Kaffee-Zug

06. März 2012 17:29; Akt: 07.03.2012 11:11 Print

«Wir wollen Starbucks in jeden Zug bringen»

von Adrian Müller - Frappucino statt Café Crème, Muffins statt Biberli: Ab 2013 verkehren zwei SBB-Züge als rollende Starbucks-Cafés. Im Interview verrät der Vizepräsident von Starbucks Europa seine Pläne.

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Der Ami-Kaffee drängt auf das Schweizer Bahnnetz: Jeannine Pilloud, Leiterin SBB Personenverkehr, freut sich mit dem Vizechef von Starbucks Europa, Rich Nelsen (rechts) über die Lancierung des Kaffee-Zuges. (Bild: Reuters)

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Herr Nelsen, mit dem Starbucks-Speisewagen ist Ihnen auf dem Schweizer Kaffee-Markt ein Coup gelungen. Wie viel hat Starbucks den SBB für die Kooperation bezahlt?
Rich Nelsen: Wir haben das Projekt des rollenden Starbucks-Eisenbahnwagens als Weltpremiere gemeinsam mit den SBB vor gut einem Jahr gestartet. Geld ist dabei keines geflossen. Starbucks-CEO Howard Schultz höchstpersönlich hat sich in Zürich über den Stand der Vorarbeiten informieren lassen. Er zeigte sich begeistert von der Idee. Wenn 2013 die ersten Züge rollen, wird die ganze Starbucks-Welt auf die Schweiz schauen.

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Der Knackpunkt dürfte für die Bahnfahrer vor allem beim Preis liegen. Wie viel darf ein Frappucino im Zug kosten?
Die Starbucks-Produkte im SBB-Wagen werden nicht teurer sein als in unseren Stadt-Filialen. Dort kostet das Café Crème nicht mehr als anderswo. Mehr kann ich dazu derzeit nicht sagen, die Federführung bei der Preisgestaltung liegt bei den SBB.

Starbucks-Filialen sehen auf der ganzen Welt gleich aus. Gilt dies auch für den Starbucks-Wagen?
Wir gehen keine Kompromisse ein und haben die Starbucks-Chefdesignerin mit der Gestaltung der Bistrowagen beauftragt. Für uns ist klar: Die Bahnfahrer müssen sich bei uns wie in einer richtigen Starbucks-Filiale fühlen, mit allem drum und dran. Sonst laufen wir in Gefahr, unser Produkt abzuwerten.

Für viele Starbucks-Kunden gehört drahtloses Internet dazu.
Unser Ziel ist, auch in den Starbucks-Wagen drahtloses Internet anzubieten.

Sie starten mit nur zwei Starbucks-Wagen auf dem ganzen SBB-Netz.
Wir wollen Starbucks-Produkte in jedem SBB-Zug verkaufen. Und wenn das Konzept in der Schweiz funktioniert, möchten wir es auf weitere Bahngesellschaften ausdehnen. Zuerst müssen wir aber erst einmal herausfinden, was die Starbucks-Kunden in vollen Pendler-Zügen für Bedürfnisse haben. Nach neun Monaten ziehen wir dann Bilanz und entscheiden über eine Expansion.

Warum lancieren Sie den ersten Kaffee-Zug ausgerechnet in der Schweiz?
Die SBB sind wie wir eine sehr starke Marke. Das passt gut zusammen. Starbucks und die Schweiz pflegen seit langem eine besondere Beziehung. Hier eröffneten wir 2001 am Zürcher Central unsere erste Filiale in Kontinentaleuropa, und von Lausanne aus kaufen wir den Kaffee für alle Starbucks-Läden weltweit ein.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • m.pircher am 07.03.2012 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich was der SBB alles einfällt

    Haben wir keinen Kaffeeanbieter in der Schweiz ? Ich glaube wir brauchen nicht den teuren und ungeniessbaren Kaffe aus der USA ! Denn es gibt sehr gute Kaffeemaschienen und Schweizerkaffeefirmen !!

  • A.L. am 07.03.2012 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    Unnötig

    Die SBB sollte lieber die Preise senken anstatt Geld für einen unnötigen Starbucks-Wagon auszugeben!!!

  • HR. Kopp am 07.03.2012 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    Aehnliche Projekte hatten nie Erfolg?

    Wenn man dem gestrigen "blickamabend" glauben schenken kann, hatten ähnliche Projekte keinen Erfolg. Ich denke, dass die SBB andere Sorgen haben als Fr. 900000.-- zu investieren ..... oder in den Sand zu setzen. Ist die Nachfrage nach (mit überhöhten Preisen) Getränke dermassen gross? SBB: bleiben Sie bei Ihren Hauptaufgaben, die sind Ihnen bekannt!

Die neusten Leser-Kommentare

  • m.pircher am 07.03.2012 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich was der SBB alles einfällt

    Haben wir keinen Kaffeeanbieter in der Schweiz ? Ich glaube wir brauchen nicht den teuren und ungeniessbaren Kaffe aus der USA ! Denn es gibt sehr gute Kaffeemaschienen und Schweizerkaffeefirmen !!

  • HR. Kopp am 07.03.2012 09:31 Report Diesen Beitrag melden

    Aehnliche Projekte hatten nie Erfolg?

    Wenn man dem gestrigen "blickamabend" glauben schenken kann, hatten ähnliche Projekte keinen Erfolg. Ich denke, dass die SBB andere Sorgen haben als Fr. 900000.-- zu investieren ..... oder in den Sand zu setzen. Ist die Nachfrage nach (mit überhöhten Preisen) Getränke dermassen gross? SBB: bleiben Sie bei Ihren Hauptaufgaben, die sind Ihnen bekannt!

  • A.L. am 07.03.2012 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    Unnötig

    Die SBB sollte lieber die Preise senken anstatt Geld für einen unnötigen Starbucks-Wagon auszugeben!!!

  • Zlottl am 07.03.2012 09:13 Report Diesen Beitrag melden

    Muss es denn Starbucks sein?

    Ich versteh die SBB einfach nicht. Warum bieten die nicht Getränke und Snacks selber zu RESTAURANTPREISEN an? Ein Bistro-Wäägelchen und eine Servicekraft können doch nicht teurer sein als Miete und Unterhalt eines Restaurants?! Ein Sändwich, dass sie wahrscheinlich für 1.50 Fr einkaufen, für 7.50 Fr. zu verkaufen ist jedenfalls eine Frechheit! Ob Starbucks oder nicht ich kaufe weiterhin meine Snacks und Getränke am Bahnhof bevor ich losfahre.

  • S.F. am 07.03.2012 09:04 Report Diesen Beitrag melden

    Nein Danke

    Diese Starbucksbrühe wäre ja nicht so schlecht,aber die ist ja so überteuert,nein Danke