Operation «Gegossenes Blei»

28. Dezember 2008 13:25; Akt: 28.12.2008 22:21 Print

Israel richtet sich auf langen Krieg ein

Nach Luftangriffen im Gazastreifen stellt sich Israel auf einen längeren Krieg ein. Innerhalb 24 Stunden kamen 280 Menschen ums Leben, 600 wurden verletzt. Israel hat 6500 Reservisten einberufen. Vieles deutet darauf hin, dass bald eine Bodenoffensive statt findet.

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Palästinensische Zivilisten und Sanitäter fliehen während eines israelischen Luftangriffs auf eine UNO-Schule in Beit Lahia im nördlichen Gazastreifen, 17. Januar 2009. Die getroffene Schule in Beit Lahia am 17. Januar 2009. Zerstörte Gebäude im nördlichen Gazastreifen am 17. Januar 2009. Ein israelischer Kampfhubschrauber über Gaza Stadt, 17. Januar 2009. Ultra-Orthodoxe Juden stehen bei einem durch palästinensischen Raketenbeschuss beschädigten Haus in Tifrah am 17. Januar 2009 Sicht auf den Gazastreifen von der israelischen Seite, 15. Januar 2009. Israelische Panzer in der Nähe von Atatra im Gazastreifen. Ein israelischer Soldat weist einen Panzer ein im nördlichen Gazastreifen. Palästinensische Feuerwehrmänner im UNO-Hauptquartier in Gaza Stadt, nachdem es von israelischen Geschossen getroffen wurde. Feuerwehrmänner beim UNO-Hauptquartier in Gaza Stadt. Rauch steigt über einem Aussenbezirk von Gaza Stadt auf. Nördlicher Gazastreifen Palästinenser betrachten einen Krater, der bei der Bomabardierung des Hauses entstand in dem Hamas-Inneminister Said Siam am 15. Januar in Gaza Stadt starb. Palästinenser beim Haus, in dem Said Siam starb. Palästinenser beim Haus, in dem Said Siam starb. Ein Verletzter wird geborgen, nachdem das Haus, in dem sich Said Siam aufhielt, bombardiert wurde. Hamas-Inneminister Said Siam in Gaza Stadt. Archiv-Aufnahme vom Palästinenser betrachten den Schaden, den der Beschuss des Bezirks Scheich Radwan in Gaza Stadt angerichtet hat, 14. Januar 2009. Feuerlöschen in Gaza Stadt. Ein Mann ruft um Hilfe, nach dem Einschlag eines israelischen Geschosses in Gaza Stadt. Ein Mann versucht ein Feuer zu löschen in Gaza Stadt, 14. Januar 2009. Explosion nach israelischem Beschuss in Gaza Stadt, 13. Januar 2009. Ein israelischer Panzer auf der palästinensischen Seite der Grenzmauer zum Gazastreifen, 13. Januar 2009. Hauptmann Or von der israelischen Luftwaffe. Sein Gesicht kann aufgrund von Zensurvorschriften nicht gezeigt werden. Luftwaffenbasis Ramon, südliche Negev-Wüste, 13. Januar 2009. Detonation in Rafah am 13. Januar 2009. Gaza Stadt am 13. Januar 2009. Israelische Soldaten marschieren am 12. Januar 2009 auf Gaza-Stadt zu. Ein israelischer Reservist macht Rast. Israelische Soldaten marschieren am 12. Januar 2009 auf Gaza Stadt zu. Feuer über Gaza Stadt am 13. Januar 2009. Israelische Soldaten marschieren am 12. Januar 2009 auf Gaza Stadt zu. Israelische Soldaten marschieren am 12. Januar 2009 auf Gaza Stadt zu. Salwa al-Dali zeigt im Flüchtlingslager Shati ihren leeren Kühlschrank. Im Visier. Hamas-Führer Ismail Haniya verspricht auf dem hauseigenen TV-Sender am 12. Januar 2009 den Sieg über Israel. Rauch über Gaza Stadt am 12. Januar 2009. Eine zerstörte islamische Schule in Rafah am 11. Januar 2009. Israelis beobachten den Kriegsverlauf auf einem Hügel im Kibbutz Nir Am. Eine palästinensische Familie transportiert ihre Habseligkeiten. Ein Palästinenser inspiziert den Einschlag einer israelischen Rakete. Warten auf den Einsatz: ein Panzer der israelischen Armee. Eine Rakete fliegt aus dem Gazastreifen in Richtung Israel. Israel wirft der Hamas vor, die Raketen aus Wohngebieten heraus abzufeuern. Köder, abgeworfen von einem israelischen Helikopter Palästinenser beerdigen die Opfer des Beschusses einer UNO-Schule im Flüchtlingslager Jubalia im nördlichen Gazastreifen, 7. Januar. John Ging (links), Leiter des UNO Hilfswerks besichtigt am 7. Januar die UNO-Schule, die tags zuvor unter israelischen Beschuss geriet und wo mindestens 30 Menschen starben. Israelische mobile Artillerie feuert am 6. Januar auf ein Ziel im südlichen Gazastreifen. Rauch steigt auf über einem Aussenbezirk von Gaza Stadt, nach heftigen Gefechten zwischen der israelischen Armee und Hamas-Milizionären am 5. Januar 2009. Israelisches Artilleriefeuer am 4. Januar 2009. Israelische Soldaten bereiten ihre Panzer ausserhalb des Gazastreifens vor, 5. Januar 2009. Palästinenser mit ihren Habseligkeiten, nachdem ihr Haus zerstört wurde, 5. Januar 2009. Ein Mann trägt ein Mädchen ins Spital in Gaza Stadt. Nach palästinensischen Angaben wurde das Mädchen durch einen israelischen Luftangriff getötet, 5. Januar 2009. Verwandte versammeln sich um die Leiche von Nadia Saad (15) im Leichenschauhaus des Schifa-Spitals in Gaza Stadt am 5. Januar 2009. Palästinensisches Spitalpersonal fährt ein verletztes Mädchen zur Behandlung in Beit Lahia. Ägyptische Ambulanz-Ärzte betrachten den Rauch, der nach einem israelischen Luftangriff nahe der Grenze zum Gazastreifen aufsteigt, 5. Januar 2009. In der israelischen Stadt Aschdod wurde am 5. Januar ein Kindergarten von einer Hamas-Rakete getroffen. Er war glücklicherweise leer. Ein israelischer Panzer in einem Aufmarschgebiet nahe des Gazastreifens, 3. Januar 2009. Mit Artillerie wurden Ziele im Gazastreifen vor der Bodenoffensive am 3. Januar 2009 unter Beschuss genommen. Eine Granate schlägt im nördlichen Gazastreifen ein. Ein israelischer Soldat bezieht Position an der nördlichen Grenze zum Gazastreifen. Die Luftwaffe flog auch am 3. Januar viele Angriffe, wie hier in Beit Lahia. In Beit Lahia wurde die «American International School» dem Erdboden gleichgemacht. Explosion in Gaza Stadt. In Rafah im südlichen Gazastreifen. Im nördlichen Gazastreifen. Eine palästinensische Rakete hinterlässt eine Rauchspur über Gaza Stadt. Ein israelischer Jugendlicher sitzt auf einem beschädigten Bunker, nachdem dieser von einer palästinensischen Rakete getroffen wurde. Ein Palästinenser blickt aus einem Fenster im Flüchtlingslager in Rafah. Ein palästinensischer Feuerwehrmann versucht eine brennende Druckerei zu löschen. Israelische Araber protestieren in Saknin am 3. Januar 2009. Hamas-Führer Nizar Rian, der am 1. Januar von einer israelischen Rakete getötet wurde. Szene der Zerstörung: Das Haus des getöteten Nizar Rian. Ein verletztes palästinensisches Mädchen wird ins Shifa Spital getragen. Eine israelische Missile explodiert. Eine Israelin in Ashdod. Ein israelischer Soldat vor Panzern. Israel bringt Panzer in Position. Ein palästinensisches Paar flüchtet vor den Angriffen. Ein Schaufenster in Ashkelon, zerstört von einer palästinensischen Rakete. Blockierte Lastwagen vor der Grenze zum Gazastreifen. Ein persönliches Zusammentreffen inmitten des Krieges. In Riad werden Hilfslieferungen verladen. Israelische Soldaten während des Gebetes. Ein drusischer Geistlicher weint an der Beerdigung von Lutafi Nasrallah Din, der von einer palästinensischen Rakete getroffen wurde. Ein verletzter Palästinenser wird in eine Ambulanz geladen. Eine weitere Rakete fliegt aus dem Gazastreifen. Israelische Soldaten schützen sich vor dem Tränengas. Die palästinensischen Spitäler sind überfüllt. Ein isralischer Soldat wird abtransportiert – er wurde von einer Rakete getroffen. Das Warten vor der Bodenoffensive? Eine Frau trauert um ihre Söhne. Noch immer fliegen Qassam-Raketen der Hamas nach Israel. Soldaten suchen nach Steinewerfern, während im Auto Palästinenser auf die Reise nach Jerusalem warten. Palästinensische Steinewerfer ducken sich hinter einer Barrikade. Israelische Soldaten feiern Hanukkah. Lagebesprechung im Dunkeln Ein Palästinenser wehrt sich mit Steinen gegen Bomben. Gibt es noch Hoffnung für den Gazastreifen? Palästinensische Gefängnisinsassen machen sich aus dem Staub, nachdem das Zentralgefängnis Saraya in Gaza City bombardiert wurde (28. Dezember 2008). Ein Arzt (im Vordergrund) und fliehende Häftlinge beim Gefängnis Saraya. Rauch steigt aus dem getroffenen Gefängnis Saraya auf. Palästinenser besichtigen ein zerstörtes, von der Hamas benutztes Haus in Gaza City, 28. Dezember 2008. Ein am 28. Dezember bombardiertes Gebäude in Gaza City. Explosion im nördlichen Gazastreifen am 27. Dezember 2008. Rauchsäulen im Norden des Gazastreifens. Aufgenommen in der israelischen Gemeinde Netiv Hasara. Ein Hamas-Polizist empört sich am Ort, wo mehrere andere durch eine israelische Rakete getötet wurden in Gaza Stadt. Ein verletzter palästinensischer Gefängnisinsasse schreit nach Hilfe. Palästinenser inspizieren ein zerbombtes Gebäude, das den Hamas-Sicherheitskräften gehört. Explosion an der nördlichen Grenze des Gaza-Streifens zu Israel. Eine Explosion im nördlichen Gaza-Streifen, nach Abschuss einer Rakete von einem israelischen F-16 -Kampfjet. Ein Hamas-Polizist vor dem ehemaligen Hauptquartier von Präsident Abbas in Gaza City. Das zerstörte Hauptquartier von Präsident Abbas in Gaza City. Zerstörte Hamas-Büros in Gaza City. Ein Opfer wird aus den Trümmern geborgen. Ein Verletzter wird in ein Spital gebracht. Ein israelischer Polizist inspiziert den Schaden an einem Haus in Netivot, das von einer palästinensischen Rakete getroffen wurde und einen Mann tötete. Israelische Patienten warten im Bunker des Aschkelon-Barzily -Spitals. Israelische Sicherheitsbeamte streiten sich mit israelischen Friedensaktivisten, die gegen die Angriffe protestieren. Feuer brennen während Protesten im Schuafat -Flüchtlingslager im Westjordanland. Jugendliche Palästinenser werfen Steine im Jerusalemer Vorort A-tur. Israelische Soldaten beziehen Position während Zusammenstössen mit palästinensischen Demonstranten in Hebron im Westjordanland. Palästinenser der Fatah-Partei zünden Autoreifen an im Flüchtlingslager Ein el-Hilweh im Libanon. Linksgerichtete Libanesen an einem Protest vor der ägyptischen Botschaft in Beirut. Demonstration in Amman, Jordanien. Amman, Jordanien. Amman, Jordanien. Der Führer der Muslimbruderschaft, Mohammed Mehdi Akef, spricht zu Medien während Protesten in Kairo, Ägypten. Kairo, Ägypten Sudanesen und Palästinenser, die im Sudan leben, protestieren in Khartum.

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Der Krieg werde «lang, schmerzhaft und schwierig» sein, sagte Ministerpräsident Ehud Olmert am Sonntag nach Beratungen der Regierung, wie Kabinettsminister Ovad Jeheskel mitteilte. Das Kabinett beschloss die Einberufung von 6500 Reservisten.

Die Offensive begann am Samstagmittag mit einer ersten Angriffswelle, bei der nach Militärangaben Bomben mit einem Gewicht von insgesamt mehr als 100 Tonnen abgeworfen wurden. Die Luftangriffe wurden in der Nacht und am Sonntag fortgesetzt. Nach palästinensischen Klinikangaben kamen etwa 280 Menschen ums Leben, zumeist Angehörige der Hamas-Sicherheitskräfte. Mehr als 600 Menschen wurden verletzt.

Das erklärte Ziel der Offensive, die Raketenangriffe auf Israel zu stoppen, wurde zunächst nicht erreicht. Militante Palästinenser schossen am Sonntag Dutzende von weiteren Raketen und Mörsergranaten auf Israel ab. Eine Rakete schlug in der Nähe von Aschdod ein, der grössten Stadt im Süden Israels, die 38 Kilometer vom Gazastreifen entfernt ist. Dies ist die bislang grösste Reichweite palästinensischer Raketen. Am Samstag wurde ein Bewohner der israelischen Ortschaft Netivot getötet. Sechs Menschen wurden verletzt.

Die israelische Regierung erwägt nun offenbar auch einen möglichen Vorstoss von Bodentruppen im Gazastreifen. Augenzeugen sahen Soldaten und Panzer auf dem Weg zur Grenze.

Sendezentrale und Gefängnis getroffen

In den ersten 24 Stunden der Offensive wurden rund 250 Luftangriffe geflogen. Zu den Zielen am Sonntag gehörte die Sendezentrale von Al Aksa TV. Das Studiogebäude des von der Hamas genutzten Senders wurde zerstört. Die Übertragungen wurden aber mit Hilfe eines mobilen Senders fortgesetzt.

Bei einem Angriff auf die Zentrale der Sicherheitskräfte in der Stadt Gaza wurde auch ein Gefängnis getroffen. Vier Menschen kamen ums Leben, 25 wurden verletzt. Mit Warnschüssen in die Luft hielten Hamas-Polizisten besorgte Angehörige von Häftlingen auf Distanz. Kurze Zeit nach dem Angriff hissten Polizisten die grüne Fahne der Hamas in den Trümmern.

Dritte Intifada

«Diese Angriffe stärken nur unsere Unterstützung im Volk und unsere Entschlossenheit», sagte der Hamas-Abgeordnete Muschir al Masri. «Wir werden uns nicht ergeben.» In der syrischen Hauptstadt Damaskus rief Hamas-Führer Chaled Maschaal zum Widerstand gegen Israel auf und sagte in Anspielung an die bisher zwei Aufstandsbewegungen der Intifada ab 1987 und ab September 2000: «Dies ist die Zeit für einen dritten Aufstand.»

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen rief Israel und die Palästinenser zu einer sofortigen Einstellung der Gewalt auf. Nach mehr als vierstündigen Beratungen äusserte sich der Rat am Sonntag in einer Erklärung sehr besorgt über die Eskalation im Gazastreifen und sprach sich auch für eine Öffnung der Grenzübergänge zwischen Israel und dem Gazastreifen aus.

Moschee bombadiert

Ein Militärsprecher bestätigte Berichte, denen zufolge auch eine Moschee getroffen wurde. Es handle sich um eine «Basis für Terroraktivitäten», sagte er. Unterdessen rollten zahlreiche israelische gepanzerte Fahrzeuge zu einem möglichen Bodeneinsatz in Richtung Gazastreifen.

Arabische Welt empört

Die israelischen Luftangriffe auf Einrichtungen der Hamas im Gazastreifen haben in der arabischen Welt Empörung ausgelöst. In Ägypten, Jordanien, Syrien und dem Libanon kam es am Samstag zu Protestkundgebungen von Exil-Palästinensern. zu einer Welle von Protesten im Westjordanland gekommen. In Ramallah sowie in Hebron warfen palästinensische Jugendliche am Samstag mit Steinen auf israelische Kontrollpunkte und Soldaten. In Bethlehem, wo nach christlichem Glauben Jesus geboren wurde, schaltete die Stadtverwaltung als Zeichen der Solidarität mit den Bewohnern von Gaza die Weihnachtsbeleuchtung ab.

Vertrauter des Präsidenten: Raketenangriffe sinnlos

In einer ersten Reaktion forderte der palästinensische Präsident Mahmud Abbas die israelische Regierung auf, «diese Aggression sofort zu beenden». Abbas, der sich am Samstag auf Reisen befand, rief die palästinensischen Demonstranten jedoch zur Zurückhaltung auf. Man werde keine gewaltsame Ausschreitungen dulden. Die palästinensische Polizei war überall im Einsatz, um aufgebrachte Jugendliche in Schach zu halten. Ein Vertrauter von Abbas, Nimer Hamad, gab der Hamas zumindest indirekt eine Mitschuld an der Offensive. Die Raketenangriffe auf Israel seien sinnlos. Man dürfe Israel keinen Vorwand für Militäraktionen liefern, sagte Hamad. Zugleich rief er Israel zur Einstellung der Luftangriffe auf.

Der im Exil lebende Hamas-Führer Chalid Maschaal rief im Sender Al-Dschasira die Palästinenser zu einer «dritten Infifada» auf.

Ägypten zitiert Botschafter

Der israelische Botschafter in Kairo wurde ins dortige Aussenministerium einbestellt, wo ihm persönlich mitgeteilt wurde, dass Ägypten die Luftschläge aufs Äusserste verurteile. In einer Erklärung aus dem Büro von Präsident Husni Mubarak hiess es weiter, die ägyptische Regierung wolle sich trotz der jüngsten Gewalt um eine neue Waffenruhe zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen bemühen. Auch müsse der Konflikt innerhalb der palästinensischen Organisationen beigelegt werden, um das Leid das Volkes zu lindern.

Libanon: «kriminelle Militäroperationen»

Der libanesische Ministerpräsident Fuad Siniora sprach von «kriminellen Militäroperationen» Israels. Der jüdische Staat füge damit ein weiteres Massaker zu seiner Liste von Massakern hinzu. In der Flüchtlingssiedlung Ain el Hilweh im südlichen Libanon bekundeten rund 4.000 Palästinenser ihre Solidarität mit den Bewohnern des Gazastreifens. Sie protestierten sowohl gegen Israel als auch gegen Ägypten und setzten dabei Reifen in Brand.

Flüchtling in Syrien: «Zionistischer Holocaust»

Auch im Flüchtlingslager Al Jarmuk am Rande von Damaskus demonstrierten Palästinenser und schworen, den Kampf gegen Israel fortzusetzen. Ein Demonstrant verurteilte die israelischen Luftangriffe als «zionistischen Holocaust».

Dringlichkeitssitzung der Arabischen Liga

In der jordanischen Hauptstadt Amman protestierten hunderte Demonstranten vor der dortigen Niederlassung der Vereinten Nationen. König Abdullah II. forderte eine sofortige Einstellung aller militärischen Aktionen in der Region, da vor allem unbeteiligte Zivilpersonen, darunter Frauen und Kinder, die Opfer seien. Eine Eskalation der Gewalt werde Israel keine Sicherheit bringen, warnte der Monarch. Jordanien verlangte eine Dringlichkeitssitzung der Arabischen Liga.

Diese wird sich nun doch nicht am Sonntag treffen, um eine gemeinsame Position zu finden. Das Treffen sei auf Mittwoch verschoben worden, sagte der Generalsekretär der Liga, Amr Mussa, am Samstagabend. Am Freitag soll zudem ein Sondergipfel in Doha stattfinden, der sich mit den israelischen Angriffen auf den Gazastreifen befasst. Die Liga ist ein Verbund 22 arabischer Staaten. Der Jemen hatte einen Krisengipfel gefordert.

(Quelle: SDA/AP)

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