein Teil des Schutzmantels des Reaktors offenbar beschädigt worden sei. Regierungssprecher Yukio Edano sagte am frühen Dienstagmorgen, es scheine Schäden am unteren Teil des Schutzmantels von Reaktorblock 2 zu geben, wo sich das Kondensationskühlwasserbecken befindet. Damit könnten erhebliche Mengen Radioaktivität entweichen.
00:30
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In Block 2 des Atomkraftwerks Fukushima-Daiichi hat es am Dienstag eine Explosion gegeben. Die Detonation sei um 06.10 Uhr Ortszeit (22.10 Uhr MEZ) zu hören gewesen, sagte ein Sprecher der japanischen Atomsicherheitsbehörde im Staatsfernsehen. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.
23:55
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Die IAEA dementierte am Abend, dass eine Kernschmelze bereits eingetreten sei. Zwar sei Strahlung ausgetreten, grössere Gefahr bestehe aber weiterhin nicht. Zuvor hatten Medien berichtet, die Kernschmelze in den beschädigten Reaktoren hätten bereits teilweise begonnen.
23:01
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Das verheerende Erdbeben und die drohende Atom- Katastrophe in Japan haben am Montag die Wall Street verunsichert. Der Dow-Jones-Index schloss 0,4 Prozent tiefer auf 11'993 Zählern. Die Technologiebörse Nasdaq gab 0,5 Prozent auf 2700 Punkte nach.
22:51
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Die Lage in Reaktor 2 von Fukushima Daiichi bleibt prekär. Wie Kyodo News meldet, haben die Arbeiter zwar
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Die japanische Regierung richtet wegen der drohenden Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi ein gemeinsames Krisenzentrum mit der Betreiberfirma Tokyo Electric Power Co (TEPCO) ein. Ministerpräsident Naoto Kan erklärte, damit solle sichergestellt werden, die Krise besser bewältigen zu können. Er werde die Arbeit in der Zentrale von TEPCO persönlich leiten, sagte Kan vor Journalisten.
22:33
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Radioaktiv verseuchtes Wasser wird aus den Reaktordruckbehältern im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi direkt ins Meer zurück geleitet. Das bestätigte die japanische Atomaufsichtsbehörde NISA (Nuclear and Industrial Safety Agency) der Nachrichtenagentur dapd.
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Wolfgang Krüger, Nuklear-Sicherheitsexperte der ETH-Zürich, sagt gegenüber der Sendung 10vor10 des Schweizer Fernsehens, dass er «vorsichtig optimistisch» sei, dass der Super-GAU in Japan verhindert werden könne. Falls es zur Kernschmelze käme, so Krüger, würde rund um das AKW eine Todeszone im Umkreis von etwa 100 Meter Radius entstehen. In der von der japanischen Regierung bereits eingerichteten Sicherheitszone von 20 Kilometer würde eine erhebliche Gesundheitsgefährdung bestehen.
22:01
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Die deutsche Atombranche fürchtet nach dem Aussetzen der Laufzeitverlängerung das endgültige Aus für Kernkraftwerke in Deutschland. «Wir werden jetzt Anlage für Anlage im Sinne der Risikobeherrschung prüfen müssen, welche Konsequenzen zu ziehen sind», sagte der Präsident des Deutschen Atomforums, Ralf Güldner, der «Süddeutschen Zeitung». Das Stilllegen einzelner Anlagen könne nicht ausgeschlossen werden.
21:45
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Wirtschaftsexperte Peter Bofinger befürchtet einen Schock für die Weltwirtschaft. «Beim Lehman-Crash 2007 war der materielle Kern, der Zusammenbruch der Bank, vergleichsweise klein. Aber das Ereignis löste einen psychologischen Schock für die Weltwirtschaft aus», sagte er der «Süddeutschen Zeitung».

Der Wirtschaftsexperte glaubt, dass durch die Ereignisse die Atomenergie auf dem Rückzug ist. «Die Kernenergie wird zurückgefahren, auf jeden Fall. Das bedeutet natürlich, dass es der Ölpreis steigen wird - nicht gut für die Weltkonjunktur.»
21:40
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Mittlerweile müsste die radioaktive Wolke, wie japanische Meteorologen berechneten, bereits in Tokio angekommen sein. Berichte darüber liegen aber noch keine vor. Grosse Zweifel an der Tatsache bestehen aber keine: «Es ist nicht zu erwarten, dass sich daran noch viel ändert. Tokio wird nach derzeitigem Stand der Dinge auf jeden Fall Radioaktivität abbekommen», zitiert spiegel.de einen Meteorolgen.
21:22
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Halten Sie eine Atom-Katastrophe wie in Japan auch in der Schweiz für möglich? Haben die Vorfälle Ihre Einstellung zu Kernkraftwerken geändert? Nehmen Sie teil an der grossen Umfrage!
20:59
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Bei Demonstrationen in ganz Deutschland haben nach Veranstalterangaben mehr als 110 000 Menschen den Ausstieg aus der Atomenergie gefordert. Insgesamt seien an rund 450 Orten Mahnwachen abgehalten worden, sagte ein Sprecher der Kampagne «ausgestrahlt»
20:51
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Unmittelbar vor der unter Umständen anstehenden Kernschmelze in den AKWs in Norden Japans droht der Wind zu drehen. Meteorologen gehen davon aus, dass der zu dieser Zeit übliche Nordwind dreht und die Radioaktivität direkt zur Millionen-Metropole Tokio bläst.
(Siehe dazu diese Animation)

Laut spiegel.de sehen deutsche Meteorologen die Situation ähnlich. Sie gehen davon aus, dass Tokio ein «kritischer Tag» bevorsteht.
19:48
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IAEA-Experte James Lyons sagte bei einer Pressekonferenz: «Wir haben keinerlei Angaben, dass dort momentan Brennstoff schmilzt.» Die Situation sei aber dynamisch und könne momentan nicht abschließend bewertet werden.
19:30
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Wie spiegel.de schreibt, will die EU eine humanitäre Hilfsmission nach Japan zu schicken. Laut Kommissionspräsident José Manuel Barroso habe die humanitäre Hilfe Vorrang. Und auch Silvio Berlusconi meldet sich zu Wort: «Ich möchte unsere tiefe Solidarität mit dem japanischen Volk ausdrücken», sagte der Cavaliere.
18:55
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Die EU will laut einer Meldung der Nachrichtenagentur AFP eine ausserordentliche Sitzung der Atom-Behörde IAEA einberufen, um die Geschehnisse in Japan zu klären.
18:34
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Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo meldet, müssen sich die Japaner längerfristig auf einen Stromengpass einstellen. Bereits heute waren 113 000 Menschen in den Präfekturen Chiba, Ibaraki, Shizuoka und Yamanashi davon betroffen. Die Engpässe werden bis mindestens Ende April den Zugverkehr, die Wirtschaft und das Alltagsleben der Japaner beeinträchtigen.
18:24
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Laut der Internationalen Atom-Behörde IAEA ist die Wahrscheinlichkeit gering, das in Japan ein neues Tschernobyl entsteht.
18:22
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Die Erdbebenkatastrophe hat auch Auswirkungen auf die Produktion von für PCs und Mobiltelefone wichtige Halbleiter. Sorgen vor möglichen Lieferengpässen nach der Schließung von Fabriken in Japan trieben den Preis für 1-Gigabit-DDR3-Chips bereits um sieben Prozent in die Höhe, wie das in Taiwan ansässige Unternehmen DRAMeXchange mitteilte. Für NAND-Flashspeicher mit 4 Gigabit legte der Preis sogar um 17 Prozent zu.
18:20
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Nach Angaben eines Marine-Sprechers hat die Bei den betroffenen Soldaten seien nur geringe Strahlungswerte festgestellt worden. Allerdings hat die USS Ronald Reagan ihren Standort verschoben.
17:59
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Die Zahl der zerstörten oder stark beschädigten Gebäude steigt auf 72 945. Die offizielle Opferzahl liegt nun bei 2800 Menschen. Mindestens 1,4 Millionen haben kein fliessendes Wasser, 1,9 Millionen sind ohne Strom. Laut japanischen Medien leben derzeit 310 000 Menschen in Notunterkünften, 24 000 sind irgendwo gestrandet.
17:29
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In verschiedenen Städten der Schweiz werden ab diesem Montag jeden Abend Mahnwachen für die Menschen in Japan abgehalten. Organisiert werden sie von Greenpeace Schweiz, wie die Organisation mitteilte.

Immer zwischen 17 Uhr und 21 Uhr finden die Mahnwachen statt. Manche Teilnehmenden tragen eine brennende Kerze mit sich. Mahnwachen sind bisher angesagt in Basel, Bern, Zürich, Winterthur, Genf und Lausanne. Auf www.greenpeace.ch/mahnwache können Interessierte weitere Veranstaltungsorte anmelden beziehungsweise sich über die Plätze informieren.
17:12
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Die US-Marine hat mehrere Schiffe aus der Nähe der Atomanlagen von Fukushima abgezogen, nachdem bei 17 Besatzungsmitgliedern von Hilfshubschraubern eine geringe Strahlenbelastung gemessen worden war.

US-Präsident Barack Obama hat indessen neuerlich sein Mitgefühl für die Opfer des Erdbebens und Tsunamis in Japan bekundet. Er sei mitgenommen von den Bildern der Zerstörung, die ihn aus Japan erreichen, sagte Obama.
16:47
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Japan hat die internationale Atomenergiebehörde (IAEA) offiziell gebeten, Experten nach Japan zu schicken, um mit der Bewältigung der Atomkreise zu helfen, berichtet die AFP unter Berufung auf IAEA-Chef Yukiya Amano (der auch japanischer Staatsbürger ist).
16:45
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Eilmeldung der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo: Die Strahlung im Atomkraftwerk Fukushima übersteigt den bisher gemessenen Maximalwert um das Doppelte.
16:20
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Die erneut trockengelegten Brennstäbe stammen offenbar aus dem Reaktor 2 des Atomkraftwerks Fukushima, melden verschiedene Nachrichtenagenturen.
16:14
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Das japanische Amt für Feuer- und Katastrophenschutz zählte bis Montag 15:30 Ortszeit insgesamt 63 255 teilweise oder vollständig zerstörte Gebäude.
16:05
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Der Nationalrat hat am Montag zu Beginn der dritten Sessionswoche mit einer Schweigeminute der Opfer der Erdbebenkatastrophe in Japan gedacht. Im Namen des Parlaments drückte Nationalratspräsident Jean-René Germanier (FDP/VS) sein Beileid aus.
15:54
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Eilmeldung der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo: Brennstäbe im Atomkraftwerk Fukushima erneut vollständig trockengelegt.
15:46
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Aufgrund der aktuellen Zuspitzung der Lage in den japanischen Atomkraftwerken hat 20 Minuten Online die beiden Infografiken Drohender Super-GAU in Japan und Störfall im Atomkraftwerk Fukushima auf den neuesten Stand gebracht.
15:33
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Zu allem Elend müssen Überlebende und Hilfskräfte in Japan auch noch mit fertig werden. Einige Opfer waren während den vergangenen drei Tagen kaltem Wetter und Wasser ausgesetzt. Die Situation könnte sich weiter zuspitzen, da in den nächsten Tagen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt für Teile der Erdbebenregion vorausgesagt werden.
15:29
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Die New York Times hat eine interaktive Karte erstellt, die das Ausmass der Zerstörung in Japan verbildlicht.
15:19
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Die US-Aktienmärkte sind wegen der Sorgen über die katastrophale Lage in Japan mit Verlusten in den Handel gestartet. Experten fürchten grössere Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, nachdem ein Erdbeben und ein Tsunami weite Teile des Landes verwüstet und die schlimmste Atomkatastrophe seit 25 Jahren ausgelöst haben. «Das Erdbeben könnte weltwirtschaftlich grosse Folgen haben», sagte Andre Bakhos von Lek Securities. «Wenn man Japan schliesst, dann könnte das zu einer globalen Rezession führen», sagte der Experte. Japan ist die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt. Der Dow-Jones-Index verlor im frühen Handel 0,4 Prozent auf 11'994 Zähler. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank um 0,5 Prozent auf 1297 Zähler. Die Technologiebörse Nasdaq gab um 0,3 Prozent auf 2707 Punkte nach.
15:08
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Mit Kettensägen und Spitzhacken arbeiteten sich Bergungstrupps an der verwüsteten Nordostküste Japans durch die Trümmer, um Tote zu bergen. Leichensäcke und Särge wurden knapp; die Entdeckung von rund 1000 angeschwemmten Leichen entlang der Küste brachte auch die Krematorien im Katastrophengebiet an ihre Grenzen. Selbst Leichensäcke und Särge würden so knapp, dass die Behörden sich womöglich an das Ausland um Hilfe wenden müssten. «Wir haben Beerdigungsunternehmen im ganzen Land gebeten, uns viele Leichensäcke und Särge zu schicken. Aber wir haben einfach nicht genug», erklärte Hajime Sato, ein Verwaltungsbeamter aus der mit am schlimmsten betroffenen Präfektur Iwate. «Wir haben schlicht nicht erwartet, dass so etwas passiert. Das überwältigt einen einfach.»
15:02
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Was ist die Kernschmelze? Was ist der GAU, was der Super-GAU? Hier werden Sie aufgeklärt.
14:49
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Das Erdbeben hat auch das Raumflugkontrollzentrum in Tsukuba rund 50 Kilometer nordöstlich von Tokio lahmgelegt. Seine Funktion werde deshalb derzeit teilweise von der US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA in Houston (Texas) übernommen, teilt ein Sprecher mit.
14:15
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Jetzt melden auch die Behörden: In Fukushima-1 droht eine Kernschmelze - in allen drei Reaktoren. Das sagt Regierungssprecher Yukio Edano in Tokio. Der Versuch, den Reaktor mit Meerwasser zu kühlen, ist definitiv fehlgeschlagen.
14:08
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Das Schweizer Such- und Abklärungsteam hat sich nach Angaben des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit in zwei Gruppen aufgeteilt: Eine Gruppe «search» von 23 Spezialisten ist in der vergangenen Nacht von Tokio kommend in Tome (100 km nördlich der stark betroffenen Stadt Sendai) eingetroffen. Zu ihm gehören ein Strahlenschutzexperte sowie Hundeführer mit neun Suchhunden. Sein Auftrag ist es, mit Hilfe von Suchhunden und Ortungsgeräten nach verschütteten Personen zu suchen. Wegen einer Tsunami-Warnung konnte es die Arbeit aber noch nicht aufnehmen. Am Dienstagmorgen wollte das Suchteam wieder ausrücken.
13:53
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Das Handelsministerium in Tokio kündigt laut Süddeutsche Zeitung an, dass Japan die Ölreserven anzapfen wird. Es sollen 1,26 Millionen Kiloliter Öl aus den Reserven des Privatsektors freigegeben werden. Das entspreche etwa des japanischen Ölbedarfs von drei Tagen. Die Regierung hält Ölreserven für 113 Tage vor, der Privatsektor in Japan lagerte zuletzt Reserven für 85 Tage.
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Bilder von Aufräumarbeiten im vom Tsunami zerstörten Gebiet:
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Kleiner Überblick über die humanitäre Katastrophe in Japan: Millionen Menschen kämpfen mit den Folgen des Erdbebens und des anschliessenden Tsunamis vom Freitag. Nach Angaben der UNO hatten mindestens 1,4 Millionen Menschen kein Trinkwasser, zudem wurden Lebensmittel und Benzin knapp. Rettungshelfer bargen im Katastrophengebiet rund 2000 weitere Leichen. Damit stieg die Opferzahl offiziell auf mindestens 5000 Tote. Soldaten konnten nach Armeeangaben 10 000 Menschen retten, doch mindestens ebenso viele Todesopfer wurden allein in der Präfektur Miyagi befürchtet. Nach UNO-Angaben hatten zudem 2,6 Millionen Menschen keinen Strom, und 3,2 Millionen Menschen ging das Gas aus. Über eine halbe Million Menschen harrte in Notunterkünften aus. Zahlreiche Betroffene waren auch am Tag vier nach dem Beben von Hilfe abgeschlossen, weil Zufahrtsstrassen unpassierbar waren.
12:49
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Die Lage in Fukushima-1 spitzt sich zu, die Gefahr einer Kernschmelze wieder grösser: Die Brennstäbe in Reaktorblock 2 des Atomkraftwerks Fukushima 1 liegen nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur kyodo news komplett trocken. Zuvor war versucht worden, den absinkenden Stand der Kühlflüssigkeit mit Meerwasser aufzufüllen, um eine Kernschmelze zu verhindern.
12:44
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Mehr als 500 000 Menschen wurden in Japan nach dem Erdbeben und Tsunami umplatziert, schreibt die BBC, kyodo news zitierend. Millionen von Menschen sind ohne Wasser, Nahrung und Heizung.
12:26
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Fragen und Antworten zur atomaren Krise in Japan: Angesichts der dramatischen Entwicklungen in den Atomkraftwerken in Japan, steigen die Sorgen vor eine mögliche Kernschmelze in einem oder mehreren der Reaktoren. Lesen Sie hier die wichtigsten Fragen und Antworten zu dem Thema.
12:15
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Die Regierung sagte eine zunächst verhängte Stromsperre für Tokio wieder ab und rief die Bürger stattdessen zum Stromsparen auf. Auch die Versorgung mit Treibstoff wurde problematisch. Vielerorts war die Tankstellen ausverkauft.
12:08
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Laut AFP hält der russische Ministerpräsident Wladimir Putin an Russlands Atompolitik fest. Er sehe die Gefahr einer globalen Katastrophe nicht gegeben, meinte er.
11:59
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Mindestens sechs Häfen in Japan sind schwer beschädigt. Die nordöstlichen Häfen Hachinohe, Sendai, Ishinomaki und Onahama dürften nach Angaben von Hafenbetreibern und Reedereien für Monate, wenn nicht sogar Jahre ausser Betrieb bleiben, schreibt Spiegel Online.
11:57
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Nach dem Erdbeben und Tsunami in Japan sind die Kreditausfallversicherungen für die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt teuerer geworden. Der Datenanbieter Markit teilte mit, die so genannten Credit Default Swaps (CDS) seien um 0,11 Punkte auf 0,9 Prozentpunkte gestiegen. Damit kostete die Versicherung eines 10 Mio. Dollar schweren Kredits 90 000 Dollar. Während des Höhepunktes der Schuldenkrise in Europa war die Ausfallversicherung mit 100 000 Dollar allerdings noch teurer. Zum Vergleich: Per Freitagabend kostete die Versicherung gegen den Kreditausfall einer deutschen Anleihe rund 35 500 Dollar. Mit Credit Default Swaps sichern sich Gläubiger gegen den Ausfall eines Kredites oder einer Anleihe ab. Sie verringern damit das Risiko, das mit einer Pleite des Schuldners verbunden ist.
11:40
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Nach dem Atomunglück in Japan will die EU-Kommission mit Atomexperten über die Konsequenzen für Europa beraten. Am Dienstag werden sich in Brüssel Fachleute aus allen 27 EU-Staaten mit der Kommission treffen, wie EU-Umweltkommissar Janez Potocnik ankündigte. Dazu gehören Aufseher für die Atomsicherheit und Atomkraftwerkbetreiber.
11:37
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Bundesrätin Doris Leuthard hat die laufenden Verfahren bei den Rahmenbewilligungsgesuchen für neue Atomkraftwerke in der Schweiz sistiert. Das Eidgenössische Nuklear- Sicherheits-Inspektorat (ENSI) leitet bei allen bestehenden AKW eine vorzeitige Sicherheitsüberprüfung ein, wie Leuthards UVEK mitteilte. Lesen Sie mehr dazu hier.
11:35
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Angesichts der dramatischen Schwierigkeiten in japanischen Atomanlagen hat der indische Ministerpräsident Manmohan Singh eine Überprüfung aller eigenen Reaktoren angekündigt. Er habe die Atomenergiebehörden und die staatliche Betreiberfirma angewiesen, die Sicherheitssysteme zu kontrollieren, sagte Singh vor Parlamentariern. Es solle geprüft werden, ob die Reaktoren Ereignissen wie einem Erdbeben oder einem Tsunami standhalten könnten. Indien verfügt über 20 Atomkraftwerke, die meisten davon stehen entlang der Küste.
11:29
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Die Brennstäbe in Reaktor zwei des japanischen Atomkraftwerkes Fukushima 1 sind nach Medienberichten nicht mehr vollständig von Kühlwasser bedeckt. Die Wasserpegel in dem Reaktor seien gesunken, berichtete die Nachrichtenagentur Jiji. Die Brennstäbe lägen zum Teil frei.
11:29
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Die Webseite des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats ENSI ist nicht mehr zugänglich.
11:15
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Die Katastrophe in Japan wird auch Auswirkungen auf den Schweizer Tourismus haben. Wie viele Japanerinnen und Japaner auf einen Besuch in der Schweiz verzichten, lässt sich aber noch nicht sagen. Japan ist für die Schweizer Hotellerie der achtwichtigste Markt. «Die Folgen lassen sich noch nicht abschätzen», sagte Verbandssprecherin Daniela Bär auf Anfrage. «Tatsache ist, dass der Frühling eine sehr beliebte Reisezeit für Japaner ist.»
11:13
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Auf den Philippinen steigt die Angst vor einer radioaktiven Wolke aus Japan. Angeheizt wurde die Panik durch eine SMS-Botschaft, die in Windeseile die Runde machte. Danach sollte die Strahlung noch am Montag die Hauptstadt Manila erreichen. Die Sprecherin von Präsident Benigno Aquino beruhigte die Menschen im Radio. Die SMS-Botschaft entbehre jeder Grundlage. Dennoch beschloss die staatliche Universität in Manila am Mittag, nachdem hunderte besorgte Eltern am Telefon darauf gedrängt hatten, die Studenten nach Hause zu lassen. Die SMS-Botschaft kam angeblich von einem respektablen internationalen Fernsehsender. Darin hiess es, die Bewohner sollten die nächsten 24 Stunden in ihren Häusern bleiben. «Solche Scherze sind nicht hilfreich», sagte die Präsidentensprecherin. «Wir tun alles, um die Menschen akkurat zu informieren.» Vor einer Strahlenbedrohung nach den Explosionen im japanischen Atomkraftwerk Fukushima warnte die Regierung nicht. Manila liegt etwa 3000 Kilometer südwestlich von Tokio.
11:00
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Hier lesen Sie eine Zusammenfassung der Ereignisse von Montagvormittag.
Video0198080
Sehen Sie im Video: Die zweite Explosion im AKW Fukushima, das Statement der japanischen Behörden, Umfrage unter der japanischen Bevölkerung. (14.03.11, Quelle: APTN Video)
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Der deutsche FDP-Chef und Vizekanzler Guido Westerwelle hält einen vorübergehenden Ausstieg aus der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke für denkbar. «Ich kann mir das vorstellen», sagte Westerwelle in Berlin vor Journalisten mit Blick auf die Reaktorkatastrophe in Japan.
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Die offiziell bestätigte Zahl der Toten und Vermissten ist laut Polizei auf 5000 gestiegen. Lokale Behörden befürchten jedoch, dass die tatsächliche Opferzahl weit darüber liegt - Zehntausende Menschen werden noch vermisst.
10:38
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Um eine Bild der Nachbeben in Japan zu erlangen, hier eine weitere Liste der Erdbeben weltweit über 5.0 der vergangenen sieben Tage, ausgestellt von der US Geological Survey.
10:25
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Aufgrund der Ereignisse in Japan hat die Fluggesellschaft Swiss ihren Flugplan nach Tokio angepasst. Neu startet jeweils um 18 Uhr eine Maschine auf dem Flughafen Zürich. Ein Zwischenstopp ist in Hongkong vorgesehen, wie die Swiss mitteilte. Dank der Zwischenlandung sei es möglich, kurzfristig auf Veränderungen zu reagieren, sagte Swiss-Sprecher Jean-Claude Donzel auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Der Rückflugs von Tokio nach Zürich - ebenfalls mit Zwischenstopp in Hongkong - ist jeweils für 20.40 Uhr Ortszeit geplant. Der angepasste Flugplan gelte bis am kommenden Sonntag, 20. März, sagte Donzel. Dann werde man die Situation erneut analysieren. Ziel sei, so rasch wie möglich zum regulären Flugplan zurückzukehren. Den Flug vom Sonntag hatte die Swiss in Absprache mit den zuständigen Behörden annulliert. Die Swiss bedient die Destinationen Tokio und Zürich in der Regel einmal täglich. Als einzige Airline fliegt sie ohne Zwischenstopp nach Tokio.
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Der Filmverleih Warner Entertainment Japan wird den Film «Hereafter» des Regisseurs Clint Eastwood wegen einer Tsunami-Szene nicht mehr in japanischen Kinos zeigen. Die erschreckenden Film-Szenen der Flutwelle seien zu diesem Zeitpunkt «nicht angemessen», sagte Satoru Otani von Warner Entertainment. Der Film mit Matt Damon war Ende Februar in rund 180 japanischen Kinos angelaufen.
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Die Schweizer Börse hat am Montag, belastet von der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan, erneut schwächer tendiert. Der SMI der Standardwerte notierte um 09.50 Uhr um 0,8 Prozent tiefer bei 6305 Punkten. Der breite SPI verlor 0,7 Prozent auf 5722 Zähler.
10:03
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Die Eiskunstlauf-WM in Tokio vom 21. bis 27. März wird definitiv abgesagt. Das teilt der Eislauf-Weltverband ISU mit. «Angesichts der katastrophalen Ereignisse in Japan haben wir in Absprache mit den japanischen Behörden und dem japanischen Verband festgestellt, dass eine planmässige Durchführung der WM in Tokio derzeit nicht möglich ist,» heisst es in dem von ISU-Präsident Ottavio Cinquanta unterzeichneten Statement. Ein Ersatztermin werde geprüft.
09:55
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Die japanische Atomsicherheitsbehörde teilt gegenüber AFP mit, dass sie eine Katastrophe vom Ausmass Tschernobyl ausschliessen. Details zum Vergleich mit Tschernobyl hier in einem NZZ-Artikel.
09:44
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Der Google-Personenfinder soll helfen, Betroffene, Angehörige, Freunde im Erdbebengebiet in Japan zu suchen oder über dessen Verbleib zu informieren. «Ich suche jemanden.» - «Ich habe Informationen über jemanden», so lauten die beiden Möglichkeiten des Google-Personenfinders. Der Suchdienst läuft wahlweise auf Japanisch oder Englisch. Gibt man im Suchfeld einen Namen ein, erfährt man einen aktuellen Status.
09:32
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Nach Angaben der Nachrichtenagentur Jiji sind die Reaktoren 1 und 2 des AKW Fukushima-2 erfolgreich abgekühlt worden, schreibt die Süddeutsche Zeitung.e
09:32
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Die Erdbebenkatastrophe in Japan dürfte nach einer ersten Schätzung der Grossbank Credit Suisse einen wirtschaftlichen Schaden zwischen 170 und 180 Milliarden Dollar verursacht haben. Damit würde sich der Schaden auf knapp 40 Prozent dessen belaufen, was das Erdbeben in Kobe im Jahr 1995 angerichtet hatte. Dies schrieb der Chefökonom von Credit Suisse Japan, Hiromichi Shirakawa, in einem Marktkommentar. In den von dem Beben und der nachfolgenden Flutwelle betroffenen Gebieten gebe es weniger Bürogebäude, Fabriken und Autobahnen als in Kobe.
09:27
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Angeblich ist die Radioaktivität nach der Explosion von Reaktor 3 i AKW Fukushima nicht erhöht. Das sagte Regierungssprecher Yukio Edano, schreibt Spiegel Online. Die zweite Explosion im AKW habe das Gebäudes des 3. Reaktors zerstört, der innerste Sicherheitsbehälter sei aber nicht beschädigt worden. Auch der Kontrollraum sei noch benutzbar, teilten die japanischen Behörden mit.
09:19
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Der Goldpreis hat - ebenso wie am Freitag - praktisch nicht auf die Naturkatastrophe und die Erdbebenfolgen in Japan reagiert. Das Edelmetall notierte im elektronischen Handel am Montag gegen 9 Uhr mitteleuropäischer Zeit bei 1425 Dollar pro Feinunze. Das sind rund fünf Dollar über dem Handelsschluss am Freitag.
08:59
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Japan wurde seit Freitag von mehr als 150 Nachbeben erschüttert; das jüngste starke Nachbebeb mit einer Stärke von 6,2 löste heute Tsunami-Alarm aus, der später wieder aufgehoben wurde. Texas Tech University hat eine Fast-Echtzeit-Karte von den Nachbeben des Japan-Bebens erstellt. Hier sehen Sie die eindrückliche Karte.
08:56
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Der Betreiber des Atomkraftwerkes Fukushima, Tepco, hat begonnen, Reaktor 2, dessen Kühlsystem seit kurzem nicht mehr funktioniert, mit Meerwasser zu kühlen.
08:51
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Die Zahl der Verletzten nach einer Explosion im japanischen Atomkraftwerk Fukushima ist nach Regierungsangaben auf elf gestiegen. Bei der heutigen Explosion im Reaktor 3 seien sieben Mitarbeiter der Atomanlage und vier Angehörige der Streitkräfte verletzt worden, sagte Kabinettssekretär Yukio Edano. Ein Mitarbeiter des Kraftwerks sei schwer verletzt, aber bei Bewusstsein, sagte Edano. Die vier Angehörigen der Streitkräfte seien nur leicht verletzt und mittlerweile wieder zu ihrer Einheit zurückgekehrt.
08:31
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Die US-Streitkräfte haben damit begonnen, Schiffe und Flugzeuge aus dem unmittelbaren Umkreis des von einer möglichen Kernschmelze betroffenen japanischen Kernkraftwerks abzuziehen. Grund sei eine geringfügige Belastung durch radioaktive Strahlung. Der Flugzeugträger «USS Ronald Reagan» habe sich rund 160 Kilometer vom Unglücksort entfernt befunden, als die leicht erhöhte Strahlenbelastung gemessen worden sei, schreibt AP.
08:30
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In der japanischen Hauptstadt Tokio steht das Leben mehr oder weniger still. Japan Rail stellte bis auf vier alle Stadtlinien ein, und auch diese sind teils unterbrochen, schreibt Spiegel Online. Zugverbindungen zum Flughafen Narita wurden ebenfalls eingestellt. Das Chaos ist gross: Lange Menschenschlangen bilden sich vor den Zügen.
08:14
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Der dritte Reaktor des japanischen Atomkraftwerks Fukushima verliert nach Mitteilung des Betreibers an Kühlkapazität. Dies könne zu einer Überhitzung und damit zu einer weiteren Explosion führen, schreibt AP.
08:01
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Ausverkauf in Tokio: Wegen der Erdbebenkatastrophe hat der japanische Aktienmarkt am Montag starke Kursverluste verzeichnet. Der Nikkei-Index stürzte um 6,2 Prozent ab und schloss bei 9620 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index brach 7,5 Prozent auf 847 Punkte ein. Das war der grösste Tagesverlust seit der Lehman-Brothers-Pleite im Oktober 2008.Lesen Sie mehr zum aktuellen Börsenstand in Tokio hier.
07:54
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Wie die Agentur Kyodo meldete, wurden noch vor dem neuen Beben in der Präfektur Miyagi im Nordosten Japans 2000 weitere Leichen entdeckt. Die Toten seien an der Küste gefunden worden. Die Behörden befürchten, dass durch das Erdbeben mit Stärke 9,0 und den nachfolgenden Tsunami über 10 000 Menschen getötet wurden. Bis Sonntagabend Schweizer Zeit hatten die Behörden 1597 Opfer identifiziert. Nach offiziellen Angaben erlitten 22 Menschen eine Strahlenvergiftung, bis 190 kamen mit Radioaktivität in Kontakt.
07:38
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Laut der Tokyo Electric Power Company (Tepco) und der japanischen Nachrichtenagentur Jiji hat jetzt offenbar auch Reaktor 2 des AKW Fukushima Probleme. Das Kühlsystem funktioniere nicht mehr, schreibt BBC Online.
07:38
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Die Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften vom 21. bis 27. März 2011 in Tokio soll auf unbestimmte Zeit verschoben werden, meldet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Offiziell bestätigt wurde dies vom Veranstalter noch nicht.
07:30
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Singapur will wegen der Probleme in den japanischen Atomanlagen die Einfuhr von Nahrungsmitteln aus Japan auf mögliche Verstrahlungen untersuchen. Es handle sich dabei um eine Vorsichtsmassnahme und es würden Proben der importierten Ware genommen. Bei der Untersuchung auf eine mögliche radioaktive Verstrahlung hätten frische Produkte wie Fisch Vorrang, erklärte die Nahrungsmittelbehörde des Stadtstaates am.
07:00
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Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao hat Japan angesichts der jüngsten Erdbebenkatastrophe mit tausenden Toten sein Beileid ausgesprochen. Ein chinesisches Rettungsteam sei in Japan vor Ort, sagte der Politiker am Montag in Peking. China habe zudem Hilfsgüter nach Japan geschickt und werde je nach Bedarf weitere schicken.
06:58
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Der Ölpreis ist am Montag angesichts der katastrophalen Lage in Japan auf unter 100 Dollar pro Fass (159 Liter) gefallen. Der Preis für zur Lieferung im April anstehendem Rohöl betrug am Mittag in Singapur 99,53 Dollar. Das sind 1,63 Dollar weniger als am Freitag.

Analysten erwarten, dass Japan wegen der Erdbebenfolgen weniger Öl verbraucht. Die drittgrösste Wirtschaft sei vorübergehend eingefroren, sagte Richard Soultanian von NUS Consulting. Ohne den japanischen Öldurst - die drittgrösste Wirtschaft ist der drittgrösste Rohölkonsument der Welt - dürfte es «eine bisher nicht gesehene Flaute auf den internationalen Ölmärkten geben».
06:32
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Die japanische Regierung hat die für Montag geplante dreistündige Stromabschaltung in Tokio und anderen Städten abgesagt. Kabinettssekretär Yukio Edano rief alle Bürger stattdessen zum Energiesparen auf. Sollte das nicht reichen, werde die angekündigte Stromrationierung in acht Präfekturen umgesetzt.

06:17
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Bei der Explosion im Reaktorblock 3 wurden nach Angaben der Atomsicherheitsbehörde sechs Arbeiter verletzt. Die Betreibergesellschaft Tokyo Electric Power Co hatte zuvor von drei verletzten und sieben vermissten Personen gesprochen.
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Die Situation am Montagmorgen

Japan kommt auch drei Tage nach der verheerenden Erdbebenkatastrophe nicht zur Ruhe: Im Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi ereignete sich am Montag eine weitere Wasserstoffexplosion, wie Kabinettssekretär Yukio Edano mitteilte. Es war bereits die zweite derartige Explosion seit Samstag.

Vom Reaktorblock 3 des Atomkraftwerks Fukushima-Daiichi stieg eine riesige Rauchwolke auf. Der innere Reaktorschutzmantel sei intakt geblieben, sagte ein Sprecher. Die Detonation war 50 Kilometer von der Atomanlage entfernt in der Küstenstadt Soma zu spüren. Am Samstag hatte es bereits eine Wasserstoffexplosion in Block 1 des Atomkraftwerks Fukushima-Daiichi gegeben, Block 3 galt wegen des Ausfalls des Kühlsystems ebenfalls als gefährdet.

Nachbeben von Stärke 6,2

Das Nachbeben der Stärke 6,2 erschütterte um kurz nach 10 Uhr Ortszeit auch die Millionenstadt Tokio. Das Epizentrum lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS 140 Kilometer nord-östlich der Hauptstadt - also in Richtung der Atomanlagen in Fukushima.

Wie die Agentur Kyodo meldete, wurden noch vor dem neuen Beben in der Präfektur Miyagi im Nordosten Japans 2000 weitere Leichen entdeckt. Die Toten seien an der Küste gefunden worden.

Die Behörden befürchten, dass durch das Erdbeben mit Stärke 9,0 und den nachfolgenden Tsunami über 10 000 Menschen getötet wurden. Bisher haben die Behörden 1597 Opfer identifiziert. Nach offiziellen Angaben erlitten 22 Menschen eine Strahlenvergiftung, bis 190 kamen mit Radioaktivität in Kontakt.

Die Bevölkerung an der Nordostküste wurde aufgefordert, sich an höher gelegene Orte zu begeben. Die meteorologische Behörde teilte mit, Gefahr einer weiteren tödlichen Welle bestehe nicht.

Strom abgeschaltet

In der Stadt Soma ertönten Sirenen und über öffentliche Durchsagesysteme wurden Einwohner aufgerufen, sich an höher gelegene Orte zu begeben. Die Region wurde bereits von dem nach dem schweren Erdbeben der Stärke 9,0 folgenden Tsunami hart getroffen. Offenbar kam es aber zu keiner grossen Flutwelle.

In Tokio und anderen japanischen Städten wurde am Montag für drei Stunden der Strom abgeschaltet. Damit sollen Verluste aus der nach dem von Erdbeben und Tsunami verminderten Atomstromproduktion ausgeglichen werden. 1,9 Millionen Haushalte waren von den Blackouts betroffen. Doch viele Menschen mussten auch auf andere Grundversorgung verzichten: Mindestens 1,4 Millionen Haushalte waren ohne Wasserversorgung.

180 000 Menschen evakuiert

Das Erdbeben der Stärke 9,0 am Freitag im Nordosten Japans löste in sechs Atomkraftwerken grosse Probleme aus - vor allem bei der Kühlung, die entscheidend für die Vorbeugung gegen eine Kernschmelze ist. Die Regierung verdoppelte den Evakuierungsradius um Fukushima auf 20 Kilometer, mehr als 180 000 Einwohner mussten am Wochenende ihre Wohnungen verlassen. Bei rund 160 Personen wurde eine erhöhte Strahlenbelastung gemessen.

Der Versuch der Regierung, die Bevölkerung zu beruhigen, stiess bei einigen der evakuierten Personen auf Skepsis. «Erst war ich wegen des Bebens beunruhigt», sagte der Bauarbeiter Kenji Koshiba, der in der Nähe des Kraftwerks Fukushima wohnte und 60 Kilometer nördlich in das Notaufnahmelager Koriyama gebracht wurde. «Jetzt bin ich über die Strahlung beunruhigt.»

Auch die Börse in Tokio zeigte sich zu Beginn des Handels am Montag zutiefst beunruhigt. Der Nikkei-Index fiel am Montag um 464,88 Punkte auf 9.789,55 Zähler. Das entspricht einem Verlust von 4,5 Prozent. Die japanische Zentralbank pumpte 7 Billionen Yen (61,4 Milliarden Euro) in die Geldmärkte. Ersten Schätzungen zufolge verursachte das Erdbeben Schäden von mehreren Dutzend Milliarden Euro.

(sda/ap)