Daniel Domscheit-Berg

23. Dezember 2010 07:48; Akt: 23.12.2010 08:47 Print

Ex-Wikileaks-Sprecher will auspacken

Das dürfte Julian Assange nicht gefallen: Der frühere deutsche Sprecher der Plattform plant ein Buch über die « Finanzen und die inneren Spannungen» der Organisation.

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Folgt jetzt die grosse Abrechnung? Daniel Domscheit-Berg und Julian Assange.

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Sie waren lange Zeit die einzigen öffentlich bekannten Mitarbeiter von Wikileaks: Julian Assange und Daniel Domscheit-Berg, besser bekannt unter seinem Pseudonym Daniel Schmitt. Die beiden hatten sich 2007 getroffen und anschliessend zusammengearbeitet. Schliesslich kam es zum Zerwürfnis zwischen Assange und Schmitt über persönliche, ethische und politische Fragen. Der Deutsche verliess vor wenigen Monaten Wikileaks.

Nun will Domscheit-Berg auspacken: Sein Buch werde im Februar erscheinen, teilte der Verlag Crown Publishers am Mittwoch in New York mit. Es werde die «Entwicklung, die Finanzen und die inneren Spannungen» der Organisation offenlegen, hiess es. Das Buch soll auch in Deutschland, Grossbritannien und elf weiteren Staaten erscheinen. Doch damit nicht genug: Domscheit-Berg hatte vor kurzem angekündigt, er werde eine ähnliche Website wie Wikileaks einrichten: Openleaks.org, die Anfang 2011 an den Start gehen soll.

(ap)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lara am 23.12.2010 08:50 Report Diesen Beitrag melden

    Verräter!

    Erst von der Erfolgswelle sehr gerne mit hochspühlen lassen und nun will man selber abkassieren. Wie verabscheuungswürdig!

  • Hans Peter am 23.12.2010 09:35 Report Diesen Beitrag melden

    Ein neidischer teutonischer Nachahmer...

    ...der schnell Profit aus der eskalierten Situation schlagen will - anders kann man dies nicht sehen und die Allgemeinheit - ausser den Geheimdiensten - wird das Buch auch nicht unbedingt ernst nehmen.

  • georg am 24.12.2010 06:25 Report Diesen Beitrag melden

    transparent???

    was nützt ein wenig transparentz von wikilieaks, wenn keine lösung für probleme vorhanden sind. müssen wir von jetzt an, von jedem der es nicht ganz nach oben geschaft hat, rechnen dass er zu wikileaks geht. darum finde ich es gut, passiert das gleiche bei wikileaks. als organisation ist wikileaks nicht besser als unsere regierungen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • georg am 24.12.2010 06:25 Report Diesen Beitrag melden

    transparent???

    was nützt ein wenig transparentz von wikilieaks, wenn keine lösung für probleme vorhanden sind. müssen wir von jetzt an, von jedem der es nicht ganz nach oben geschaft hat, rechnen dass er zu wikileaks geht. darum finde ich es gut, passiert das gleiche bei wikileaks. als organisation ist wikileaks nicht besser als unsere regierungen.

  • georg am 24.12.2010 06:08 Report Diesen Beitrag melden

    keine lösung

    wikileaks bringt uns menschen auch keine besserung. für die zeitungen und am stammtisch mag es bereichernd sein, aber sonst????? die erhaltenen informationen stammen eh von menschen die auf einen fahrenden zug aufgesprungen sind und dann auf den nächsten, da diese nicht weiter gekommen sind.

  • Dani am 23.12.2010 15:31 Report Diesen Beitrag melden

    Solche Leute verursachen immer Spannungen!

    Sorry aber mit so einem Typen (Domscheid) muss es "innere Spannungen" geben! Logisch dass man solche Leute, die nur Profitorientiert sind, in solche inem Projekt nicht lange dulden kann! Ich verstehe nur nicht, wie man mit halbwegs vernünftigem Gripps solch eine Dummheit machen kann!? Domscheid stellt sich selber ins Abseits...

  • Pablo am 23.12.2010 15:05 Report Diesen Beitrag melden

    Typisch

    Da das Buch nicht vom gehypten Assange oder Wikileaks stammt, ist es nichts wert. In dem Buch könnte ja die Wahrheit drinstehen.. aber ja, wen interessiert schon die Wahrheit wirklich? Hauptsache man heuchelt das vor und unterstütz Assange und Wikileaks. Alle anderen sind profilierungssüchtig und nur hinter dem Profit. Aber was wenn Wikileaks kein Stück besser als die böse "USA" ist? Was wenn das Buch Sachen aufdeckt die an die Öffentlichkeit gehören? Ach nein, ist ja nicht der heilige Assange...

  • Aison am 23.12.2010 12:19 Report Diesen Beitrag melden

    Na und?

    Und was genau packt er jetzt aus? Mal abgesehen dass Domscheit einfach auf der Erfolgswelle von Wikileaks mitreiten will, was soll er denn schon neues erzählen? Ok, die Finanzierung könnte interessant sein, wird wohl aber kaum Überraschungen an den Tag legen. Und dass es interne Spannungen gibt, das ist auch nichts neues. Zudem ist das normal in jeder Organisation.