Affäre Nef

20. Juli 2008 19:02; Akt: 21.07.2008 06:16 Print

Couchepin mischt mit - Schmid stellt sich

Jetzt haben sich auch Bundespräsident Pascal Couchepin und Bundesrätin Doris Leuthard zu den Vorwürfen an Armeechef Roland Nef geäussert. Couchepin sagte, dass das Problem der persönlichen Glaubwürdigkeit von Nef untersucht werden müsse.

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Nach den neusten Vorwürfen an Nef in der Sonntagspresse habe er festgestellt, dass die Vorwürfe an den Armeechef auf die Zeit vor dessen Amtsantritt zurückgingen, liess Couchepin am Sonntagabend über seinen Sprecher Jean-Marc Crevoisier der Nachrichtenagentur SDA ausrichten.

Vom rein beruflichen Standpunkt aus sei dem Armeechef nichts vorzuwerfen, liess Couchepin weiter mitteilen. Doch das Problem von Nefs persönlicher Glaubwürdigkeit müsse untersucht werden, endete die Stellungnahme. Couchepin verfolge das Dossier persönlich mit.

Bundesrätin Doris Leuthard sagte am Sonntagabend in der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens, sie habe keinen Grund, an den Fähigkeiten Nefs für das Amt des Armeechefs zu zweifeln. Nicht kommentieren wollte sie die Frage, ob Schmid den Bundesrat über die laufende Strafuntersuchung hätte informieren müssen.

Verteidigungsminister Samuel Schmid will am Montag ein zweites Mal zum Fall Roland Nef Stellung nehmen, wie sein Departement am Abend mitteilen. Er will im Medienzentrum des Bundeshauses vor die Medien treten, wie es in der Ankündigung hiess. Am Freitag hatte sich Schmid «voll und ganz» hinter den Armeechef gestellt.

(ap)