Fall Lucie

29. März 2009 10:09; Akt: 29.02.2012 01:26 Print

Am Tatort: Dani H. bricht zusammen

Eine Hantel und ein Messer aus Styropor: Realitätsnah sollte Dani H., der mutmassliche Mörder von Lucie, nachstellen. Es war zu viel für den 25-Jährigen. Weinend brach er zusammen.

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Zweieinhalb Stunden war Dani H. am Donnerstag mit den Ermittlungsbehörden in der Wohnung im aargauischen Rieden, in der er Lucie umgebracht hat. Schritt für Schritt wurde die Tat nachgestellt, Dani H. zeigt den Beamten ruhig, wie er vorgegangen war.

Dann drückt ihm die Polizei eine Styroporhantel in die Hand, berichtet der «SonntagsBlick». Ein Polizist spielt Lucie. Detailliert soll der 25-Jährige zeigen, wie er auf sein Opfer einschlug. «Als es ums Töten ging, zeigte er starke Emotionen», sagte Untersuchungsrichter Stefan Kalt.

Tränen bei Dani H.

Dani H. bekommt eine Messerattrappe. Er soll demonstrieren, wie er der 16-jährigen Lucie die Kehle durchschnitt. H. bricht in Tränen aus. «Er wurde durchgeschüttelt und musste tief nach Luft schnappen», berichtet Kalt weiter.

Erst einige Minuten später kann die Tatrekonstruktion fortgesetzt werden. Dani H. zeigte sich kooperativ, habe aber kaum ein Wort gesprochen. Die Untersuchungen vor Ort ergaben keine Widersprüche. Wie der «SonntagsBlick» weiter schreibt, bestreitet, Dani H. noch immer, mit Lucie Sex gehabt zu haben. Auf ein klärendes Gutachten in dieser Frage muss noch gewartet werden.

(mlu)