US-Vorwahlen

15. Februar 2012 02:12; Akt: 15.02.2012 11:07 Print

Schlechte Umfragewerte für Romney

Bisher galt Mitt Romney als Favorit im Rennen der US-Republikaner um die Präsidentschaftskandidatur – jetzt zieht einer Umfrage zufolge der erzkonservative Bewerber Rick Santorum an ihm vorbei.

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Rick Santorum (links im Bild) hat gemäss der landewseiten Umfrage mehr Vorwähler im Rücken, als sein Konkurrent Mitt Romney. Vergleicht man die bislang verteilten Delegiertenstimmen, liegt Romney (123 Stimmen) aber deutlich vor Santorum (72 Stimmen). (Bild: Keystone/Paul Sancya)

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Einer landesweiten Umfrage des TV-Senders CBS und der «New York Times» zufolge unterstützen 30 Prozent der republikanischen Vorwähler den ehemaligen Senator Santorum. 27 Prozent stehen hinter dem Multimillionär Romney. 12 Prozent sprachen sich für den radikalliberalen Ron Paul aus. Ex-Parlamentspräsident Newt Gingrich favorisieren demnach zehn Prozent. Vor einem Monat lag Romney mit 28 Prozent vorn, Santorum war mit 16 Prozent noch klar abgeschlagen.

Romney gilt als vergleichsweise moderater und pragmatisch ausgerichteter Konservativer. Santorum galt vor Beginn der Vorwahlen Anfang Januar noch als krasser Aussenseiter. Er verfügt im Gegensatz zu Romney nur über ein knappes Werbebudget. Santorum macht gezielt Wahlkampf mit seiner strikt konservativen und christlich-religiösen Ausrichtung. Er tritt etwa selbst bei Vergewaltigung und Inzest für ein Verbot von Abtreibung ein.

Beide Kandidaten konnten sich bisher in je vier Vorwahlen durchsetzen. Romney gewann unter anderem die wichtige Abstimmung in Florida. Santorum setzte sich dagegen jüngst überraschend in den drei Bundesstaaten Colorado, Minnesota und Missouri durch.

«Super Tuesday» am 6. März

Die nächsten Vorwahlen stehen am 28. Februar an, in den Bundesstaaten Arizona und Michigan. Doch immer stärker wird klar: Eine echte Vorentscheidung fällt erst beim «Super Tuesday» am 6. März – dann wird auf einen Schlag in zehn Bundesstaaten gewählt.

Endgültig wollen die Republikaner erst bei ihrem Parteitag Ende August entscheiden, wer bei den Präsidentenwahlen am 6. November gegen Barack Obama antritt.

(sda)