18. November 2007 22:54; Akt: 18.11.2007 23:42 Print

FC Thun: Erhielt 15-Jährige Tickets gegen Gruppensex?

Der FC Thun erwägt, die Namen der Unschuldigen im Sex-Skandal zu nennen. Mindestens ein Spieler verklagt die Presse.

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Immer mehr Details kommen im Sex-Skandal um den FC Thun ans Tageslicht: Die acht verdächtigten Spieler sowie die weiteren 13 Beschuldigten sollen mit dem damals 15-jährigen Mädchen Gruppensex gehabt und sich dabei mit dem Handy gefilmt haben, wie der «SonntagsBlick» berichtet. Im Gegenzug soll die junge Frau Eintritte für Fussballspiele erhalten haben. Um der internen Stimmung des gegenseitigen Misstrauens zu entgegnen, überlegt sich Klubpräsident Kurt Weder, die Namen der Unschuldigen zu veröffentlichen.

Der Direktor des Bundesamtes für Sport, Matthias Remund, plädiert derweil für ein hartes Durchgreifen: Sollte den Spielern tatsächlich ein Fehlverhalten nachgewiesen werden, würde er sie fristlos entlassen. Für den «Blick» hat die Berichterstattung ein juristisches Nachspiel: Der Jurist des FC Thun verklagt das Blatt auf eine Genugtuungszahlung, weil es Foto, Vorname und Initiale des Nachnamens von mindestens einem Spieler gezeigt haben soll, der nicht verdächtigt wird.