Kampf um Libyen

19. März 2011 07:37; Akt: 21.03.2011 14:32 Print

«Das Mittelmeer wird zum Schlachtfeld»

Die USA, Frankreich und Grossbritannien haben Libyen mit schwerem Geschütz angegriffen. Machthaber Muammar Gaddafi feuert derweil verbal zurück.

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Am verkündet die Übergangsregierung Libyens offiziell die Befreiung des Landes. Am wird Muammar Gaddafi in Sirte gefangen und getötet. : In der Nacht auf Montag nehmen die Rebellen den Grünen Platz im Zentrum von Tripolis ein. Dort feiern Aufständische und Bewohner gemeinsam den Einmarsch. Auf dem Platz demonstrierten zuvor monatelang die Gaddafi-Getreuen. Aufständische bejubeln die Einfahrt in eines der Aussenquartiere der Hauptstadt Tripolis. In Bengasi feiern libysche Rebellen zusammen mit tausenden Menschen auf dem Tahrir-Platz die militärischen Erfolge ihrer Mitstreiter. Die Aufständischen erobern Brega und Sawija. Damit stehen sie nur noch wenige Kilometer von Tripolis entfernt: Auf dem Bild feiern Rebellenkämpfer die Eroberung Sawijas. Am mobilisieren die Rebellen ihre Kräfte im Westen des Landes. Ihr Ziel ist die Stadt Sawija. Am stirbt der Militärchef der Rebellen Abdel Fatah Junis. Die Urheber des Mordes sind nicht bekannt. : Libysche Rebellen und Angestellte der Botschaft übernehmen die libysche Botschaft in der bulgarischen Hauptstadt Sofia. : Libysche Rebellen dringen in der strategisch wichtigen Stadt Brega in Wohngebiete vor. : Ein libyscher Junge schlägt in der Rebellenhochburg Misrata mit einem Schuh auf ein Porträt des Machthabers Muammar al-Gaddafi ein. : Die diplomatischen Bemühungen laufen auf Hochtouren. Der Vorsitzende des Nationalen Übergangsrates Mahmoud Jibril trifft in Brüssel auf den Europaratspräsidenten Herman Van Rompuy. Saif al Islam Gaddafi Sagt am 11.7.2011: «Die Wahrheit ist, dass wir mit Frankreich verhandeln und nicht mit den Rebellen». : Strassenkunst in Bengasi: Gaddafi wird von einer Krake gefressen. : Noch geniesst Machthaber Muammar al-Gaddafi auch Unterstützung in der Bevölkerung. «Gott, Gaddafi und Libyen» ist auf den Händen dieses Mädchens in Tripolis zu lesen. Andere halten Porträts mit dem Despoten in die Höhe. Am erlässt der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag einen Haftbefehl gegen Gaddafi und seinen Sohn Saif al-Islam. Der libysche Justizminister Mohammad al-Kamudi verurteilt den Haftbefehl als ein «Werkzeug der westlichen Welt». Zahlreiche Top-Fussballer Libyens laufen zu den Aufständischen über. Seit einigen Tag steht Tripolis unter ständigem Beschuss. NATO-Jets greifen auch tagsüber an. Die Ungeduld lässt die Rebellen bisweilen fatale Fehler begehen: Sie greifen ohne Marschbefehl an. Die Zahl der Opfer ist daher in den vergangenen Tagen gestiegen. Wie die UNO am mitteilt, wurde in Libyen systematisch vergewaltigt. Den Befehl dazu soll Muammar Gaddafi selbst gegeben haben. Am gehen wieder viele Bomben auf Tripolis nieder. Muammar Gaddafi sprach wieder am TV: «Wir werden nicht kapitulieren». Im Krieg in Libyen setzt die NATO erstmals Kampfhelikopter ein. Jacob Zuma ist in Tripolis eingetroffen. Er will im Konflikt vermitteln. Libysche Rebellen beklagen, dass ihnen das Geld ausgehe, weil die finanzielle Unterstützung aus dem Ausland ausbleibe. Die NATO führt ihre Angriffe auf die Hauptstadt Tripolis fort. Durch ihre Bomben sterben laut Regierung drei Menschen. 150 werden verwundet. Am fliegt die NATO Luftangriffe auf den Hafen von Tripolis und zerstört sechs libysche Kriegsschiffe. Am . Es ist aber unklar, ob die Bänder aktuell sind. fordert Muammar Gaddafi zum sofortigen Rücktritt auf. Bei einem Nato-Angriff am soll sich während des Angriffs im Haus seines Sohnes befunden haben, blieb aber unverletzt. gegen sie einsetzt. aus. seine Beteiligung an den Luftangriffen zu. worden. (Bild), Adschabija und Brega wird immer heftiger gekämpft. Tausende hoffen auf ihre Ausreise. Im Bild: Aus Misrata evakuierte Viele Flüchtlinge kommen auf dem Weg zur italienischen Insel Lampedusa ums Leben. (r.) einen Friedensplan der Afrikanischen Union (AU). Die Rebellen bestehen auf dem sofortigen Rücktritt Gaddafis. NATO-Kampfflugzeuge bombardieren erneut versehentlich Fahrzeuge der Anti-Gaddafi-Milizen. Die Kritik der Rebellen an den NATO-Einsätzen wird lauter. haben Flugzeuge der internationalen Koalition einen libyschen Militärkonvoi angegriffen. Die libysche Regierung gibt sich zu Reformen bereit. Die Afrikanische Union fordert einen Waffenstillstand. verlängern ihre Beteiligung am internationalen Militäreinsatz in Libyen auf Bitten der NATO. Die Suche nach einer diplomatischen Lösung wird verstärkt. unterstützen die Aufständischen nicht nur mit Luftangriffen, sondern auch durch CIA-Beamte. Diese hätten unter anderem nach dem Absturz des US-Kampfjets Hilfe geleistet, heisst es. tritt von seinem Amt zurück und setzt sich nach England ab. Gaddafis Truppen erobern derweil Ras Lanuf und Brega zurück. und nähern sich Gaddafis Geburtsstadt Sirte. ein und erringen damit den ersten grossen Sieg seit Eingreifen der Koalition. Ebenfalls am Journalisten in Tripolis, sie sei von Gaddafi-Leuten vergewaltigt worden. Nachdem die Koalition die Luftwaffe Gaddafis zerstört hat, sollen Angriffe auf Gaddafi-Truppen rund um Tripolis, Misrata und das ebenfalls heftig umkämpfte Adschdabija verstärkt werden. Am Abend des in Tripolis der Öffentlichkeit und ruft einmal mehr zum Kampf gegen die «Kreuzzügler» auf. Ein US-Kampfjet vom Typ F-15 Eagle stürzt in der Nähe der Rebellenstadt Bengasi auf einem Feld ab. Die beiden Besatzungsmitglieder konnten sich mit dem Schleudersitz retten. Am Abend des In der Stadt war nach Einbruch der Dunkelheit das Feuer von Flugabwehrgeschützen zu hören. Damit begann die dritte Nacht alliierter Luftangriffe gegen Libyen. Siegestrophäe à la libyenne: Aufständische haben am in der Nähe der befreiten Stadt Bengasi einen von den Allierten zerstörten Panzer mit einem rauchenden Schafskopf «geschmückt». Französische Kampfjets zerstören Militärfahrzeuge der Regierungstruppen auf einer strategisch wichtigen Strasse zur Rebellen-Hochburg Bengasi. eröffnet Frankreich das Feuer in Libyen. Danach feuern amerikanische und britische Kriegsschiffe im Mittelmeer 112 Tomahawk-Marschflugkörper ab. Im Bild: Eine Rafale im französischen St-Dizier. eine militärische Intervention abgesegnet hat. Zahlreiche Regierungschefs und Aussenminister sind in der französischen Hauptstadt zusammen. Gastgeber Nicolas Sarkozy kündigt im Anschluss baldige Militärschläge gegen Libyen an. warnt Muammar Gaddafi vor weiterer Gewalt gegen die Zivilbevölkerung. Überall in Südeuropa werden Luftstreitkräfte zusammengezogen: Dänische F-16-Jets landen im sizilianischen Sigonella, um ein Flugverbot über Libyen durchzusetzen. Der Flugzeugträger «CharlesDe Gaulle» kreuzt im Mittelmeer. über Libyen zu. hat diese bereits im Vorfeld befürwortet. Gleichentags haben die Regierunstruppen die Ölstadt Ras Lanuf wieder eingenommen. US-Geheimdienstchef James Clapper (Bild) rechnet vor einem Militärausschuss des US-Senats mit einem Sieg Gaddafis. Derweil bereiten die USA, Grossbritannien und die NATO militärische Optionen vor. Die EU will ihre Sanktionen ausweiten und die UNO ermittelt gegen Gaddafis Truppen wegen Folter. Die libyschen Rebellen geraten immer stärker unter Druck: Gaddafis Truppen sind nur noch eine Stadt von der Rebellen-Hochburg entfernt. Der Diktator beschimpft immer wieder die Rebellen und den Westen. Ein Rebell schiesst mit einem Maschinengewehr auf Gaddafis Luftwaffe. Mittlerweile haben über 213000 Gastarbeiter das Land verlassen: Somalier im Auffanglager bei Ras Ajdir an der libysch-tunesischen Grenze. Gaddafis Truppen verteidigen Sirte und versuchen, Misrata und Bin Jawad zurückzuerobern. Auf der Mittelmeerinsel Kreta ziehen die USA und andere NATO-Staaten starke Einheiten zusammen. (Bild) werden Zeltlager errichtet. Regierungstruppen und Aufständische kämpfen erbittert um stratigisch wichtige Städte. Am warnt die USA und die NATO vor einem militärischen Eingreifen. Ausserdem sagt er, dass er seit 1977 keine politische Macht mehr innehabe. Die Regimegegner formieren sich immer mehr zu Kampftruppen. Hier lernen Freiwillige, wie man gegen Kampfflugzeuge kämpft. Das 75 000 Menschen gestrandet. Die hat die lybische Opposition in Bengasi einen Übergangnsrat gegründet. scharenweise vor den Unruhen aus Libyen: Ägypter erreichen am 27. Februar die Grenze zu Tunesien. Am Einreisesperren gegen den Gaddafi-Clan, sperrt dessen Konten und verhängt ein Waffenembargo gegen Libyen. Ein weiterer TV-Auftritt von gegen den Gaddafi-Clan aus. Am Nachmittag des via Telefon im Staats-TV und bezeichnet die Demonstrationen als «kindisch». Derweil hält der Exodus von Ausländern aus Libyen an, das Regime geht weiter brutal gegen Demonstranten vor. Nach Bengasi und Tripolis gehen die Menschen auch in auf die Strasse: Aufständische haben eine Polizeistation in Beschlag genommen. im Staatsfernsehen mit einer wirren Rede zu Wort. Es ist sein erster öffentlicher Auftritt, nachdem bei Zusammenstössen zwischen Regierungsgegnern und Sicherheitskräften in wenigen Tagen hunderte von Menschen getötet worden sind. Der Aufstand in der arabischen Welt erfasst im

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Es tickert für Sie:
Antonio Fumagalli
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Der Live-Ticker zum Angriff der Alliierten auf libysche Ziele wird bis am frühen Sonntagmorgen eingestellt. 20 Minuten Online wünscht eine gute Nacht!
23:49
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Ob die am Samstag Nachmittag begonnene Militäraktion der alliierten Mächte von Erfolg gekrönt ist, kann laut dem US-Vizeadmiral William E. Gortney voraussichtlich erst in rund zwölf Stunden überprüft werden. Bis dahin werde ein unbemanntes Flugzeug vom Typ Global Hawk die angegriffenen Regionen überfliegen, um ein genaues Bild der Lage zu liefern.
23:32
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In der Rebellenhochburg Bengasi ist am Samstag ein libyscher Journalist offenbar gezielt getötet worden. Nach Angaben von Freunden wurde der Gründer des Internet-Live-Senders «Libya al Hurra», Mohammed al Nabbus, von Scharfschützen getroffen, als die Streitkräfte des libyschen Machthabers Muammar Gaddafi am Vormittag die Stadt mit Kampfjets und Panzern angriffen.
23:20
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Das libysche Regime hat die Luftschläge der internationalen Gemeinschaft gegen das nordafrikanische Land scharf verurteilt. Machthaber Muammar Gaddafi drohte mit Vergeltungsangriffen. Es würden «zivile und militärische Ziele» im Mittelmeer angegriffen.

«Das Mittelmeer wird zum Schlachtfeld werden», drohte Gaddafi in einer kurzen Ton-Botschaft, die am Samstagabend vom staatlichen libyschen Fernsehen ausgestrahlt wurde. «Wir werden die Waffenlager für alle Libyer öffnen», sagte er.
23:09
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Die westlichen Staaten, welche die von der UNO beschlossene Luftraumsperre über Libyen durchsetzen, warten mit einer eindrücklichen Militärpräsenz auf: Hier der Link zur Story
23:01
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In einer Vorstadt von Tripolis versammelten sich nach einem Bericht des arabischen Nachrichtensenders Al-Dschasira mehrere Hundert Gaddafi-Anhänger, um die Residenz des Machthabers gegen Angriffe französischer Militärjets zu schützen. Gaddafi lebt in einem Zelt in der Militärgarnison der Vorstadt in Bab al-Asisija.
22:51
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Nach Angaben der libyschen Staatsmedien wurden bei den Angriffen zahlreiche zivile Einrichtungen getroffen. «Zivile Ziele in Tripolis wurden von den Angriffen der feindlichen Luftwaffe der Kreuzritter getroffen», hiess es im libyschen Staatsfernsehen. Die offizielle Nachrichtenagentur Jana zitierte einen Sprecher der libyschen Streitkräfte, wonach es Verletzte gab.

Im Staatsfernsehen sagte ein Militärsprecher, Treibstofftanks seien in der Region der Stadt Misrata getroffen worden. Die Reservoirs dienten demnach der Versorgung der drittgrössten Stadt Libyens, die sich 200 Kilometer östlich von Tripolis befindet. Zuvor hatten Augenzeugen von schweren Explosionen im Osten der Hauptstadt Tripolis berichtet.
22:40
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US-Präsident Barack Obama hat sich aus Brasilien erneut zum Angriff seiner Truppen geäussert: «Wir können nicht untätig zusehen, wenn ein Tyrann seinem Volk sagt, er werde keine Gnade walten lassen», so Obama. Er bestätigte zudem wiederum, dass die USA keine Bodentruppen nach Libyen entsenden würden.
22:30
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Soeben hat die französische Armee verlauten lassen, dass sie den Abschuss eines ihrer Flugzeuge dementiere. Das libysche Fernsehen hatte dies zuvor behauptet.
22:26
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Oberst Muammar Gaddafi will sich laut dem libyschen Staatsfernsehen demnächst zur «Aggression der Kreuzritter» äussern. In den vergangenen Wochen hatte Gaddafi mehrfach mit teils skurrilen TV-Auftritten Aufsehen erregt.
22:19
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Die libyschen Behörden haben im Westen des Landes offenbar vier Journalisten des arabischen Nachrichtensenders Al-Dschasira festgenommen.

Wie das Medienunternehmen am Samstag mitteilte, handelt es sich um Mitarbeiter aus Norwegen, Grossbritannien, Tunesien und Mauretanien, die seit mehreren Tagen als Korrespondenten aus Libyen berichtet hatten.

«Die libyschen Behörden werden für die Sicherheit und das Wohlergehen des in Tripolis festgehaltenen Teams verantwortlich gemacht werden», hiess es in einer Mitteilung des Senders.
22:11
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Die Kriegsführung ist auch auf der psychologischen Ebene voll im Gang: Wie libysche Medien berichten, wird derzeit Surt, die Heimatstadt des Revolutionsführers, bombardiert.
22:02
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Ein libyscher Offizieller spricht von einer «barbarischen Aggression» von Seiten der alliierten Truppen. «Zahlreiche Opfer» seien schon zu beklagen. Dies berichtet AFP.
21:52
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Gemäss Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP, die sich auf das libysche Fernsehen bezieht, ist in der Region Tripolis ein französischer Kampfjet abgeschossen worden.
21:49
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Die Massnahmen seien «notwendig, rechtmässig und gerecht», sagte der britische Premierminister David Cameron. Seine Gedanken seien bei den Militärangehörigen, die ihr Leben aufs Spiel setzten, um andere zu retten.
21:39
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US-Präsident Barack Obama bestätigte den Angriff von einem Aufenthalt in Brasilien aus. Die USA hätten mit «begrenzten militärischen» Aktionen begonnen, sagte Obama. Er sei sich der Risiken für die Streitkräfte seines Landes schmerzlich bewusst.
21:29
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Laut Angaben des Pentagons haben die amerikanischen und britischen Streitkräfte bereits 110 Marschflugkörper auf libysches Territorium abgefeuert.
21:11
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Auch Ziele entlang des Küstenstreifens südlich der Stadt Bengasi werden mit «Tomahawks» beschossen. Der Angriff werde in mehreren Phasen erfolgen, wie ein US-Militärsprecher mitteilte.
21:01
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Ein hochrangiger Vertreter der US-Streitkräfte erklärte, Ziel der Marschflugkörper seien Flugabwehrstellungen der libyschen Armee. Mit den Angriffen soll die Einrichtung der Flugverbotszone erleichtert werden.
21:00
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Laut dem libyschen Staatsfernsehen haben Marschflugkörper «zivile Objekte» in Tripolis getroffen, berichtet AFP.
20:57
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Auch britische Flugzeuge haben in das Geschehen über Libyen eingegriffen, erklärte Premierminister David Cameron.
20:53
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Die US-Streitkräfte feuern mit Marschflugkörpern des Typs «Tomahawk» auf Ziele in Libyen, wie das Penatgon laut AFP bekanntgab.
20:52
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Die französische Luftwaffe hat vier Angriffe in Libyen geflogen und dabei mehrere Panzer der Gaddafi- Truppen zerstört. Wie in Paris aus Militärkeisen verlautete, flogen die Kampfjets vom Typ Rafale und Mirage 2000 die Angriffe in der Region der Rebellenhochburg Benghasi im Osten Libyens. Der Einsatz werde in der Nacht fortgesetzt, hiess es weiter.
20:45
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Die Afrikanische Union hat sich gegen jegliche militärische Intervention ausgesprochen.
20:37
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Frankreichs Aussenminister Alain Juppé hat angekündigt, dass die Militäraktionen in Libyen in den kommenden Tagen fortgesetzt würden. Und zwar solange, bis Oberst Gaddafi die UNO-Resolution 1973 vollständig erfülle.
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Augenzeugen berichten laut AFP von schweren Explosionen östlich von Tripolis.
20:29
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Ein Sprecher des Pentagons erklärte gegenüber der BBC, dass die US-Marine drei U-Boote im Mittelmeer hat, die gegen Libyen eingesetzt werden sollen.
20:23
0
Der französische Aussenminister Alain Juppé erklärte, dass sich die Amerikaner voll und ganz an den Militäroperationen beteiligen werden, berichtet AFP.
20:13
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Der amerikanische Verteidigungsminister Robert Gates hat wegen der Krise in Libyen eine Reise nach Russland um mindestens einen Tag verschoben. Wie ein Sprecher des Pentagons am Samstag mitteilte, wollte Gates, anders als geplant, das Wochenende über in Washington bleiben, um von dort die Entwicklungen in dem nordafrikanischen Land zu verfolgen.
19:57
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Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat alle Parteien aufgerufen, während der Kampfhandlungen in Libyen die humanitäre Lage nicht ausser Acht zu lassen. Angesichts der Kämpfe in dicht besiedelten Gebieten seien Zivilisten einem hohen Risiko ausgesetzt.

«Die Parteien müssen alle Vorsichtsmassnahmen ergreifen und ihre Mittel und Methoden der Kriegsführung bedenken, um es so gut wie möglich zu vermeiden, Zivilisten zu treffen», erklärte IKRK- Generaldirektor Yves Daccord am Samstag in Genf.
19:45
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Das französische Verteidigungsministerium bestätigt, dass die Luftwaffe mehrere Militärfahrzeuge und Panzer abgeschossen hat.
19:16
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Die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) begrüsst die Resolution der Vereinten Nationen zu Libyen. Es sei absolut inakzeptabel, Zivilisten mit Kampfflugzeugen und Granaten zu attackieren, erklärt die Organisation mit Sitz in Riad, Saudi-Arabien.
19:13
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Das Regime in Tripolis hält an seiner Darstellung fest, dass die Armee die Waffen ruhen lässt. Aussenminister Mussa Kussa erklärte: «Wir halten uns vollständig an die von uns verkündete einseitige Waffenruhe und das Ende aller Militäroperationen.» Die Angriffe auf die «bewaffneten Banden im Osten des Landes» seien eingestellt worden. Damit habe Libyen die Bedingungen der UNO-Resolution 1973 erfüllt.
19:05
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Russland hat sein Bedauern über das militärische Eingreifen des Westens in Libyen geäussert, berichtet AFP.
18:58
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Französische Kampfjets haben südwestlich von Bengasi vier libysche Panzer zerstört, berichtet Al Jazeera.
18:57
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Die US-Streitkräfte haben mit der Vorbereitung von Angriffen auf libysche Ziele begonnen. Schiffe und Flugzeuge seien in Position gebracht worden, sagte ein Militär-Sprecher. Die amerikanische Marine werde Stellungen der libyschen Flugabwehr entlang der Küste vom Mittelmeer aus angreifen. An den ersten Militäraktionen französischer Kampfjets seien die US-Streitkräfte hingegen nicht beteiligt.
18:32
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Der venezolanische Präsident Hugo Chávez, ein Freund Gaddafis, geisselt die Intervention ausländischer Streitkräfte in Libyen als «unverantwortlich».
18:28
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Die aktuellen französischen Kampfeinsätze beschränken sich laut einem Sprecher der Streitkräfte auf ein 100 km mal 150 km grosses Gebiet um Bengasi im Osten Libyens.
18:21
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US-Aussenministerin Hillary Clinton hat vor Medien ausgeschlossen, dass die USA Bodentruppen nach Libyen entsenden werden.
18:11
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Auf den Stützpunkten in Süditalien treffen immer mehr Kampfflugzeuge ein. Auch die Streitkräfte Spaniens schickten vier Kampfjets, dazu ein Tankflugzeug, ein U-Boot und eine Fregatte.Ein Überblick über die Waffen des Westens gibt diese Bildstrecke.
18:07
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Der französischer Generalstab präzisiert, dass der erste Schuss um 17.45 Uhr MEZ fiel.
18:06
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Insgesamt beiteiligen sich laut französischem Verteidigungsministerium zurzeit rund 20 Kampfjets an den Aktionen in Libyen.
18:04
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Ein französischer Kampfjet hat auf ein libysches Militärfahrzeug geschossen. Das verlautete aus Kreisen des französischen Verteidigungsministeriums in Paris.
18:00
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Die Flucht tausender Bewohner aus Bengasi Richtung Tobruk hat zu langen Staus auf den Ausfallstrassen geführt, wie dieses Bild von Reuters TV zeigt.
17:50
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Der französische Flugzeugträger Charles de Gaulle wird am Sonntag Anker lichten und Richtung Libyen in See stechen.
17:26
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Hunderte Libyer haben sich in Erwartung französischer Angriffe im Hauptquartier von Gaddafi in Tripolis versammelt. «Die Massen scharen sich um die Ziele, die von Frankreich bezeichnet wurden», meldete das staatliche libysche Fernsehen, das zudem Berichte bestätigte, wonach rund 50 ausländische Journalisten im Hauptquartier herumgeführt worden seien.
17:24
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«Unsere Koalition ist bereit zum Handeln», sagt US-Präsident Barack Obama laut AFP.
17:11
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Gaddafis Armee ist laut einem russischen Militärexperten unorganisiert und schlecht ausgerüstet. «Die noch von der Sowjetunion gelieferten Luftabwehrsysteme sind in schlechtem Zustand und stellen keine ernsthafte Bedrohung für eine moderne Luftwaffe dar», sagte Ruslan Alijew vom Zentrum für Analysen von Strategien in Moskau gemäss Medienberichten.
16:58
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Auch der britische Premierminister David Cameron hat nach dem Libyen-Gipfel Militärschläge gegen das Regime von Gaddafi angekündigt. «Die Zeit zu Handeln ist gekommen, und es muss schnell geschehen», sagte er in einem Interview mit der BBC .
16:51
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Libyen hat gedroht, lukrative Verträge zur Ölförderung im Land künftig an Verbündete von Staatschef Gaddafi zu vergeben. Der Vorsitzende der staatlichen Ölgesellschaft, Schukri Ghanim, erklärte in Tripolis, in schweren Zeiten zeige sich, auf wen man sich wirklich verlassen könne.
16:49
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Gaddafi-Milizen schiessen mit schweren Waffen wahllos auf Wohnviertel in Bengasi, sagte ein Augenzeuge in der ostlibyschen Küstenstadt der Nachrichtenagentur AFP. Besonders die Viertel im Westen seien betroffen.

Zudem sei es in dem Viertel Foweihat rund fünf Kilometer vom Zentrum zu heftigen Kämpfen gekommen. Nach Angaben von zwei französischen Fotografen befanden sich mehr als ein dutzend Panzer Gaddafis innerhalb von Bengasi.
16:37
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Der ehemalige libysche Innenminister Abdulfattah Junis dementiert laut dem TV-Sender Arabiya Berichte, wonach er seine alte Funktion wieder übernommen habe. Das libysche staatliche Fernsehen hatte zuvor gemeldet, Junis, der am 23. Februar zu den Aufständischen übergelaufen war, sei wieder in sein Amt eingesetzt worden.
16:30
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Katar bekräftigt in Paris seine Entschlossenheit, an der Militäraktion gegen Libyen teilzunehmen.
16:23
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Auf mehreren Luftstützpunkten in Nord- und Süditalien ist es zu Flugbewegungen gekommen. Laut der italienischen Nachrichtenagentur ANSA sind drei AWACS-Maschinen auf der Basis von Trapani in West-Sizilien startbereit. Dort sollen auch die ECR-Tornados zusammengezogen worden sein, die üblicherweise in Piacenza in Norditalien stationiert sind. Ferner wurden die IDS-Tornados aus Ghedi Eurofighter aus Grosseto nach Trapani verlegt.

Die ECR-Tornados sind spezialisiert auf die Zerstörung von Radar- und Luftabwehranlagen, während die IDS-Tornados Kampfflugzeuge sind.
16:13
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Nach eigenen Angaben hat Frankreich bereits Luftangriffe der libyschen Armee auf Bengasi verhindert.
16:03
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UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon sagte in einem Interview mit der spanischen Zeitung «El Mundo», Gaddafi habe «jede Legitimität verloren» und müsse die Macht abgeben.
16:00
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Rund 100 Libyerinnen und Libyer haben auf dem Berner Helvetiaplatz Freiheit für ihr Land gefordert. Machthaber Gaddafi bezeichneten sie als Kriminellen und Kindermörder. An einer ähnlichen Kundgebung in Lausanne nahmen ebenfalls rund 100 Menschen teil.
15:58
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Diplomatische Lösungen seien wieder möglich, sobald die Angriffe aufhörten, sagte Sarkozy weiter.
15:57
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Frankreich habe bereits Massnahmen gegen das libysche Regime getroffen, sagte Sarkozy. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte, die Geduld mit dem libyschen Staatschef Gaddafi werde ein Ende haben. Gaddafi müsse in den nächsten Minuten oder Stunden reagieren.
15:54
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Laut dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy werden französische Flugzeuge Luft- und Panzerangriffe auf Bengasi verhindern.
15:52
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Der Militärschlag gegen Gaddafi soll, wie am Sondergipfel in Paris angekündigt wurde, «in den nächsten Stunden» erfolgen. Das teilte der französische Staatschef Nicolas Sarkozy auf einer Pressekonferenz mit.
15:41
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Gaddafi-Truppen haben die Stadt Zenten 145 km südwestlich von Tripolis mit massivem Artilleriefeuer belegt. Panzer und Schützenpanzer des Typs BMP seien von Süden her gegen die Stadt vorgerückt. Viele Einwohner seien aus der Stadt geflohen, sagte ein Augenzeuge der Nachrichtenagentur AFP.

Die Verteidiger hätten Zenten zuerst mit alten italienischen Gewehren verteidigt. Später mussten sie sich in die Dünen ausserhalb der Stadt zurückziehen.
15:30
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Die Rafale-Kampfjets seien vom Luftwaffenstützpunkt Daint-Dizier in Ostfrankreich aufgestiegen, berichtet die AFP.

Die Aufklärungsflüge sollen gemäss französischen Militärkreisen den ganzen Nachmittag über erfolgen. Die Maschinen seien bei ihrem mehrstündigen Überflug über libysches Territorium, der während des Libyen-Gipfels in Paris stattfand, keinerlei Schwierigkeiten begegnet.
15:22
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Der französische Fernsehsenders BFM-TV meldet, die französischen Kampfjets hätten die Rebellenhochburg Bengasi im Osten Libyens überflogen. Der Sender nannte keine Quellen, und vom Élysée-Palast gab es zunächst keine Stellungnahme zu der Meldung.
15:20
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Die französischen Maschinen, die gemäss Angaben aus französischen Militärkreisen «das ganze libysche Territorium» überflogen haben, befanden sich auf einer Aufklärungsmission.
15:10
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Französische Rafale-Kampfflugzeuge sind laut AFP in den libyschen Luftraum eingedrungen.
14:55
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Der Generalsekretär der Organisation der Islamischen Konferenz, Ekmeleddin Ihsanoglu, begrüsst die Resolution 1973 des UNO-Sicherheitsrates zur Einrichtung einer Flugverbotszone in Libyen.
14:50
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Auch Grossbritannien hat mit der Verlegung von Kampfflugzeugen in den Mittelmeerraum begonnen.
14:42
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Das Krankenhaus Jala in Bengasi meldet laut AFP, die Luftangriffe der libyschen Luftwaffe auf die Hochburg der Aufständischen hätten 26 Tote und über 40 Verletzte gefordert.
14:38
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Der Parteichef der deutschen Grünen, Cem Özdemir, kritisiert die Enthaltung Deutschlands zur jüngsten Libyen-Resolution im UNO-Sicherheitsrat. «Ich halte es für falsch», sagte Özdemir der Nachrichtenagentur dapd.

Deutschland gehöre nicht an die Seite Russlands und Chinas, sondern müsse an der Seite der Demokratiebewegung stehen. Beide Länder hatten sich in dem UNO-Gremium ebenfalls enthalten.
14:37
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Auf italienischen Militärstützpunkten laufen die Vorbereitungen für eine Militäraktion gegen das Regime des libyschen Staatschefs Gaddafi. Sechs dänische Kampfflugzeuge vom Typ F-16 landeten auf einem US-Stützpunkt in Sigonella auf Sizilien.

Der dänische Luftwaffensprecher Lars Skjoldan erklärte, die sechs Kampfflugzeuge sollten bis Sonntag bereit für den Einsatz in Libyen sein. Italien hat die Nutzung von sieben Luftwaffen- und Marinestützpunkten angeboten, auf denen bereits amerikanische, italienische und NATO-Soldaten stationiert sind. Von den Stützpunkten aus soll die von der UNO verhängte Flugverbotszone über Libyen durchgesetzt werden.
14:17
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Deutschland bleibt bei seinem Nein zu einem Kampfeinsatz in Libyen. Auch die Einrichtung einer Flugverbotszone sei eine militärische Intervention, die den Einsatz von Bodentruppen nach sich ziehen könne, sagte Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU). Die Bundesregierung sei davon «nicht überzeugt».
Video0198504
Ein Kampf-Jet wird über Bengasi abgeschossen (Quelle: Youtube)
14:00
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Nach einem Online-Bericht der regierungsnahen französischen Zeitung «Le Figaro» sollen noch am Samstagnachmittag erste Luftschläge gegen das libysche Regime erfolgen.

Frankreich, Grossbritannien, Kanada und Norwegen seien die ersten Länder, die Angriffe fliegen würden, hiess es unter Berufung auf Verhandlungskreise der Libyen-Konferenz in Paris. An späteren Einsätzen würden sich die USA und mehrere arabische Staaten beteiligen.

Die ersten Luftschläge gegen Tripolis könnten unmittelbar nach Abschluss des Pariser Gipfels erfolgen, hiess es in dem Bericht. Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy will das Treffen um 15:30 Uhr mit einer Erklärung beenden.
13:51
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Einem Bericht des deutschen Nachrichtenmagazins «FOCUS» zufolge sind britische Spezialeinheiten bereits vor Wochen nach Libyen eingesickert. Teams der Eliteinheiten Special Air Service (SAS) und Special Boat Service (SBS) sollen Ziele wie Militärflughäfen, Luftabwehrstellungen und Kommunikationszentralen für Bombenangriffe markiert haben.
13:41
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Der Libyen-Gipfel in Paris beginnt. Zahlreiche Staats- und Regierungschefs und die Generalsekretäre von Vereinten Nationen und Arabischer Liga kommen zusammen, um einen Militäreinsatz gegen das libysche Regime vorzubereiten.

Bei dem Gipfel soll die Umsetzung der UN-Resolution zum Schutz der libyschen Bevölkerung beschlossen werden, die am Donnerstag den Weg zu Luftschlägen gegen Gaddafis Truppen freigemacht hatte.
13:27
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Der libysche Aussenminister Mussa Kussa hat den UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon aufgefordert, nach der am Freitag erklärten Waffenruhe Beobachter nach Libyen zu schicken.
13:25
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Über den Militärjet, der am Morgen über Bengasi abgeschossen wurde, gibt es widersprüchliche Meldungen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP könnte es sich um eine Mirage gehandelt haben, und nicht um eine MIG-23. Die libysche Luftwaffe ist mit beiden Typen ausgerüstet.

Der Pilot, dem es gelang, aus der brennenden Maschine auszusteigen, soll nach unbestätigten Berichten umgekommen sein.
13:12
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Frankreich will laut Diplomaten keine wichtige Rolle der NATO beim geplanten Militäreinsatz gegen Libyen. Das Militärbündnis solle wegen seines schlechten Rufes in der arabischen Welt keine sichtbare Funktion übernehmen, hiess es aus den Kreisen in Brüssel.
Dort hatte am Morgen der NATO-Rat getagt, ohne eine Entscheidung über einen Einsatz zu treffen.
13:01
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Die libysche Erdölproduktion ist aufgrund des Aufstands auf 400 000 Barrels pro Tag gesunken. Dies gab der Präsident der nationalen Erdölgersellschaft, Chokri Ghanem, an einer Pressekonferenz bekannt. Ghanem versicherte zudem, Libyen werde seinen Verpflichtungen und Verträgen gegenüber den ausländischen Erdöl-Firmen nachkommen.
12:51
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Die über Bengasi abgeschossene MIG-23 war eine Maschine der Aufständischen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die libysche Opposition.
12:47
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Vor den Kämpfen in Bengasi sind mittlerweile tausende Menschen geflohen. 50 Kilometer östlich von Bengasi kam es auf der Strasse nach Tobruk aufgrund der zahlreichen Fahrzeuge zu langen Staus.
12:35
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Vor dem Libyen-Gipfel in Paris heute Nachmittag treffen sich der britische Premier David Cameron, der französische Präsident Nicolas Sarkozy, die US-Aussenministerin Hillary Clinton und ihr französischer Amtskollege Alain Juppé zu einem vorbereitenden Gespräch.

Am Gipfel werden laut Angaben aus Diplomatenkreisen auch die Aussenminister von Katar, der Vereinigten Arabischen Emirate, Marokkos und Jordaniens anwesend sein.
12:30
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Knapp hundert Personen sind in Lausanne auf die Strasse gegangen, um ihre Solidarität mit den Aufständischen in Libyen und mit der Revolutionsbewegung im Maghreb und Nahen Osten auszudrücken. Die Demonstranten skandierten unter anderem «Mörder Gaddafi» und benannten die Place St. François zu Ehren der erfolgreichen Revolution in Ägypten in «Place Tahrir» um.
11:55
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Der ehemalige libysche Innenminister Abdulfattah Junis, der am 23. Februar zu den Aufständischen übergelaufen war, ist nach einem Bericht des staatlichen libyschen Fernsehsenders wieder in sein Amt eingesetzt worden.
11:51
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Laut der BBC sind Panzer der Regime-Truppen in die Rebellenhochburg Bengasi eingedrungen.
11:39
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In der sudanesischen Hauptstadt Khartum ist gemäss der Nachrichtenagentur AFP ein erstes Flugzeug der UNO mit sudanesischen Flüchtlingen gelandet, die vor den Kämpfen in Libyen fliehen.

Seit dem 20. Februar sind laut dem United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR) rund 280 000 Menschen vor der Gewalt in dem Wüstenstaat geflohen.
11:36
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Gaddafi hat die UNO-Resolution zur Einrichtung einer Flugverbotszone in seinem Land als ungültig bezeichnet. In einem Schreiben an US-Präsident Barack Obama habe Gaddafi seine Entscheidung gerechtfertigt, von Aufständische gehaltene Städte anzugreifen, sagte der libysche Regierungssprecher bei einer Pressekonferenz in Tripolis. «Wenn amerikanische Städte mit Waffengewalt übernommen würden, sagen Sie mir, was Sie tun würden», erklärte Gaddafi demnach.
11:18
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Mustafa Abdeldscheïl, der Vorsitzende des oppositionellen Nationalen Übergangsrates in Libyen, verlangt ein schnelles Eingreifen der internationalen Gemeinschaft gegen die Truppen Gaddafis, die Bengasi angreifen. «Momentan werden alle Quartiere von Bengasi mit Artilleriefeuer und Raketen belegt», sagte er gegenüber dem TV-Sender Al Dschasira. «Es wird heute in Bengasi eine Katastrophe geben, wenn die internationale Gemeinschaft die Beschlüsse des UNO-Sicherheitsrates nicht umsetzt.»
11:04
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Der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi hat sich laut der AFP an die Adresse des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy und des britischen Premierministers David Cameron vernehmen lassen, sie würden jede Einmischung in Libyen «bereuen».
10:53
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Das Aufnahmelager auf der süditalienischen Felsinsel Lampedusa steht vor dem Zusammenbruch. Der Flüchtlingsstrom reisst nicht ab; in der Nacht auf Samstag strandeten erneut 378 Flüchtlinge an verschiedenen Orten der winzigen Insel südlich von Sizilien. Derzeit befinden sich weit über 3000 Flüchtlinge in dem für rund 850 Menschen ausgelegten Lager.
Das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) warnt, die Lage könnte sich dramatisch zuspitzen, sollten auch Massen aus Libyen über das Mittelmeer nach Italien fliehen. Bisher kamen die Bootsflüchtlinge vorwiegend aus Tunesien.
10:48
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Hunderte von Menschen flüchten nach einer Meldung der französischen Nachrichtenagentur AFP aus der umkämpften Stadt Bengasi.
10:22
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Ibrahim Mussa, ein Sprecher des Regimes, bestreitet, dass es sich bei der heute Morgen über Bengasi abgeschossenen MiG-23 um ein Regierungsflugzeug gehandelt habe. Überhaupt hätten die Regierungstruppen am Samstag keine libyschen Städte beschossen, erklärte er. Vielmehr seien es die Aufständischen, die die Waffenruhe brächen, indem sie militärische Einheiten angriffen. «Unsere Streitkräfte ziehen sich weiterhin zurück und verstecken sich, aber die Rebellen beschiessen und provozieren uns weiter», sagte Mussa der AP.
10:14
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Auch in Misrata wird gekämpft. Misrata ist drittgrösste Stadt Libyens und der westlichste noch von Aufständischen gehaltene Ort. Nach Angaben von Rebellen und eines Arztes dauert der Beschuss der Stadt auch nach der Ankündigung der Waffenruhe an. Scharfschützen Gaddafis hielten sich auf Hausdächern auf, seine Truppen durchsuchten Gebäude nach Aufständischen, sagte der Arzt, der anonym bleiben wollte, der Nachrichtenagentur AP. «Wir haben keine Anästhetika, um unsere Patienten zu betäuben», sagte er. Seit dem Morgen seien 25 Menschen zu Tode gekommen.
09:52
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Der NATO-Rat in Brüssel kommt heute zu einer Sondersitzung über die Durchsetzung eines Flugverbots über Libyen zusammen. Beobachter erwarten, dass der NATO-Rat den Befehl zum Start der Militäraktion noch an diesem Wochenende geben wird.

Aus NATO-Kreisen verlautete, das Bündnis bereite die Stationierung von Dutzenden Kampfbombern, Tankern, Hubschraubern und Überwachungsflugzeugen im südlichen Mittelmeerraum vor.
09:40
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Italien versucht in der Libyen-Frage Boden gut zu machen: Aussenminister Franco Frattini möchte die militärischen Aktionen der internationalen Gemeinschaft gegen das Gaddafi Regime von Italien aus leiten. Er verlangt deshalb, dass die zuständige Koordinationsstelle von Stuttgart nach Capodichino bei Neapel verlegt wird. «Wir spielen bei dieser Operation eine entscheidende Rolle. Ohne Italien kann sie nicht durchgeführt werden», liess sich Frattini in der Tageszeitung «Il Messagero» zitieren. Italien steht in der Libyen-Debatte mit dem Rücken zur Wand da. Premier Silvio Berluscani muss sich Kumpanei mit Muammar Gaddafi vorwerfen lassen. Dies, nachdem er den libyschen Diktator jahrelang hofiert und ihn immer wieder als seinen Freund bezeichnet hat.
08:54
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Der Waffenstillstand in Libyen ist definitiv gebrochen, Gaddafis Truppen haben die Vororte der Rebellenhochburg Bengasi erreicht. Dies meldet der Nachrichtensender Al Jazeera. Das Regierungslager bestätigt den Kampf um Bengasi: Die regierungsnahe Nachrichtenagentur Jana meldet, die Truppen des Regimes seien im Westen der Hafenstadt angegriffen worden.
08:17
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Über Bengasi ist am Samstagmorgen ein libysches Kampfflugzeug abgeschossen worden. Dies meldet die französische Nachrichtenagentur AFP. Die Maschine hatte die Stadt zuvor minutenlang überflogen. Plötzlich habe das Heck der Maschine gebrannt. Kurz darauf sei der Jet über einem Wohngebiet im Süden Bengasis abgestürzt. In der Innenstadt waren Freudenschüsse zu hören. Über die näheren Umstände, die zum Crash führten, war zunächst nichts bekannt.
08:11
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In der libyschen Rebellenhochburg Bengasi sind offenbar Kampfhandlungen im Gang. Die französische Nachrichtenagentur AFP meldet schwere Bombardements im Südwesten der Hafenstadt. Mindestens ein Militärflugzeug soll am Samstagmorgen Bengasi überflogen haben. Unmittelbar danach sei eine Reihe von Explosionen zu hören gewesen, meldeten AFP-Journalisten vor Ort. Am Himmel seien schwarze Rauchsäulen zu sehen.
08:02
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Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat bei der Bundesanwaltschaft Strafanzeige gegen Libyen eingereicht. Grund für die Anzeige ist die Entführung der beiden Schweizer Max Göldi und Rachid Hamdani. Bereits Anfang März hatte Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey die Schweizer Justiz aufgerufen, das Gaddafi-Regime für die Entführung von Göldi und Hamdani zur Rechenschaft zu ziehen. Nun ist ihr Departement aktiv geworden und hat selber Anzeige erstattet, wie Schweizer Radio DRS am Samstagmorgen berichtet.

Jeannette Balmer, Sprecherin der Bundesanwaltschaft, bestätigte in der Sendung «Heute Morgen» die Strafanzeige des EDA vor. Die Anzeige richtet sich gegen die libyschen Verantwortlichen für die Entführung, wie es in dem Bericht weiter heisst. Wer genau damit gemeint ist, ist unklar.

Ob die Anzeige von der Bundesanwaltschaft weiterverfolgt wird, muss nun der Bundesrat entscheiden. Für die Verfolgung so genannt politischer Straftaten brauche es die Ermächtigung des Bundesrates, sagte Balmer. Die Bundesanwaltschaft habe der Landesregierung einen entsprechenden Antrag gestellt.
07:57
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Regierungsvertreter von EU, NATO und Arabischer Liga beraten am heutigen Samstag das weitere Vorgehen gegen den libyschen Machthaber Muammar al Gaddafi. Der französische UNO-Botschafter Gerard Araud sagte der BBC, er erwarte den Beginn militärischer Aktionen gegen Gaddafi innerhalb weniger Stunden nach dem Gipfel.

Vor allem Frankreich, Grossbritannien und die USA rücken die Umsetzung der vom UNO-Sicherheitsrat beschlossenen Flugverbotszone in den Mittelpunkt ihrer Überlegungen. In einer gemeinsamen Erklärung forderten sie Gaddafi am Freitag ultimativ zu einer sofortigen Waffenruhe auf.

Auch arabische Staaten unterstützten die Forderung, Gaddafi müsse den Vormarsch seiner Truppen auf die Rebellenhochburg Bengasi stoppen und aus den eroberten Städten Misrata, Adschdabija und Sawija abziehen, hieß es in der Erklärung weiter. Libyer müssten humanitäre Hilfe erhalten können oder die internationale Gemeinschaft werde ihn die Konsequenzen militärisch spüren lassen.
07:18
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Die Truppen von Muammar al-Gaddafi verletzen nach Meinung der USA die Waffenruhe, die in der neuen UNO-Resolution zu Libyen verlangt wird. Die Resolution 1973 verlange ein Ende aller Angriffe, betonte Susan Rice, US-Botschafterin bei der UNO in New York im Sender CNN. Ein Augenzeuge berichtete der Nachrichtenagentur Reuters aus der Rebellenhochburg Benghasi, am frühen Samstagmorgen seien in der Stadt starke Explosionen zu hören gewesen. Sie seien stark genug gewesen, um Gebäude zum Beben zu bringen. Auch ein Kampfjet sei über der Stadt zu hören gewesen.

Der stellvertretende libysche Aussenminister Chalid Kaim wies die Vorwürfe zurück. Er sagte am Freitag bei einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Tripolis, die gesamte libysche Luftwaffe habe schon seit zwei Tagen keine Einsätze mehr geflogen. Stattdessen warf er den Aufständischen vor, die Regierungstruppen bei El Magrun , rund 80 Kilometer südlich von Benghasi angegriffen zu haben. Seine Regierung lade internationale Beobachter ins Land, um die Einhaltung der Feuerpause zu überwachen, sagte Kaim weiter. Deutschland, China, Malta und die Türkei sollten Gesandte schicken.
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Die Situation am Samstagmorgen:

Die Truppen von Muammar al-Gaddafi verletzen nach Meinung der USA die Waffenruhe, die in der neuen UNO-Resolution zu Libyen verlangt wird. Die Resolution 1973 verlange ein Ende aller Angriffe, betonte Susan Rice, US- Botschafterin bei der UNO in New York im Sender CNN.

US-Präsident Barack Obama drohte Gaddafi mit dem Einsatz militärischer Gewalt, sollten seine Truppen nicht umgehend die Kampfhandlungen gegen die Opposition einstellen. Zugleich machte er deutlich, dass die USA sich bei möglichen Militäraktionen lediglich als «Teil der einer internationalen Koalition» sehen.

Die libysche Regierung hatte am Freitag eine Waffenruhe ausgerufen, wenige Stunden nachdem der UNO-Sicherheitsrat die Verhängung einer Flugverbotszone beschlossen hatte. Ungeachtet dessen nahmen Gaddafis Truppen nach Angaben der Aufständischen offenbar weiterhin libysche Städte unter Beschuss.

Ein Augenzeuge berichtete der Nachrichtenagentur Reuters aus der Rebellenhochburg Benghasi, am frühen Samstagmorgen seien in der Stadt starke Explosionen zu hören gewesen. Sie seien stark genug gewesen, um Gebäude zum Beben zu bringen.

Der stellvertretende libysche Aussenminister Chalid Kaim wies die Vorwürfe zurück. Er sagte am Freitag bei einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Tripolis, die gesamte libysche Luftwaffe habe schon seit zwei Tagen keine Einsätze mehr geflogen. Stattdessen warf er den Aufständischen vor, die Regierungstruppen bei El Magrun, rund 80 Kilometer südlich von Benghasi angegriffen zu haben.

Seine Regierung lade internationale Beobachter ins Land, um die Einhaltung der Feuerpause zu überwachen, sagte Kaim weiter. Deutschland, China, Malta und die Türkei sollten Gesandte schicken.

Die am Donnerstag in New York verabschiedete UNO-Resolution erlaubt, eine Flugverbotszone über Libyen und eine Waffenruhe «mit allen nötigen Massnahmen» durchzusetzen, um die Gewalt der Gaddafi- Truppen gegen die Opposition und die Zivilbevölkerung zu stoppen.

Am Samstag findet in Paris ein Gipfel zur Lage in Libyen statt. Neben den USA, Grossbritannien und Frankreich sollen auch arabische Staaten und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel daran teilnehmen.

Mit einer internationalen Militäraktion in Libyen ist möglicherweise schon an diesem Wochenende zu rechnen. Er gehe davon aus, dass die militärische Intervention «binnen Stunden» nach dem Sondergipfel zu Libyen beginnen könne, der am Samstag in Paris stattfinde, sagte der französische UNO-Botschafter Gérard Araud dem britischen Fernsehsender BBC am Freitagabend.

Gaddafi bezeichnete die UNO-Resolution am Samstag als «unverhohlenen Kolonialismus». Es gebe dafür keine Rechtfertigung. «Es wird ernsthafte Folgen für den Mittelmeerraum und Europa haben», sagte er am Samstag dem Fernsehsender Al-Dschasira.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Frank Müller am 19.03.2011 12:34 Report Diesen Beitrag melden

    schöne neue Welt

    Toll! Noch ein Krieg. Erst zetteln westliche Geheimdienste einen "Volks"-Aufstand an, um dann per westlich dominiertem UNO-Beschluss militärisch einzugreifen, um dann ganz nebenbei das Öl des Landes in den Besitz zu nehmen. Wo ist bitte das entsprechende Engagement in anderen Unruheherden der Welt, allen voran Israel? Da gibt es seit Jahrzehnten illegale Massenvernichtungswaffen (anders als bei Hussein) und ebenso lange eine Unterdrückung von Teilen der Bevölkerung. Man sieht klar: Das Dollar-Imperium ist am Ende, und wird im Todeskampf zur Bestie. Und wir Deppen machen dabei mit.

  • Lemmy am 19.03.2011 21:38 Report Diesen Beitrag melden

    Es geht nur ums Öl!

    Na, zusammen ist man scheinbar stark, solange keine grossen Verluste eingesteckt werden müssen! Aber seinen wir mal ehrlich: Schlussendlich geht es nur um's Öl und nicht um die unterdrückte Bevölkerung, oder?

  • Martin Gut am 19.03.2011 22:09 Report Diesen Beitrag melden

    Ein ganz anderer Wind als unter Bush

    Bush hätte längst gehandelt, und zwar ohne lächerliches Juristen-Kriegsrechtsgeschwafel und langwierige UN-Resolutionen! Obama ist schwach, unentschlossen und kann keine Verantwortung unternehmen!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Beobachter am 20.03.2011 14:56 Report Diesen Beitrag melden

    Falsche Presseinformationen

    Mehr aktuelle Infos zu falschen Informationen der westlichen Presse: : Russischer Aufklärungssatelit bestätigt dass keine Angriffe von sogenannten Freiheitskämpfern innerhalb Lybien stattgefunden haben

  • Daniel am 20.03.2011 14:46 Report Diesen Beitrag melden

    Probleme nicht mit Intervention lösbar

    Auch wenn der Gaddafi-Clan ausgelöscht würde, er hat noch genug Anhänger. Diese werden sich zur Wehr setzen. Folge: ein nicht endender Bürgerkrieg. Oder wurden die Probleme in Afghanistan, Irak, Korea mit militärischen Interventionen gelöst?

  • Nadja S. am 20.03.2011 00:43 Report Diesen Beitrag melden

    Vive la France!

    Ein Hoch auf Sarkozy; der scheint, der fähigste Staatsmann zu sein. Die Ziele müssen jetzt konsequent und bedeutend getroffen werden, damit die Drohungen Gaddhafis verummöglicht werden

  • Marco Ketzel am 20.03.2011 00:28 Report Diesen Beitrag melden

    krieg ernährt den krieg

    passt auf, ich wette mit euch das gaddafi noch mehr hat als ein paar billige panzer und jets, bei seinen ganzen geld hat er sich vorher bestimmt jede menge neues spielzeug geholt, und das könnte ziemlich unangenehm für die westlichen truppen und der lybischen bevölkerung

  • Arnold Weissenegger am 20.03.2011 00:17 Report Diesen Beitrag melden

    Der gute Westen!!!!!

    Bin weissgott kein Freund Gaddafi's. Warum aber wollen wir im Westen immer wieder aufs Neue wissen was gut und was schlecht ist! Was gibt uns die Legitimität ein anderes Land in die Schranken zu weisen? Soll mir niemand sagen wir täten es für die Aufständigen... Ist doch das Gleiche wie damals im Irak... Nur das schwarze Gold zählt!!! Punkt

    • No Dict am 25.03.2011 02:21 Report Diesen Beitrag melden

      Demokratie siegt

      Was soll denn dann bitte schön in solchen Diktator-geführten Ländern besser sein?

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