Einschätzung

22. März 2011 08:29; Akt: 23.03.2011 11:02 Print

Gaddafi, die dankbare Zielscheibe

von Kian Ramezani - Früher ging es um Erdöl oder Terrorismus, heute bombt der Westen im Namen der Menschlichkeit. Wenn aber sogar die Saudis mitmachen, sind Zweifel angebracht.

Bildstrecke im Grossformat »
Die westlichen Länder wollen die Flugverbotszone durch den Einsatz verschiedener Waffensysteme durchsetzen. Frankreich verfügt mit dem «Charles de Gaulle» über den einzigen atomgetriebenen Flugzeugträger Europas. Der Flugzeugträger «Charles de Gaulle» wurde 2001 in Dienst gestellt. Er ist 261,5 Meter lang und erreicht eine Geschwindigkeit von 27 Knoten (50 km/h). Am 19. März legte das Schiff in Toulon mit Kurs auf Libyen ab. An Bord der «Charles de Gaulle» sind je nach Mission 28 bis 35 Flugzeuge stationiert. Darunter bis zu 16 «Super-Étendard Modernisé» ... ... und 12 «Rafale Marine». Im Bauch der «Charles de Gaulle» werden französische Kampfjets und Aufklärungsflugzeuge in Einsatzbereitschaft versetzt. Üblicherweise sind etwa zehn Tage nötig, um den Flugzeugträger für einen Einsatz vorzubereiten. Diesmal war die «Charles de Gaulle» bereits nach 60 Stunden einsatzbereit. Die erste Angriffswelle der Alliierten flog die die französische Luftwaffe mit rund 20 zweistrahligen Rafale-Kampfflugzeugen. Sie feuerten am 19. März 2011 um 17.45 UHR MEZ den ersten Schuss ab. Die ersten Einsätze flogen die landgestützten Rafale-Jets von der Basis St. Dizier in Nordostfrankreich. Um die Reichweite der Jets zu verlängern, wurden an der Unterseite Zusatztanks angebracht. Inzwischen ist das Gros der landgestützten französischen Jets in Solenzara auf Korsika stationiert. Auch die bewährte Mirage 2000 kommt für Frankreich zum Einsatz. Die am Libyen-Einsatz teilnehmenden Mirage 2000 der französischen Luftwaffe starten von Solenzara auf der Mittemeerinsel Korsika. Die französische Marine setzt zudem die Fregatte «Dupleix», ... ... die Fregatte «Aconit», ... ... die Fregatte «Jean-Bart», ... ... den Zerstörer der Horizon-Klasse Forbin (vorne), ... ... sowie das Versorgungsschiff «La Meuse» ein. Grossbritannien fliegt seine Missionen in Libyen mit dem Eurofighter Typhoon. Der Typhoon, eine Gemeinschaftsproduktion von Alenia Aeronautica (It), BAE Systems (GB), und EADS (D), ist seit 2003 im Einsatz. Neben der Royal Air Force setzt ihn auch die deutsche, die italienische und die spanische Luftwaffe ein. Zusätzlich zum Typhoon hat Grossbritannien auch Tornado-Kampfjets Richtung Libyen entsandt. Der Tornado entstand in einer frühen Zusammenarbeit von Grossbritannien, Deutschland und Italien. Er wird seit 1979 eingesetzt. Den ersten Kriegseinsatz hatten die britischen Tornados im Golfkrieg von 1991. Die Fregatten «HMS Westminster und ... ... «HMS Cumberland» unterstützen den britischen Einsatz. Ein britisches U-Boot der Trafalgar-Klasse schoss mehrere Marschflugkörper gegen die libysche Luftabwehr ab. Dänemark schickt sechs amerikanische F-16 und ein militärisches Transportflugzeug nach Libyen. Belgien will sich mit sechs F-16 und einer Fregatte an der Operation beteiligen. Kanada hat sechs CF-18A «Hornet» Kampfjets im Einsatz. Die Flugzeuge sind am 18. März auf auf der Basis Trapani Birgi in Sizilien angekommen. Eine kanadische CF-18A im Landeanflug auf die NATO-Basis Trapani Birgi. Die kanadische Fregatte «HMCS Charlottetown» ist ebenfalls für die Militäroperationen in Libyen im Einsatz. AWACS-Flugzeuge der NATO werden für die Luftraumüberwachung in Libyen eingesetzt. Da Deutschland nicht an den Kampfhandlungen teilnimmt, lösen deutsche Crews ihre US-Kameraden in Afghanistan ab. Die Amerikaner können so in Libyen eingesetzt werden. Zwei AWACS-Überwachungsflugzeuge der NATO und ein amerikanisches Transportflugzeug auf der Luftwaffenbasis Trapani Birgi auf Sizilien. Dem italienischen Stützpunkt fällt durch seine Nähe zu Nordafrika eine wichtige Rolle zu. Daneben stehen weitere Basen in Italien, Spanien, dem französichen Korsika und dem griechischen Kreta für Einsätze zur Verfügung. Italien hat sieben Luftwaffenstützpunkte für Militäroperationen in Libyen zur Verfügung gestellt. Zudem hält Rom vier Jets vom Typ Tornado-ECR bereit. Die Tornado-ECR-Jets verfügen über eine Spezialausrüstung für die präzise Positionsbestimmung von Radarsystemen. Damit kommt ihnen eine entscheidende Rolle bei der Ausschaltung der gegnerischen Luftabwehr zu. Auch der italienische Flugzeugträger «Giuseppe Garibaldi» ist für einen Einsatz vorgemerkt. Tankflugzeuge des Typs KC10A und KC135 auf der Luftwaffenbasis Moron de la Frontera nahe Sevilla in Südspanien. Spanien steuert ein Boeing-707-Tankflugzeug (im Bild mit zwei F-18 beim Tankvorgang) bei. Daneben sollen vier spanische F-18 und ein CN-235 Seeüberwachungsflugzeug helfen, die Flugverbotszone über Libyen durchzusetzen. Auch ein U-Boot der Agosta-Klasse, die «Tramontana» (S-74) wird von Spanien für die Libyen-Mission eingesetzt. Die Fregatte «Mendez Nuñez» (F-104) komplettiert den spanischen Beitrag. Eine Mirage 2000-5 der katarischen Luftwaffe bei einem Tankstopp auf dem Flughafen Larnaca auf Zypern. Katar beteiligt sich mit vier Kampfjets und einem Frachtflugzeug am Einsatz gegen das Gaddafi-Regime. Norwegen beteiligt sich mit sechs F-16 an der Libyen-Mission. Nach einem Zwischenstopp auf dem Luftwaffenstützpunkt Souda auf der griechischen Insel Kreta sollen sie nach Sigonella auf Sizilien verlegt werden. Im Bild ebenfalls sichtbar sind zwei Mirage 2000-5 Jets aus Katar. Norwegen erwägt zudem den Einsatz eines Seefernaufklärers vom Typ «Orion». Im Bild eine Lockheed P-3W «Orion» der australischen Luftwaffe. Eine knappe Woche nach Beginn der Militäroperationen in Libyen haben die Vereinigten Arabischen Emirate als zweites arabisches Land Kampfjets bereitgestellt. Der Beitrag besteht aus sechs Maschinen des Typs F-16 E/F ... ... und sechs Mirage 2000. Die Flugzeuge sind auf der NATO-Basis Decimomannu nahe Cagliari auf Sardinien stationiert. Auch die USA beteiligen sich mit schwerem Geschütz. Von der «USS Barry» aus hat die US-Marine dutzende Tomahawk-Marschflugkörper auf libysche Luftabwehrstellungen abgefeuert. Auch von der «USS Stout» wurden Tomahawks abgefeuert. Das Flaggschiff der 6. US-Flotte im Mittelmeer, die «USS Mount Whitney», ist ebenfalls Teil des Einsatzdispositivs gegen Gaddafi. Das amphibische Angriffsschiff der US-Navy «USS Kearsarge» teilt seine Dienst mit ... ... der «USS Ponce». Im Bild die Durchfahrt der «Ponce» durch den Suez-Kanal am 2. März. Die «USS Kearsarge» hat vier AV-8B Harrier II des US-Marine-Corps an Bord. Das Atom-U-Boot «USS Providence» ist eines von drei US-Unterseebooten im Mittelmeer. Für Luftschläge setzen die USA unter anderen Tarnkappenbomber vom Typ B-2 ein. Für eine erste Angriffswelle starteten die Jets auf der Whiteman Air Force Base in Missouri, wohin sie anschliessend zurückkehrten. Diese Mission dauerte insgesamt über 25 Stunden. Um die Situation vor Ort in Libyen zu erkunden, setzen die USA Drohnen (unbemannte Flugzeuge) vom Typ Global Hawk ein. Die Drohnen starten auf der NATO-Basis Sigonella auf Sizilien. US-Kampfjets des Typs F-16C Fighting Falcon operieren von der NATO-basis Aviano in Italien aus. Über Libyen sind auch F-15E Strike Eagle der US-Luftwaffe unterwegs. Am 22. März stürzte ein Jet dieses Typs vermutlich wegen technischer Probleme über Libyen ab. Beide Besatzungsmitglieder konnten sich rechtzeitig retten. Die USA steuern zudem EA-18-Kampfbomber, ... ... zwei Transportflugzeuge vom Typ C-17 ... ... und ein C-130 Frachtflugzeug bei. Im Bild: Der Landeanflug einer C-130 auf der NATO-Basis Aviano in Italien.

Zum Thema
Fehler gesehen?

1991 griff der Westen zu militärischen Mitteln, um Saddam Hussein aus Kuwait zu vertreiben. Damals ging die Angst um, der irakische Diktator könnte sich weitere Kleinststaaten am Persischen Golf und ihre Erdölquellen einverleiben. Zwölf Jahre später und wieder im Irak dienten Massenvernichtungswaffen als Kriegsgrund (die allerdings nie gefunden wurden). Afghanistan und Somalia galten (und gelten) als Terrorbasen für Al Kaida. Allen gemeinsam ist, dass sich der Westen in irgendeiner Weise bedroht und deshalb zum Handeln gezwungen fühlte.

In Libyen liegt der Fall heute anders. Muammar Gaddafi ist keine Bedrohung mehr für die Welt, sondern für sein eigenes Volk. Trotzdem peitschte der Westen im UNO-Sicherheitsrat in Rekordzeit – den libyschen Rebellen und der Öffentlichkeit mag sie endlos vorgekommen sein – die Errichtung einer Flugverbotszone durch. Sein militärisches Eingreifen ist damit völkerrechtlich abgesegnet. Die Frage aber bleibt: Wie wurde Libyen – ein Wüstenland mit 6,5 Millionen Einwohnern und weniger als vier Prozent der weltweiten Erdölreserven – zum internationalen Kriegsschauplatz?

Wer A sagt, muss auch B sagen

Der Westen verteidigt in Libyen keine nationalen Interessen im eigentlichen Sinn, sondern versucht, sein ramponiertes Ansehen in der arabischen Welt aufzupolieren. Seit dem Irakfeldzug und dem Afghanistankrieg sind seine Militärinterventionen verpönt. Dazu kam die langjährige, wohlwollende Haltung gegenüber den sogenannt gemässigten, aber autoritären Regimes in Tunesien und Ägypten. Als diese unter den Aufständen wankten und schliesslich fielen, stürzte der Westen zunächst in ein Dilemma.

Gaddafis Libyen bot eine höchst willkommene Gelegenheit, zum ersten Mal im Einklang mit einer arabischen Bevölkerung die Absetzung ihres Despoten zu fordern. Diese Gelegenheit wurde ergriffen. Die Lage entwickelte sich aber nicht so wie zuvor in Tunesien und Ägypten. So war der Westen gezwungen, seiner ätzenden Kritik auch Taten folgen zu lassen. Ansonsten wäre das Bisschen Glaubwürdigkeit, das man sich durch die lautstarke Kritik an Gaddafi erarbeitet hatte, schnell wieder verpufft.

Sarkozys Profilierungsneurose

Darüber hinaus lassen sich bei einzelnen Nationen auch Partikularinteressen ausmachen. In Frankreich etwa wird Präsident Sarkozy in den Umfragen gerade von Marine Le Pen rechts überholt. Der Militäreinsatz in Libyen und Frankreichs Anspruch auf die Führungsrolle sind eine hervorragende Gelegenheit, konservativen Wählerschichten klarzumachen, dass es eine Partei rechts von Sarkozy nicht braucht. Der Streit, der inzwischen innerhalb der Nato ausgebrochen ist, verdeutlicht, dass die Führungsfrage für Frankreich mindestens so wichtig ist wie der Einsatz an sich – wenn nicht wichtiger.

Ebenso lässt sich das beherzte Eingreifen des beinahe bankrotten Grossbritannien als Versuch interpretieren, der Welt zu zeigen, dass man trotz dramatischer Kürzungen im Verteidigungsbudget weiterhin in der Lage ist, in einer Militärintervention eine bedeutende Rolle zu spielen.

Widerspruchsfrei ist diese Haltung freilich nicht. In Libyen zieht die Tötung von Zivilisten harsche Kritik und eine Flut von Marschflugkörpern nach sich, in Jemen und Bahrain nicht. Die beiden Länder sind wichtige Stützen im Kampf gegen den Terrorismus und eignen sich deshalb nicht für eine humanitär motivierte Militärintervention. In Libyen mag Instabilität als Risiko hinnehmbar sein, auf der Arabischen Halbinsel und am Persischen Golf nicht.

Doppelspiel der Golfmonarchien

Auch im arabischen Lager gibt es eine Vielzahl von Motiven für die Unterstützung der Militärintervention in Libyen. Die für den Westen eminent wichtige Zustimmung der Arabischen Liga bezeichnet die israelische Tageszeitung «Haaretz» als «symbolische Geste»: Die Organisation könne so etwas zur Beilegung der Krise beitragen, obwohl sie weiss, dass ihr selbst der Einfluss zur Lösung irgendeines Konflikts im Nahen Osten fehlt. Für Ägypten könnte es ein erster Test gewesen sein, seiner eigenen Bevölkerung zu zeigen, dass man es mit den Menschenrechten tatsächlich ernst meint.

Saudi-Arabien, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate signalisieren sogar offen Bereitschaft zu einer direkten Beteiligung an der Aktion. Damit versuchen sie offensichtlich, von ihrer eigenen Militärintervention in Bahrain abzulenken, die sich gegen die schiitische Bevölkerungsmehrheit richtet.

Libyen und Gaddafi sind eine dankbare Projektionsfläche für die verschiedensten Interessen der bunt zusammengewürfelten Allianz. Sollte das Abenteuer gut ausgehen, könnte jedes Mitglied einen kleinen Sieg davontragen und für seine Zwecke weiterverwenden. Sollte sie hingegen schiefgehen, wäre das ein böser Dämpfer für den arabischen Frühling.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Till Eulenspiegel am 22.03.2011 09:39 Report Diesen Beitrag melden

    Der Zweck heiligt die Mittel

    Nichts, aber auch gar nichts, kann diesen Kriegseinsatz rechtfertigen! Es ist eine grosse Schande der Agressoren, dass sie die Menschenrechte so pervertieren, und das nur um ihre neuste Technologien zu testen und Macht zu demonstrieren.

    einklappen einklappen
  • Zeno am 22.03.2011 13:35 Report Diesen Beitrag melden

    Heuchelei ist schlimmer als Wahnsinn

    Mag sein, dass G. das wirrste Staatsoberhaupt weltweit ist, aber was Heuchelei betrifft, sind wir Westler einmal mehr nicht zu überbieten. Juristisch hat man vielleicht eine Flubverbotszone errichtet. Faktisch führt man einen Angriffskrieg und an vorderster Front tanz Giftzwerg Sarkotzi, der die persönlichen Beleidigungen von G. ganz offensichtlich nicht verkraftet hat.

    einklappen einklappen
  • Reto Petiprince am 22.03.2011 09:48 Report Diesen Beitrag melden

    Demokratie für Arabien

    Ich hoffe sehr, dass nun ein Zeitalter anbricht, wo der Westen allenfalls noch der Demokratie "assistiert" und endlich aufhört der Korruption an den Staatspitzen den Hof zu machen. Bahrain und Jemen und Saudi Arabien müssen folgen, idealerweise mit Reformen, statt mit Krieg, eine freiwillige Demokratie hat bessere Chancen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Christian am 27.03.2011 13:34 Report Diesen Beitrag melden

    Bester Artikel seit Langem

    Das ist mal ein guter Artikel von 20 Minuten. Abseits der Mainstream-Berichterstattung besticht der Artikel durch mutige Interpretationen und logische Einschätzungen, die vermutlich näher an der Realität liegen, als viele zugeben wollen. Vielen Dank an den Autor. Wie ist sein Name ?

  • paljangas violeta am 24.03.2011 12:10 Report Diesen Beitrag melden

    Im namen der Menschlichkeit

    vor genau 12Jahren wurde auch Serbien bombardiert von Nato, unter dem selben deckmantel: menschlichkeit! menschlich nennt mann es wenn mann ein souverens land das eigenes teritorium schützt mit bomben übersäht und die bomben sind mit erarmtem uranium angereichert??? die Arroganz und Machtgier der 'Allianz' sind unermässlich, sie kennt keine werte ausser Eigennutzen und Durchsetzen, egal mit welchen mitteln! Und womit hat das im Balkan gefruchtet? ein us-militär-kamp (bondsteel) im kern eines neuproklamierten landes das kaum in der lage ist diese würde&verantwortung zu übernehmen. Hl.Macht

    • Anton Wegmüller am 25.03.2011 13:04 Report Diesen Beitrag melden

      Macht

      Wo genau liegt der Nutzen von einem albanischen Kosovo für den Westen ? Auch ich bin skeptisch, ob das umgesiedelte albanische Volk wirklich Anspruch auf ein Gebiet hätte bekommen sollen, das Jahrhunderte zum Herzen von Serbien gehörte. Dass die USA schmutzige Bomben verwendet hat, ist ein noch nicht aufgearbeiteter Skandal und ein Kriegsverbrechen erster Güte.

    • Monique am 25.03.2011 13:16 Report Diesen Beitrag melden

      @paljangas violeta

      Auf dem Punkt gebracht. Dem ist nichts mehr zuzufügen. Die Geschichte zeigt, dass "im Namen der Menschlichkeit" unsagbares Leid der Mehrheit der Menschen zugefügt wurde und wie viele Millionen und aber Millionen Leben bis jetzt gekostet hat. Die Analyse ind dem Artikel finde ich treffend.

    • Peter B. am 25.03.2011 15:14 Report Diesen Beitrag melden

      @ paljangas violeta

      Bin ganz Ihrer Meinung. Diesen Staaten geht es lediglich um den Eigenprofit. Jedes dieser Länder will sich in irgend einer Art an den verschiedenen Reichtümern der Länder beteiligen. Im Kosovo geht es vorallem um seltene Gesteine: Deshalb die vielen Bergbauwerke im Kosovo. Andererseits ist Kosovo bekanntlich einer der grössten Drogenumschlagplätze, was soll man dazu noch sagen? Traurig ist, das in den Medien meistens nur die Eine Seite der Medallie aufgezeigt wird.

    • Gruzens am 25.03.2011 16:33 Report Diesen Beitrag melden

      ein bisschen Komplexer!

      ..soll man den zuschauen wie eine Regierung minderheiten abschlachtet??! Von mir aus gesehen sollte man in Syrien auch eingreifen aber zu viele Fronten.... Das was jetzt in Lybien passiert ist nicht unbedingt mit Serbien oder Sarajevo zu vergleichen! Das einzige was gleich ist, ist das Menschen vom Militär für deren Ziele getötet/geschlachtet wurden und zwar zu hunderten...

    • Nora Nordmann am 25.03.2011 20:06 Report Diesen Beitrag melden

      Im Namen der Menschlichkeit

      Grunzens ..... Anscheinend lesen Sie nur (einsieitige) Medienberichte. Fragen Sie mal Menschen in Serbien wie sie und Ihre Kinder die 76 Tage !!! bombardierung erlebt haben.Die Amis haben Ihr Stützpunkt in Kosovo, beuten schamlos Kosovos Bodenschätze aus,machen in Drogengeschäft recht mit. und Kosovo war immer Serbien, aber Serben müssen alles hinnehmen was die tollen Aliierten wollen. Die töten und schlachten auch ab. Das ist aber legal. Was für eine Bedrohung die K-Albaner für die CH sind, wird sich sehr bald zeigen/zeigt sich schon. paljangas violeta, gebe Ihnen in jedem Punkt Recht.

    • D. Oberdan am 27.03.2011 17:37 Report Diesen Beitrag melden

      Im Namen der Wahrheit

      Bezeichnend, wenn hier jemand das Serbien von Milosevic mit dem Libyen Gadafis gleichsetzt. Wer, wenn nicht die UN, hätte nach Titos Tod den aussichtlosen Versuch Belgrads gestoppt, sein zusammengepuzzeltes grossjugoslawisches Reich zu erhalten? Die bei weitem schlimmsten Greueltaten des Konflikts wurden von den Kampftruppen der sich bekriegenden Teilstaaten verübt, nicht zuletzt von serbischen. Srebrenica. Möglicherweise wären sie noch heute am Schlachten. Jeder Dikator, der abtritt oder-getreten wird, ist für die Welt ein Gewinn. Sei es Milosevic, Tudjman oder Gadafi.

    einklappen einklappen
  • Papierlischweizer am 24.03.2011 09:38 Report Diesen Beitrag melden

    Selfmade Problem

    Wenn man die aktuellen Konflikte im Irak, Afghanistan oder Libyen von hinten beleuchtet, müssen wir uns eingestehen, dass wir ein selbstgeschaffenes System bekämpfen. Saddam Hussein wurde vom Westen mit Waffen und Geld versorgt, um den Iran in Schach zu halten,die Talibanmilizen wurden vom Westen mit Geld und Waffen versorgt, um den sowjetischen Einmarsch zu unterbinden und auch Gaddhafi wurde mit Rüstungsgütern beliefert, um die radikalislamischen Elemente zu bekämpfen. Die staatlichen Rüstungsbetriebe haben kräftig garniert und nun kriegen dieselben Staaten die Quittung dafür.

    • Peter B. am 25.03.2011 15:16 Report Diesen Beitrag melden

      @Papierlischweizer

      Bin ganz Ihrer Meinung. Ich bin froh gibt es noch freidenkende Menschen wie Sie.

    einklappen einklappen
  • Beobachter am 23.03.2011 06:33 Report Diesen Beitrag melden

    Was steckt dahinter?

    Um was es wirklich geht? Macht, Einfluss, Geld. Irakkrieg: die Bush-Männer waren in den einschlägigen Industrien beschäftigt - also bringt der 'Steuerzahler' Aufträge (auch die Opfer). Bush war zu dumm um die Lügen zu plausibilsieren. Giftgas im Irak? Null gefunden. Aber Bush ist im Oelgeschäft, braucht geopolitisch Oelquellen und Oelwege. Noch Fragen? Lybien: Solange es keinen Gewinn bringt macht man nichts, egal wie viele dabei krepieren (logisch: machtlose). Sarkosy lenkt so von seiner Statistenrolle in der EU ab. Und für Berlusconi lenkt das von seinen Sexspielen ab. Gratuliere!

  • Dieter Stoll am 22.03.2011 15:32 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Schande

    Die Argumente von Herrn Ramezani treffen meiner Meinung zu. Sie müssten noch um die verschiedenen Wirtschaftsbeziehungen der verschiedenen Ländern mit despotischen Regierungen (z.B. Waffenlieferungen) ergänzt werden. Dann wird die absolute Zynik und Dekadenz der nur noch auf Business ausgerichteten Menschheit noch deutlicher