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11.3.2019 Print

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«Soziale Netzwerke sind eine Goldmine für Hacker»

Ein anonymer Hacker gibt Auskunft über sein listiges Handwerk und erklärt, mit welchen Maschen er bei gezielten Angriffen auf Privatpersonen die grössten Erfolge erzielt.

Welche Personen sind für Cyber-Kriminelle besonders interessant?
Das sind zum einen Personen aus Politik und Wirtschaft. Menschen mit Einfluss, Macht und häufig auch Geld. Zum anderen sind das aber auch alle naiven und sorglosen Personen im Internet. Man kann sie ziemlich leicht dazu bringen, Informationen preiszugeben, die es uns ermöglichen, sie zu erpressen oder sie direkt zu hacken.

Wie ködern Hacker potenzielle Opfer?
Schmeicheln Sie, verführen Sie, verzaubern Sie auf subtile Weise, und Sie erhalten alles, was Sie von Ihrer Zielperson wollen. Daher sind soziale Netzwerke für uns eine wahre Goldmine. Um mehr über ein Opfer zu erfahren, erzeugen wir falsche Profile auf Facebook, Twitter oder LinkedIn. Wir geben zum Beispiel vor, eine attraktive Frau zu sein, und besuchen bewusst Profile von Männern. In sehr kurzer Zeit verschafft uns diese einfache Methode eine beeindruckende Anzahl neuer Kontakte. Man kann auch vorgeben, ein potenzieller Geschäftspartner zu sein. Im Laufe der Zeit erhalten wir auf diese Weise private Angaben wie Adressen oder sogar Informationen über die finanzielle Situation einer Person.

Was machen Sie mit diesen Informationen?
Wir sammeln diese Daten und vertiefen unser Wissen über die Zielperson über Wochen oder sogar Monate. Häufig werden die Opfer mit uns über ihre brüchige Beziehung, über die Probleme mit ihren Kindern oder auch ihre ausserehelichen Verhältnisse reden. Wichtig ist, die emotionale Verletzlichkeit eines potenziellen Opfers zu erkennen und im richtigen Moment auszunutzen.

Wie intensiv forschen Hacker vor einem Angriff?
Es gibt verschiedene Szenen und Methoden. Die «Skript-Kiddies» gehen opportunistisch vor. Wenig Recherche, sondern Angriff auf die breite Masse. Andere Hacker führen gezielte Angriffe durch, die keine Fehler erlauben. Dabei muss man sich immer im Hinterkopf behalten, dass man mit dem Feuer spielt. Man kann sich nebst Privatpersonen auch Landesregierungen oder Unternehmen zum Feind machen, die sich ohne Zögern zur Wehr setzen. Die virtuelle Welt ist keine Demokratie; es herrscht das Recht des Stärkeren.

Lesen Sie das vollständige Interview hier weiter.