100 Jahre Suva

12.9.2018 Print

100 Jahre Suva

Auf diesem Parcours bestehen nur die Besten

Heute starten die Schweizer Berufsmeisterschaften SwissSkills in Bern. Hier misst sich die Spitzenklasse der Lernenden aus verschiedenen Berufen.

Der Wettkampf ist hart und verlang den jungen Berufsleuten alles ab. Dabei ist auch die Sicherheit bei der Arbeit für die Lernenden ein Thema. Wie das geht, zeigt die Suva mit einem neuen Erlebnisparcours vor Ort.

Die Stifti ist eine spannende Zeit, an die man sich oft ein Leben lang erinnert. Vieles ist neu. Oft ist es schwierig, den Überblick zu behalten und Gefahren im Joballtag zu erkennen.

Deshalb rät die Suva den Lernenden, Stopp zu sagen, wenn Gefahr droht, wenn sie Angst haben oder ein Arbeitsauftrag unklar ist. Zuerst mit dem Vorgesetzten klären und dann weiterarbeiten. Jedes Jahr verunfallen 25 000 Lernende in der Schweiz bei der Arbeit. Drei Unfälle enden sogar tödlich. Das darf nicht sein!

Die Suva macht mit einer Kampagne auf Gefahren am Arbeitsplatz und in der Freizeit aufmerksam. Ihr Erlebnisparcours zeigt dies hautnah. In sieben Modulen erleben die Teilnehmer typische Situation mit Unfallpotenzial: Ablenkung, Multitasking, falsche Einschätzung, fehlende Schutzausrüstung und vieles mehr. Der Parcours an den SwissSkills bietet jedem Aha-Erlebnisse.



«Ich bin für eine sichere Lehrzeit»



Jan Bucher (18) arbeitet im vierten Lehrjahr bei der Schreinerei Eichenberger in Trub im Emmental. Der angehende Schreiner weiss, worauf es in Sachen Sicherheit bei der Arbeit ankommt. Er kämpft bei den SwissSkills an vorderster Front mit. Wir haben ihn interviewt.

Was bedeutet dir dein Beruf?
Die Schreinerei Eichenberger bietet mir eine vielseitige Tätigkeit. Und ich arbeite gerne mit dem Naturprodukt Holz. Als Schreiner muss man teamfähig sein. Das passt zu mir. Ich schätze den Kontakt zu meinen Arbeitskollegen, aber auch zu den Kunden. Zudem hat der Schreinerberuf eine lange Tradition, auch in unserer Familie. Mein Grossvater und Vater sind ebenfalls Schreiner.

Hast du schon Stopp gesagt, wenn eine Arbeitssituation gefährlich war?
So direkt musste ich noch nie Stopp sagen. Wenn ich zum Beispiel an einer Kehlmaschine arbeite, mache ich immer einen zweiten Kontrollgriff, bevor ich das Gerät starte. Ich will sicher sein, dass das Werkstück festsitzt. Ansonsten fliegt dir das um die Ohren. Ich hoffe, ich bleibe unfallfrei.

Was war deine Motivation, an den SwissSkills teilzunehmen?
Durch meine Wettkampferfolge wurde ich in die Schreiner-Nationalmannschaft aufgenommen. Ich bin stolz darauf, dass ich nun mit den neun besten Schreiner-Lehrlingen der Schweiz an den SwissSkills teilnehmen darf. Wir haben uns in den Trainings kennen gelernt und sind Kollegen geworden. Nun treten wir gegeneinander an. Es ist ein Nervenkitzel, wenn du bei Wettkämpfen einen Plan in die Hände bekommst und weisst, in sieben Stunden muss ich daraus eine tolle Arbeit abliefern. Das fordert, ist aber auch sehr lehrreich. An den SwissSkills wird der Wettbewerb vier Tage dauern. Ich freue mich darauf.