SBB räumen Probleme ein

04. März 2012 08:34; Akt: 04.03.2012 09:08 Print

Immer mehr Beschwerden wegen E-Tickets

Immer mehr Bahnkunden kaufen ihre Billette über das Internet. Doch mangels klarer Regeln kommt es immer wieder zu ungerechtfertigten Bussen.

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Ein Zugkontrolleur der SBB bei der Arbeit: Die Probleme mit Internet-Tickets häufen sich. (Bild: Keystone)

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Die SBB haben letztes Jahr zwei Millionen sogenannte E-Tickets verkauft. Und der Anteil der über Internet und Handy verkauften Billets nimmt laufend zu.

Jetzt allerdings häufen sich die Beschwerden von Kunden. Die Regeln im Umgang mit E-Tickets seien unklar, sagen Kritiker. Dies führe zu ungerechtfertigten Bussen, beispielsweise wenn das Billett nicht korrekt aufs Handy geladen werde.

«Für diesen und weitere Fälle haben die SBB kein klares Konzept», sagt dazu Sara Stalder von der Stiftung für Konsumentenschutz. Die SBB räumen Probleme ein. «Wir sehen auch, dass wir bei den E-Tickets noch nicht da sind, wo wir hinwollen», sagt Sprecher Christian Ginsig der «NZZ am Sonntag».


Haben Sie schon Billette der SBB über das Internet gekauft? Was ist ihre Erfahrung im Umgang mit E-Tickets? Schreiben Sie uns im Talkback Ihre Meinung.

(bee)

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Wenn die SBB das so als "Regel" aufgestellt hat ist das mehr als bedenklich. Theoretiker sollten Praktiker Platz machen und das Personal im Zug sollte die Möglichkeit haben, die Situation richtig einzuschätzen. Nicht jeder Fahrgast ist ein potenzieller Betrüger. Aber jeder, der es einfach darauf ankommen lässt (kein Billet zu lösen und erwischt zu werden) soll als Betrüger behandelt werden! – Elio Marazzi

Ich habe das E-Ticket übers Iphone App schon 5mal in den letzten zwei Wochen benutzt und bin damit zufrieden. Finde es super, dass ich nicht mehr an den Schalter muss. Das einzige Problem sehe ich noch bei der App: -teilweise sehr träge -Bahnhöfe werden ab und zu nicht gefunden - Ticket für Mitfahrer lösen finde ich unübersichtlich – J. V.

Benütze eTicket laufend über Smartphone. Hatte noch nie Probleme; wirklich super die Sache. Mangel ist der immer wieder langwierige Check über die SBB Kontrollgeräte. Dies sollte nicht länger dauern als die normale Kontrolle - tut es aber: das sollten die SBB ja wissen - ist aber total störend! – Nick Jeker

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Balti am 06.03.2012 12:05 Report Diesen Beitrag melden

    2 * hALBTAX

    Meine Frau und ich haben je ein 1/2 Tax Abo. Nun haben wir ein ganzes Billet nach Basel gelöst und bezahlt. Trotzdem kriegen wir eine Busse weil das Ticket nicht übertragbar sein soll. Sorry aber das nennt man UNFAIR

  • Denker Harald am 06.03.2012 15:20 Report Diesen Beitrag melden

    Bahnanbieter wechseln?

    Solche Geschäftsbedingungen sind nur möglich, weil die SBB das Monopol haben. Unsere Regierung machte kürzlich ein Gesetz gegen Kartelle und Monopolstellungen. Und sie vergessen dabei vor der eigenen Türe zu schauen (Annahme, keine Unterstellung, noch nicht). Leider ist es so, dass für viele Pendler nur das Auto eine echte alternative zu den SBB sein kann. Oder fahren noch andere Anbieter mit Personen-Zügen durch die Schweiz?

  • Jorge am 04.03.2012 10:19 Report Diesen Beitrag melden

    Einzige Frechheit davon finde ich...

    ..., dass wenn man ein e-ticket gekauft hat mit dem Handy und dann es der Leser der Kontroleure nicht lesen kann, ich wie ein Schwarzfahrer da stehe, obwohl ja alle Daten für sie abrufbar sind. Genau aus diesem Grund, überlege ich mir jedesmal, will ich das Risiko eingehen. Sonst würde ich nur noch e-ticket lösen. Am besten wäre es, wenn man sich wie beim Flugzeug sogar nur mit der ID identifizieren könnte. Dann ist die Gefahr, dass wenn der Akku leer ist, man eine Busse zahlen muss.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Flor Gerger am 06.03.2012 18:33 Report Diesen Beitrag melden

    Lob an die SBB

    Ich musste auch (wie in oben genanntem Beispiel) wegen Verbindungsproblemen zwei Tickets lösen. Es wurde auch zwei mal auf der Karte abgebucht. Die SBB hat mir aber den Betrag ohne zu murren vergütet!

  • Daniel K. am 06.03.2012 17:28 Report Diesen Beitrag melden

    NFC einsetzen

    Statt einen Scanner, der das Display liest, sollte SBB sich Gedanken darüber machen, hier NFC (Near Field Communication) einzusetzen. Somit müsste der Fahrgast das Handy nur noch an das Lesegerät des Zugbegleiters halten und "tataa", die Kontolle ist abgeschlossen. Ohne lästiges Display-Scannen, etc. Ich hoffe, in Zukunft wird es noch einfacher...

  • Denker Harald am 06.03.2012 15:20 Report Diesen Beitrag melden

    Bahnanbieter wechseln?

    Solche Geschäftsbedingungen sind nur möglich, weil die SBB das Monopol haben. Unsere Regierung machte kürzlich ein Gesetz gegen Kartelle und Monopolstellungen. Und sie vergessen dabei vor der eigenen Türe zu schauen (Annahme, keine Unterstellung, noch nicht). Leider ist es so, dass für viele Pendler nur das Auto eine echte alternative zu den SBB sein kann. Oder fahren noch andere Anbieter mit Personen-Zügen durch die Schweiz?

  • Tschutschubahn am 06.03.2012 14:04 Report Diesen Beitrag melden

    Problemsuche

    Das Problem sind nicht die Richtlinien - Das Problem ist die Faulheit der Kunden, die diese davon abhält die Richtlinien zu lesen. Richtlinien sind nämlich simpel, leicht verständlich, kurzgefasst und ganz leicht zu befolgen...

  • angelina g. am 06.03.2012 13:39 Report Diesen Beitrag melden

    jaja die tickets

    "mangelnde kulanz bei zu spät gelösten tickets" wie kann man ein ticket zu spät lösen? es heisst doch ganz klar, das man den zug mit einem ticket besteigen muss!!! also ich finde es gut das man da richtig durchgreifft, sonst kann ja jeder kommen und erst das ticket lösen wenn der kondukteur kommt. kein ticket = zu spät erworbenes ticket = BUSSE pasta.