Genug Beweise

08. September 2011 15:27; Akt: 08.09.2011 16:10 Print

Neues Gutachten im Fall Knox abgelehnt

Gute Nachrichten für Foxy Knoxy: Der Richter im Berufungsprozess um den Mord an Meredith Kercher will keine neuen Gutachten. Die vorhandene Beweise reichten aus, um sich ein Urteil zu bilden.

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Gute Nachrichten für Amanda Knox und ihr Ex-Freund Raffaelle Sollecito: Es werden keine neue Gutachten zugelassen. (Bild: AP)

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Im Berufungsprozess gegen die wegen Mordes verurteilte Amerikanerin Amanda Knox hat das Gericht in Perugia die Forderung der Staatsanwaltschaft nach einem neuen rechtsmedizinischen Gutachten abgelehnt. Die polizeiliche Spurensicherung und die Beweise, die von Staatsanwaltschaft und Verteidigung vorgelegt wurden, reichten aus, damit könne sich das Gericht eine Meinung zu dem Fall bilden, lautete die Begründung.

Bei der von der Anklage gewünschten Untersuchung geht es um das Messer, mit dem die britische Austauschstudentin Meredith Kercher getötet worden ist. Der richterlich Entscheid kommt dem «Engel mit den Eisaugen» sehr entgegen: Erst im Sommer war ein neues rechtsmedizinisches Gutachten erstellt worden, das zum Schluss kam, die DNA-Spuren auf der mutmasslichen Tatwaffe seien so ungenau, dass die genetischen Profile unterschiedlicher Personen zu finden seien. Auch die Verteidigung ihres Ex-Freundes Raffaele Sollecito hatte sich gegen ein neues Gutachten gewehrt.

«Amanda ist vorsichtig»

Die junge Amerikanerin, die erstinstanzlich zu 26 Jahren Haft verurteilt worden war, hofft nun auf einen Freispruch. Auch ihr Vater Curt Knox freut sich im Interview mit dem Nachrichtensender «CNN» über den Entscheid des Richters: «Die Staatsanwaltschaft hat jetzt keine Anhaltspunkte für eine Verurteilung mehr». Seine Tochter habe positiv auf die gute Nachricht reagiert, zeige sich dennoch «vorsichtig.»

Am 23. September wird Staatsanwältin Manuela Comodi ihre Strafforderungen nennen, danach sind die Plädoyers der Verteidigung vorgesehen. Mit einem Urteil ist voraussichtlich im Oktober zu rechnen.

(kle)