Russland und USA

06. Februar 2014 05:28; Akt: 06.02.2014 09:39 Print

Botschafter sticheln wegen Pussy Riot

Via Twitter und den Medien haben sich die Uno-Botschafter von Russland und den USA gegenseitig auf die Schippe genommen. Anlass war ein Besuch der Punkband Pussy Riot in den USA.

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Die Musikerinnen von Pussy Riot weilen zurzeit in den USA, um an Konzerten von Amnesty International teilzunehmen. (Bild: Keystone/Jason Szenes)

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Die Uno-Botschafter von Russland und den USA haben sich einen verbalen Schlagabtausch wegen der russischen Protest-Punkband Pussy Riot geliefert. Anlass war ein Treffen von US-Botschafterin Samantha Power mit zwei Mitgliedern der Gruppe, die kürzlich aus dem Gefängnis freigekommen waren.

Anschliessend twitterte die amerikanische Botschafterin, sie habe «zwei mutige Störenfriede» getroffen. Auf die Frage, ob sie Angst vor dem Gefängnis gehabt hätten, hätten die Maria Aljochina und Nadeschda Tolokonnikowa geantwortet: «Nein. Im Gefängnis konnten wir die schrecklichen Zustände sehen. Das war Feldforschung für Menschenrechte.»

Alechina und Tolokonnikowa wurden im Dezember nach beinahe zwei Jahren Haft freigelassen. Sie waren verurteilt worden, weil sie ein Protestkonzert in einer russischen Kirche gegeben hatten. In die USA sind sie gereist, um an einem Konzert der Menschenrechtsorganisation Amnesty International teilzunehmen.

Als der russische Uno-Botschafter Witali Tschurkin auf einer Pressekonferenz am späten Mittwochabend auf das Treffen von Power mit den beiden Musikerinnen angesprochen wurde, fragte er spöttelnd: «Sie hat sich jetzt aber nicht der Band angeschlossen?» Als die Journalisten in Gelächter ausbrachen, fuhr er fort: «Ich würde von ihr erwarten, dass sie sie zu einem Auftritt in die National Cathedral in Washington einlädt. Das ist meine Erwartung. Vielleicht können sie ja sogar eine Welttournee organisieren – Petersdom in Rom, vielleicht Mekka in Saudi-Arabien und die Klagemauer in Jerusalem.» Er wäre enttäuscht, wenn Power dahinter zurückbleiben würde.

Das rief wiederum Power auf den Plan: «Botschafter Tschurkin. Es wäre mir eine Ehre, mit Pussy Riot auf Tournee zu gehen – einer Gruppe Mädchen, die für Menschenrechte die Stimme erheben und aufstehen. Wollen Sie sich uns nicht anschliessen?», twitterte die Diplomatin. Sie selbst könne zwar nicht singen, aber wenn Pussy Riot sie fragen würde, dann würde sie das erste Konzert für die politischen Gefangenen in Russland geben.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mr.P. am 06.02.2014 06:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    lustige Russen

    ...wie lustig sie doch sind, unsere Russen....singen können Pussy Riots wirklich nicht; aber von dem Mut könnten sich einige Politiker eine Scheibe abschneiden! Statt zu spotten, sollten die Russen endlich ihre Hausaufgaben machen, die da sind: Achtung der Menschenrechte, bekämpfen der Armut im eigenen Land oder sich international engargieren und dort ihre Macht einsetzen (Syrien?)

    einklappen einklappen
  • Domi am 06.02.2014 10:41 Report Diesen Beitrag melden

    Fail!

    Immer dieses doofe grinsen dieser beiden Darstellerinnen, wer kann die schon ernst nehmen?!

  • Patrone am 06.02.2014 10:16 Report Diesen Beitrag melden

    Money, Money, Money

    Die Mädels müssen mit ihrer fragwürdigen Popularität Geld verdienen und wie können sie das mit ihrer Talentfreiheit besser als sich von den Medien präsentieren zu lassen als Aktivisten. Wers glaubt muss schon echt einen Schuss haben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Rodney McKay am 06.02.2014 11:05 Report Diesen Beitrag melden

    Gesangskünste...NOT

    Wenigstens können sich die Pussies nun mit dem Geld endlich Gesangs-und Musikkurse besuchen. Dringend nötig hätten sie es und wirklich ändern tut sich vor/während/nach den Pussy Riots eh nichts. Wer etwas anderes behauptet, der muss an das angeblich gute im Menschen glauben...

  • effe am 06.02.2014 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    lächerlich

    informiert euch mal über Pussy Riot! informiert euch WIRKLICH!

  • Domi am 06.02.2014 10:41 Report Diesen Beitrag melden

    Fail!

    Immer dieses doofe grinsen dieser beiden Darstellerinnen, wer kann die schon ernst nehmen?!

  • Beat am 06.02.2014 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    ja..ja... Heuchler

    Guantanamo... etc???? Die sprechen von Menschenrechten? US Heuchler! Ich will nicht sagen, dass die Russen Engel sind aber die Amis sollten lieber ruhig sein.

  • Patrone am 06.02.2014 10:16 Report Diesen Beitrag melden

    Money, Money, Money

    Die Mädels müssen mit ihrer fragwürdigen Popularität Geld verdienen und wie können sie das mit ihrer Talentfreiheit besser als sich von den Medien präsentieren zu lassen als Aktivisten. Wers glaubt muss schon echt einen Schuss haben.