Erste Reaktionen

09. November 2016 10:01; Akt: 09.11.2016 10:01 Print

«Die Amerikaner holen sich ihr Land zurück»

Jubelnde Rechtspopulisten, Intellektuelle in Schockstarre. Das sind die ersten Reaktionen zu Trumps Siegeszug.

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Freude beim niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders: «Die Amerikaner holen sich ihr Land zurück.» Der Anwalt und Polit-Aktivist im Frühjahr 2016 in Amsterdam. (Bild: Peter DeJong)

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Schon bevor das Ergebnis endgültig war, trudelten bereits die ersten Glückwünsche beim neuen US-Präsidenten Donald Trump ein. Derweil reagieren Intellektuelle schockiert über seinen Sieg.

In seinem Essay «Unser unbekanntes Land», veröffentlicht in der «New York Times», schreibt Star-Ökonom Paul Krugman: «Wir lagen so falsch.» Er und Gleichgesinnte hätten einen Sieg des «ungeeigneten, unfähigen, lächerlichen» Kandidaten Donald Trump niemals für möglich gehalten. «Ist Amerika ein gescheiterter Staat, eine gescheiterte Gesellschaft?», fragt der Wirtschaftswissenschaftler. Seine desillusionierte Antwort: «Möglicherweise ja.»

Mit Ursula von der Leyen hat sich das erste deutsche Regierungsmitglied schon vor dem Ausgang der Wahl zu Donald Trumps Durchmarsch geäussert. Die Verteidigungsministerin und CDU-Politikerin kommentiert dessen Erfolg in der ARD als «schweren Schock» und geht von einem politischen Beben aus. Europa müsse sich auf Veränderungen einstellen.

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz erwartet nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten schwierigere Beziehungen zu den Vereinigten Staaten. Das politische System der USA habe allerdings immer wieder Ausschläge erlebt und sei stark genug auch für eine Präsidentschaft des Republikaners Trump, sagte der SPD-Politiker am Mittwochmorgen in der ARD.

Schulz verglich Trumps Wahlsieg mit der Entscheidung der Briten für das Ausscheiden aus der Europäischen Union. Viele Menschen fühlten sich nicht ernst genommen und protestierten mit ihrer Stimme. «Man muss genau hinhören», sagte Schulz und sprach von einem Lehrstück. Ähnlich grosse Verwerfungen wie in den USA gebe es in Europa allerdings nicht.

«Mr. Brexit» und Ex-Ukip-Chef Nigel Farage kann am frühen Morgen in der US-Botschaft in London seine Freude über einen möglichen Donald Trump als Präsidenten nicht verhehlen. Er sieht sich schon in der Rolle des künftigen EU-Botschafters von Trump.

Unverhohlene Freude auch bei Frankreichs Rechtspopulistin Marine Le Pen. Sie gratulierte dem «neuen Präsidenten» Donald Trump schon, bevor das Wahlergebnis definitiv feststand:

Auch von seiner Seite war keine andere Reaktion zu erwarten: Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders schreibt auf Twitter «Die Amerikaner holen sich ihr Land zurück»:

«Freuen wir uns darüber – es kommt gut!», äusserte sich laut «Blick» SVP-Nationalrat Andreas Glarner: «Es freut mich sehr, dass wohl die Republikaner und Donald Trump gewonnen haben. Ich bin überzeugt, dass Trump von vielen Medien schlechter dargestellt wurde, als er wirklich ist.» Arbeit und Leistung würden in Amerika bald wieder belohnt, Gesetz und Ordnung durchgesetzt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Carla am 09.11.2016 10:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo Wilders

    Wahre Worte Wilders. Alle Länder sollten wieder zu mehr Autonomie zurückkehren.

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  • Marcel Moser am 09.11.2016 11:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja. Nun ist es so

    Ich war schon immer der Meinung Trump wird gewinnen. Schon nur die Tatsache wie die Medienberichte einseitig für Clinton waren. Clinton = positiv. Trump = negativ. Anhand solcher medienäusserungen war mir klar dass Trump gewinnen wird. Denn der normale Ami hat die Nase mehr als voll vom Schulden machen etc wie auch Kriege. Politik wie Medien haben an der Realität vorbei gewurstelt und die wahren Verhältnisse in den USA ignoriert. Nun kam die knallharte Wahrheit die viele starr und stutzig macht. So ist es nun mal wenn man den Bürger und Steuerzahler umgeht oder veräppeln will. So auch Merkel

  • Ein Leser am 09.11.2016 10:43 Report Diesen Beitrag melden

    Brexit und Trump

    Eigentlich könnten GB und die USA zusammen ein Packt abschliessen und dann Druck auf die EU aufbauen. Dann stellt sich dann die Frage wer erpresst dann wem. Nigel Farage ist sehr gut mit Trump.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • GUTSO am 09.11.2016 11:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    harmlos...

    Bravo! Auch wenn viele Angst haben! Aber wie sagt man so schön: bellende Hunde beissen nicht!!

  • Geissenpeter am 09.11.2016 11:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trump hat es allen gezeigt

    interessant ist, dass er vor der Wahl gesagt hat, er wäre blöd wenn er so viel Geld ausgeben würde, wenn er wüsste dass er nicht gewinnt. Witzig, aber alle Umfragen gingen von Clintons Sieg aus.

  • Marcel Moser am 09.11.2016 11:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja. Nun ist es so

    Ich war schon immer der Meinung Trump wird gewinnen. Schon nur die Tatsache wie die Medienberichte einseitig für Clinton waren. Clinton = positiv. Trump = negativ. Anhand solcher medienäusserungen war mir klar dass Trump gewinnen wird. Denn der normale Ami hat die Nase mehr als voll vom Schulden machen etc wie auch Kriege. Politik wie Medien haben an der Realität vorbei gewurstelt und die wahren Verhältnisse in den USA ignoriert. Nun kam die knallharte Wahrheit die viele starr und stutzig macht. So ist es nun mal wenn man den Bürger und Steuerzahler umgeht oder veräppeln will. So auch Merkel

  • Ein Leser am 09.11.2016 10:43 Report Diesen Beitrag melden

    Brexit und Trump

    Eigentlich könnten GB und die USA zusammen ein Packt abschliessen und dann Druck auf die EU aufbauen. Dann stellt sich dann die Frage wer erpresst dann wem. Nigel Farage ist sehr gut mit Trump.

    • Ich am 09.11.2016 11:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ein Leser

      Das GB der Junior Partner der USA ist, ist nichts Neues...

    • Siegmar am 09.11.2016 11:22 Report Diesen Beitrag melden

      @Ich

      Junior Partner der USA? Irgendwie haben Sie gerade die Geschichte neu geschrieben.

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  • Carla am 09.11.2016 10:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo Wilders

    Wahre Worte Wilders. Alle Länder sollten wieder zu mehr Autonomie zurückkehren.

    • Klaus07 am 09.11.2016 11:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Carla

      Aha, und wo worin ist die USA nicht mehr autonom?

    • Lekar am 09.11.2016 11:55 Report Diesen Beitrag melden

      Satanist Wilders

      Zwei Parteien des Teufels. Und eine hat gewonnen.

    • james ringo am 09.11.2016 12:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Carla

      Die usa gehörte mal den Ureinwohner... ein Land das von Flüchtlingen übernommen wurde was heute die usa ist. Ist es nicht ein bisschen ironisch das gerade die rechtspopulisten das feiern???!

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