Nach Artilleriebeschuss

03. Januar 2009 15:53; Akt: 04.01.2009 00:17 Print

Israel startet Bodenoffensive

Israel hat am Samstagabend mit der erwarteten Bodenoffensive im Gazastreifen begonnen. Unterstützt von Panzern und Kampfhelikoptern rückten Soldaten in den Norden und Osten des Palästinensergebiets vor.

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Palästinensische Zivilisten und Sanitäter fliehen während eines israelischen Luftangriffs auf eine UNO-Schule in Beit Lahia im nördlichen Gazastreifen, 17. Januar 2009. Die getroffene Schule in Beit Lahia am 17. Januar 2009. Zerstörte Gebäude im nördlichen Gazastreifen am 17. Januar 2009. Ein israelischer Kampfhubschrauber über Gaza Stadt, 17. Januar 2009. Ultra-Orthodoxe Juden stehen bei einem durch palästinensischen Raketenbeschuss beschädigten Haus in Tifrah am 17. Januar 2009 Sicht auf den Gazastreifen von der israelischen Seite, 15. Januar 2009. Israelische Panzer in der Nähe von Atatra im Gazastreifen. Ein israelischer Soldat weist einen Panzer ein im nördlichen Gazastreifen. Palästinensische Feuerwehrmänner im UNO-Hauptquartier in Gaza Stadt, nachdem es von israelischen Geschossen getroffen wurde. Feuerwehrmänner beim UNO-Hauptquartier in Gaza Stadt. Rauch steigt über einem Aussenbezirk von Gaza Stadt auf. Nördlicher Gazastreifen Palästinenser betrachten einen Krater, der bei der Bomabardierung des Hauses entstand in dem Hamas-Inneminister Said Siam am 15. Januar in Gaza Stadt starb. Palästinenser beim Haus, in dem Said Siam starb. Palästinenser beim Haus, in dem Said Siam starb. Ein Verletzter wird geborgen, nachdem das Haus, in dem sich Said Siam aufhielt, bombardiert wurde. Hamas-Inneminister Said Siam in Gaza Stadt. Archiv-Aufnahme vom Palästinenser betrachten den Schaden, den der Beschuss des Bezirks Scheich Radwan in Gaza Stadt angerichtet hat, 14. Januar 2009. Feuerlöschen in Gaza Stadt. Ein Mann ruft um Hilfe, nach dem Einschlag eines israelischen Geschosses in Gaza Stadt. Ein Mann versucht ein Feuer zu löschen in Gaza Stadt, 14. Januar 2009. Explosion nach israelischem Beschuss in Gaza Stadt, 13. Januar 2009. Ein israelischer Panzer auf der palästinensischen Seite der Grenzmauer zum Gazastreifen, 13. Januar 2009. Hauptmann Or von der israelischen Luftwaffe. Sein Gesicht kann aufgrund von Zensurvorschriften nicht gezeigt werden. Luftwaffenbasis Ramon, südliche Negev-Wüste, 13. Januar 2009. Detonation in Rafah am 13. Januar 2009. Gaza Stadt am 13. Januar 2009. Israelische Soldaten marschieren am 12. Januar 2009 auf Gaza-Stadt zu. Ein israelischer Reservist macht Rast. Israelische Soldaten marschieren am 12. Januar 2009 auf Gaza Stadt zu. Feuer über Gaza Stadt am 13. Januar 2009. Israelische Soldaten marschieren am 12. Januar 2009 auf Gaza Stadt zu. Israelische Soldaten marschieren am 12. Januar 2009 auf Gaza Stadt zu. Salwa al-Dali zeigt im Flüchtlingslager Shati ihren leeren Kühlschrank. Im Visier. Hamas-Führer Ismail Haniya verspricht auf dem hauseigenen TV-Sender am 12. Januar 2009 den Sieg über Israel. Rauch über Gaza Stadt am 12. Januar 2009. Eine zerstörte islamische Schule in Rafah am 11. Januar 2009. Israelis beobachten den Kriegsverlauf auf einem Hügel im Kibbutz Nir Am. Eine palästinensische Familie transportiert ihre Habseligkeiten. Ein Palästinenser inspiziert den Einschlag einer israelischen Rakete. Warten auf den Einsatz: ein Panzer der israelischen Armee. Eine Rakete fliegt aus dem Gazastreifen in Richtung Israel. Israel wirft der Hamas vor, die Raketen aus Wohngebieten heraus abzufeuern. Köder, abgeworfen von einem israelischen Helikopter Palästinenser beerdigen die Opfer des Beschusses einer UNO-Schule im Flüchtlingslager Jubalia im nördlichen Gazastreifen, 7. Januar. John Ging (links), Leiter des UNO Hilfswerks besichtigt am 7. Januar die UNO-Schule, die tags zuvor unter israelischen Beschuss geriet und wo mindestens 30 Menschen starben. Israelische mobile Artillerie feuert am 6. Januar auf ein Ziel im südlichen Gazastreifen. Rauch steigt auf über einem Aussenbezirk von Gaza Stadt, nach heftigen Gefechten zwischen der israelischen Armee und Hamas-Milizionären am 5. Januar 2009. Israelisches Artilleriefeuer am 4. Januar 2009. Israelische Soldaten bereiten ihre Panzer ausserhalb des Gazastreifens vor, 5. Januar 2009. Palästinenser mit ihren Habseligkeiten, nachdem ihr Haus zerstört wurde, 5. Januar 2009. Ein Mann trägt ein Mädchen ins Spital in Gaza Stadt. Nach palästinensischen Angaben wurde das Mädchen durch einen israelischen Luftangriff getötet, 5. Januar 2009. Verwandte versammeln sich um die Leiche von Nadia Saad (15) im Leichenschauhaus des Schifa-Spitals in Gaza Stadt am 5. Januar 2009. Palästinensisches Spitalpersonal fährt ein verletztes Mädchen zur Behandlung in Beit Lahia. Ägyptische Ambulanz-Ärzte betrachten den Rauch, der nach einem israelischen Luftangriff nahe der Grenze zum Gazastreifen aufsteigt, 5. Januar 2009. In der israelischen Stadt Aschdod wurde am 5. Januar ein Kindergarten von einer Hamas-Rakete getroffen. Er war glücklicherweise leer. Ein israelischer Panzer in einem Aufmarschgebiet nahe des Gazastreifens, 3. Januar 2009. Mit Artillerie wurden Ziele im Gazastreifen vor der Bodenoffensive am 3. Januar 2009 unter Beschuss genommen. Eine Granate schlägt im nördlichen Gazastreifen ein. Ein israelischer Soldat bezieht Position an der nördlichen Grenze zum Gazastreifen. Die Luftwaffe flog auch am 3. Januar viele Angriffe, wie hier in Beit Lahia. In Beit Lahia wurde die «American International School» dem Erdboden gleichgemacht. Explosion in Gaza Stadt. In Rafah im südlichen Gazastreifen. Im nördlichen Gazastreifen. Eine palästinensische Rakete hinterlässt eine Rauchspur über Gaza Stadt. Ein israelischer Jugendlicher sitzt auf einem beschädigten Bunker, nachdem dieser von einer palästinensischen Rakete getroffen wurde. Ein Palästinenser blickt aus einem Fenster im Flüchtlingslager in Rafah. Ein palästinensischer Feuerwehrmann versucht eine brennende Druckerei zu löschen. Israelische Araber protestieren in Saknin am 3. Januar 2009. Hamas-Führer Nizar Rian, der am 1. Januar von einer israelischen Rakete getötet wurde. Szene der Zerstörung: Das Haus des getöteten Nizar Rian. Ein verletztes palästinensisches Mädchen wird ins Shifa Spital getragen. Eine israelische Missile explodiert. Eine Israelin in Ashdod. Ein israelischer Soldat vor Panzern. Israel bringt Panzer in Position. Ein palästinensisches Paar flüchtet vor den Angriffen. Ein Schaufenster in Ashkelon, zerstört von einer palästinensischen Rakete. Blockierte Lastwagen vor der Grenze zum Gazastreifen. Ein persönliches Zusammentreffen inmitten des Krieges. In Riad werden Hilfslieferungen verladen. Israelische Soldaten während des Gebetes. Ein drusischer Geistlicher weint an der Beerdigung von Lutafi Nasrallah Din, der von einer palästinensischen Rakete getroffen wurde. Ein verletzter Palästinenser wird in eine Ambulanz geladen. Eine weitere Rakete fliegt aus dem Gazastreifen. Israelische Soldaten schützen sich vor dem Tränengas. Die palästinensischen Spitäler sind überfüllt. Ein isralischer Soldat wird abtransportiert – er wurde von einer Rakete getroffen. Das Warten vor der Bodenoffensive? Eine Frau trauert um ihre Söhne. Noch immer fliegen Qassam-Raketen der Hamas nach Israel. Soldaten suchen nach Steinewerfern, während im Auto Palästinenser auf die Reise nach Jerusalem warten. Palästinensische Steinewerfer ducken sich hinter einer Barrikade. Israelische Soldaten feiern Hanukkah. Lagebesprechung im Dunkeln Ein Palästinenser wehrt sich mit Steinen gegen Bomben. Gibt es noch Hoffnung für den Gazastreifen? Palästinensische Gefängnisinsassen machen sich aus dem Staub, nachdem das Zentralgefängnis Saraya in Gaza City bombardiert wurde (28. Dezember 2008). Ein Arzt (im Vordergrund) und fliehende Häftlinge beim Gefängnis Saraya. Rauch steigt aus dem getroffenen Gefängnis Saraya auf. Palästinenser besichtigen ein zerstörtes, von der Hamas benutztes Haus in Gaza City, 28. Dezember 2008. Ein am 28. Dezember bombardiertes Gebäude in Gaza City. Explosion im nördlichen Gazastreifen am 27. Dezember 2008. Rauchsäulen im Norden des Gazastreifens. Aufgenommen in der israelischen Gemeinde Netiv Hasara. Ein Hamas-Polizist empört sich am Ort, wo mehrere andere durch eine israelische Rakete getötet wurden in Gaza Stadt. Ein verletzter palästinensischer Gefängnisinsasse schreit nach Hilfe. Palästinenser inspizieren ein zerbombtes Gebäude, das den Hamas-Sicherheitskräften gehört. Explosion an der nördlichen Grenze des Gaza-Streifens zu Israel. Eine Explosion im nördlichen Gaza-Streifen, nach Abschuss einer Rakete von einem israelischen F-16 -Kampfjet. Ein Hamas-Polizist vor dem ehemaligen Hauptquartier von Präsident Abbas in Gaza City. Das zerstörte Hauptquartier von Präsident Abbas in Gaza City. Zerstörte Hamas-Büros in Gaza City. Ein Opfer wird aus den Trümmern geborgen. Ein Verletzter wird in ein Spital gebracht. Ein israelischer Polizist inspiziert den Schaden an einem Haus in Netivot, das von einer palästinensischen Rakete getroffen wurde und einen Mann tötete. Israelische Patienten warten im Bunker des Aschkelon-Barzily -Spitals. Israelische Sicherheitsbeamte streiten sich mit israelischen Friedensaktivisten, die gegen die Angriffe protestieren. Feuer brennen während Protesten im Schuafat -Flüchtlingslager im Westjordanland. Jugendliche Palästinenser werfen Steine im Jerusalemer Vorort A-tur. Israelische Soldaten beziehen Position während Zusammenstössen mit palästinensischen Demonstranten in Hebron im Westjordanland. Palästinenser der Fatah-Partei zünden Autoreifen an im Flüchtlingslager Ein el-Hilweh im Libanon. Linksgerichtete Libanesen an einem Protest vor der ägyptischen Botschaft in Beirut. Demonstration in Amman, Jordanien. Amman, Jordanien. Amman, Jordanien. Der Führer der Muslimbruderschaft, Mohammed Mehdi Akef, spricht zu Medien während Protesten in Kairo, Ägypten. Kairo, Ägypten Sudanesen und Palästinenser, die im Sudan leben, protestieren in Khartum.

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Augenzeugen berichteten von schweren Feuergefechten zwischen israelischen Soldaten und Kämpfern der Hamas im Norden des Gazastreifens. Dabei wurden nach israelischen Armeeangaben Dutzende bewaffnete Palästinenser getötet.

Der bewaffnete Hamas-Arm, die Essedin-el-Kassam-Brigaden, erklärte, es seien mehrere israelische Soldaten bei der Explosion eines ferngesteuerten Sprengsatzes gestorben. Nach Angaben von Rettungskräften starb bei israelischem Panzerbeschuss nahe des Flüchtlingslagers Dschabalija auch ein elfjähriges Kind. Elf weitere Kinder seien verletzt worden.

Grossoffensive der israelischen Armee

Eine «bedeutende Anzahl von Truppen» sei an der «zweiten Phase» der «Operation Gegossenes Blei» beteiligt, teilte die israelische Armee mit. Infanterie, Panzer, Artillerie, Luftwaffe und Marine nähmen an der Offensive teil. Israel wolle Gebiete einnehmen, von denen aus militante Palästinenser seit Monaten Raketen auf israelisches Territorium geschossen hätten.

Verteidigungsminister Ehud Barak kündigte einen länger dauernden Einsatz an. Die Bodenoffensive werde «nicht einfach und nicht kurz sein», sagte er. Dabei rechne Israel auch mit dem Verlust eigener Soldaten.

Hamas ruft zur Entführung von Soldaten auf

Die Hamas hat nach Beginn der israelischen Bodenoffensive zur Entführung von israelischen Soldaten aufgerufen. «Bereitet Euch auf eine Überraschung vor», hiess es in einer Botschaft, mit der die Hamas in Radiofrequenzen der Streitkräfte einbrechen konnte. «Ihr werden entweder getötet oder entführt, und Ihr werdet psychische Schäden erleiden von dem Grauen, das wir Euch bereiten werden.»

Die israelischen Soldaten würden mit der Offensive näher an die Falle rücken, die Hamas-Kämpfer für sie vorbereitet hätten, hiess es. Ein Hamas-Sprecher erklärte, der Gazastreifen werde jetzt zum Friedhof für israelische Soldaten.

Mobilisierung von weiteren Reservisten

Israel hat nach Angaben aus Kreisen des Verteidigungsministeriums rund 10 000 Soldaten an der Grenze zusammengezogen. Nach Beginn der Bodenoffensive im Gazastreifen hat Israel nach Regierungsangaben mehrere zehntausend Reservisten mobilisiert. Genaue Zahlen wurden am Samstagabend nicht bekanntgegben. Aus Militärkreisen hiess es lediglich, die vor einigen Tagen gestartete Aktion zur Einberufung von 9000 Reservisten werde ausgeweitet. Diese Einberufung war Beobachtern zufolge als Warnung an die Adresse der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen sowie der schiitischen Hisbollah im südlichen Libanon zu werten.

Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verurteilte die Bodenoffensive scharf. Er forderte eine Dringlichkeitssitzung des UNO-Sicherheitsrats. Dieser berief für Samstagabend (Sonntag 0100 MEZ) eine neue Dringlichkeitssitzung ein. Die Beratungen sollen hinter verschlossenen Türen stattfinden.

Vorbereitender Artilleriebeschuss

Die israelischen Streitkräfte hatten vor dem Einmarsch mit Artillerie auf Ziele im Autonomiegebiet geschossen. Laut Augenzeugen begann der Beschuss am Samstag gegen 16:30 Uhr Ortszeit und traf vor allem Ziele im Norden und Süden. Beschossen wurden demnach Beit Hanun und Dschabalija im Norden sowie Chan Junis im Süden des Palästinensergebietes. Nach über einer Woche mit massiven Luftangriffen ist es der erste Kampfeinsatz der Bodentruppen. Diese stehen seit Tagen für einen möglichen Einmarsch in den Gazastreifen bereit.

16 Tote bei Luftangriff auf Moschee

Die Luftwaffe bombardierte am Samstag mehr als 40 Einrichtungen der radikalislamischen Hamas. Dabei kamen nach palästinensischen Angaben bis zum Abend mindestens 26 Menschen ums Leben. Bei einem Angriff auf eine Moschee in der Stadt Beit Lahia starben gemäss Augenzeugen mindestens 16 Menschen.

Israel hat binnen einer Woche über 700 Ziele im Gazastreifen bombardiert. Dabei starben nach UNO-Schätzungen mindestens 433 Menschen, mehr als 2000 weitere wurden verletzt. Ein Viertel von ihnen seien Zivilisten. Nach Angaben palästinensischer Gesundheitsbeamten sei die Zahl der Toten am Samstag Abend auf mehr als 470 gestiegen. Beide Seiten haben einen bedingungslosen Waffenstillstand abgelehnt.

Israel verweigert IKRK-Team die Einreise

Die Lage der 1,5 Millionen Palästinenser in dem dicht besiedelten Küstenstreifen wird immer dramatischer. Zwar lässt Israel täglich Lebensmittel- und Medikamententransporte passieren. Doch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) berichtete von Problemen in der Wasserversorgung und einem Mangel an Medikamenten und Verbandsmaterial in Kliniken.

Einem medizinischen Team des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) ist die Einreise in den Gazastreifen verwehrt worden. Die vier Spezialisten sollten im Spital Shifa bei schwierigen Operationen von Kriegsverwundeten helfen. Das IKRK habe den israelischen Behörden die Ankunft der Spezialisten weit im voraus angekündigt, teilte die Organisation am Samstag mit. Das Team unter Leitung eines Kriegschirurgen warte jedoch seit Freitagmorgen auf die Einreise über den Grenzübergang Erez.

Mit Material des IKRK gelang es unterdessen, den Generator im Spital Shifa zu reparieren. Zudem seien Lieferungen mit medizinischen Gütern in das Frauenspital Tal Al Sultan in der Nähe von Rafah und das Spital Ahli Arab in Gaza-Stadt gelangt.

Strom und Gasversorgung zusammengebrochen

Laut UNO-Angaben ist die Strom- und Gasversorgung zusammengebrochen. Das Abwassersystem funktioniere nur noch teilweise. «Wir haben die ganze Nacht kein Auge zugetan wegen der Luftangriffe, sagte Umm Kamell, Mutter von 11 Kindern. Sie weigerte sich trotz israelischer Warnungen per Flugblatt, ihr Wohngebiet zu verlassen.

«Niemand fühlt sich mehr sicher, wir können nirgendwo Schutz suchen», klagte ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes auf der Website der Organisation.

Intensive Bemühungen um Waffenruhe

Unterdessen wurden die internationalen Bemühungen um einen Waffenstillstand verstärkt. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon setzte sich für eine sofortige Feuerpause unter Einsatz internationaler Beobachter ein. Die Hamas reagierte nur kühl auf diesen Vorschlag. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan setzte in Saudi-Arabien seine Mission fort, die arabischen Staaten für eine Einflussnahme auf die Hamas zu gewinnen.

Der UN-Sicherheitsrat wird sich voraussichtlich am Montag mit einem Resolutionsentwurf der Arabischen Liga befassen, in dem ein Ende der Luftangriffe und eine Verurteilung Israels gefordert wird. Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas und die Aussenminister mehrerer arabischer Staaten wollten in New York persönlich für eine Annahme werben. Die USA und Grossbritannien haben den Entwurf aber schon als inakzeptabel und unausgewogen abgelehnt, weil darin die Raketenangriffe der Hamas nicht erwähnt würden.

Not und Mangel in Gaza

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(Quelle: AP/SDA)