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31. Mai 2011 11:29; Akt: 31.05.2011 11:54 Print

Kachelmann arbeitet wieder als Wetterfrosch

Jörg Kachelmann ist ab sofort wieder als Wettermoderator bei Meteomedia im Einsatz. Ob der Schweizer auch bei der ARD wieder einsteigen kann, bleibt vorerst offen.

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Über hundert wollen am 31. Mai 2011 an die Urteilsverkündung im Kachelmann-Prozess. Die ersten stehen schon seit 5 Uhr morgens an. Vor dem Landgericht Mannheim bildet sich eine lange Schlange. Dann kommt Jörg Kachelmann im Wagen seiner Pflichtverteidigerin Andrea Combe beim Gerichtsgebäude an. Das Auto wird sofort Natürlich erscheint auch Kachelmanns zur Urteilsverkündung. Die Richter hatten zuvor seinen Stil scharf kritisiert. betritt Jörg Kachelmann den Saal des Landgerichts Mannheim. Der Angeklagte und sein Anwaltsduo: Kachelmann mit Der Prozess gegen den Wetterexperten ist ein riesiges Medienereignis. Auf dem Bild: «Emma»-Herausgeberin und «Bild»-Kolumnistin Auch die Werner Mägerle, Lars-Torben Oltrogge und Oberstaatsanwalt Oskar Gattner (v.l.) sind zugegen. Ruhe im Saal! Der Vorsitzende Richter Michael Seidling verkündet das Urteil des fünfköpfigen Gremiums. Es lautet: Freispruch wegen begründeter Zweifel. Äusserlich gefasst reagiert Jörg Kachelmann auf den Im Saal jedoch bricht Jubel aus. die ihren Ex-Freund vor Gericht gebracht hatte, verliert die Fassung und bricht in Tränen aus. (Bild: Die Radiomoderatorin am Prozesstag vom 24. Mai 2011) Blickt Kachelmann nun in Er wird auf jeden Fall ab sofort wieder bei Meteomedia Gruppe als Wetterfrosch arbeiten. Nach dem Urteil verlässt er das Gerichtsgebäude auf dem Rücksitz des Wagens seiner Pflichtverteidigerin Andrea Combe. Oder wenigstens einen Blick auf den berühmten Freigesprochenen werfen. Kachelmanns Pflichtverteidigerin Andrea Combe steuert den Wagen mit Kachelmann durch die Menschenmenge. Da Kachelmann offenbar nicht mit der Presse reden will, müssen sich die Journalisten mit den Nebendarstellern begnügen. «Herr Kachelmann wurde aufs Schäbigste behandelt.» «Unser Justizsystem gibt dem mutmasslichen Täter Vorteile.» Nach 44 Verhandlungstagen und fast neun Monaten ist der Prozess vorbei. zwischen Jörg Kachelmann und seiner damaligen Freundlich Sabine W., werden wir wohl nie erfahren.

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Der freigesprochene Wettermoderator Jörg Kachelmann will ab sofort wieder für die Meteomedia Gruppe arbeiten. Das teilte die Firma am Dienstag unmittelbar nach dem Urteil auf ihrer Internet-Seite mit. Dazu gehörten auch seine Kommentare zum Wetter in Medien wie Radio Basel, Radio Primavera und Twitter. Zusätzliche öffentliche Auftritte seien in Zukunft nicht ausgeschlossen. «Meteomedia freut sich über den längst überfälligen Freispruch ihres Firmengründers Jörg Kachelmann», erklärte die Firma.

Zurückhaltender zeigt man sich bei der ARD, dem einstigen Arbeitgeber von Jörg Kachelmann. Die ARD wird nach dem Freispruch den Wettermoderator vorerst nicht ins Programm zurückholen. «Solange das Verfahren nicht endgültig abgeschlossen ist und das Urteil keine Rechtskraft erlangt hat, sieht die ARD in dieser Angelegenheit keinen Entscheidungsbedarf», sagte ein ARD-Sprecher am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur dapd. Das Urteil wird nach Ablauf einer Woche rechtskräftig, sollte das Urteil nicht weitergezogen werden.

(meg/ap)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • milena am 01.06.2011 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    schlussendlich

    wissen nur jörg kachelmann und seine damalige 'freundin' - was wirklich geschah. es macht keinen sinn sich nun darüber aufzuregen ob das urteil erster/zweiter oder dritter klasse ist. verloren haben sie beide. wünschen tu ich beiden, dass sie nun etwas zur ruhe kommen und sich ihr leben wieder aufbauen können. dazu wünsch ich beiden kraft und glück.

    einklappen einklappen
  • Oskar Nebel am 01.06.2011 18:20 Report Diesen Beitrag melden

    Was sagt man da?

    Sei kein Frosch? Nachem Räge schiint d'Sunne? Hals- und Wolkenbruch?

  • Nebel Spalter am 02.06.2011 04:00 Report Diesen Beitrag melden

    Kachelmann ....

    ... the Weatherman.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Nebel Spalter am 02.06.2011 04:00 Report Diesen Beitrag melden

    Kachelmann ....

    ... the Weatherman.

  • Oskar Nebel am 01.06.2011 18:20 Report Diesen Beitrag melden

    Was sagt man da?

    Sei kein Frosch? Nachem Räge schiint d'Sunne? Hals- und Wolkenbruch?

  • milena am 01.06.2011 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    schlussendlich

    wissen nur jörg kachelmann und seine damalige 'freundin' - was wirklich geschah. es macht keinen sinn sich nun darüber aufzuregen ob das urteil erster/zweiter oder dritter klasse ist. verloren haben sie beide. wünschen tu ich beiden, dass sie nun etwas zur ruhe kommen und sich ihr leben wieder aufbauen können. dazu wünsch ich beiden kraft und glück.

    • Helmut Melzer am 01.06.2011 14:32 Report Diesen Beitrag melden

      Wenn das Gericht versagt

      Ja Sie haben Recht. Was wirklich vorgefallen ist wissen nur Kachelmann und seine EX Lebensgefährtin. Aber vielleicht hätte man diesen Prozess direkt ohne Öffentlichkeit führen sollen. Vergewaltigungsprozesse sind oft nichts für die Öffentlichkeit. Und schon gar nicht wenn das Gericht, wie hier, überfordert ist und die Staatsanwaltschaft ein Exempel statuieren möchte, jedoch unfähig dazu ist. Jetzt haben wir 2 Verlierer, die in der Öffentlichkeit gebrandmarkt sind und die Schuld trägt großenteils das Gericht selber. In dubio pro reo, ein Freispruch 2. Klasse, der alles und nichts sagt.

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  • Daniel am 31.05.2011 12:17 Report Diesen Beitrag melden

    Freispruch! Aber...

    Es freut mich, dass Jörg Kachelmann freigesprochen wurde. Schade nur, dass mit diesen Vorwürfen und dem Prozess der Ruf angekratzt, bzw. kaputt gemacht wurde. Es bleibt zu hoffen, dass er wegen dieses Vorfalls nicht mit Vorurteilen zu kämpfen hat, und wieder von seinen "Blumenkopfwölckchen" sprechen kann.