US-Wahlen

04. September 2008 06:27; Akt: 04.09.2008 09:01 Print

Palin beruft sich auf Gott

Der Krieg der USA im Irak ist nach Worten der republikanischen Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin eine «von Gott gegebene Aufgabe».

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Wie ausserdem bekannt wurde, bezeichnete Palin in einer Rede, die sie im Juni vor Theologiestudenten in Alaska gehalten hat, den Bau einer 30 Milliarden Dollar teuren Gaspipeline als «Gottes Willen». Sie forderte die Studenten auf, sowohl für die Truppen im Irak als auch für die Verwirklichung des Pipeline-Projekts zu beten. Ein Video von der Rede in einer Kirchgemeinde tauchte jetzt im Internet auf.

Auf dem Parteitag der Republikaner in St. Paul sollte die Gouverneurin von Alaska in der Nacht zum Donnerstag selbst das Wort ergreifen. Nach der am vergangenen Freitag bekanntgegebenen Entscheidung von Präsidentschaftskandidat John McCains für Palin machten die Schwangerschaft ihrer 17-jährigen Tochter und eine umstrittene Entlassung eines Regierungsbeamten in Alaska Schlagzeilen.

McCain bezeichnete die Gouverneurin von Alaska derweil in einem Interview mit dem Sender ABC als solide Kandidatin für den Vizeposten. Sie sei für «20 Prozent der Energieversorgung der USA zuständig», sagte er. Palin habe als Bürgermeisterin gearbeitet und die Wähler in Alaska hätten ihre Arbeit gründlich bewertet. Sie sei ausserdem eine fähige Aussenpolitikerin, teils weil «Alaska gleich neben Russland liegt». Dagegen seien die Leistungen seines demokratischen Kontrahenten Barack Obama «sehr dürftig».

McCain und Palin sollten im Laufe der Nacht offiziell auf dem Parteitag nominiert werden. McCain wird erst in der Nacht zum Freitag auf dem Parteitag auftreten.

(ap)