Zwei Skirennen am gleichen Tag

15. Februar 2018 18:56; Akt: 16.02.2018 01:22 Print

ORF-Kameraleute schieben für die SRG Überstunden

von A. Stäuble, Jeongseon - Zwei Skirennen an zwei Tagen: Das Monsterprogramm verlangt auch der SRG alles ab. Die Kollegen von ORF leisten Nachbarschaftshilfe.

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Die SRG produziert an den Olympischen Winterspielen im Auftrag des IOK das Weltsignal für die alpinen Skirennen. Aufgrund der wetterbedingten Verschiebungen musste sich die Schweizer Crew quasi mit dem Worst-Case-Szenario auseinandersetzen: Die SRG muss an zwei Tagen von zwei Rennen die TV-Bilder produzieren.

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Die Abfahrt der Männer und der Riesenslalom der Frauen wurden auf Donnerstag verschoben, der Super-G der Männer und der Slalom der Frauen steigen am Freitag. Einem ersten Lauf bei den Frauen folgt jeweils das Rennen der Männer, ehe in den technischen Disziplinen die zweiten Durchgänge ausgetragen werden.

ORF-Personal schiebt Überstunden

Zum dicht gedrängten Programm kommt, dass die beiden Austragungsorte rund 45 Autominuten voneinander entfernt liegen. Die Speedrennen gehen in Jeongseon über die Bühne, die technischen Disziplinen in Yongpyong.

Obwohl die Produktionsteams gesplittet wurden, reichen die rund 125 Personen der SRG, die in Südkorea als Techniker, Regisseure, Kameraleute etc. im Einsatz sind, nicht. Also musste ein Plan B her. In einem solchen Fall kann auf Personal des OBS, des Broadcasters des Internationalen Olympischen Komitees, zurückgegriffen werden, der Kameraleute zur Verfügung stellt.

Doch bei der SRG hat man sofort anderes Personal ins Visier genommen. «Wir wussten, dass es bei ORF skifaffine Kameraleute gibt. Also haben wir dort angefragt», erklärt Karin Nussbaumer, SRG-Projektleiterin vor Ort.

Erst Ski, dann Biathlon

Die Anfrage war ein Erfolg: Beim Riesenslalom der Frauen standen am Donnerstag acht ORF-Kameraleute im Einsatz. Für die Nachbarschaftshilfe nimmt das österreichische Personal Überstunden in Kauf. Nach dem Riesenslalom stehen die Leute am Donnerstagabend noch beim Biathlon hinter den Kameras, ehe sie am Freitag wiederum für die SRG beim Super-G der Männer im Einsatz sind.

Der Plan B ist – zumindest am Donnerstag – aufgegangen. «Es ist alles gut gegangen und das Feedback des IOK war positiv», sagt Nussbaumer. Die SRG kann aufatmen, hofft aber gleichzeitig, im weiteren Verlauf der Winterspiele nicht noch einen personellen Spagat machen zu müssen. «Wir hoffen natürlich, dass es zu keinen weiteren Verschiebungen kommen wird.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Geht nur gemeinsam am 15.02.2018 19:27 Report Diesen Beitrag melden

    Overlord

    Auf unseren Nachbar ÖE ist einfach immer Verlass! Hoffe das bei uns auf der Gegenseite?

  • Peter2000 am 15.02.2018 19:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Plan B

    Ich dachte immer, dass es keinen Plan B gibt? ;)

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  • Waterpolo1s am 15.02.2018 19:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ... echt toll :-))

    Toll, dass die Zusammenarbeit funktioniert! :-))

Die neusten Leser-Kommentare

  • a.m. am 16.02.2018 07:30 Report Diesen Beitrag melden

    oje

    An alle Wutbürger hier. Mein Nein zu nobillag habe ich abgeschickt. so wie die Merheit der Bürger.

    • Cartman1993 am 16.02.2018 12:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @a.m.

      Das wissen wir erst am Abstimmungstag. Ich hoffe darauf, dass es die Mehrheit auch so sieht, aber sicher wäre ich mir hier nicht

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  • Fernseher am 16.02.2018 07:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    etwas irritiert

    125 Personen schaffen nicht zwei Rennen? Ist das Teul dey SFR Problems?

    • Matthias Wegmüller am 16.02.2018 09:43 Report Diesen Beitrag melden

      TV-Produktion braucht Manpower

      Genau, wieso nicht einfach einen Kameramann aufstellen und gut ist... Sie haben offensichtlich keine Ahnung, wie aufwändig eine TV-Produktion im Skizirkus ist.

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  • FUSRF am 16.02.2018 07:00 Report Diesen Beitrag melden

    Danke Ösis

    Ohne euch würden wir nur zahlen und nichts sehen!

  • Christoph Gübeli am 16.02.2018 06:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Champagner

    Das wahr wohl eine champagnerparty zu viel für die SRG mitarbeiter

  • Nick am 16.02.2018 06:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    125 SRG Leute nach Korea geschickt...

    ... um Überstunden abbauen zu lassen. Gratisferien wäre wenigstens ehrlich. Mein Ja habt ihr.

    • Heinz schwarz am 16.02.2018 06:36 Report Diesen Beitrag melden

      Nochmals

      Nochmals zur erinnerung. Das weltsignal wird vom tpc produziert und ist ein externer auftrag und hat absolut nichts mit irgendwelchen gebührengeldern zu tun. Das gesamte personal (123 personen) steht unter dem auftraggeber und hostbroadcaster OBS (olympic broadcasting services) und ich wiederhole es hat nicht im geringsten etwas mit dem SRF oder Gebührengeldern zu tun.

    • Fernseher am 16.02.2018 07:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Heinz schwarz

      natürlich hat es mit SRF zu tun, es ist SRF wel he den Auftrag ausführt mit SRF Effizienz. Diese "Effizienz" kostet bei schweizer Produktionen den Gebührenzahler viel Geld.

    • Wer das Positive nicht sehen will, am 16.02.2018 07:37 Report Diesen Beitrag melden

      @ Heinz Schwarz

      findet immer einen Grund zum meckern. Und das erst recht, wenn es gegen die SRG geht. Da hilft kein Argument, weil die Meinungen gemacht.

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